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  1. Registriert seit
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    AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    und biologische Anzeichen für Stress, Schmerzen - Bewegungen, Schwitzen, erhöhter Puls - sind auch bei Hirntoten möglich und feststellbar.

    gruss, barbara
    Das ist der Punkt. Hirntod kann man auch ein Kind austragen und gebären... das ist doch nicht "nichts".

  2. Avatar von huppsi
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    AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor

    Beschäftige Dich bitte mit dem Protokoll zur Hirntodfeststellung! Ein Hirntoter hat keinen erhöhten Puls...das gesamte vegetative Nervensystem ist tot.

  3. Moderation Avatar von Analuisa
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    AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor

    Zitat Zitat von huppsi Beitrag anzeigen
    Bevor ihr von "während schon einer die Messer wetzt" sprecht, beschäftigt Euch bitte mal mit dem offiziell abzuarbeitenden Prozess zur Hirntodfeststellung! Niemand, der noch irgendeine Form von Empfindung hätte, würde den "überstehen".
    Und genau das würde ich mir wünschen: Aufklärung mit Fakten und nicht Angstmache mit "hab ich mal gehört" etc.

    [...]
    Du hast aber bemerkt, dass die Formulierung mit dem Messer von exakt einer Userin gewählt wurde?

    Du kannst das nicht wissen, aber ich kenne mich mit den Hirntodkriterien durchaus aus. Eben deshalb erschreckt es mich, wenn jemand schreibt, es gebe Länder, wo Explantationen nach Herzstillstand erlaubt wären und das auch noch gut findet.

    Danke für den Link, vorbei. Es ist bekannt, dass eine Reanimation innerhalb kürzesterZeit (= wenige Minuten!) nach dem Herzstillstand begonnen werden muss, damit sie Aussicht auf Erfolg hat. Das Gewebe stirbt sehr schnell ab, wenn es nicht mehr durchblutet wird. Nicht durchblutete Organe sind aber als Transplantat wertlos, deswegen meine Frage, wie das denn praktisch gemacht wird.

    Aus dem Link, den vorbei eingestellt hat:
    Beim Herztod darf nach einer gewissen Wartezeit nach dem Herzstillstand eine Organentnahme vorgenommen werden, auch wenn der Patient noch reanimiert werden könnte und das Gehirn noch funktioniert.
    Soll das bedeuten, man verzichtet bewusst auf den Versuch einer Reanimation, obwohl die möglich wäre und man den Patienten noch retten könnte? Zugunsten eines anderen Patienten, damit der ein Transplantat bekommt? Wenn das wirklich so wäre, fände ich es ungeheuerlich.

    Aber ich werde mich mal selbst auf die Suche nach Quellen machen, vielleicht finde ich etwas, wo das Vorgehen besser erläutert wird.
    Ich weiß noch, wie wir in Auschwitz in der Baracke saßen und uns überlegt haben,was wir den Deutschen antun würden. [...] es waren die schlimmsten Dinge, über die wir nachdachten. Aber dann sagten wir uns: Wenn wir das täten, dann wären wir genauso schlimm wie sie.
    Ruth Webber, geb. Rut Muszkies, zum Zeitpunkt ihrer Befreiung 9 Jahre alt


    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

  4. Avatar von Lukulla
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    AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor

    Kann mir jemand sagen, welcher Mensch überhaupt für eine Organentnahme in Frage kommt?
    Nach welchen Kriterien wird ein Mensch und dann ein Organ ausgesucht? Alter, Zustand, Krankheit?
    Wie wird ein Mensch und wie wird ein Organ untersucht?

    Es sind ja nicht alle Menschen gesund, die einen Unfall haben und auf dem potentiellen OP liegen. Wie kann ein Arzt das also so schnell entschieden? Wird prophylaktisch- sofern Genehmigung vorhanden- erst mal ein Organ entnommen und dann untersucht?

    Wie stellt der Art fest, dass ein Organ nicht geeignet ist?Muss er dazu etwas über den Menschen wissen?

    Welche Vorerkrankungen schliessen eine Organspende kategorisch aus? HIV? Krebs? Alkoholkrank? Typhus?
    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes


  5. Registriert seit
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    AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor

    Zitat Zitat von huppsi Beitrag anzeigen
    Beschäftige Dich bitte mit dem Protokoll zur Hirntodfeststellung! Ein Hirntoter hat keinen erhöhten Puls...das gesamte vegetative Nervensystem ist tot.
    Vielleicht solltest du dich selbst damit beschäftigen?

    Zitat:
    Dabei zeigen Studien über die Organentnahme: Der Puls der Hirntoten kann sprunghaft ansteigen, ebenso der Blutdruck. Bei einer normalen OP würde in diesem Fall jeder Arzt sagen: Der Patient hat Schmerzen – und entsprechend die Dosis an Narkosemitteln erhöhen. Doch da Hirntote für tot erklärt sind, werden bei ihnen diese Reaktionen nicht als schmerzbedingt gewertet, sondern als Nervenreflexe. Und so gibt es hierzulande für Organspender keine Narkose, zumindest offiziell.

    Quelle: Deutschlandfunk, "Die Untoten" von Thomas Liesen, 2014, über Google problemlos zu finden.

