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26.03.2019, 15:56Inaktiver User
AW: Die Zukunft der Nationalstaaten
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26.03.2019, 16:05Inaktiver User
AW: Die Zukunft der Nationalstaaten
Was ist denn ein Nationalstaat? Zusammengehörigkeitsbewusstesein, Eigenheiten.... Das entnehme ich hier. Vorstellungen von Zusammenleben etc. und Sprache zur Verständigung.
Und dies lebt. Es ändert sich im Laufe der Zeit. Junggesellenabschiede wie sie heuer gefeiert werden, sind amerikanischen Ursprungs. Wo gibt es noch den Polterabend?
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26.03.2019, 16:05Inaktiver User
AW: Die Zukunft der Nationalstaaten
Aber was hat der Sonntag und die heilige Ruh mit Nationalstaaten zu tun?
Ich kann sehr gut beide Seiten verstehen bei deinem Hochzeitsbeispiel, und ich könnte auch beide Seiten argumentieren. Wurde damals im Lateinunterricht bei uns behandelt, die Kunst der Rhetorik und so
Wobei es nicht um die Schaffung von Worthülsen und Oberfläche ging, einem eher formalen Duell -
sondern darum, einen Sachverhalt klar und umfassend darzustellen, und dazu muss man das eigene Verständnis dafür aktivieren, sprich sich auch in diese Lage hineinversetzen.
Was im Gegenzug neue Perspektiven eröffnet, man dadurch also letztendlich aufgeschlossener werden kann. (Also mitnicht eine leere Gymnastikübung, sondern durchaus mit Sinn dahinter
)
Wobei ich jetzt nicht mal von dir verlange, dass du meine Seite durchargumentiertst -
sondern ich hab eigentlich von Anfang an nur darum gebeten, dass du _dein_ Weltbild - von dem du ja mit Nachdruck behauptest, dass du eines hast, mal anschaulicher schilderst.
Das tust du aber nicht und somit bleibt das alles wenig konkret und anschaulich.
Du hast _ein_ Beispiel genannt von Leuten (Italienern? Ich weiß es immer noch nicht), die bei euch in der Gegend laut waren.
Du bist doch eine gestandene Frau, warum gehst du nicht hin und redest mit ihnen - vielleicht wussten sie nix von der Wiese - von den Ruhebestimmungen - davon, dass du es still haben willst usw.
Oder bist du davon ausgegangen, dass sie rücksichtlos sein wollen?
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26.03.2019, 16:10Inaktiver User
AW: Die Zukunft der Nationalstaaten
Es waren Menschen aus dem südlichen europäischen Ausland. Und wieso ich dazu nichts sage kann ich dir erklären: das haben entfernte Nachbarn von mir schon gemacht, mit dem Ergebnis, dass sie hinterher Giftköder im Garten hatten. Bei anderen Leuten natürlich, aber dennoch.
Dafür ist mir das Leben meiner Haustiere zu lieb, als dass ich das riskieren wollte.
Mir reichen die Debatten mit Menschen aus Ländern, die ein anderes Verständnis von Haustier haben, zum Thema (noch) erlaubter Freilauf von Hunden.
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26.03.2019, 16:12
AW: Die Zukunft der Nationalstaaten
Eben. Also wird es bei einer Weltregierung auch kein HartzIV oder verwandte Sozialsysteme geben, sondern nur Arbeit, die bezahlt wird oder keine Arbeit. Darüber würden Auseinandersetzungen, oder Bürgerkriege entstehen.
Natürlich, den Umweltschutz zum Beispiel. Dazu müssen Techniken her, die Energie einsparen und Kläranlagen, die biologisch laufen. Der eine hat das Wissen, der andere das Geld, der dritte benötigt es. Dafür gibt es Waren von Dritten an den ersten und unentgeltliche Arbeit des dritten an den zweiten. Weil jeder für sich souverän ist, kann es Verhandlungen geben.Ich denke aber, das es im Interesse aller Menschen wäre grundlegende Dinge global zu regeln.
Die Völker würden ja auch in der Weltregierung noch existent sein, als Bewusstsein. Bevor alles nivelliert ist und wir alle gleich aussehen und es nur eine Art Mensch gibt, - falls das der Wunsch ist? falls das möglich ist? - müssten noch 1000de Jahre vergehen.
Wie stellst Du Dir das vor: ein Chinese neben einem Mali, neben einem Norweger. Plötzlich sollen alle gleich denken?
BRD und USA sind keine Völkerdiktaturen, sondern gewachsene Strukturen. Das deutsche Reich in seiner Grundform gibt es seit Jahrhunderten, das heilige römische Reich (deutscher Nation), Otto I. wurde 962 gekrönt, ist sozusagen die Wiege.
Eben. Als Amerikaner. Als ein Volk.
Nationalisten sind nicht das Thema, sondern Menschen, die an einen Nationalstaat glauben und daran festhalten wollen.
Ja und nein. Tatsächlich hat sich gezeigt, dass zu viele Ethnien unter dem Hut einer nationalen Regierung nicht gut tun. Überall, wo Bevölkerung mitwachsen konnte und sich entwickelt hat in einem Staat, tut es gut, überall, wo auf dem Reisbrett willkürlich Grenzen gezogen wurden, tat es nicht gut.
