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08.04.2019, 15:35
AW: Die Zukunft der Nationalstaaten
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08.04.2019, 15:43Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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08.04.2019, 16:01
AW: Die Zukunft der Nationalstaaten
Ich glaube nicht, dass Konflikte zwischen entwickelten Staaten heute noch mit Militärgerät gelöst werden.
Der Staat ist in erster Linie an einem hohen Steueraufkommen interessiert. Die politische Elite bedient ihre Klienten, die ihr zur Macht verhelfen.
Bodenschätze holt man sich über wirtschaftliche Macht, Knebel- oder Korruptionsverträge mit den Ländern, in denen sie liegen. Dazu braucht es keine Gebietseroberungen mehr.
Interessanter und wertvoller ist für den Staat Know how, sind billige Arbeitskräfte und neue Absatzmärkte.
Interessant sind nebenbei auch Märkte, bzw. Staaten, in denen Menschenrechte nicht geachtet werden. Da kann sich die Pharmaindustrie an Menschenversuchen austoben, dort kann man Kinder unter lebensgefährlichen Bedingungen billig arbeiten lassen und weiterhin sich selbst die Hände in Unschuld waschen.
Dazu braucht es kein konventionelles Kriegsgerät mehr. Vielleicht braucht es noch ein paar Regionen in dieser Welt als Absatzmarkt für Kriegsgerät, wo Bomben Menschen töten, aber nichts Wertvolles vernichten, womit Profite gemacht werden könnten.
IT-Technologie ist sicherlich ein Kriegsgerät der Zukunft. Perfider, tut nicht weh, aber kann Menschen langsam töten, verhungern, verdursten, erfrieren lassen.
@ Bae
Ich frage mich auch, was sie mit Verantwortung meint. Ist es wieder das Besserwissen, das Rechthaben, das Verständnis von Freiheit, das andere nicht verstehen?Vollkasko war gestern - ab heute zählt Verantwortung und Solidarität.
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08.04.2019, 16:10
AW: Die Zukunft der Nationalstaaten
Sie meint, dass Deutschland mehr als bisher an Militäreinsätzen teilnehmen soll.
Und es gilt fürs Militär, was Napoleon mal gesagt haben soll: in jedem Land steht eine Armee, entweder die eigene, oder eine fremde.
doch doch, rohe Gewalt ist nach wie vor ein Thema.
Um den Einsatz roher Gewalt zu kontrollieren, bevorzuge ich allerdings kleinere Einheiten. Um Deutschland als Beispiel zu nehmen: mit je einer unabhängigen bayrischen, schwäbischen, berlinerischen etc Armee - eine pro Bundesland - wäre ich deutlich glücklicher als mit einer deutschen nationalen Armee. Oder gar einer europäischen (globalen...) Armee.
Gewaltenteilung ist wichtig! und Gewaltenteilung bedeutet durchaus auch heute noch sehr konkret: wer hat die stärksten Waffen, die meisten Leute, das meiste Geld? - auch wenn man es meist lieber nicht soweit eskalieren lässt.
so ein paar grössere Nationen würden wirklich lieber zurückgebaut werden zu Regionen.
gruss, barbara
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08.04.2019, 16:14Inaktiver User
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08.04.2019, 16:46
AW: Die Zukunft der Nationalstaaten
Gewaltenteilung steht im Schaufenster der Verfassung einer Demokratie.
Wenn übergeordnete Interessen, die nicht demokratisch legitimiert sind, massiv verfolgt werden, gibt es keine Gewaltenteilung, in keinem Staat dieser Erde. Wie bekommt man das Wasser wieder ins Glas zurück, das einer ausgeschüttet hat?
Und ist die Teilung der Gewalt wirklich von der Grösse des Nationalstaats abhängig?
Militäreinsätze sind heute eher symbolische Drohungen, Erpressung, wir können auch anders, wenn ihr nicht pariert.
Aber was können Militäreinsätze heute noch bewirken, wie stark müsste Militär dafür sein?
Seit dem D Day ist mir kein grosser Militäreinsatz bekannt, der weder seinen Einsatz rechtfertigte noch seine Ziele erreichte.Vollkasko war gestern - ab heute zählt Verantwortung und Solidarität.
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08.04.2019, 17:11
AW: Die Zukunft der Nationalstaaten
klar hat das mit der Grösse zu tun. 10 voneinander unabhängige Armeen à 10'000 Personen sind was ganz Anderes als eine Armee à 100'000 Personen unter einem einzigen Kommando. Aber sicher doch.
