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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Ein gutes Beispiel, wie direkte Demokratie aus dem Ruder laufen kann, ist das Brexit-Votum.
    In erster Linie einfach ein Beispiel für “schlecht gemacht“.
    Man braucht nicht von Demokratie reden, wenn man dem Volk in Wirklichkeit nicht über den Weg traut. Stattdessen sollte man sich vielleicht über bessere demokratische Instrumente Gedanken machen.

    Da bin ich ganz bei Bae, dass die Strukturen nicht stimmen und damit meine ich die Ausübung von Macht durch Parteien - speziell auch über Parteidisziplin, was zumindest in Deutschland eigentlich nicht zulässig ist, aber trotzdem praktiziert wird.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    nein, ich glaube nicht, dass die Frage "wie werden systemische Risiken durch Spekulation verhindert?" von jedem Kind zu beantworten ist.

    Wie lautet denn die korrekte Antwort auf diese Frage, deiner Meinung nach?



    Eine Menge Paragrafen und Papier produziert. Viele detaillierte Regelungen. Kontroletti-Modus.





    Wer hat es so lang geduldet? (hab mich nicht näher damit beschäftigt)





    Die angeblich so faire und demokratische EU.

    Dass es grossen Unternehmen gelingt, Vorteile zu ergattern, die keinem kleinen Schreinermeister erlaubt wären, bedeutet nur, dass die aktuelle Politik Fehler und Mängel hat; es bedeutet nicht, dass Politik überflüssig ist und nicht gebraucht wird. Oder gar, dass rein private Lösungen irgend eine Verbesserung bringen würden.




    Die meisten Länder HABEN in der Tat einen eklatanten Mangel an direktdemokratischen Instrumenten, der solchen Unsinn eindämmen könnte.

    hat aber mit der Frage Sozialismus vs Kapitalimus nichts zu tun, die sind beide eher autoritär und diktatorisch, nicht demokratisch und schon gar nicht direktdemokratisch aufgestellt.



    Die Strukturen stimmen nicht; da kann egal welche Partei antreten, solang sie innerhalb der gegebenen Strukturen arbeiten muss, werden sei alle dieselben systemischen Probleme kriegen. Notwendigerweise.

    gruss, barbara
    Ich meinte die Antwort auf die Frage, wer Schuld an der letzten Krise trägt.

    Die Banken gemeinsam mit den Politikern. Die Zentralbank ist Eigentum des Staates, welche die Politiker kontrollieren. Die Zentralbanken herrschen über die Geschäftsbanken und machen die Regeln für diese. Die Zentralbank schöpft Geld und legt die Regeln fest, wie dieses Geld zu verteilen ist.

    Unter Schäuble konnten die CumEx Geschäfte kräftig gedeihen. Nachweislich wurde Schäuble schon Jahre gewarnt.

    Der Chef diese Vereins EU ist Junker, Luxemburger. Luxemburg profitiert ebenfalls mit Steuerabsprachen davon, dass solch Firmen keine Steuern dort zahlen, wo die Wertschöpfung entsteht.

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    In erster Linie einfach ein Beispiel für “schlecht gemacht“.
    Man braucht nicht von Demokratie reden, wenn man dem Volk in Wirklichkeit nicht über den Weg traut. Stattdessen sollte man sich vielleicht über bessere demokratische Instrumente Gedanken machen.

    Da bin ich ganz bei Bae, dass die Strukturen nicht stimmen und damit meine ich die Ausübung von Macht durch Parteien - speziell auch über Parteidisziplin, was zumindest in Deutschland eigentlich nicht zulässig ist, aber trotzdem praktiziert wird.
    Die direkte Demokratie in der Schweiz ist getragen vom Respekt gegenüber Andersdenkenden. Populismus ist in der Schweiz längst nicht so verbreitet, wie bei uns.

    Um es auf den Punkt zu bringen. Ich halte die Gesellschaft in Deutschland für nicht fähig, direkte Demokratie wirklich zu leben. Da sind uns die Schweizer um Lichtjahre voraus.

    Dass GB auch nicht so weit ist, haben die letzten 3 Jahre eindrucksvoll gezeigt.

    Und nein, ich denke nicht, dass das am politischen System der Parteien liegt. Ich sehe den Grund tief in der Gesellschaft verwurzelt. Wir Deutschen sind anfällig für Populismus und nicht fähig, die Verantwortung zu tragen, die direkte Demokratie zwangsläufig erfordert.

  4. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Die direkte Demokratie in der Schweiz ist getragen vom Respekt gegenüber Andersdenkenden. Populismus ist in der Schweiz längst nicht so verbreitet, wie bei uns.
    ?? Die Schweiz ist mit das Geburtsland des Rechtspopulismus. Die haben sich nur daran gewöhnt.

    Um es auf den Punkt zu bringen. Ich halte die Gesellschaft in Deutschland für nicht fähig, direkte Demokratie wirklich zu leben. Da sind uns die Schweizer um Lichtjahre voraus.
    Na ja, schau dir mal die letzte Volksbefragung an, bei der es um die Unternehmensbesteuerung ging. Künftig sollen alle Unternehmen einen einheitlichen Steuersatz entrichten. Um das abzumildern, hat das Parlament direkt Gegenmaßnahmen getroffen. Kantone können Patentgewinne bis zu 90% reduzieren. Forschungsausgaben steuerlich abgezogen werden, und die Unternehmenssteuern werden gesenkt. Gerade die Besteuerung der Patentgewinne lässt einigen Spielraum für unternehmerische Steuervermeidungsmodelle.

