Ich weiß nicht, ob wir Deutschen im Vergleich zu anderen Ländern neidischer sind.
Aber ich glaube, daß es viele damit ein Problem haben, wenn jemand seinen Reichtum nutzt und auch entsprechend lebt. Teure Kleidung, schickes Auto, viele Reisen, großes Haus usw.
Wie Punpun weiter oben schreibt:
Ich weiß nicht, woher das kommt - ob es noch immer Überbleibsel der preussisch-puritanischen Tradition sind (ist es in Bayern anders?)? Eine kulturelle Abneigung gegen Genuss und Luxus? Gegen eine gewisse Leichtigkeit? Das spiegelt sich ja auch in anderen Dingen wieder, z.B. in der Art, wie sich Deutsche kleiden, die ist meist eher sachlich, funktionsorientiert, schlicht. "Bling-bling", Rüschen usw. wird oft negativ gesehen.
(Persönlich würde ich - wäre ich reich - durchaus gut leben... was hätte ich denn sonst davon, wenn ich es mir nicht gut gehen lasse?)
Dabei - betrachtet man es mal aus einem anderen Blickwinkel - ist der Reiche, der sein Geld ausgibt, für die Gesamtgesellschaft viel nützlicher als der, der auf seinem Geld sitzenbleibt. Der beschäftigt vom Baugewerbe, Autohersteller über die notleidende Schiffahrtsbranche (Yacht!), Bekleidungshersteller, Restaurantköche und wahrscheinlich noch etliche andere eine ganze Menge Leute und bringt sein Geld wieder in Umlauf. Eigentlich sollten wir dankbar sein.
Antworten
Ergebnis 61 bis 70 von 197
-
17.02.2019, 11:15
AW: Die Deutschen haben ein Problem mit ihren Reichen -Schmarotzer statt Helden
*lost in the woods*
-
17.02.2019, 11:23
AW: Die Deutschen haben ein Problem mit ihren Reichen -Schmarotzer statt Helden
Ich denke, ich bin wenig neidisch.
Aber ja, ich kann zB verstehen, das Menschen, die aus ihren Vierteln verdrängt werden, keinen Bock auf "die Reichen" haben, die sich ihre, dann unbezahlbar luxussanierten, Wohnungen unter den Nagel reißen.
Hat das was mit Neid zu tun?
Ich glaube, das Problem entsteht oft, wenn es um gegenteilige Interessen geht. Da sind dann eindeutig "die Reichen" im Vorteil. Und das empfinden viele als ungerecht.
(Jeder, der z.B mal versucht hat, im Parkhaus neben einem AMG GLC zu parken, weiß auch, wovon ich rede
)
Geändert von Lilith10 (17.02.2019 um 11:51 Uhr) Grund: E kommt gerade erst heraus
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
-
17.02.2019, 11:44
AW: Die Deutschen haben ein Problem mit ihren Reichen -Schmarotzer statt Helden
Ich hab kein Problem mit Reichtum, sondern höchstens mit der Art wie das ganze erwirtschaftet wurde. Hier wurden ja z.b. schon die Albrechts genannt, und deren Geschäftskonzept finde ich halt katastrophal. Und da hilft es dann in meinen Augen auch nichts, dass die sich von null alles hart erarbeitet haben.
Gegen Rechtsextremismus zu kämpfen ist nicht links, es ist demokratisch. Demokraten sind per Definition Antifaschisten, ansonsten können sie sich ihr Demokratieverständnis in die sicher akkurat gescheitelten Haare schmieren.
von Sascha Lobo
-
17.02.2019, 11:53
AW: Die Deutschen haben ein Problem mit ihren Reichen -Schmarotzer statt Helden
Die Albrechts haben nie mit Ihren Reichtum geprotzt, wenig öffentliche Skandale, Öffentliche Zuschaustellung und Zelebrierung von Luxus, Promischeidungsschlammschlachten usw. die Mitarbeiter werden dazu übertariflich bezahlt
Das Konzept spiegelt halt die deutsche (preussische) Effizienz, wieder , wenig bling, bling, Verkauf aus dem Karton , kein überflüssiger schnick-Schnack..
Nix umsonst überrollen gerade Aldi genauso wie Konkurrent Lidl (Schwarzgruppe) den Europäischen und Amerikanischen Markt mit diesen Konzept .
Die dortigen Konkurrenten haben das puristische deutsche effiziente Konzept völlig unterschätzt und nicht geglaubt das Ihre Landsleute darauf anspringen und geglaubt das Ihre Mentalität sich durchsetzt.
Die Deutschen bringen gerade den anderen ihre Mentalität anscheind erfolgreich näher
Inzwischen verlassen Aldi, Lidl usw. ja etwas Ihr Konzept und versuchen mit der Kundschaft selbst immer edler zu werden, dafür kommen jetzt wiederum andere die Ihr minimalistisches puristisches Anfangskonzept übernehmen (Russendiscounter Mare bsw.)
-
17.02.2019, 11:56Inaktiver User
AW: Die Deutschen haben ein Problem mit ihren Reichen -Schmarotzer statt Helden
Kann ich auch verstehen. Man muss allerdings sagen, dass man auch als "Reicher" irgendwo wohnen will. Noch schlimmer ist aber, wenn sich ausländische Investoren die Wohnungen krallen, um sie die meiste Zeit leer stehen zu lassen oder an Medizintouristen zu vermieten.
Ich hab keine Ahnung, was das ist, also vermutlich ein fettes Auto. Sowas lehne ich aus ökologischen Gründen ab, ansonsten interessiert mich das nicht.(Jeder, der z.B mal versucht hat, im Parkhaus neben einem AMG GLE zu parken, weiß auch, wovon ich rede
)
-
17.02.2019, 11:57
AW: Die Deutschen haben ein Problem mit ihren Reichen -Schmarotzer statt Helden
Doch, es gibt wirklich viel Neid auch "Reiche", selbst schon auf Leute, die sich etwas mehr leisten können, als die Kollegen... da gehts doch schon los. "Die sollen lieber was spenden" heißt es dann häufig. Nur möchte ich die Leute mal sehen, wenn sie selber reich sind/wären... dann sähe die Welt plötzlich ganz anders aus.
Klar, ich wäre selber auch gern reich, aber ich neide es niemanden. Sollen alle schön teure Sachen kaufen, stärkt die Wirtschaft, bring Mwst. und Arbeit.Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

