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  1. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wir kommen wir wieder zu einem gerechten System und weg vom Subventionismus?
    So eine Frage ist wesentlich dringlicher...
    Mich wundert tatsächlich auch, dass diese Diskussion jetzt aufkommt.
    Eine theoretische Diskussion statt das Angehen praktischer Probleme.

    Die Frage ist: Hat Kühnert das bewusst gemacht um Stimmungen aufzugreifen, wie die DWEnteignen-Diskussion oder FfF und verspricht sich davon etwas für die SPD oder hat er aus dem Bauch heraus geredet, ist selbst von diesen Stimmungen beeinflusst?

    Lustig finde ich ja, dass seine Aussagen mit Hinweis auf sein junges Alter relativiert werden(Zb von Scholz). Würde man das mal bei Greta Thunberg tun....

  2. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie wäre es denn, den berühmten Mittelstand mal wieder zu stärken
    Ja, bitte!

  3. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Ich stimme dir grundsätzlich zu, allerdings ist für mich auch die Frage ob man sich Vermögen bzw. Einkommen ab einer bestimmten Summe überhaupt "erarbeiten" kann.

    Ja, da sprichst du den wichtigen Punkt der Grenzziehung an - da tu ich mich in der Vorstellung auch schwer.

  4. VIP

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Und es wird uns das Genick brechen, weil sich die Leistungswilligen benachteiligt fühlen.
    Und mit denen funktioniert so ein soziales System überhaupt.
    Wir werden in naher Zukunft ganz andere Probleme zu bewältigen haben als wie wir noch sozialistischer werden könnten.

    Wir kommen wir wieder zu einem gerechten System und weg vom Subventionismus?
    So eine Frage ist wesentlich dringlicher...
    Ich verstehe Kevin Kühnert nicht so, dass er Leistungswillige benachteiligen will, sondern dass er sie mehr am Gewinn beteiligen will, den diese als Arbeiter und Angestellte in Firmen/Betrieben wie BMW erwirtschaften.

    War die sogenannte "Manager to Worker Pay Ratio" vor 13 Jahren noch durchschnittlich 42-mal so hoch, müsste ein Angestellter eines DAX-Unternehmens inzwischen 71 Jahre lang arbeiten, um das Jahresgehalts eines seiner Vorstände zu erzielen. Das Verhältnis zu einem Vorstandsvorsitzenden beträgt sogar 97-mal.

    232 Mal so hoch wie Belegschaft: Hohe der Managergehalter ist ausser Kontrolle - FOCUS Online
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  5. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Ich verstehe Kevin Kühnert nicht so, dass er Leistungswillige benachteiligen will, sondern dass er sie mehr am Gewinn beteiligen will, den diese als Arbeiter und Angestellte in Firmen/Betrieben wie BMW erwirtschaften.

    War die sogenannte "Manager to Worker Pay Ratio" vor 13 Jahren noch durchschnittlich 42-mal so hoch, müsste ein Angestellter eines DAX-Unternehmens inzwischen 71 Jahre lang arbeiten, um das Jahresgehalts eines seiner Vorstände zu erzielen. Das Verhältnis zu einem Vorstandsvorsitzenden beträgt sogar 97-mal.

    232 Mal so hoch wie Belegschaft: Hohe der Managergehalter ist ausser Kontrolle - FOCUS Online
    Da fehlt auch wieder der akademische Mittelstand!

    Es geht nicht nur um den Arbeiter und den Topmanager, die größte Gruppe ist der Mittelstand, der fällt mal wieder hinten runter in solchen Betrachtungen.
    Vorallem alle Freiberufler und Selbstständige sind extrem benachteiligt in diesem Land!!

  6. User Info Menu

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich frage jetzt mal anders:

    Ist eine Grundidee des Sozialismus: Teilhabe der Arbeiter/Angestellten am erwirtschafteten Kapital (damit ist Gewinn, nicht Lohn gemeint) überhaupt eine attraktive Idee?

    Wenn nein: warum nicht?
    Mir fällt auf, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber 2 sehr unterschiedliche Charaktere darstellen.

    Ich befürchte, dass diese beiden unterschiedlichen Charaktere nicht zusammengehen.
    Der AN wird immer eher zu sicherheitsrelevanten Entscheidungen tendieren.
    Was dazu führt, dass er sich eher sein Gehalt erhöht, bevor er auf die Gewinnausschüttung am Jahresende hofft.