    So viel zur direkten Demokratie.

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Früh den Einfluss der Familie begrenzen.
    Darf man sich darunter kollektive Erziehungsformen vorstellen? (Herr Kühnert würde es freuen, er mag ja Kollektive)

    Den Einfluß der Familie prinzipiell begrenzen oder nur bei Eltern, die "nicht gut genug" sind?
    Wer legt fest, welche Eltern "gut genug" sind?
    Sollte das freiwillig ooder unter Anwendung von Zwang erfolgen?

    Wer stellt sicher, daß der Einfluß jenseits der Familie besser ist als der der Eltern?

    Bedenkt man:
    Wie Eltern mit ihren Kindern tausend- und abertausendfach Gesten, Blicke und Berührungen austauschen, ob sie mit ihnen singen, spielen und lesen, ob sie die Freizeit vor dem Fernseher oder im Museum verbringen – all das wirkt sich massiv auf deren spätere Lebenschancen aus.
    Wie kann man so etwas auf eine kollektive Erziehung übertragen? Die 1:1 Zuwendung der Eltern auf eine 1:8 Zuwendung durch angestellte Erzieher?

    Wie viele Stunden am Tage sollen die Eltern ihre Kinder noch beeinflussen (dürfen)?

    Wie Herr Spiewak in der Zeit geschrieben hat: es geht nicht um Schulkinder, sondern um Säuglinge und Kleinkinder.

    Hans
    Geändert von HansDampf (21.05.2019 um 11:43 Uhr)
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    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Die direkte Demokratie in der Schweiz ist getragen vom Respekt gegenüber Andersdenkenden. Populismus ist in der Schweiz längst nicht so verbreitet, wie bei uns.

    Um es auf den Punkt zu bringen. Ich halte die Gesellschaft in Deutschland für nicht fähig, direkte Demokratie wirklich zu leben. Da sind uns die Schweizer um Lichtjahre voraus.

    Dass GB auch nicht so weit ist, haben die letzten 3 Jahre eindrucksvoll gezeigt.

    Und nein, ich denke nicht, dass das am politischen System der Parteien liegt. Ich sehe den Grund tief in der Gesellschaft verwurzelt. Wir Deutschen sind anfällig für Populismus und nicht fähig, die Verantwortung zu tragen, die direkte Demokratie zwangsläufig erfordert.
    Da gebe ich dir recht, dass man den Eindruck hat, dass die schweizer Politiker dem Bürger gegenüber Respekt zollen, umgekehrt dann eben auch.
    Die dt. Politiker zollen dem Bürger keinen Respekt. Sie benutzen ihn einfach um ihr eigenes politisches Fortkommen, mehr nicht.
    Wie anders muss man verstehen, dass man regelmäßig vor der Wahl die gleichen Versprechen bekommt, wie schon zur vorangegangenen Wahl?
    Deutsche Politiker scheren sich schon eine ganze Weile einen Dreck um das, was die Bürger wollen.
    Erschwerend kommt hinzu, die Politiker glauben wirklich, das Volk kapiert es nicht.
    Da liegt es in der Natur der Sache, dass Bürgerbegehren dem Willen der Politiker diametral gegenüberstehen.

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Darf man sich darunter kollektive Erziehungsformen vorstellen? (Herr Kühnert würde es freuen, er mag ja Kollektive)
    Kevin Kühnert will ja auch die Kinder kollektivieren.
    Aber keine Bange: nur die Kinder von den Mitarbeitern bei BMW.
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
    Daniel Kahneman

  8. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Darf man sich darunter kollektive Erziehungsformen vorstellen?
    Nein, deine Frage zeigt nur, dass du keine Ahnung von Förderung hast.

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Ebenfalls aus "Wer schafft es nach oben?" von Martin Spiewak ZEIT 20/2018

    Ob Krippen, Kitas oder Ganztagsschulen: Immer sind Kinder aus Familien mit hohem Sozialstatus überrepräsentiert.
    ....

    Die Weichen, die darüber entscheiden, wer einmal studiert und wer nicht, werden also weder nach dem Abitur gestellt noch im Gymnasium oder in der Grundschule, sondern viel früher. Genau auf diese Zeit vor der Schule müsste sich alle Förderung konzentrieren – bevor jeder Bildungstrichter seine Wirkung entfaltet.

    Hans
    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Bedenkt man:
    Wie Eltern mit ihren Kindern tausend- und abertausendfach Gesten, Blicke und Berührungen austauschen, ob sie mit ihnen singen, spielen und lesen, ob sie die Freizeit vor dem Fernseher oder im Museum verbringen – all das wirkt sich massiv auf deren spätere Lebenschancen aus.
    Wie kann man so etwas auf eine kollektive Erziehung übertragen? Die 1:1 Zuwendung der Eltern auf eine 1:8 Zuwendung durch angestellte Erzieher?
    Ich finde ja dass hier über den Kamm elterliche Erziehung glorifiziert und die in den Einrichtungen abgewertet wird. Die Realität ist aber offensichtlich eine andere. Und ich finde deine Argumentation in den zwei Beiträgen widersprüchlich. Man muss auch gar nicht das eine gegen das andere ausspielen.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, deine Frage zeigt nur, dass du keine Ahnung von Förderung hast.
    Wenn ich an die Zeit des RES denke, bekommt das schon einen unguten Geschmack.

    Persönliche Abwertung muss nicht sein.

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