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  1. Inaktiver User

    AW: Was tun gegen die Ungleichheit der Lebensverhältnisse in D-West und D-Ost?

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Das ist so pauschal aber auch nicht richtig, würde aber vom Thema wegführen.
    Ansonsten finde ich die Ansiedlung von Bundesbehörden und Forschungseinrichtungen im Osten grundsätzlich positiv. Sowas soll ja z.b. auch in den Braunkohlerevieren in der Lausitz gemacht werden.
    Bei Bundesbehörden ist das sicher sinnvoll*, diese in eher strukturschwache Gegenden zu legen. Aber Forschungseinrichtungen? Die brauchen Hochschulen auch den notwendigen Hintergrund und das Personal liefern und auf internationalem Niveau können die auch nur arbeiten, wenn sie internationale Forscher anziehen können. Die hochkarätigen Wissenschaftler werden aber nicht in die Lausitz, die Uckermark und auch nicht in die Eifel oder die Oberpfalz gehen, sondern die werden einen in jeder Hinsicht attraktiven Standort wählen. Da haben Städte wie Berlin, Hamburg und München schon Schwierigkeiten zu konkurrieren. Also warum Forschungseinrichtungen? Die Arbeitsplätze für die normale Bevölkerung, also Nicht-Wissenschaftler sind in solchen Forschungseinrichtungen nicht sehr zahlreich.

    *Wobei Bayern das ja gemacht hat, also Behörden in andere Orte als „immer nur München“ zu verlegen. Da hört man auch Unterschiedliches. Wie erfolgreich das aber wirklich ist, wenn man alle Mehrkosten berücksichtigt, weiß ich nicht.

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    AW: Was tun gegen die Ungleichheit der Lebensverhältnisse in D-West und D-Ost?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei Bundesbehörden ist das sicher sinnvoll, diese in eher strukturschwache Gegenden zu legen. Aber Forschungseinrichtungen? Die brauchen Hochschulen auch den notwendigen Hintergrund und das Personal liefern und auf internationalem Niveau können die auch nur arbeiten, wenn sie internationale Forscher anziehen können. Die hochkarätigen Wissenschaftler werden aber nicht in die Lausitz, die Uckermark und auch nicht in die Eifel oder die Oberpfalz gehen, sondern die werden einen in jeder Hinsicht attraktiven Standort wählen. Da haben Städte wie Berlin, Hamburg und München schon Schwierigkeiten zu konkurrieren. Also warum Forschungseinrichtungen? Die Arbeitsplätze für die normale Bevölkerung, also Nicht-Wissenschaftler sind in solchen Forschungseinrichtungen nicht sehr zahlreich.
    Ich nehme mal an die Politiker werden sich da schon die entsprechenden Gedanken machen und ich glaube auch kaum, dass eine Forschungseinrichtung irgendwo auf dem Acker eröffnet wird. Also die entsprechende Anbindung ist natürlich Voraussetzung.
    Gegen Rechtsextremismus zu kämpfen ist nicht links, es ist demokratisch. Demokraten sind per Definition Antifaschisten, ansonsten können sie sich ihr Demokratieverständnis in die sicher akkurat gescheitelten Haare schmieren.

    von Sascha Lobo

  3. Inaktiver User

    AW: Was tun gegen die Ungleichheit der Lebensverhältnisse in D-West und D-Ost?

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Das ist ja nun Blödsinn....

    Es gibt ja nicht nur aus allen Nähten platzende Großstädte und verödende Dörfer.
    Dann solltest du dich mal informieren, das ist tatsächlich eine sehr große Herausforderung für die Politik derzeit. Wohnraumknappheit, Verkehrsinfarkt, Flächenverbrauch, nur mal so als Stichworte.

    In Deutschland haben wir noch Glück, dass das durch die föderale Struktur abgemildert wurde.

    Wieso man das aber auf einen Ost-West Konflikt reduzieren will ist mir ein Rätsel.
    Geändert von Inaktiver User (01.01.2019 um 14:36 Uhr)

  4. VIP

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    AW: Was tun gegen die Ungleichheit der Lebensverhältnisse in D-West und D-Ost?

