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  1. Registriert seit
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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von third_thought Beitrag anzeigen
    Mal ganz davon abgesehen, dass ich der gesamten SPD seit Schröder nicht mehr soweit traue, wie ich ihr windiges Parteiprogramm werfen kann, sind deine Fragen durchaus interessant.

    ......

    Die SPD hofft auf kollektive Demenz für die letzten 20 Jahre. Für wie blöd halten die die Wähler? Die haben ihr Stammklientel an die 1% verraten und verkauft und glauben immer noch, es hätte keiner gemerkt. Da kann auch ein Herr Kühnert nix ausrichten.
    Kühnert = Generationenwechsel?

    SPD steht für Sozialdemokratie und die ist wahrhaftig nicht mehr das, was sie mal war.

    Mit einer gewagten Idee und gewagten Diskussion habe ich keine Probleme, doch mir erscheint die Reaktion auf ihn sehr als Abwehrhaltung:
    besser gar nicht erst darüber nachdenken....
    Think before you print.


  2. Registriert seit
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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von MannMann Beitrag anzeigen
    Es ist in den vergangenen 100 Jahren oft genug und weltweit bewiesen worden, dass sich die Begriffe demokratisch und Sozialismus ausschließen. Mehr gibt es dazu einfach gar nicht zu sagen.

    Doch, gibt es - offensichtlich.
    Think before you print.


  3. Registriert seit
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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von print Beitrag anzeigen
    Doch, gibt es - offensichtlich.
    Nein, ich glaube auch, dass das Wort (!) „Sozialismus“ einfach nur noch Abwehr erzeugt. Da haben Stalin und Konsorten ganze Arbeit geleistet.
    Und der alte Marx kann sich nicht mehr wehren, der hatte nämlich gar nicht so schlechte Ideen. Das ist aber nun über 100 Jahre her und darf teilweise ruhig als veraltet gelten.

    Es bräuchte ganz neue Ideen. Und viel Mut.


  4. Registriert seit
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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von print Beitrag anzeigen
    Schade.

    Ich würde mir nämlich wünschen dass die Ideen an sich mehr zur Diskussion stünden und nicht das unterstellte Kalkül dabei.
    Nehmen wir die Idee "es sollte keine privaten Vermieter geben, die sich an andren bereichern, maximal eine Wohnung pro Person" - dies zeigt (neben der Klientelarbeit) dass dieser Typ keine Ahnung von der Lage der meisten privaten Vermieter hat. Die wenigsten haben mehrere teure Wohnungen in bester Lage und können monatlich mehrere Hunderte Euro zurücklegen. Die Annahme, dass es sittenwidrig und verächtlich wäre, anderen Wohnraum zu vermieten und sich daran "zu bereichern" ist lachhaft. Ich sehe auch nichts falsches daran, Eigentum gegen Entgelt an jene zu überlassen, die sich dieses Eigentum aus welchen Gründen auch immer nicht anschaffen wollen oder können. Eigentum will gepflegt werden.
    Und das ist nur eine der Ideen. Du kannst gern mehrere davon erläutern, Print, du scheinst ja den Zugriff auf das vollständige Interview zu haben.
    Über Kapitalismus abstrakt zu reden halte ich für wenig fruchtbar. Es ist allen klar, dass er partiell gut und partiell schlecht ist. Viele Menschen haben sich dazu schon viele gute Gedanken gemacht. Da es dir konkret um Kühnerts Ideen geht, stell doch genau diese zur Diskussion, hm?
    Geändert von AE90 (04.05.2019 um 10:17 Uhr)


  5. Registriert seit
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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von print Beitrag anzeigen
    Mit einer gewagten Idee und gewagten Diskussion habe ich keine Probleme, doch mir erscheint die Reaktion auf ihn sehr als Abwehrhaltung:
    besser gar nicht erst darüber nachdenken....
    Es gibt genug Ideen. Das Netz ist voll davon. Das sind aber keine Ideen, die die etablierte Politik auch nur im Ansatz aufgreifen würde, weil die anderen Herren als ihren verfassungsmäßigen (dem deutschen Volke - sic!) dient...


  6. Registriert seit
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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    TT, was Du beschreibst klingt wirklich nur nach allgemeinem Frust ablassen.

    Seid ihr denn alle wirklich so unzufrieden in diesem Land?
    Ich bin fast täglich dankbar dafür hier leben zu dürfen, frei, in relativer Sicherheit, (absolute gibt es nicht) und das als "kleiner Fisch" (wirtschaftich gesehen) der ich nunmal bin.

    Ich bin Fan der sozialen Marktwirtschaft (schrieb ich schon im anderen Strang), was natürlich nicht heisst, dass ich Probleme nicht sehe.
    Aber einen Systemwechsel wünsche ich mir tatsächlich nicht. Ich denke die Energie ist besser aufgehoben in konkreteren Ideen als in so einer allgemeinen Grundsatzdiskussion.

    Da bin ich doch sehr viel näher bei einem Hubertus Heil und seiner Grundrente als bei einem Kevin Kühnert und seinen eher wirren und sehr unkonkreten Vorschlägen.


  7. Registriert seit
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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von MannMann Beitrag anzeigen
    Es ist in den vergangenen 100 Jahren oft genug und weltweit bewiesen worden, dass sich die Begriffe demokratisch und Sozialismus ausschließen. Mehr gibt es dazu einfach gar nicht zu sagen.
    Wobei der real existierende Kapitalismus auch mehr Neigung zu Alleinherrschaften hat statt mühseliger demokratischer Kleinarbeit.

