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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Frau Klatten erwirtschaftet ihr Einkommen nicht selbst.
    Doch - Frau Klatten ist eben eine erfolgreiche Unternehmerin und sorgt dafür, dass unzählige Menschen einen Job haben ... sagen jedenfalls die Einen.

    Marx und Engels hingegen sagen, dass sich Frau Klatten einen Teil des Mehrwertes aneignet, welcher von den Arbeitern und Angestellten bei BMW erwirtschaftet und produziert wird.
    Ich neige dazu, eher dieser Erklärung zuzustimmen ...
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  2. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Die Ablehnung des Sozialismus durch religiöse Christen hat ja auch eine gewisse Tradition.

    Ist durch den Frontalangriff auf die Religion als solche durch die Vor- und Erdenker des Sozialismus nachvollziehbar.
    Der war wiederum der Tatsache geschuldet war dass sich die Politik über Jahrhunderte auch durch das Christentum legitimierte (z.B. weltlicher und wirtschaftlicher Machtfaktor Papsttum, Gottesgnadentum im Feudalsystem....)

    Doch auch hier könnte man anders heran gehen - guter Hinweis von Van Dyck auf die Befreiungstheologie

  3. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dann hat der Franz von Assisi tatsächlich alles falsch verstanden und der Ablasshandel war doch eigentlich eine super Idee.
    Zum Ablasshandel habe ich mich nicht geäussert, ich weiss nicht welchen Zusammenhang Du da siehst.

    Aber Franz von Assisi war ein Bettelmönch.
    Kein Mönch der für sein Anrecht auf irgendwas gekämpft hat.

    Und ja, es gibt bestimmt auch Strömungen des Christentums die sich ins politische weiter entwickeln, @VanDyck,

    Es gibt ja auch Strömungen die sehr auf Leistung setzen wie die Pietisten.

    Aber die Kernbotschaft des Christentums ist nunmal eine religiöse, keine politische.
    Was eben nicht ausnimmt, dass christliche Politiker aus ihrer Weltsicht agieren.
    Wäre ja auch komisch wenn nicht.
    Zumindest ist das meine Sicht der Dinge.

  4. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Doch - Frau Klatten ist eben eine erfolgreiche Unternehmerin und sorgt dafür, dass unzählige Menschen einen Job haben ... sagen jedenfalls die Einen.

    Marx und Engels hingegen sagen, dass sich Frau Klatten einen Teil des Mehrwertes aneignet, welcher von den Arbeitern und Angestellten bei BMW erwirtschaftet und produziert wird.
    Ich neige dazu, eher dieser Erklärung zuzustimmen ...
    Es geht für mich um die Verhältnismäßigkeit.

    Nicht zu vergessen: Frau Klatten hat ihre Position quasi geerbt, sie musste sich nicht dahin arbeiten.
    Sie kann es sich ja aussuchen ob sie ihr Kapital selbst überwacht oder dies von Angestellten tun lässt - das Ergebnis ist das gleiche.
    Entscheidend ist, dass sie das Kapital besitzt ohne dafür arbeiten zu müssen und dass es ihren Kindern einmal genauso beschieden sein wird.

    Übrigens musste man die Familie Quant in den 1990er Jahren gerichtlich dazu zwingen Entschädigungen an die bei ihnen ausgebeuteten Zwangsarbeiter (2. Weltkrieg) zu zahlen.

    Das sagt auch etwas über das Selbstverständnis aus.

  5. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Ablehnung des Sozialismus durch religiöse Christen hat ja auch eine gewisse Tradition.
    Womit wir bei Machiavelli wären:
    Teile und herrsche.

    Und da es für viele Menschen anstrengend und ungemütlich zu sein scheint, mal aus ihrem gewohnten Gedankengut herauszublicken - „thinking out of the box“ - haben Utopien schlechte Karten. Christen finden Sozialisten doof und umgekehrt, obwohl beide eine gerechtere Gesellschaft wollen.

  6. gesperrt

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber Franz von Assisi war ein Bettelmönch.
    Kein Mönch der für sein Anrecht auf irgendwas gekämpft hat.
    er hat gejämpft, seinen Orden vom Papst anerkannt zu bekommen. mit Erfolg, wie wir wissen, Franziskaner gibt es heute noch.

    und freiwillige Beschränkzng, freiwillige Armut ist immer noch politischer Sprengstoff.

    Aber die Kernbotschaft des Christentums ist nunmal eine religiöse, keine politische.
    Was eben nicht ausnimmt, dass christliche Politiker aus ihrer Weltsicht agieren.
    es ist eine menschliche, was sich auf Politik wie Religion auswirkt.

    gruss, barbara

  7. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Ablehnung des Sozialismus durch religiöse Christen hat ja auch eine gewisse Tradition.

    Ist durch den Frontalangriff auf die Religion als solche durch die Vor- und Erdenker des Sozialismus nachvollziehbar.
    Der war wiederum der Tatsache geschuldet war dass sich die Politik über Jahrhunderte auch durch das Christentum legitimierte (z.B. weltlicher und wirtschaftlicher Machtfaktor Papsttum, Gottesgnadentum im Feudalsystem....)
    Ein weiterer Grund "könnte" sein, dass in vielen (allen?) sozialistischen Staaten Christen verfolgt, umgebracht und diskriminiert wurden, die Religionsausübung erschwert oder verboten wurde.
    Auch Marx lehnte Religion ab.

  8. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zum Ablasshandel habe ich mich nicht geäussert, ich weiss nicht welchen Zusammenhang Du da siehst.
    Ich habe mich ironisch geäußert: der Ablasshandel ist eine durch und durch kapitalistische Idee.
    Erlösungsgarantie gegen Geld.
    Der reiche Sünder kommt dann leichter in den Himmel als der arme Sünder... soweit die Theorie.
    Nur ein Beispiel welche Blüten das Christentum im Zusammenhang mit Geld und Macht getrieben hat.

    Aber Franz von Assisi war ein Bettelmönch.
    Kein Mönch der für sein Anrecht auf irgendwas gekämpft hat.
    Dann empfehle ich dir seine Lebensgeschichte zu lesen: er stammte aus einer reichen Familie und hat allen Besitz aufgegeben.
    Sein Lebensstil und der von ihm gegründete Orden galten in seiner Zeit als revolutionär.

  9. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch Marx lehnte Religion ab.
    Tat er nicht.
    Ich habe ihn gerade erst diesbezüglich zitiert #160

  10. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dann empfehle ich dir seine Lebensgeschichte zu lesen: er stammte aus einer reichen Familie und hat allen Besitz aufgegeben.
    Sein Lebensstil und der von ihm gegründete Orden galten in seiner Zeit als revolutionär.
    Das widerspricht in keiner Weise dem was ich gesagt habe.
    Ich weiss nicht warum Du mich so angehst.

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