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    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Das war vorher. Ich finde den Schachzug vom Söder, alle an einen Tisch zu bitten, klug. Es muss weitergehen, es muss eine Lösung gefunden werden. Und die Staatsregierung bringt sich nun aktiv mit ein.
    Naja, ich finde das etwas zuviel Lob, denn was blieb Söder nach diesem riesigen Erfolg des Volksbegehrens anderes übrig? Kluge Politik hätte vielleicht vorher mal gehandelt. Und im Prinzip ist er jetzt in der denkbar schlechtesten Position.
    Gegen Rechtsextremismus zu kämpfen ist nicht links, es ist demokratisch. Demokraten sind per Definition Antifaschisten, ansonsten können sie sich ihr Demokratieverständnis in die sicher akkurat gescheitelten Haare schmieren.

    von Sascha Lobo

  2. Inaktiver User

    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Warum der Bauernverband so eine negative und dumme Anti Stimmung macht, ist mir nicht erklärlich.
    Worauf bezieht sich das? Es sagt ja keiner, dass die Landwirte keine besondere Verantwortung haben, aber sie stehen damit doch nicht alleine.
    Wie Flächen genutzt werden ist eine gesamtgesellschaftliche Entscheidung, Stichwort Versiegelung, Naturschutzgebiete etc.

    Und: Bauern stehen in globaler Konkurrenz. Daher ist hier in erster Linie der Verbraucher gefragt, wenn er tatsächlich regionale Bio-Bauern unterstützen will - und nicht nur beim Verkauf der Ersterzeugnisse sondern auch bei verarbeiteten Lebensmitteln. Die Fertigpizza mit Biopilzen ist da nicht die Lösung.
    Ich bin überzeugt: Wenn es ausreichend Nachfrage für regionale Bioprodukte zu realistischen, also für die Bauern rentablen Preisen gäbe, dann gäbe es auch mehr Biobauern.

    Immer mal wieder ein Problem von Biobauern:

    Bio-Bauern unter Druck: Wohin mit der Biomilch? | BR24

    Sie werden ihre Milch bei den Molkereien nicht los.

    Daraus:
    Es gibt zurzeit einfach zu viel Biomilch. Heuer wurde in den ersten vier Monaten bundesweit um fast 30 Prozent mehr produziert als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Absatz in den Supermärkten nahm zwar auch zu, aber lange nicht so stark wie die Produktion.
    (...)
    Berater der Öko-Anbauverbände empfehlen deshalb Landwirten, erst dann auf Bio umzustellen, wenn sie mit einer Molkerei einen sicheren Abnahmevertrag geschlossen haben. Grundsätzlich steigt zwar auch der Absatz von Biomilch und Biokäse kontinuierlich an – letztes Jahr um 12 Prozent. Gleichzeitig aber war die Bio-Milchproduktion letztes Jahr um 16,5 Prozent gestiegen. Angebot und Nachfrage müssen sich erst wieder angleichen, bevor mehr Biomilch von Molkereien abgenommen werden kann.

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    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Ich finde es ja einerseits zum schmunzeln, wenn jetzt nach der Rettung der Bienen gerufen wird, nachdem der Wunsch nach erneuerbaren Energien erst so richtig zur Monotonosierung der Landwirtschaft beigetragen hat, weil ja Mais für Biogas benötigt wird.

    Es ist also keineswegs so, wie einige Userinnen annehmen, dass die Bauern allein Verantwortung hätten. Sowohl beim Energiesparen als auch beim Einkauf der Bioprodukte ist der Verbraucher selbst gefordert. Ist deutlich anstrengender als eine Unterschrift, dafür aber wirksamer

    Cicero Online - Magazin fur politische Kultur

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    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Worauf bezieht sich das? Es sagt ja keiner, dass die Landwirte keine besondere Verantwortung haben, aber sie stehen damit doch nicht alleine.
    Wie Flächen genutzt werden ist eine gesamtgesellschaftliche Entscheidung, Stichwort Versiegelung, Naturschutzgebiete etc.
    Sehr richtig, aber wie bereits gesagt, beackern die Bauern 70% der bewirtschafteten Naturflächen, die anderen 30% beackern die Förster, Waldbesitzer und zwischendrin hocken noch die Jäger auf dem Hochsitz.

    Für das Wildtier ist da wenig Platz und wenig frische unverbrauchte Natur.

    Ich verstehe nicht, warum die Bauern reflexartig mit ihrem Bauernverband einseitig schmollend, wütend aggressiv und dumm (!) Nein sagen zu dem Volksbegehren, anstatt dieses als Chance zu begreifen, ihre eigenen Vorstellungen zum Naturschutz zu formulieren.

    Dass sich alle Bauern ändern müssen, die grossflächig und konservativ anbauen und Tiere in Massen im Stall halten, ist Fakt.

    Damit haben die Bauern eben eine weit aus grössere Verantwortung für den Naturschutz als jede andere Bevölkerungsgruppe.

