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  1. Avatar von carassia
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    AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor

    Finde ich nicht, weil Prothesen ja nicht aus Menschenteilen bestehen. Da ist für mich ganz klar eine Grenze.

    Um das klarzustellen: Ich bin überhaupt nicht grundsätzlich gegen Organspende! Ich bin nur dagegen, wenn alle Menschen sozusagen als Default Spender sein sollen.


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    AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor

    Zitat Zitat von carassia Beitrag anzeigen

    Natürlich ist es ein Zwang, wenn Menschen, die aus welchen Gründen auch immer noch keine Äußerung getroffen haben, Organe spenden müssen.
    In gewisser Weise ist das schon richtig.

    Dabei darf aber durchaus die Frage gestellt werden, ob jemand, der jetzt Organspende ablehnt, nicht doch gerne eins hätte, wenn sein Leben davon abhängt.

  3. Avatar von carassia
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    AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor

    Klar, aber das ist natürlich wieder eine ganz andere Diskussion.

  4. Avatar von mono17
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    AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor

    Hier werden ja Ausdrücke benutzt..
    Es gab zwei Vorschläge,beide hatten Vor- und Nachteile,einer wurde angenommen.
    Fertig.


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    AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor

    Zitat Zitat von carassia Beitrag anzeigen
    I
    Natürlich ist es ein Zwang, wenn Menschen, die aus welchen Gründen auch immer noch keine Äußerung getroffen haben, Organe spenden müssen.

    Es ist kein Zwang zum Spenden sondern ein Zwang zum Entscheiden.

    Man hätte es doch relativ leicht entschärfen können, wenn man z. B. alle angeschrieben hätte und eine Frist gesetzt hätte, sich innerhalb von einem (oder vielleicht auch bis zu zwei) Jahr festzulegen.
    Das ist zumutbar.
    Und wer sich nach zwei Jahren immer noch nicht entschieden hat..

    Wie vielen Leuten ist übrigens klar, dass sie in manchen Ländern, die sie im Urlaub besuchen, auch schon als bloße Touristen potentielle Organspender sind (z. B. in Österreich)? Ganz ohne gefragt zu werden!


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    AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor

    Zitat Zitat von huppsi Beitrag anzeigen
    Grade nochmal nachgelesen: der Hirntod gilt medizinisch als der absolute und unumkehrbare Tod. Auch bei Spenden nach Herztod wird der Hirntod abgewartet und von zwei Ärzten bestätigt.
    Zum letzten Mal, es kann auch nicht der "absolute" Tod sein, weil es danach noch eine weitere Stufe gibt, nach der ein Organ dann auch unbrauchbar wird, der Kreislaufstillstand nämlich.

    Der Sterbeprozess ist im Moment der Entnahme noch nicht beendet, und das ist der springende Punkt.

  7. Avatar von huppsi
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    AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Zum letzten Mal, es kann auch nicht der "absolute" Tod sein, weil es danach noch eine weitere Stufe gibt, nach der ein Organ dann auch unbrauchbar wird, der Kreislaufstillstand nämlich.

    Der Sterbeprozess ist im Moment der Entnahme noch nicht beendet, und das ist der springende Punkt.
    Der Kreislaufstillstand wird doch nur durch die Maschinen verhindert. Ohne Maschinen steht der Kreislauf nach Hirntod still.

    Die Wahrscheinlichkeit einmal ein Organ zu benötigen ist vielfach höher als die, dass man den Hirntod stirbt. Das ist so selten


  8. Registriert seit
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    AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor

    Zitat Zitat von huppsi Beitrag anzeigen
    Grade nochmal nachgelesen: der Hirntod gilt medizinisch als der absolute und unumkehrbare Tod. Auch bei Spenden nach Herztod wird der Hirntod abgewartet und von zwei Ärzten bestätigt.


    Es gibt keine Stelle in irgendeinem Buch, Artikel, Zeitschrift, in der du diesbezüglich die Wahrheit finden kannst, denn es ist umstritten. Manche meinen es so, andere sehen es anders (ich rede von Fachleuten).