Nimm nur das Beispiel: Tschechoslowakei. Ein Gebilde, was 2 Völker zusammen führte, die trotz geografischer Nähe sich nicht als gemeinsames Volk verstanden.
Am 1. Januar 1993 war es soweit: zwei neue Staaten entstanden: die Tschechische Republik und die Slowakische Republik. In seiner ersten Ansprache als erster Premier der neu entstandenen Tschechischen Republik warnte Vaclav Klaus davor, die zu bewältigenden Aufgaben zu unterschätzen.
Nach 74 Jahren ging das Experiment eines gemeinsamen Staates der Tschechen und Slowaken zu Ende. Lange wurde noch über Folgen der Teilung diskutiert und verhandelt. Eines jedoch haben Tschechen und Slowaken geschafft: eine friedliche Trennung, ohne jegliche Gewaltanwendung. etwas ausführlicher und wie es überhaupt zu einer Tschechoslowakei im Jahr 1918 kam nachzulesen in radioCZ
Nun gibt es Tchechien und Slowakei. Beide sind glücklich, einen eigenen Staat zu haben. Du kannst Bürger beider Völker fragen, warum das so ist.Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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26.03.2019, 16:16Inaktiver User
AW: Die Zukunft der Nationalstaaten
und den noch drängte es sie in die EU und in die Nato, weil sie es erlebt hatten, dass große Staaten sie vereinnahmten(Deutschland, Russland)
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26.03.2019, 16:37
AW: Die Zukunft der Nationalstaaten
Volle Zustimmung - du nimmst mir die Worte aus der Tastatur.
Und danke für das Wort "Glocal", das kannte ich noch nicht, drückt aber genau das aus, was ich auch bevorzuge.
Das ist doch Unsinn. Geh mal von den friesischen Inseln runter nach Süddeutschland, ins Allgäu. Das ist zur Zeit eine Nation, regierungstechnisch. Und trotzdem hat jede Region in einem gewissen Rahmen ihre Eigenarten bewahrt, in der Lebensweise, in der Küche, in der Sprache.
Darüber hinaus gibt es aber einen gemeinsamen Konsens, ein gemeinsames Warenangebot (regionale Spezialitäten mal ausgenommen). Ich finde das gut. Eine Grundkultur, die sich in den einzelnen Regionen entsprechend einfärbt.
Ich gehe davon aus, daß man sich irgendwo in der Mitte trifft. Global gesehen könnte das sogar eine Verbesserung sein.
Gibt es, klar... aber da kann man ja was dagegen tun
Unsere eigene Geschichte hat ja einen ziemlich dunklen Flecken, und natürlich prägt mich das insofern, als ich ganz besonders sensibel bin gegenüber Rassismus und nationalistischen Tendenzen.
Generell schaue ich aber lieber in die Zukunft als in die Vergangenheit. Die Vergangenheit ist für mich nur insofern wichtig, um zu sehen, welche Fehler gemacht wurden und in der Zukunft besser vermieden werden sollten.
Ja, stell dir mal vor - das glaube ich. Ich bin keine CDU-Wählerin, aber ich halte Angela Merkel für eine sehr integre Person mit einem soliden moralischen Kompass.
Das wird nicht von heute auf morgen gehen - das wird Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte dauern. Aber wenn man nicht wenigstens mal anfängt, wird das nie was.
Ich habe einen sehr guten Freund, der ist US Amerikaner. Wir mailen uns praktisch täglich - auf Englisch. Mit diesem Freund verbindet mich sehr viel. Viel mehr, als z.B. einem völlig x-beliebigen Menschen aus dem gleichen Ort, den ich aber nicht persönlich kenne oder mit dem ich ansonsten nicht viel gemeinsam habe.
Verbindungen finden für mich immer auf persönlicher Ebene statt. Sprache ist nur insofern wichtig, als man natürlich eine gemeinsame Basis der Kommunikation braucht. Und ich verstehe ehrlich gesagt erheblich besser Englisch (und fühle mich auch deutlich wohler in dieser Sprache - ich hab schon auf Englisch geträumt) als z.B. einen Deutschen, der sehr stark Dialekt spricht.
Ich finde Sonntagsruhe ganz, ganz furchtbar, schon immer. Da hat man endlich mal einen freien Tag und kann nix Gescheites damit anstellen, weil irgendjemand auf seine Sonntagsruhe besteht... Und nu?*lost in the woods*
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26.03.2019, 16:37
AW: Die Zukunft der Nationalstaaten
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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26.03.2019, 16:49Inaktiver User
AW: Die Zukunft der Nationalstaaten
Wie gesagt, wer das nicht sehen will, dem kann man es dann auch nicht erklären. Und somit wird jede Diskussion eigentlich obsolet - denn wenn es sowas wie Nation gar nicht gibt macht logischerweise ein Nationalstaat keinen Sinn.Und die Idee ein Land für eine Nation: wo haben denn München und Kiel die gleiche Kultur oder kulturelle Identität?
Das versteh sogar ich.
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26.03.2019, 16:57Inaktiver User
AW: Die Zukunft der Nationalstaaten
Eine Diskussion wird dort obsolet, wo jemand nicht diskutieren (im Sinne von erläutern, erörtern und gemeinsam erforschen) will, sondern nur postulieren.
Hat was von 'Weil ich das so sage'. Und wenn du Leuten auf dieser Mutti-Schiene kommst, könnten sie darauf eher ablehnend reagieren



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