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  1. Inaktiver User

    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Bauern bzw Landwirte sind nicht sturer als andere Berufsgruppen auch.

    Aber es gibt keinen "Öko Kleinbauern". Nur in der Werbung.
    ...
    Also im Gemüsebau gibt es die ganz sicher.

    Wie würdest du denn die ganzen Solawi-Höfe einordnen? Großbetriebe sind das m. E. eher nicht. Vermarktungsprobleme haben die in der Regel übrigens nicht, sondern eher Wartelisten.

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    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Die kleinen Höfe können nur erhalten werden, wenn man - quasi als Pflege des Kulturguts- jeden einzelnen Landwirt mit einem monatlichen Grundbetrag subventionieren würde. Und das wird nicht funktionieren, wer soll/will das denn bezahlen? Der Verbraucher nicht, die Politik auch nicht.
    Ja, das sehe ich auch so. Aber ich frage mich auch, was eigentlich mit den EU-Subventionen passiert: 62 % der deutschen EU-Mittel gehen in die Landwirtschaft, das waren 2016 ca 10 Milliarden Euro, vgl http://www.europarl.europa.eu/external/html/budgetataglance/default_de.html#germany

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    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Ich glaube eher, das es an der früher üblichen Heimlehre liegt, was die Sturheit angeht. Es war möglich und normal, die Ausbildung auf dem elterlichen Hof zu machen, egal, ob der Vater nun ausgebildeter Landwirt war oder nicht.
    So jemand kam nie woanders hin, sah auch nichts anderes als "das haben wir schon immer so gemacht", das führt dann zwangsläufig zu einer gewissen "Beschränktheit".

    Ich kenne auch in meiner Altersklasse einige, die erst etwas ganz anderes gemacht haben und erst später doch den Hof übernahmen. Die ticken oft ganz anders.

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    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Hier kann man nachsehen, wo die Subventionen gelandet sind :

    https://www.agrar-fischerei-zahlungen.de/Suche?

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    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Bauer sein ist nicht nur ein Job es ist eine Lebensform. Du hast es hier auch nicht mit Kolchosemitarbeitern zu tun, sondern mit Leuten, die teilweise seit Jahrhunderten auf eigenem Land sitzen und selbiges schon gegen alle möglichen Bedrohungen (Seuchen, Unwetter, Diebe, EU Vorschriften) verteidigt haben.
    Andrerseits sind gerade die großen Mastbetriebe sicher keine seit Jahrhunderten gewachsene Lebensform, sondern profitable GmbHs.

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    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Hier kann man nachsehen, wo die Subventionen gelandet sind :

    https://www.agrar-fischerei-zahlungen.de/Suche?
    Danke! Muss ich erst mal studieren...

  7. Inaktiver User

    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Ich glaube eher, das es an der früher üblichen Heimlehre liegt, was die Sturheit angeht. Es war möglich und normal, die Ausbildung auf dem elterlichen Hof zu machen, egal, ob der Vater nun ausgebildeter Landwirt war oder nicht.
    So jemand kam nie woanders hin, sah auch nichts anderes als "das haben wir schon immer so gemacht", das führt dann zwangsläufig zu einer gewissen "Beschränktheit".
    Beschränktheit meinte ich nun wirklich nicht.
    Ich mag Bauern. Und klar, kommt man als Bauer vielleicht nicht so rum wie als Handelsreisender, aber das sagt nichts über die geistige Weite aus.
    [....]
    Aber gut....das führt jetzt weg vom Thema.
    Geändert von Inaktiver User (16.02.2019 um 17:15 Uhr)

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    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Hokzkante, bei den Solawi Höfen ist es so, dass PRIVATE Haushalte sich zusammen tun, um die Kosten eines oder mehrerer Betriebe zu teilen bzw. auch zinslose Kredite geben, um den Hof aufzubauen. Die Verbraucher verpflichten sich, alle Produkte abzunehmen und erhalten im Gegenzug Einsicht in die Produktion.

    Das eignet sich für Hobbybetriebe, aber nicht für Betriebe, die Gewinn erzielen müssen und wollen. Und auch nicht für jeden Bereich.

    Wäre vergleichbar mit einer Freundin, die Schneiderin ist und davon träumt, eigene Mode zu produzieren. Man leiht ihr Geld für nötiges Equipment, zinslos, lässt Auftragsarbeiten von ihr machen und macht, weil man von ihrer Arbeit auch überzeugt ist, gleichzeitig Werbung dafür.

    Das ist eine gute Idee, allerdings nicht als generelles Konzept für "zukunftssichere Landwirtschaft" geeignet.

    Bei mir z. B. fallen täglich um die 3000l Milch an. Wo soll ich denn damit hin, jeden Tag?
    Ich müsste quasi täglich 3000 Personen mit Milch versorgen, die ich entweder selbst beliefern muss oder sie holen die bei mir ab. Dann könnte ich aber nicht mehr arbeiten gehen, weil mich das Milchgeschaft auf Trab hält. Und die Einkünfte daraus würden mein jetziges Einkommen nicht auffangen.

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    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Saily, ich mag Landwirte auch :)

    Wenn man in meiner Gegend jemanden als "Bauern" bezeichnet, dann ist das ein eher trampliger Mensch mit schlechten Manieren. :)

    Ich habe mit Beschränktheit auch nicht gemeint, dass jemand nicht ganz helle ist, sondern eher den eingeschränkten Horizont. Nicht über den Tellerrand gucken wollen.

    Heute ist es vorgeschrieben, dass während der Ausbildung der Lehrbetrieb jährlich gewechselt wird. Idealerweise auch der Schwerpunkt, also ein Jahr Vieh, ein Jahr Acker (Kartoffeln, Kohl...), ein Jahr Obstanbau.
    Der Azubi kommt dann nicht nur ein bißchen heraus, sondern sieht auch andere Arbeitsweisen.
    Und : In aller Regel wohnt der Azubi auf dem Hof oder in Hofnähe, jedenfalls nicht zu Hause.

    Und, da wirst Du mir zustimmen, es prägt die Persönlichkeit schon, ob man sein Leben lang nur im Elternhaus war, es in diesem Fall noch nicht mal tagsüber für einige Stunden verlassen hat... Oder ob man einige Zeit "abgenabelt" war.

    So war es gemeint. Nicht im Sinne von "Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln".

  10. Inaktiver User

    AW: An alle Bayern: Artenvielfalt erhalten

    Sasapi, ich weiß, wie Solawi-Betriebe funktionieren, weil zwei meiner Kinder dort arbeiten, bzw. gearbeitet haben. Deshalb weiß ich auch, dass es dort eher um gutes Auskommen als um steigende Gewinne geht. Ob man jetzt schon festellen kann, ob das auf Dauer ein gutes Konzept für die Landwirtschaft ist, bezweifle ich, dazu sind die Erfahrungen noch zu jung und noch nicht umfangreich genug.

    Diese Betriebe mit deinem zu vergleichen, funktoniert m. E. auch nicht, denn in der Solawi wird z. B. Milch erst verkäst, bevor die Anteilsnehmer sie bekommen.

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