Ja, das stimme ich dir zu.
Ich halte es aber auch für moralisch falsch, den Menschen quasi zum Ersatzteillager per default zu erklären und so den Eindruck zu erwecken, es bestehe eine Pflicht, seine Organe zu spenden. Dass andere Länder dies schon lange praktizieren, zeigt nur, wie wenig man dort auf das Selbstbestimmungsrecht der Menschen gibt.
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04.04.2019, 15:05Inaktiver User
AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor
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04.04.2019, 15:24Inaktiver User
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04.04.2019, 15:27
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04.04.2019, 16:29Inaktiver User
AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor
Ich bin laut Ausweis kein Organspender, wohl aber Gewebespender.
Aber:
Ich bin durchaus der Meinung dass es zumutbar ist, wenn Menschen, die nicht spenden wollen, das auch erklären. Und ich finde auch dass es zumutbar ist, dass Menschen sich mit dieser Frage beschäftigen. Niemand wird zur Organspende gezwungen, obwohl man bei manchen Gegnern den Eindruck hat, dass es so wäre.
Denn wie bereits geschrieben geht es für die Menschen auf der Warteliste ums überleben.
Dass nur der ein Organ erhält, der auch potentieller Spender ist, halte ich für nicht praktikabel.
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04.04.2019, 17:19
AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor
Ich bin auch dagegen. Eine Spende sollte aktiv gegeben werden. Mal ganz davon abgesehen, dass ich mal gespannt bin, wie man Fehler (in der Dateneingabe- und verarbeitung, beim Übermitteln nach Anfragen etc) vermeiden will.
Und falls es auf dem Organspendeausweis vermerkt werden soll - keinen Ausweis dann finden heißt ja noch lange nicht, dass es tatsächlich keinen gibt...
Und wer entscheidet für Menschen, die einen Vormund/Betreuer haben? Etwa der Betreuer/Vormund? Das wär ja die Höhe!
Mal ganz abgesehen davon, dass man in D (im Gegensatz zu einigen anderen Ländern) noch nicht mal so für die allerletzte "Sicherheit" - oder als "Beruhigung" für Spendenwillige eine Narkose bekommt als Spender.
Was mich richtig aufregt, ist die Anspruchshaltung - es werden eben Organe "gebraucht", also müssen welche her! Abartig ist das.
Von der Rechtssicherheit für die Kliniken mal ganz zu schweigen - was, wenn ein Fehler aufgrund einer falschen Information gemacht wird? Was, wenn der Sachbearbeiter des Registers aus Versehen (oder für ein schönes Sümmchen) eine Falscheingabe macht?
Ich finde das alles unverschämt.Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

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04.04.2019, 17:24Inaktiver User
AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor
Ich schließe mich Euch an. Ich fände es auch sehr fair, wenn Menschen, die bereit sind zu spenden bevorzugt behandelt werden.
Und wer nicht spenden will im Zweifel keine Organe bekommt.
Ob jemand spenden will oder nicht hat ja viel mit dem Menschenbild zu tun, das jemand hat, ob man der Medizin vertraut, welche Einstellung man zu Tod, Leben, Krankheit hat.
Ich finde diese Ausweislösung derzeit aber auch etwas komisch, weil man den ja nicht unbedingt dabei hat, wenn man plötzlich stirbt. (Unfall o.ä.). Darum scheint mir auch ein zentrales Register geeigneter.
Und natürlich fände ich es ok, wenn jeder gefragt würde. Ich glaube so könnte man schon mehr Spender finden und das System wäre einfach gerecht.
Wer nicht spenden will kann es dann guten Gewissens nicht tun, da er ja selbst eben auch kein Organ dann bekommt.
Die von Spahn vorgeschlagene Lösung finde ich übergriffig, sie respektiert auch nicht verschiedene Religionen, Lebenseinstellungen, Ansichten.
Der Vorschlag würde für mich zur FDP passen aber er passt nicht zur CDU.
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04.04.2019, 20:30Inaktiver User
AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor
Trotzdessen, dass ich schon viele Jahre einen Organspenderausweis neben meinem Führerschein stecken habe, bin ich mit dem Vorschlag von Spahn nicht ganz glücklich. Wer bereit ist zu spenden, der soll das schon aktiv zu Lebzeiten kundtun.
Bei mir weiß das auch die ganze Familie, die könnten also auch sofort zustimmen, wenn sie jemand danach fragt.
Aber ich habe das für mich entschieden und das ist gut so. Ich würde auch eine Lebendspende für einen mir sehr nahe stehenden Menschen (Niere, Rückenmark) machen, wenn dadurch für den Betreffenden das Leben leichter würde.
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04.04.2019, 20:36
AW: Organspende: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung liegt vor
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04.04.2019, 21:00
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04.04.2019, 21:09Inaktiver User



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