Gell, ein Organ bzw die körperliche Unversehrtheit sollte doch um einiges besser geschützt sein als ein bisschen Geld!
Das ist doch eine massive Schieflage, dass der Umgang mit Geld (ist nur Geld!) strikteren Regeln unterliegt als das Aufschneiden von Sterbenden.
und ich finde die Probleme, die ich mit Transplantationen habe, durchaus begründet. Sie sind zahlreich und objektiv vorhanden. Und selbstverständlich nehme ich an politischen Diskussionen teil, wie auch Transplantationsbefürworter das ebenso tun, dürfen und auch tun sollen!
gruss, barbara
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05.04.2019, 08:01
AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor
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05.04.2019, 08:08Inaktiver User
AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor
Für mich persönlich ist das kein Problem.
Ich hab mein Leben derzeit einigermaßen im Griff, bin klaren Verstandes, öffne Briefe die mich erreichen, zahle Rechnungen, spreche die deutsche Sprache, gehe wählen etcpp
Kann auch mal anders werden und muss nicht gleich dahin kommen dass man einen Vormund hat oder so.
Ich finde einfach keine Antwort ist nicht Zustimmung. Ich weiss gar nicht wie man auf die Idee kommen kann.
Ich denke das ist einkalkuliert, dass es viele Menschen geben wird die aus für uns vielleicht unverständlichen Gründen nicht antworten werden, dies aber nicht darin begründet ist, dass sie eine Entscheidung getroffen haben.
Das finde ich nicht in Ordnung.
Wäre ich Arzt ich fände die Situation jemandem Organe zu entnehmen der dem nicht zugestimmt hat absolut unvertretbar.
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05.04.2019, 08:10Inaktiver User
AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor
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05.04.2019, 08:12Inaktiver User
AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor
Oh je, ja … brisantes Thema.
Ich oute mich mal als "Faule", räusper.
Die Diskussion kriege ich wohl mit und denke mir oft: Können die mit meinen alten (vielleicht schon irgendwie verbrauchten) Organen überhaupt noch was anfangen?
Und wenn ja, nun denn, dann sollen sie gucken, was da noch geht. Bisher funktioniert noch alles bestens, aber wer weiß. Die Doku, die ich gesehen habe und auch der Artikel unlängst im Stern haben mich schon sehr beeindruckt.
Die Ärzte, die die Organe entnehmen, empfinden eine große Hochachtung vor den Gebenden.
Ich will mir da mal ein positives Bild erhalten und nicht gleich abdriften in … ja, fast Horrorszenarien (zu frühes Toterklären, Gewinnscheffelei durch meine Organe etc. pp.).
Habe in der Familie kundgetan, dass ich sicherlich nicht um alles in der Welt an lebenserhaltenen Apparaten dahinsiechen will und wenn sie noch was Brauchbares bei mir finden, dann bitte... können sie gerne haben.
Aber ich muss wohl doch was Schriftliches machen. Besser is wohl.
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05.04.2019, 08:27Inaktiver User
AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor
Das ein Leben an der Dialyse Mist ist steht außer Frage.
Trotzdem ändert das nichts am Selbstbestimmungsrecht.
Aber selbstverständlich kann das richtungsgebend sein.
Meine, bzw. die mehrheitliche Meinung aller Bürger MUSS eigentlich richtungsgebend sein.
Das ist aber offenbar nicht so.
siehe Ärztezeitung
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05.04.2019, 08:28Inaktiver User
AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor
Sally, die Regelungen gelten nur für Menschen, die im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte und volljährig sind. Es soll bei Patienten ohne Spenderausweis meines Wissens auch ein Widerspruchsrecht für Angehörige geben, falls der Verstorbene die Spendenfrage nicht in seiner Patientenverfügung geregelt hat.
Es ist ein Stück weit einfach eine Güterabwägung. Sollen Menschen sterben wegen eines Organmangels der dadurch entsteht, dass gesunde Menschen keine Lust haben, sich zu dieser Frage zu äußern?
Und ehe wieder einige aufschreien: Wenn mehr Menschen sterben weil nur wenige Menschen sich bewusst gegen eine Organspende entscheiden, dann ist das das für mich nachvollziehbare Recht dieser Menschen. Das ist etwas anderes als die fehlende Bereitschaft, die Problematik überhaupt ins eigene Bewusstsein dringen lassen zu wollen.
Und das heißt nicht, dass bei der heutigen Regelung ALLE Menschen, die keine Organspender sind, nur zu faul sind, sich damit auseinanderzusetzen.
Ich selbst habe jahrzehntelang diese Frage einfach so mitlaufen lassen, ab und an darüber diskutiert aber ohne wirklich eine Entscheidung zu treffen. Erst als ich selbst Fremdgewebe von Verstorbenen brauchte um nicht blind zu werden war mir klar, dass jetzt ein Ausweis hermusste. Und da fiel die Entscheidung auch ziemlich schnell.
Wie ich schon schrieb: Ich selbst bin nicht Organspenderin, nur Gewebespenderin. Und ich bin auch keine 100%tige Verfechterin der Widerspruchsregelung. Aber ich verstehe die Argumente derer, die sie vertreten.
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05.04.2019, 08:28Inaktiver User
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05.04.2019, 08:30Inaktiver User
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05.04.2019, 08:32Inaktiver User
AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor
Dass sie "keine Lust" haben, ist zunächst mal eine Unterstellung.
Und dann sterben diese Menschen nicht wegen Organmangels, sondern weil sie schwer krank sind. Ansonsten könnte man ja auch verfügen, dass Pharmaunternehmen ihre Medikamente und Therapien bitte kostenlos abgeben, damit jeder sie sich leisten kann, denn sonst sterben diese Menschen wegen Geldmangels.
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05.04.2019, 08:33Inaktiver User



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