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    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Die geplanten Gesetzesänderungen bedeuten im Klartext, dass irgendwelche Großkopfeten festlegen wollen, wie sich die Bauern auf ihren eigenen Äckern verhalten sollen.

    Ich würde mich da auch wehren
    Diese Gesetze gibt es doch schon längst, und die schreiben den Bauern vor, was er zu tun hat. Nun gibt es Ergänzungen, z.B. Grünstreifen, Mahd (Wiese bemähen), die einzuhalten wären. Das sind keine Grosskopferten, sondern die Politik.

    Wenn die Bauern natürlich denken, die Ökos sind Grosskopferte, die ab jetzt bestimmen, verstehe ich langsam deren reflexartige Abwehr.


    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Nicht bio heißt noch lange nicht alles totspritzen. Es gibt viele, die spritzen nur wenig bis gar nicht und sind sehr wohl daran interessiert, dass ihre Umwelt heil bleibt.
    Genau und nun gibt es für alle verbindlich dazu eine Ansage. Es nützt uns und den Insekten nichts, wenn einige "wenig" spritzen, andere viel und das alles auf einem Stück Landschaft direkt nebeneinander.

    Wenn Du 10 Ökobetriebe hast mit Feldwirtschaft zusammen mit 100 Hektar und drum herum sind es 1000 Hektar mit Giftspritzern und ohne jede Grünstreifen und brutalen Mähmethoden, dann nützt das auch nichts.

    Es ist bereits 10 nach 12 und sehr viele Insekten und Vögel sind bereits unwiederbringlich weg, ausgestorben. Wir müssten weltweit das Ruder umreissen.

    Der Gesetzesentwurf des Volksbegehren ist der Anfang und verlangt minimale Änderung. Laut ÖDP war das rechtlich nicht anders zu machen, nun wollen sie am runden Tisch mehr fordern und einbringen in ein neues Gesetz.

    Wenn Bayern Vorreiter werden könnte in Sachen Naturschutz und Artenerhalt, wäre das grossartig. Ein Land muss anfangen.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
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    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  2. Inaktiver User

    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Hier mal ein interessanter Beitrag zum Thema Naturzerstörung in den Alpen durch den Tourismus:

    Kritisch Reisen: Alpen abgezockt - 3sat.Mediathek

    Hier scheint es auch eher die Einheimischen, die Bauern - und die Natur - zu treffen.

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    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Das erste Treffen am runden Tisch hat statt gefunden, hier ein Bericht dazu:
    Runder Tisch nach Bienen-Volksbegehren in Bayern - Bayern - Suddeutsche.de

    Die Pressekonferenz bestreiten dann nicht nur Söder und Glück, auch Agnes Becker und Walter Heidl sind mit dabei. Auch das ist als Demonstration des versöhnlichen Miteinanders zu verstehen. Söder spricht von seiner Hoffnung auf eine neue "kooperative Demokratie" in Bayern, von der Chance auf "einen neuen Gesellschaftsvertrag, der nicht nur die Landwirtschaft betrifft". Er habe viel positive Energie gespürt und viel fachliche Kompetenz, sagt Söder: "Wir nehmen das Volksbegehren sehr ernst. Das Anliegen ist auch unser Anliegen." Die Regierung wolle Artenschutz nicht gegen jemanden machen, "sondern fair, praxisgerecht und finanzierbar". Wenig später berichtet Söder im Landtag seiner CSU-Fraktion von dem Treffen. Seine Aufgabe als Parteichef wird es sein, die vielen internen Zweifler mitzunehmen.

    Es sieht gut aus, der Volksentscheid wird im Herbst stattfinden und es wird mit Sicherheit einen Gesetzesentwurf geben, der wahrscheinlich noch über den des Volksbegehrens hinaus geht. Wahrscheinlich, weil alle Teilnehmer des runden Tisches gesagt haben, dass sie an einer Verbesserung der jetzigen Situation interessiert sind und niemand dem anderen im Weg steht.

    Drei Stunden sprechen Befürworter und Skeptiker des Volksbegehrens miteinander. Alle legen ihre Positionen dar, manche können gar nicht glauben, was sie vom anderen hören. Bauernpräsident Heidl listet zwar ausführlich die Leistungen auf, welche die Landwirte schon jetzt für den Naturschutz erbrächten. Er sagt aber auch, die Bauern würden sich weiteren Maßnahmen nicht verschließen.

    So konstruktiv und ohne Schaum vor dem Mund, "nicht wiederzuerkennen" sei Heidl gewesen, staunt ein Teilnehmer. Bestätigt fühlen sich die Naturschützer auch durch Aussagen von Jürgen Vocke, dem Präsidenten des bayerischen Jagdverbands und früheren Landtagsabgeordneten der CSU. Austritte habe es im Verband gegeben, weil er sich gegen das Volksbegehren ausgesprochen hatte, soll Vocke erzählt haben.
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    Kari Bremnes

  4. Moderation

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    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Sieht schon fast zu gut aus, Lukulla. Irgendwas stimmt da nicht.

    Aber im Ernst frag ich mich schon, wie die ganzen Bauprojekte, die zur Zeit in Planung sind, umweltverträglich und bio abgehen sollen. Da geht's um sehr viel Wohnraum, um neue Straßen oder den Ausbau von Bahn- und Stromtrassen.
    Die Trucks werden immer größer, der Verkehr nimmt zu, es werden immer mehr Pakete durchs Land gefahren, Flüge gebucht wie noch nie. Solange alles auf lebensfeindlichen Wucher und Wachstum programmiert ist, werden es regionale Konzepte allein nicht schaffen.
    *
    Der Adler fängt keine Mücken.