Genau.Militäreinsätze sind heute eher symbolische Drohungen, Erpressung, wir können auch anders, wenn ihr nicht pariert.
Und die Leute parieren... weil sie wissen, dass die Drohung gegebenenfalls auch umgesetzt wird!
nur weil die meisten finden, es sei es nicht wert, soweit zu eskalieren, sich lieber gleich sofort beugen und weniger Ärger haben... macht Militär nach wie vor zu einem extrem relevanten politischen Faktor. Auch wenn meist diskret und euphemistisch darüber geschwiegen wird, bzw in schöner Diplomatensprache gesprochen wird.
Wenn ich die Kriege der letzten Jahre und Jahrzehnte betrachte, da wurde doch vieles zerstört.Aber was können Militäreinsätze heute noch bewirken, wie stark müsste Militär dafür sein?
Ausserhalb von Europa gab's mehr als genug Konflikte.Seit dem D Day ist mir kein grosser Militäreinsatz bekannt, der weder seinen Einsatz rechtfertigte noch seine Ziele erreichte.
Wenn die dann noch eine Menge Leid bringen ohne ein vernünftiges politisches Ziel zu erreichen... umso schlimmer.
gruss, barbara
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08.04.2019, 17:19Inaktiver User
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08.04.2019, 17:56
AW: Die Zukunft der Nationalstaaten
Aber weniger als früher und nur in Regionen, wo Menschen geopfert werden. Regionen, mit wertvollen, internationalen Investitionen sind es doch eher nicht, die betroffen sind.
@Bae
Da denkst Du mir etwas zu gestrig.
Nein, ich meine wirklich, dass konventionelle Militäreinsätze nur noch bedingt bedrohen bzw. taugen, bzw. uns dazu dient, zu drohen, wir aber damit nicht mehr bedroht werden können.
Was sollte ein konventionelles Berliner Militär noch gegen die Bayern ausrichten, wenn die ihnen einfach den Strom abdrehen? Da ist die Grösse egal, das könnte auch Liechtenstein mit der USA machen, wenn es denn die Möglichkeiten hätte.
Konventionelle Militäreinsätze sind als Abschreckung eher die Ausläufer und mehr als Absatzmarkt für Kriegsgerät wichtig.
Menschen werden damit geschädigt, die keine Geschäfte mit uns machen wollen.
Nimm den Korea oder Vietnam Krieg. Ich glaube nicht, dass die USA wegen der "kommunistischen Gefahr" diesen Wahnsinn betrieben hat. Ich bin fest davon überzeugt, dass diese "kommunistische Gefahr" die wirtschaftliche Konkurrenz war, die man ausschalten wollte.
Ein politisches System, das den USA den Zugang zu den asiatischen Märkten versperrt hätte.Vollkasko war gestern - ab heute zählt Verantwortung und Solidarität.
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08.04.2019, 18:32
AW: Die Zukunft der Nationalstaaten
In dem Kontext warte ich immer noch auf eine Klarstellung Deinerseits.
Meine sachlich begründete Kritik an der Konstruktion dieser Einheitswährung hat Dich zu obiger Aussage veranlasst. Damit insinuierst Du, daß eine Kritik am Euro auf eine nationalistische Gesinnung zurückzuführen ist.
Mir ist diese Vorgehensweise nämlich schon mehrfach auch in meinem privaten und beruflichen Umfeld begegnet. Wer eine sachliche Kritik an der EU oder dem Euro wagt, wird (nicht selten) automatisch als Europafeind abgestempelt und diskreditiert. Ähnliches war übrigens auch in der Flüchtlingskrise zu beobachten: Als eine Kollegin einen fundierten Artikel zu dem Thema veröffentlichte (Schengen, Dublin, Asylverfahrensrecht usw.) und einige kritische Fragen dazu formulierte, hieß es von einigen Leuten, sie sei eben fremdenfeindlich und rassistisch.
Solche pauschalen Zuschreibungen sind der Sache wenig dienlich und ersticken jede sachliche Auseinandersetzung und Diskussion schon im Keim. Soll Europa, die EU, der Euro usw. eine Chance haben, dann wird dies nur klappen, wenn man Kritik ernst nimmt statt sie abzuwürgen und/oder Kritiker als Europafeinde, Nationalisten, Rassisten usw. zu beschimpfen.
Eine Klarstellung Deinerseits wäre meines Erachtens daher zwingend angezeigt ...



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