Antworten
Ergebnis 141 bis 150 von 162
Thema: Die Masern sind wieder da
-
01.02.2019, 09:59Inaktiver User
AW: Die Masern sind wieder da
-
01.02.2019, 10:21Inaktiver User
AW: Die Masern sind wieder da
Bayern - Jahrgang 1967 - und in meiner Erinnerung war die Röteln-Impfung ganz ganz neu und wir waren der erste Schwung, der geimpft wurde. Ich bin ziemlich sicher, daß das sogar noch in der Grundschule war. Vermutlich hat man da erstmal quasi den ganzen "Rückstand" massiv aufgeholt, bis man danach nur noch den entsprechenden Jahrgang geimpft hat.
Ich bin heute im Nachgang wirklich froh, daß meine Eltern wirklich peinlich genau jede angebotene Impfung "mitgenommen" haben - ich hatte ein sauber geführtes komplettes Impfbuch und pflege das weiterhin so.
Ich habe lange in der Reisebranche gearbeitet - wo durchaus dienstlich mal relativ spontan Fernreisen anstehen konnten, wozu dann noch exotischere Impfungen erforderlich waren. Es war da sehr hilfreich, wenn man nicht noch die Grundimpfungen auch geben muß - dann können nämlich Impfreaktionen durchaus heftiger ausfallen...
Viele Kunden dachten auch an ausgefallenere Impfungen wie Gelbfieber - und dann fehlte sowas banales wie Tetanus...
-
01.02.2019, 13:24
-
01.02.2019, 13:57Inaktiver User
-
01.02.2019, 14:27
-
01.02.2019, 14:35
AW: Die Masern sind wieder da
Beide Male war sich der Arzt sicher. Die Hypothese war, daß das erste aufgrund von Mutterimmunität so schwach war, daß es keine eigene dauerhafte immunität aufgebaut hat. Jedenfalls war die Panik groß, als ich dann mit 13 nochmal vertüpfelte.
Kann sein, wenn es Reihenimpfungen gab, ich sie nicht mitbekommen habe. Ich erinnere mich noch an die Schluckimpfungsaktionen, die waren in Turnhallen. Hey, es gab Zucker! (Schokolade wäre mir aber lieber gewesen.)** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
-
01.02.2019, 14:47Inaktiver User
-
01.02.2019, 15:01Inaktiver User
AW: Die Masern sind wieder da
finde ich schon merkwürdig dass es dann für junge Frauen wie mich damals keine Kampagne gab. Kann mich zumindest an kein Gespräch mit meinem Frauenarzt darüber erinnern...
-
01.02.2019, 15:39
AW: Die Masern sind wieder da
An manch einem niedergelassenen Arzt geht die Entwicklung - leider auch heute noch - spurlos vorbei, man mag es kaum glauben. Ob du schenll und ohne Folgen gesund wirst oder bei einer schweren Krankheit überhaupt überlebst, hängt manchmal wirklich davon ab, an welchen Arzt du gerätst. Deshalb bin ich ja so dafür, Patientenrechte zu stärken, sich selbst zu informieren, Diagnostik einzufordern, Rabatz zu machen, wenn einem keiner helfen will. Und eben als Patient am Ende selbst zu entscheiden! Deshalb pro Impfen JA!!! Zwangsimpfen: NEIN!
Warum nicht auch bei Impfkampanien Schockbilder verwenden? Vielleicht hilfts ja?Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

-
01.02.2019, 15:41Inaktiver User
AW: Die Masern sind wieder da
Antwort auf Post #2 in diesem Strang:
Ja, es gab eine Pockenimpflicht.Überfällig - wie war das eigentlich damals bei den Pocken?
Gab es da eine offizielle Pflicht?
Daher sind die Pocken heutzutage ausgerottet.
Könnte man mit Masern (und Kinderlähmung) auch tun - sollte man tun -, weil bei diesen Krankheiten, wie bei den Pocken, der Mensch der einzige Wirt ist, das Virus also nur im Menschen überleben kann. Sind alle Menschen immun, stirbt es aus. So wie die Pocken.
Als Impfgegnerargument wird auch oft ins Feld geführt, "ich kenne jemanden, der hatte die Masern, obwohl er geimpft war, die Impfung immunisiert also schlechter als die echte Krankheit."
Das ist falsch. Es gibt auch bei der echten Krankheit einzelne Menschen, die mit ungenügender Immunität reagieren und daher ein zweites Mal (aber dann nur leicht) erkranken können. Impfung und echte Krankheit sind einander bezüglich Immunität ebenbürtig.
Kürzlich gab es hierzulande einen Maserntodesfall eines jungen Mannes. Der erkrankte trotz früherer Impfung. Das wurde von den Impfgegner breitgeschlagen als "wir haben es doch immer gesagt, dass die Impfung nicht richtig schützt!"
Das ist falsch, der Fall wurde gründlich untersucht - der junge Mann hatte eine schwere Krebsttherapie hinter sich, in deren Folge die antikörperproduzierenden Zellen unterdrückt worden waren. Das wäre ganz genau ebenso geschehen, wenn er statt der Impfung die echte Krankheit gehabt hätte - auch dann wäre er in dem kritischen Zeitfenster nach der Krebstherapie ebenso anfällig für das Virus gewesen.
Der junge Mann könnte allerdings noch leben, wenn nicht jemand in seinem Umfeld - oder auch nur jemand, der zufällig im gleichen Raum war und die gleiche Türklinke angefasst hat wie nachher er - sich für die Impfung zu schade gewesen wäre.
(Das Perfide an den Masern und anderen "Kinderkrankheiten" ist die lange Inkubationszeit - man kann bereits Tage oder gar Wochen ansteckend sein, bevor man selber überhaupt die ersten Krankheitszeichen an sich wahrnimmt.)
Als ich Kind war, war die Masernimpfung noch nicht allgemein üblich. Meine Eltern haben mich impfen lassen, galten damit aber damals als "Exoten".
Als dann reihum die Kinder masernkrank im Bett lagen und teils ziemlich litten - inklusive mehrere Fälle von Notfall-Spitalaufenthalten - haben es deren Eltern bereut, ihren Kindern diese "Exotenimpfung" nicht verpasst zu haben, das haben meine Eltern von einigen so gehört.



Zitieren