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  5. Moderation

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    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Die Trucks werden immer größer, der Verkehr nimmt zu, es werden immer mehr Pakete durchs Land gefahren, Flüge gebucht wie noch nie. Solange alles auf lebensfeindlichen Wucher und Wachstum programmiert ist, werden es regionale Konzepte allein nicht schaffen.
    Aber ein Anfang ist gemacht. V. a. nimmt die Politik zur Kenntnis, dass Umweltverträglichkeit nicht das Steckenpferd von ein paar Spinnerten ist, sondern ein Anliegen der Bevölkerung. Irgendeiner muss anfangen. Wir packen es jetzt an.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
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    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Ich hoffe nur, dass ein ausgewogener Kompromiss herauskommt. Ich sehe ein, dass die Sache aktiv angegangen werden muss, denn dass die Insekten immer weniger werden, kann jeder von uns erkennen. Andererseits ist der billig, billiger, am billigsten-Hype mit Superpreisen ungebrochen. Da passt doch wunderbar der Artikel vom Münchner Merkur zum Thema: Deutsche kaufen Fleisch am liebsten billig.

    Das Ergebnis des Tests überraschte die Forscher. Denn es entsprach so gar nicht den Aussagen der Bundesbürger in den Umfragen. Nur rund 16 Prozent der Kunden griff tatsächlich zu den Tierwohl-Artikeln. Elf Prozent kauften die Bio-Produkte. Doch fast drei Viertel der Kunden (73 Prozent) bevorzugten das Billigangebot. Daran änderten auch große Hinweisschilder, die auf das Tierwohlangebot hinwiesen, nichts.
    Ich halte die Verbraucher maßgeblich für schuldig, über die Billigpreiseinkäufe den Druck auf die Landwirte zu steigern, möglichst billige Massenware zu produzieren. In meinen Augen sind überwiegend Heuchler unterwegs, beim Volksbegehren unterschreiben und im Supermarkt auf Schnäppchenjagd gehen.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Ähem ja... Ist auch mein Eindruck.

    Ich habe das vor Jahren mal erlebt, als Aldi die Preise für Quark und Milch anhob. Zwei Frauen konnten sich vor Empörung kaum halten - man könne sich die Milch für die Kinder als Alleinerziehende kaum leisten.
    Beide hatten den Wagen voll mit überflüssigem Zeugs - von diversen Softdrinks über Berge von Sußkram und Chips. Würden sie davon weniger kaufen hätten sie den erhöhten Milchpreis wieder raus. Hab ich auch gesagt - und fast Dresche von den Damen bezogen.

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    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Ich halte die Verbraucher maßgeblich für schuldig, über die Billigpreiseinkäufe den Druck auf die Landwirte zu steigern, möglichst billige Massenware zu produzieren. In meinen Augen sind überwiegend Heuchler unterwegs, beim Volksbegehren unterschreiben und im Supermarkt auf Schnäppchenjagd gehen.
    Da hab ich letztens in einem Artikel gelesen, dass es einen eben selbst nichts kostet, wenn man ein Volksbegehren unterschreibt, aber ansonsten so weiterlebt wie bisher. Und wenn dann Leute mit dem SUV vorfahren um für den Artenschutz zu unterschreiben, dann fällt mir ehrlich gesagt auch nichts mehr ein.
    Gegen Rechtsextremismus zu kämpfen ist nicht links, es ist demokratisch. Demokraten sind per Definition Antifaschisten, ansonsten können sie sich ihr Demokratieverständnis in die sicher akkurat gescheitelten Haare schmieren.

    von Sascha Lobo

  9. Inaktiver User

    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Das Volksbegehren ist insgesamt gesehen natürlich ein Stück Symbolpolitik.
    Aber aus meiner Sicht trotzdem richtig weil es zeigt, dass Artenschutz in der Bevölkerung ein Thema ist. Nicht mehr und auch nicht weniger.

    Die wirklich harten Sachen, die notwendig sind werden dadurch ja nicht tangiert - keine Frage.
    Und natürlich ist das Verhalten der Menschen da widersprüchlich.

    Aber ich wüßte mal gern, wer von den BriUserinnen, die unterzeichnet haben, kein Auto hat, nie einen Flieger benutzt, nur halbwegs fair gehandelte Bioware einkauft (die ob Aldi und aus den großen Supermarktketten gehört definitiv nicht dazu) und und und.....
    Ich finde es daneben, alle, die nicht unter dies Kriterium zu fallen, als Heuchler zu bezeichnen.

    Wobei ich Sasapis Reaktion auf die Meckerei der Aldi-Kundinnen schon gut finde.....

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    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber ich wüßte mal gern, wer von den BriUserinnen, die unterzeichnet haben, kein Auto hat, nie einen Flieger benutzt, nur halbwegs fair gehandelte Bioware einkauft (die ob Aldi und aus den großen Supermarktketten gehört definitiv nicht dazu) und und und.....
    Ich finde es daneben, alle, die nicht unter dies Kriterium zu fallen, als Heuchler zu bezeichnen.
    Ich fahre selbst ein Auto, aber wer z.b. einen SUV fährt, dem kann der Umweltgedanke aus meiner Sicht kaum wichtig sein. Und es geht nicht darum nie einen Flieger zu benutzen, sondern vielleicht mal die Dosis zu verringern. Ich würde mich jedenfalls für deutlich radikalere Maßnahmen der Politik aussprechen.
    Gegen Rechtsextremismus zu kämpfen ist nicht links, es ist demokratisch. Demokraten sind per Definition Antifaschisten, ansonsten können sie sich ihr Demokratieverständnis in die sicher akkurat gescheitelten Haare schmieren.

    von Sascha Lobo

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