  9. Registriert seit
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    AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor

    Zitat Zitat von huppsi Beitrag anzeigen
    Der Kreislaufstillstand wird doch nur durch die Maschinen verhindert. Ohne Maschinen steht der Kreislauf nach Hirntod still.

    Ja, aber ist es im Sinne des Betroffenen, die Maschinen abzuschalten?
    Liegt eine Patientenverfügung vor, die auch genau den eingetretenen Zustand berücksichtigt, dann mag es noch einfach sein.
    Was aber, wenn das nicht der Fall ist?

    Es ist nicht so einfach.
    Das macht es ja schwierig.

    Der "Einfachheit halber" könnte man es doch vereinfachen, wie es leider viele Menschen versuchen und wer betroffen ist, hat Pech gehabt?
    Über diese Dinge zu quatschen ist eine Sache, als z. B. Angehöriger dabei zu sein, eine ganz andere.
    Dann ist das scheinbar Einfache plötzlich doch ganz anders und man würde gerne etwas wissen, was aber schwer zu ergründen ist.

  10. Avatar von marylin
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    AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor

    Zitat Zitat von putulu Beitrag anzeigen
    Es ist kein Zwang zum Spenden sondern ein Zwang zum Entscheiden.

    Man hätte es doch relativ leicht entschärfen können, wenn man z. B. alle angeschrieben hätte und eine Frist gesetzt hätte, sich innerhalb von einem (oder vielleicht auch bis zu zwei) Jahr festzulegen.
    Das ist zumutbar.
    Und wer sich nach zwei Jahren immer noch nicht entschieden hat..

    Wie vielen Leuten ist übrigens klar, dass sie in manchen Ländern, die sie im Urlaub besuchen, auch schon als bloße Touristen potentielle Organspender sind (z. B. in Österreich)? Ganz ohne gefragt zu werden!
    Die Verwandten werden gefragt. Und soweit ich weiß, bekommt man in einigen anderen Ländern netterweise eine richtige Narkose vor der Organentnahme.

    Ich bin froh über die Lösung jetzt, weil ich es nicht für rechtens halte, sich einfach zu bedienen, nur weil der Sterbende nicht wiedersprochen hat. Das Normale ist für mich, das ich erst als tot behandelt werde, wenn der Sterbeprozess beendet ist und die Leichenstarre eintritt. So - dass ich nun was machen soll, um diesen "normalen" Tod sterben zu dürfen, ist für mich absurd und unrecht.
    Seine Organe spenden zu wollen, ist etwas ganz Besonderes und bedarf deshalb der ausdrücklichen Einwilligung.

    Und wer sagt denn, dass es mehr Organe gegeben hätte mit der von Spahn gewünschten Lösung?
    Die wenigsten Krankenhäuser haben auf dem Schirm, dass der Sterbende ev. noch als Spender fungiern könnte, die Hirntoddiagnostik kann dort nicht gemacht werden, kein qualifiziertes Personal. Viele Ärzte wollen es auch nicht, denn schon heute kann man ja die Angehörigen fragen, wenn der Sterbende keinen Ausweis hat, macht man aber wohl eher selten...

    Ich habe keinen Organspendeausweiß, aus 2 Gründen:
    1. die fehlende Narkose bei der Organentnahme - und das ist der wichtigste Punkt für mich.
    2. die "Werbung" dafür in der Form, dass man sagt, andere müssten sterben, weil zu wenige Menschen spenden wollen. Denn das stimmt ja so nicht. Menschen sterben, weil sie sehr krank sind und nicht, weil ICH keinen Ausweis in der Tasche habe...
    3- die Aussage, man "brauche mehr Organe" - ekelhaft... Organe anderer Menschen hat man nicht "zu brauchen"

    Wobei ich im Großen und Ganzen gar nicht gegen Organspende bin - aber halt nicht unter diesen Bedingungen, insbesondere die fehlende Narkose... so für das allerletzte Bissl Sicherheit...
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


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