    Ich bin allerdings sehr dafür, endlich auch alle anderen Gruppen zur Verantwortung zu ziehen, private Gartenbesitzer, Strassenbauer und Autofahrer, Städteplaner und Hausbauer.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  5. Moderation

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    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Naja, ich finde das etwas zuviel Lob, denn was blieb Söder nach diesem riesigen Erfolg des Volksbegehrens anderes übrig? Kluge Politik hätte vielleicht vorher mal gehandelt. Und im Prinzip ist er jetzt in der denkbar schlechtesten Position.
    Ich wollte ihn damit nicht wirklich loben. Allerdings wurde das Volksbegehren belächelt, das waren doch wieder einmal Ökospinner. Als sich abzeichnete, dass das Volksbegehren das Quorum erfüllen dürfte - da war es noch knapp davor - hat er zu einem runden Tisch eingeladen.

    Weil er plötzlich seine grüne Ader entdeckt hatte? Nein, weil er politisch klug handelt wollte und alle an einen Tisch bringen wollte. Es muss ja nun über Kurz oder Lang der Wille in ein Gesetz gegossen werden. Wenn er sich nicht mit den "Ökospinnern" auf einen Konsens einigt, würden beide Gesetzentwürfe zur Abstimmung stehen. Das will er meiner Meinung nach unbedingt verhindern, indem er alle in ein Boot holt.
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  6. Inaktiver User

    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Dass sich alle Bauern ändern müssen, die grossflächig und konservativ anbauen und Tiere in Massen im Stall halten, ist Fakt.
    Ja, aber das muss eben auch wirtschaftlich machbar sein. Und das können die Bauern nicht ohne gescheite Rahmenbedingungen.
    Egal ob Öko oder konventionelle Landwirtschaft.

    Damit haben die Bauern eben eine weit aus grössere Verantwortung für den Naturschutz als jede andere Bevölkerungsgruppe.
    Das sehe ich tatsächlich ÜBERHAUPT nicht so. Die Landwirtschaft sieht so aus wie sie aussieht, weil die Gesellschaft in (etlichen eben nicht allen) Bereichen davon profitiert.

    Ich bin allerdings sehr dafür, endlich auch alle anderen Gruppen zur Verantwortung zu ziehen, private Gartenbesitzer, Strassenbauer und Autofahrer, Städteplaner und Hausbauer.
    Ja. Aber hier fehlt meines Erachtens die wichtigste Gruppe: Die Konsumenten.
    Wir alle.

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    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, aber das muss eben auch wirtschaftlich machbar sein. Und das können die Bauern nicht ohne gescheite Rahmenbedingungen.
    Egal ob Öko oder konventionelle Landhaltung.
    Genau Geld ist ja da, es kommt nur auf die Verteilung an, die sich ja leicht ändern ließe.
    Gegen Rechtsextremismus zu kämpfen ist nicht links, es ist demokratisch. Demokraten sind per Definition Antifaschisten, ansonsten können sie sich ihr Demokratieverständnis in die sicher akkurat gescheitelten Haare schmieren.

    von Sascha Lobo

  8. Inaktiver User

    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Genau Geld ist ja da, es kommt nur auf die Verteilung an, die sich ja leicht ändern ließe.
    Und was meinst Du warum das nicht gemacht wird, wenn es so leicht ist?

    Was wäre denn so leicht, kannst Du das konkreter benennen?

    Ernst gemeinte Frage, wäre ja super, wenn es eine einfache Lösung gibt, die zudem nichts kostet.

    PS ich glaube übrigens nicht, dass sich konventionelle Landwirte per se gegen ökologische sperren. Es ist ein anderes Wirtschaftsystem. Abgesehen von einigen Total-Idealisten glaube ich, dass die meisten Biobauern sich aus wirtschaftliche Gründen für Öko-Landwirtschaft entschieden haben.
    Und dass diese Basis auch stimmen MUSS! Das sind Unternehmer, oft mit Familien, die ein hohes Risiko haben, kann sich der gemeine städtische Angstellte oft nicht vorstellen.

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    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Naja, die Bauernlobby ist wohl bisher zu mächtig gewesen und hat dafür gesorgt, dass die größten Erzeuger am meisten Subventionen bekommen haben. Das ist ja eine politische Entscheidung, die sich ändern lässt. Und scheinbar wollen das ja auch einige Bürger wie sich an dem Volksbegehren gezeigt hat. Und ohne eine Änderung der Subventionspolitik werden sich nachhaltige und umweltpolitische Ziele nicht erreichen lassen.
    Gegen Rechtsextremismus zu kämpfen ist nicht links, es ist demokratisch. Demokraten sind per Definition Antifaschisten, ansonsten können sie sich ihr Demokratieverständnis in die sicher akkurat gescheitelten Haare schmieren.

    von Sascha Lobo

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    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das war jetzt ein Freudscher oder?
    Haha, ja... (ich meinte natürlich "Bauern")
    Nein Ma'am, es ist nicht das Kleid, das sie fett aussehen läßt; es ist das Fett, das sie fett aussehen läßt. (Al Bundy)

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