wieso wird denn so heftig mit dem Soli gerechnet? Hieß es nicht einmal, dass dieser eben nicht "open End" mäßig gezahlt werden soll?
Die Grünen hätten schon in Zeiten, in denen sie mitregiert haben, genau diese Dinge, die Frau Göring-Eckardt nun vorschlägt, tun können. Ich nehme diese netten Worte und Vorschläge nicht für voll. Ob es die Wähler in den neuen Bundesländern tun- wer weiß?
Und ansonsten gibt es diese "ungleichen" Lebensverhältnisse - so mein Eindruck- nicht nur zwischen Ost und West.
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01.01.2019, 18:01
AW: Was tun gegen die Ungleichheit der Lebensverhältnisse in D-West und D-Ost?
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01.01.2019, 18:18
AW: Was tun gegen die Ungleichheit der Lebensverhältnisse in D-West und D-Ost?
„Der Imageschaden für die Stadt und die Region ist immens“, sagt Hans-Joachim Wunderlich, Hauptgeschäftsführer der IHK Chemnitz. Und nicht nur das. „Das Bild, das jetzt von unserer Stadt weltweit gezeichnet wird, droht auch unsere Anwerbeversuche von Arbeitskräften im In- und Ausland zunichte zu machen.“
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Es gebe, so Wunderlich, 5000 offene Stellen in der Stadt, die Betriebe bräuchten Menschen, die in Chemnitz arbeiten und leben wollen. „Aber mit dem weltweiten Image, dass Neonazis die Stadt als Aufmarschgebiet missbrauchen und Menschen mit Migrationshintergrund bedrohen, wird dies schwierig.“ Es habe sogar schon Anrufe von Jobsuchenden bei Firmen gegeben, die gefragt hätten, ob man überhaupt noch dorthin kommen könne. Dabei gehe es aber nicht darum, „ob Deutsche Angst vor Ausländern haben müssten“, sagt Wunderlich. „Es geht darum, ob Deutsche in Chemnitz Angst vor Deutschen haben müssen.“ Quelle
Diese Probleme sind nicht auf Chemnitz nach den dortigen Ausschreitungen beschränkt:
Deutliche Hinweise gab es bereits 2004 von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Kai Bussmann, Professor für Strafrecht und Kriminologie, hat dort die bisher einzige quantitative Studie zu den ökonomischen Auswirkungen von Fremdenfeindlichkeit verfasst. Seine Mitarbeiter haben 600 Unternehmen in Deutschland anonym befragt, inwieweit sie Fremdenfeindlichkeit und rechte Gewalt als Standortnachteil bewerten. Bei fast einem Drittel der Firmen war Fremdenfeindlichkeit Thema in Bewerbungsgesprächen, im Osten sogar bei vierzig Prozent. Ostdeutsche Unternehmen bekamen laut der Studie sechsmal mehr Absagen als Firmen im Westen – mit Verweis auf Ausländerfeindlichkeit. Quelle (Hervorhebung von mir.)
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01.01.2019, 19:24Inaktiver User
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01.01.2019, 19:25Inaktiver User
AW: Was tun gegen die Ungleichheit der Lebensverhältnisse in D-West und D-Ost?
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01.01.2019, 19:27Inaktiver User
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01.01.2019, 19:29Inaktiver User
AW: Was tun gegen die Ungleichheit der Lebensverhältnisse in D-West und D-Ost?
Ok, der jeweilige Stadttarif in Rhein-Main wäre sogar deutlich günstiger, überland scheint in ähnlichen Preisklassen zu spielen wie bei Dir. Hätte ich jetzt nicht gedacht.
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01.01.2019, 19:33Inaktiver User
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01.01.2019, 19:47Inaktiver User
AW: Was tun gegen die Ungleichheit der Lebensverhältnisse in D-West und D-Ost?
Astronaut: Das ist richtig, wenn man tatsächlich Monatstickets kauft, wer aber immer pendelt, wird wohl eine Jahreskarte haben, und da ist man schon nur noch bei etwas über 70 Euro.
Mainz-Wiesbaden (immerhin 2 Städte!) gibt es für knapp 67 Euro, das finde ich dann doch günstiger als die 60 Euro für ein Stadtgebiet.
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01.01.2019, 19:58Inaktiver User
AW: Was tun gegen die Ungleichheit der Lebensverhältnisse in D-West und D-Ost?
Ich denke das nimmt sich nun mittlerweile nicht mehr viel, gibt hier wie da öde Ecken. Mein Sohn hat für 9 m² Studentenbutze Jena (NBL) warm, mit Blick auf die Mülltonnen im Hof, 250 € bezahlt.