    Leistungsloses Einkommen, das auch noch auf der Grundlage von Betrug und Menschenverachtung zustande gekommen ist, ist sowieso sittenwidrig. Damit haben wir aber offensichtlich weniger ein Problem, als dem Hartz lV Empfänger sein "angeblich leistungsloses Einkommen" zu gönnen.
    Leistungslos ist es nämlich gar nicht, er stellt weiterhin der Gemeinschaft seine Arbeitskraft zur Verfügung.
    Vollkasko war gestern - ab heute zählt Verantwortung und Solidarität.

  7. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie wäre es denn, den berühmten Mittelstand mal wieder zu stärken und nicht das Großkapital, die Versicherungen, die Banken, die Rüstungsindustrie etc. Denn grad der Mittelstand verarmt oder hat zumindest das Gefühl, nicht mehr genug für seine Leistung zu bekommen.

    Ich habe gerade ein interessantes Interview im TV gesehen mit Sylvie Goulard, Vizepräsidentin der französischen Nationalbank.

    Die Frage an sie war: warum fühlen sich so viele Menschen abgehängt?
    Auch in Frankreich, wo einerseits die Ungleichheitsverhältnisse weniger stark ausgeprägt sind wie in D, wo andererseits aber die Gelbwesten viel rabiater auf die Barrikaden gehen?

    Ein Teil ihrer Antwort: die Menschen haben nicht mehr das Gefühl von Gerechtigkeit und Sinnhaftigkeit und Gemeinschaft.

  8. User Info Menu

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Momentan sieht es danach aus, dass 7,xxx Milliarden auf immer mehr verzichten sollen, während 0,000000001% der Menschheit den Hals nicht voll kriegen und sich immer mehr auf Kosten der Menschheit und des Planeten bereichern.
    So ganz stimmt das auch nicht. Die Schere mag weiter auseinandergehen, aber die Welt insgesamt wird immer reicher, es sterben weniger an Hunger, es gibt jedes Jahr weniger C-Einkommen (=0 - 1 $ pro Tag)
    Vollkasko war gestern - ab heute zählt Verantwortung und Solidarität.

  9. VIP

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da fehlt auch wieder der akademische Mittelstand!

    Es geht nicht nur um den Arbeiter und den Topmanager, die größte Gruppe ist der Mittelstand, der fällt mal wieder hinten runter in solchen Betrachtungen.
    Vorallem alle Freiberufler und Selbstständige sind extrem benachteiligt in diesem Land!!
    Darum geht es hier in diesem Strang erstmal nicht. Es geht um die Idee des Kevin Kühnert und wenn dieser mehr Beteiligung der Leistungswilligen - und das Wort hast du genutzt und nicht definiert, ich verstehe unter Leistungswilligen, alle, die Leistung erbringen und motiviert sind, dazu gehören auch Freiberufler und Selbständige.

    Wenn also Kevin Kühnert möchte, dass die Leistungserbringer in einem Unternehmen gleichwertiger behandelt werden, wäre das so schlecht?

    Ist die Arbeit eines Vorstandvorsitzenden tatsächlich 71x mehr wert, als die eines Maschinenschlossers in der Montagehalle oder die eines Sachbearbeiters in der Verwaltung?

    Sollte da nicht mehr Gerechtigkeit herrschen?
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  10. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von auxout Beitrag anzeigen
    Mir fällt auf, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber 2 sehr unterschiedliche Charaktere darstellen.

    Ich befürchte, dass diese beiden unterschiedlichen Charaktere nicht zusammengehen.
    Der AN wird immer eher zu sicherheitsrelevanten Entscheidungen tendieren.
    Was dazu führt, dass er sich eher sein Gehalt erhöht, bevor er auf die Gewinnausschüttung am Jahresende hofft.
    Interessanter Punkt, da ist wohl was dran.

    Und du kannst dir nicht vorstellen wie man da eine Brücke schlagen könnte?

    Arbeitnehmer haben auch schon freiwillig verzichtet (z.B. Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich).
    Immer wieder nehmen AN in bedrohten Betrieben Kurzarbeit oder Lohnkürzungen hin - von den guten Zeiten profitieren sie jedoch nicht.

    Ob Bankenkrise oder oder andere Insolvenzen vs. Steuervermeidung - das Modell "Verluste sozialisieren - Gewinne privatisieren" findest du überall wo es ermöglicht wird und Möglichkeiten gibt es viele.

    Ich glaube, ein gerechteres, nachvollziehbares Modell hätte durchaus Chancen auf Zuspruch.

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