Das weiß ich natürlich. Darum geht’s aber nicht, sondern darum, dass ein Unternehmen einfach keine neuen, qualifizierten Mitarbeiter mehr findet, wenn es nicht marktgerecht bezahlt.
Natürlich kann man Regulierungen einbauen. Dann gehen die gut ausgebildeten und gut qualifizierten halt ins Ausland. Kann man doch heute schon sehen: Beispiel Ärztemangel. Viele Ärzte, die hier kostenlos ausgebildet wurden, gehen nach dem Studium in die Schweiz und zwar des Geldes wegen, ebenso Pflegepersonal. Gibts in der Wissenschaft genauso.Außerdem erklärt es nicht die Einkommenexzesse in manchen Branchen. In Spanien z. B. ist Mondragon ein genossenschaftlich organisierter Mischkonzern mit mehreren Zehntausend Arbeitnehmern. Da verdienen Manager max. das Achtfache des einfachen Angestellten (was immer noch sehr gut ist). Ich denke zwar nicht, dass alle Konzerne so funktionieren können, dass aber bestimmte Regulierungen gegen diese Exzesse eingebaut gehören.
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06.05.2019, 11:32Inaktiver User
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
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06.05.2019, 12:12Inaktiver User
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
Dieses pseudosoziale Gehabe allgemein, nicht nur hier, geht mir zunehmend auf den Keks.
Die zur Schau gestellte Jammerei und herunter gebrochen: Neid auf Leute, die mehr Geld verdienen, ...der Ruf nach mehr Umverteilung (komischerweise zu 99% von Menschen mit weniger Geld), Sprüchen wie "Geld ist kein Arbeitsanreiz" oder schon in der Kausalität herbeigeredeten Szenarien zur Umstrukturierung der "Kapitalistenwelt", haben bitteschön welches Ziel?
Die Sprüche erinnern mich immer mehr an die Pamphlete aus den 70ern, die die damalige DKP verteilte.
Unsere Gesellschaftsform tront auf einem Konstrukt zur Geldvermehrung, dass durch eine kleine Anzahl Leute angetrieben und gelenkt wird.
Wird weniger produziert, fallen die Aktien, gibt es keine Dividende, verliert der Kleinanleger angelegtes Geld für seine Rente.
Das Drama Hauseigentümer, mit Vorschlag, Mehrbesitz, das nur der Wertschöpfung dient, zu verbieten, spuckt jedem Erben oder Haussparer zur Rente hin ins Gesicht.
Ich arbeite, verdiene Geld und bekomme mehr Geld, wenn ich mehr leiste.
Das Modell habe ich mir genau deswegen vor fast 30 Jahren ausgesucht und bin zufrieden...nein, ich verdiene nicht Millionen.
Wenn da draussen eine Handvoll Leute herum rennen, die sehr viel verdienen, haben sie irgend etwas richtig gemacht...egal, ob es anderen gefällt.
Beispiele wie Sport sind total überflüsdig.
Viele tragen es solchen Leuten mit Sport-Abos noch hinterher...aber meckern?
IMO: verkehrte Welt.
Ketzerisch:
Wer mit seinem Einkommen nicht zufrieden ist, sollte sich halt einen anderen Job suchen.
Wer den jetzigen Job bekommen hat, weil es aufgrund der bildungstechnischen Voraussetzungen nicht geklappt hat, hat seinerzeit halt Pech gehabt, wenn er zu faul war.
Und wer in der heutigen Zeit keinen Job hat....sorry, aber wenn ich überall die Arbeitsangebot sehe, habe ich mittlerweile Null Verständnis oder gar Mitleid mehr.
Und dann kommt so ein Typ, der eine Aufwandsentschädigung von 9.720€ pro Monat als einfacher MdB bekommt....schreit vox populi gemäss herum, ohne imo wirklich faktisch nachzudenken und redet von "Diskussionsanstoss" ???
Ich nehme das nicht ansatzweise ernst.
Das nenne ich schlicht: unglaubwürdig.