Das Haus gehört einem Dozenten, der vermietet die Wohnungen zimmerweise an Studenten. Ist heftig, aber die Nachfrage ist eben riesig. Also so billig sind Unistädte im Osten auch nicht mehr.
Ich denk nach wie vor, das gleicht sich an.
Malergeselle Ost = 12,40 € Stunde
Malergeselle West = 13,30 € Stunde
Kommissionierer Ost = 1885,00 Monat
Kommi West = 2150, 00 Monat
alles brutto
So riesig sind die Unterschiede netto dann nicht.
Klar, mehr ist immer schöner
aber wie gesagt, im Osten sind nun mal auch nicht die Hochverdienerbranchen.Geändert von Inaktiver User (01.01.2019 um 20:15 Uhr)
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01.01.2019, 22:09
AW: Was tun gegen die Ungleichheit der Lebensverhältnisse in D-West und D-Ost?
Das Thema Osten wurde als neues Thema entdeckt und wird nun intensiv beackert von denjenigen, die sich davon Imageverbesserung der eigenen Person oder Partei versprechen.
Den "Osten" gibt es seit der Wiedervereinigung, das wäre viel Zeit gewesen, um Weichen zu stellen. Das hat man nicht gemacht.
Plakativ: der Westen hat viel Geld in den Osten gepumpt, Gewerbegebiete auf die Wiese gestellt, und glänzende Einkaufshallen gebaut, sich die besten Filetstücke der Immobilien unter den Nagel gerissen, für die Rendite der eigenen Tasche, und ansonsten den Ostler sein lassen, wo und wie er ist.
Ich halte wenig davon, Behörden jetzt um jeden Preis als Wohltat im Osten aufzuziehen. Man braucht fähige und passende Mitarbeiter und eine passende Infrastruktur: Wohnungen, Schulen, Kitas, Einkaufsmöglichkeiten, Naherholung. Daher sollten Behörden nicht nach geografischen Proporz vergeben werden, sondern nach sinnvollen Kriterien. Wer kommt als Mitarbeiter in Frage? Wieviele Mitarbeiten benötigt die Behörde? Was benötigen die Mitarbeiter vor Ort?
Eine Behörde, die viel Aussendienst in D vorsieht, z.B. Umweltschutz, Messsungen, Flora/Fauna Beobachtung, benötigt eine andere Infrastruktur als eine, die vor Ort Kunden betreuen muss.
Ich verstehe den Soli prinzipiell nicht und bin für sofortige Abschaffung.
Was ist denn attraktiv? Viel Kultur, viel Lärm viel Einkauf?
Meiner Ansicht nach ist das eine reine Imagekampagne.
Irgendwie fehlt da ein Satzteil am Ende?Gibt vereinzelt Betriebe, die zahlen an den ostdeutschen Standorte das gleiche Gehalt wie in den alten Ländern, das sind eher die Ausnahmen, aber hochproduktive Betriebe, wo alles stimmt und die Geschäftsleitung zum Großteil noch zur Gründer/Eigentümerfamilie gehört.
Die Unternehmen werben bei Arbeitnehmern und diese sagen ab mit den Worten: Ihr Unternehmen oder ihre Umgebung ist ausländerfeindlich?
In demselben Artikel kann man aber auch folgendes lesen:
Trotzdem empfiehlt er den Wissenschaftsstandort Halle. Übergriffe seien auf seine Angestellten noch nie vorgekommen. Außerdem bleibe rechte Gewalt eher ein ländliches Problem.
Eine Ingenieursstelle zu besetzen, kann mehrere Monate beanspruchen. Das liege hauptsächlich am demografischen Wandel in der Region. Viele Arbeitskräfte gingen in den Ruhestand und der Nachwuchs fehle.
2016 erteilten die neuen Bundesländer jeweils weniger als 500 Aufenthaltstitel zur Erwerbstätigkeit oder zur Arbeitsplatzsuche. In Bayern waren es dagegen knapp 6.000 Aufenthaltserlaubnisse. Auch im Verhältnis zu den Einwohnerzahlen ist das wenig.
ergänzend von mir: auch im Verhältnis der Betriebe und Firmen die es im Osten eben weniger gibt.
So wie es aussieht sind es mul*ti*fak*to*ri*elle Gründe, warum man im Osten weniger Arbeitskräfte hat und es schwieriger ist, Arbeitskräfte zu bekommen.
Ich möchte das Ergebnis der Studie nicht anzweifeln, aber offenbar ist Fremdenfeindlichkeit zu 30 bis 40% ein Grund für Ausländer nicht in dieses spezielle Unternehmen zu gehen. Ist es auch ein Grund, überhaupt nicht nach Deutschland zu gehen?
Es ist aber kein Alleinstellungsmehrmal des Osten.Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes


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