    Ebenfalls interessant, gleiche Quelle:

    Rund 3.000 Mal wird in deutschen Kliniken jährlich der Hirntod diagnostiziert. Ein eher seltenes Ereignis, selbst große Kliniken haben kaum mehr als zehn Fälle pro Jahr. Nur wenige Ärzte können eine gewisse Routine bei der Diagnose entwickeln und so passieren Fehler. Anfang dieses Jahres wurden mehrere Fälle bekannt, bei denen Mitarbeiter der Deutschen Stiftung Organtransplantation DSO eine fehlerhafte Hirntoddiagnose entdeckten. Details gibt die DSO nicht bekannt. Bestätigt ist jedoch, dass bei einem Säugling Untersuchungszeiten nicht korrekt eingehalten wurden. Im schlimmsten Fall war das Kind daher gar nicht tot, als ihm Organe entnommen wurden.

    Erschreckenderweise ist nicht einmal eine apparative Diagnostik vorgeschrieben:

    Um den Hirntod korrekt festzustellen, würde es reichen, den Ausfall des Hirnstamms nachzuweisen und damit das Erlöschen von Reflexen. Diese rein körperliche, sogenannte klinische Untersuchung muss nach zwölf Stunden wiederholt werden, dann ist der Hirntod juristisch korrekt nachgewiesen. Der Tod des Großhirns muss nicht eigens geprüft werden. Eine Zusatzuntersuchung mit EEG zur Messung eventueller noch vorhandener Hirnströme? Nicht notwendig. Eine Prüfung, ob das Gehirn nicht doch noch durchblutet ist, zum Beispiel per Ultraschall? Ebenfalls nicht notwendig.
    „Man muss eben überhaupt keine technische Untersuchung heran ziehen. Sondern lediglich mit der rein körperlichen Untersuchung ist der Hirntod bestimmbar. Das ist mir zu wenig. Ich will, dass zumindest eine technisch-apparative Untersuchung herangezogen wird und das ist auch eine der Forderungen, die wir an die Bundesärztekammer gestellt haben.“


    Ich bin sehr froh über die Entscheidung, die der Bundestag getroffen hat.

  6. Avatar von mono17
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    AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Das ist der Punkt. Hirntod kann man auch ein Kind austragen und gebären... das ist doch nicht "nichts".
    Naja,aktiv gebären wohl nicht. Aber ja,die Schwangerschaft kann erhalten werden.
    Das wird wohl auch teilweise gemacht.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.


  7. Registriert seit
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    AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor

    Zitat Zitat von huppsi Beitrag anzeigen
    Beschäftige Dich bitte mit dem Protokoll zur Hirntodfeststellung! Ein Hirntoter hat keinen erhöhten Puls...das gesamte vegetative Nervensystem ist tot.
    Die Prozedur ist eine Tortur, wenn festgestellt wird, dass der Mensch nicht hirntot ist. Ich möchte so eine Prüfung nicht erleben!

  8. Avatar von wasdennnoch
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    AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor

    Mein Vertrauen in die Ärzte hält sich sehr in Grenzen sobald es um Geld geht. Die Kliniken wollen, daß die Kasse klingelt, der Mensch ist nur noch eine Ware.
    Hier noch etwas zum Thema:
    Organspende: Niemand wurde zustimmen, wenn er wusste worauf er sich einlasst. – Pflegeethik Initiative Deutschland e.V.
    Grüße und Dank fürs Lesen

  9. Moderation Avatar von Analuisa
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    AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Kann mir jemand sagen, welcher Mensch überhaupt für eine Organentnahme in Frage kommt?
    Nach welchen Kriterien wird ein Mensch und dann ein Organ ausgesucht? Alter, Zustand, Krankheit?
    Wie wird ein Mensch und wie wird ein Organ untersucht?

    Es sind ja nicht alle Menschen gesund, die einen Unfall haben und auf dem potentiellen OP liegen. Wie kann ein Arzt das also so schnell entschieden? Wird prophylaktisch- sofern Genehmigung vorhanden- erst mal ein Organ entnommen und dann untersucht?
    Nein, so geht das nicht

    Wenn das Organ/die Organe (meist sind es mehrere) entnommen sind, muss es schnell gehen, da die Organe ab dem Zeitpunkt der Entnahme nicht mehr durchblutet werden. Sie werden dann in einer Kühlbox so schnell wie möglich an den Ort der Implantation transportiert.

    Es muss nicht "schnell entschieden" werden, ob die Organe sich eignen, d.h. der Spender z.B. keine schweren Schädigungen hat, die gegen die Entnahme sprechen. Die Hirntoddiagnostik als solche dauert ja schon mehrere Tage. In dieser Zeit, also vor der möglichen Entnahme, wird gecheckt, ob schwerwiegende Gründe dagegen sprechen.

    Jede Art von Krebs und natürlich auch chronische Infektionskrankheiten wie HIV oder Hepatitis schließen m.W. aus, dass Organe als Transplantate in Betracht kommen. Natürlich kann man bei einem Unfallopfer nicht wissen (und auch nicht innerhalb weniger Tage untersuchen) ob es irgendein bisher unentdecktes Krebsleiden hat, wohl aber kann ein HIV- und Hepatitis-Test gemacht werden.
    Ich weiß noch, wie wir in Auschwitz in der Baracke saßen und uns überlegt haben,was wir den Deutschen antun würden. [...] es waren die schlimmsten Dinge, über die wir nachdachten. Aber dann sagten wir uns: Wenn wir das täten, dann wären wir genauso schlimm wie sie.
    Ruth Webber, geb. Rut Muszkies, zum Zeitpunkt ihrer Befreiung 9 Jahre alt


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    AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor

    In den USA und auch in Deutschland sind Menschen durch eine Transplantation mit tollwut infiziert worden und daran mit hoher Wahrscheinlichkeit auch gestorben, da tollwut nahezu immer tödlich verläuft.

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