    Wenn es zB um Schürfrechte in fremden Ländern geht, ist es so viel praktischer, wenn einem der Diktator nach Zahlung einer grosszügigen Summe erlaubt, dort mit Baggern und einer Privatarmee aufzutauchen und die bisherigen Bewohner wegzuscheuchen, statt wenn man in aufwendigen, monate- und jahrelangen demorkatischen Verfahren und Widerspruchsmöglichkeiten ein winziges Privatgrundstück nach dem andern erwerben müsste, um dort graben zu können.

    Kapitalismus wie Sozialismus sind beides Bewegungen, die auf der Modernität beruhen. Also auf Masse, Standardisierung, Vereinheitlichung... Gleichmacherei in diversen Formen. Sozialismus wendet Gleichmacherei eher auf Menschen an (durch detaillierte VErhaltensregeln), Kapitalismus eher, indem alles, was existiert, als Preis umgerechnet wird. (wie sagte Oscar Wilde? Ein Zyniker ist einer, der den Preis von allem kennt, aber den Wert von nichts)

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  8. Registriert seit
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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Saily_ Beitrag anzeigen
    TT, was Du beschreibst klingt wirklich nur nach allgemeinem Frust ablassen.
    Oh nein, ich könnte Dir tausend ganz konkrete Gründe nennen, warum nicht nur ich so unzufrieden bin. Das fängt bei der ganz konkret mir bekannten alten Frau an, die sich die Miete nicht mehr leisten kann, weil der neue Vermieter zwangssaniert hat und nun keine neue Bleibe mehr findet, geht weiter bei der jungen Mutter, die zwei Jobs braucht, um ihre zwei Kinder und die Wohnung zu finanzieren und endet auch nicht bei unserem maschinisierten Gesundheitssystem, das sich immer teuerere Geräte dafür aber keine Krankenschwestern mehr leistet.

    Und da habe ich noch nicht mal die internationale Nachrichtenwelt beachtet, wo ein Krisengebiet sich ans nächste reiht, die Irren die Welt regieren und in Afrika noch immer Kinder an Hunger (!!!) sterben, während in der sogenannten ersten Welt die Übergewichtigen kaum noch wissen, was sie als erstes nicht (!!!) essen sollen!

    Es ist krank. Einfach nur krank. Wer da dankbar ist, hier zu leben, hat sicher recht. Aber ich finde es naiv, nicht über den Tellerrand hinaus zu schauen. Und da verrecken nicht nur die Kinder an Aids sondern eben auch die Albatrosse an Plastik.

    Die Probleme sind da. Ich (!) kann sie nicht ausblenden, ohne mich dabei mies und egoistisch zu finden. Und sie sind nur global lösbar, wenn man - also die Menschheit - das wollte. Aber die Mächtigen dieser Welt, ob nun pseudodemokratisch gewählt oder über Generationen immer reicher geworden, die kriegen den Hals nicht voll und tun alles, um den Planeten endgültig zu Schanden zu reiten.


  9. Registriert seit
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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von third_thought Beitrag anzeigen

    Die Probleme sind da. Ich (!) kann sie nicht ausblenden, ohne mich dabei mies und egoistisch zu finden. Und sie sind nur global lösbar, wenn man - also die Menschheit - das wollte.

    Absolute Zustimmung!


    Zitat Zitat von third_thought Beitrag anzeigen
    Aber die Mächtigen dieser Welt, ob nun pseudodemokratisch gewählt oder über Generationen immer reicher geworden, die kriegen den Hals nicht voll und tun alles, um den Planeten endgültig zu Schanden zu reiten.

    Aber keine Zustimmung bei deiner Schlussfolgerung.
    " Aber die Mächtigen dieser Welt, ..." Das gilt für China, nicht aber für Deutschland, für Frankreich, für Großbritannien, für die USA, für Italien, für Spanien, für Brasilien, für Argentinien und und und.. (nicht einmal für Russland oder die Türkei).
    Du schreibst doch selbst: Die Mächtigen wurden gewählt!
    War denn Trump ein Überraschungsei? War es Bolsonaro? War es Erdogan? War es Putin? Auch wenn man es nicht gerne hört: In Russland gibt es immer noch eine reel existierende Mehrheit für Putin!

    Es sind Mehrheiten, die diese Mächtigen wählen.
    Wir haben genau die Politiker, die wir (mehrheitlich) verdienen. Das ist in China anders, in Nordkorea und in einigen anderen Ländern. Nicht aber in den meisten sog. "entwickelten" Ländern.

    Um es zu vereinfachen und abzukürzen: In der sog. westlichen Welt wählen Mehrheiten die Politiker, von denen sie wissen, dass sie nicht grundlegend was ändern werden.
    Warum ist das so?
    Wollten wir es wirklich anders, dann hätten wir auch andere Politiker an der Macht.


  10. Registriert seit
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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von putulu Beitrag anzeigen
    Um es zu vereinfachen und abzukürzen: In der sog. westlichen Welt wählen Mehrheiten die Politiker, von denen sie wissen, dass sie nicht grundlegend was ändern werden.
    Warum ist das so?
    Wollten wir es wirklich anders, dann hätten wir auch andere Politiker an der Macht.
    Das System - die Struktur - führt dazu, dass ganz bestimmte Leute, die in eben diese Strukturen passen, gewählt werden.

    Und nein, solang sich Strukturen nicht ändern (zB durch eine Erweiterung der Volksrechte, sodass mehr Entscheidungen durch das Volk selbst getroffen werden, damit Politiker eben nicht mehr tun können, was immer sie wollen), kann man wählen, wen man will, jede/r Politiker/in wird zu diesen Problemen neigen, die wir heute kennen.

    Strukturen ändern ist allerdings eine zähe, langwierige Sache.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

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