Da wird Stammtischgelaber populär gemacht, Parteien am Rand stürzen sich schmunzeln darauf, fangen Stimmen und die Köpfe lachen sich einen Ast, dass sie dafür auch noch mit ü70 gewählt werden und sich so ihre Rente sichern nach ihrer Zeit als MdB für 4-8 Jahre.
My 5ct.... ;)
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06.05.2019, 12:20
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
danke chaos
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06.05.2019, 12:33
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
Genau, und wer kein Brot hat, solle doch bitte Kuchen essen
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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06.05.2019, 12:44Inaktiver User
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
Auch hiervon bin ich nicht überzeugt. Der Mehrverdienst in guten Jobs ist ja auch nicht selten Schmerzensgeld für das schleichende Ausbrennen und damit für entgangene Lebensqualität. Ein Bekannter hat mir mal erzählt, dass bei Einstellungsgesprächen heute viel mehr nach Work-Life-Balance gefragt wird, was...
...vor allem in der Medizinindustrie nicht unwesentlich ist. Wenn Gesundheit/Pflege der Gewinnmaximierung dienen soll oder stark hierarchisch organisiert ist, wird bei vielen Beschäftigten wohl das Gefühl bleiben, sich einem Humanroboter anzunähern.Kann man doch heute schon sehen: Beispiel Ärztemangel. Viele Ärzte, die hier kostenlos ausgebildet wurden, gehen nach dem Studium in die Schweiz und zwar des Geldes wegen, ebenso Pflegepersonal. Gibts in der Wissenschaft genauso.
Aus meiner Sicht geht es definitiv nicht nur um das Geld, sondern um Lebensbedingungen, die z. B. ein Familienleben begünstigen. Da gibt es Branchen, in denen das schwierig ist.
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06.05.2019, 12:52
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
Da wär ich mir jetzt an deiner Stelle aber nich ganz so sicher ...
Die Frage ist ja viel mehr: warum verdienen einige Leute sehr viel Geld, obwohl sie vieles falsch gemacht haben?Wenn da draussen eine Handvoll Leute herum rennen, die sehr viel verdienen, haben sie irgend etwas richtig gemacht...
Ok, eines ist sicherlich richtig: auch wenn auf einen Schlag alle Top-Manager aller Dax-Unternehmen ab sofort nur noch die Hälfte verdienen, dann hätte das volkswirtschaftlich keinerlei Auswirkungen.Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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06.05.2019, 13:05Inaktiver User
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
Was Produktion, Dividende und Rente betreffen...doch, da bin ich mir sehr sicher.
So funktionieren AGs.
Die "Oben" dürfen genauso Fehler machen in dem Geldkorridor...und die machen ganz sicher weniger Fehler, weil die dann schon andere Dimensionen von Folgen haben, als die weitaus grössere Masse an Fehlern, die ein AN macht in einer Firma.
Die AN sind sogar so anfällig beim Arbeiten, dass z.B. persönliche Animositäten, die untereinander herbeigeredet werden, Projekte gefährden und in Krankheit münden.
Menschliche Dinge, die, objektiv gesehen, völlig unnötig sind und einzig und alleine aus Ego-Gründen der Menschen resultieren.
Solche Dinge erlaubt man sich "da oben" nicht in dem Maße.
Und...die Grossverdiener haben es auch verdient in meinen Augen.
Weil sie es schlicht selber wollen, ...und vor Allem schlicht: können.
Ich habe selber Leute in meinem Leben kennen gelernt, die sich klassisch rund um die Uhr sich den Allerwertesten aufgerissen und irgendwann ein börsennotiertes Unternehmen daraus gemacht haben.
Ich habe satt Gfhr. in diversen Firmen erlebt, die IMO nur "arme Sch..." waren.
3 Jahre rein, aufräumen und Linie reinbringen und wieder weg.
Unbeliebtheit hat halt seinen Preis.Geändert von Inaktiver User (06.05.2019 um 13:11 Uhr)
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06.05.2019, 13:08
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
Was gerne vergessen wird, von einigen, die nur Neid erkennen, ist
Ungleiche Verteilung der Einkommen bremst das Wirtschaftswachstum | WirtschaftsdienstWissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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06.05.2019, 13:11Inaktiver User
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
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06.05.2019, 13:12Inaktiver User



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