-
17.02.2019, 11:59
AW: Die Deutschen haben ein Problem mit ihren Reichen -Schmarotzer statt Helden
Reiche oder gar Super-Reiche habe ich in meinem direkten Umfeld nicht. Wie diese ihr Geld ausgeben, ist deren Sache- solange niemand dadurch geschädigt wird, versteht sich. Protzen und Angeben ansich finde ich unsympathisch, doch das ist eine Verhaltensweise, die nicht nur Reiche oder Superreiche haben und hat für mich mit "neidisch-sein" nichts zu tun. Klar, wenn rauskommen würde, dass Super-Reiche aufgrund ihres Geldes bevorzugt werden, obwohl sie sich hinter die Armen in eine Reihe beim Anstehen stellen zu müssten, ist doch wohl der Unmut verständlich- hat jedoch auch wieder nichts mit Neid zu tun.
Wenn sich Reiche verspekulieren und alles am Ende weg ist, bin ich alles andere als schadenfroh. Ich kann mir vorstellen, wenn du alles hattest und dir alles kaufen konntest und dann ganz unten bist, ohne Aussicht auf Besserung- wieso soll ich da Schadenfreude empfinden? Ich war selbst einmal 1 Jahr arbeitslos und musste anschließend ALG II beantragen. Es war eine sehr schlimme, aber auch erkenntnisreiche Zeit.
Was ich z.B. nicht verstehe ist, wenn Normalos z.B. durch Lotto spielen superreich werden und sagen, sie würden ihr Leben jetzt eigentlich gar nicht verändern sondern genauso weiterleben. Wieso spielen die dann Lotto?
-
17.02.2019, 12:02
AW: Die Deutschen haben ein Problem mit ihren Reichen -Schmarotzer statt Helden
Du musst es mir nicht erklären, dass weiß ich alles. Ändert aber an meiner Meinung nichts.

Insgesamt glaube ich übrigens, dass die meisten Menschen in erster Linie mit reichen Menschen Probleme haben, die doch über einiges an Arroganz verfügen. Ein Herr Rossmann z.b. kommt für mich ganz sympathisch rüber.Gegen Rechtsextremismus zu kämpfen ist nicht links, es ist demokratisch. Demokraten sind per Definition Antifaschisten, ansonsten können sie sich ihr Demokratieverständnis in die sicher akkurat gescheitelten Haare schmieren.
von Sascha Lobo
-
17.02.2019, 12:07
AW: Die Deutschen haben ein Problem mit ihren Reichen -Schmarotzer statt Helden
Arroganz ist aber doch immer ein unsympathischer Charakterzug, egal in welcher Einkommensklasse.
*lost in the woods*
-
17.02.2019, 12:07
AW: Die Deutschen haben ein Problem mit ihren Reichen -Schmarotzer statt Helden
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm



Zitieren