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Ich habe danach schon vor Längerem gesucht und jetzt auch wieder nichts gefunden.
    Ich fände den Vergleich nämlich nicht nur interessant, sondern halte ihn für DEN Knackpunkt in den Gesprächen.
    Was interessiert es, was "vorne" brutto verdient wird? Letzten Endes geht es darum, was "hinten" davon netto übrig bleibt.
    Genau. Es kommt darauf an, was rauskommt, wenn man die Fixkosten abzieht.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie meinst Du das? Die Steuersätze und Sozialabgaben sind für alle gleich.
    Es geht ja um die Nettolöhne. Wenn ich in Hamburg 1800€ Netto habe und 800€ für Miete ausgeben muss, habe ich 1000€ für alles weitere. Wenn ich in Sachsen-Anhalt 1400€ verdiene und 400€ für Miete ausgebe, habe ich auch 1000€ für alles weitere. Dennoch zahlt der Hamburger das Doppelte an Miete. Sein höheres Einkommen bringt ihm keinen finanziellen Vorteil. Doch das ist das was in den Köpfen hängen bleibt: "Die Westdeutschen Löhne sind höher". Von den Lebenshaltungskosten spricht keiner.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber wieso nur im Osten?

    Angesichts der Wohnraum- und Verkehrsproblematik ist doch ganz grundsätzlich zu klären, wie der Zuzugsdruck auf die begehrten Großstädte reduziert werden kann.
    Das ist ein wichtiger Punkt. Ich denke es gibt in Deutschland überall Gegenden, die Unterstützung benötigen, auch um die Großstädte zu entlasten. Denn deren Infrastruktur ist auch endlich, z. B. auch bei den Ärzten.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei Bundesbehörden ist das sicher sinnvoll*, diese in eher strukturschwache Gegenden zu legen. Aber Forschungseinrichtungen? Die brauchen Hochschulen auch den notwendigen Hintergrund und das Personal liefern und auf internationalem Niveau können die auch nur arbeiten, wenn sie internationale Forscher anziehen können. Die hochkarätigen Wissenschaftler werden aber nicht in die Lausitz, die Uckermark und auch nicht in die Eifel oder die Oberpfalz gehen, sondern die werden einen in jeder Hinsicht attraktiven Standort wählen.
    Die Hochschulen haben ja auch Studenten und die benötigen auch Wohnraum und Jobs. In meinem Heimatort wurde mittels einer Fachhochschule mit Schwerpunkt Informatik, der Schritt geschafft, interessant zu werden für Forschung und Industrie. Früher ist man dazu ausschließlich in zwei größere Städte (ca. 1 - 2 Std. entfernt gefahren), jetzt muss man zu bestimmten Themen nicht mehr so weit fahren, was zur Aufwertung des ländlichen Bereiches geführt hat.

    Da war man zur richtigen Zeit am richtigen Ort und viele Fördermittel vom Bund sind nicht geflossen. Das ganze hat 25 Jahre gedauert.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  5. Inaktiver User

    AW: Was tun gegen die Ungleichheit der Lebensverhältnisse in D-West und D-Ost?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Die brauchen Hochschulen auch den notwendigen Hintergrund und das Personal liefern und auf internationalem Niveau können die auch nur arbeiten, wenn sie internationale Forscher anziehen können.
    Die brauchen eine Forschungshochschule in der Nähe, das ist richtig - da tut es aber auch Cottbus oder Jena, es muss nicht München oder Dresden sein. Viele Forschungseinrichtungen beschäftigen haufenweise Doktoranden, und die sind auch ganz glücklich über niedrige Mieten.
    Es gibt ja auch durchaus Forschungseinrichtungen in Kleinstädten in West und Ost.
    Also warum Forschungseinrichtungen? Die Arbeitsplätze für die normale Bevölkerung, also Nicht-Wissenschaftler sind in solchen Forschungseinrichtungen nicht sehr zahlreich.

    Auch hier irrst Du. An einer mittelgroßen Forschungseinrichtung hängt einiges an Verwaltung dran, bei vielen ausländischen Doktoranden müssen Deutschkurse angeboten werden, die auch wieder jemand halten muss....das sind nicht alles nur Forscher und sonst nichts.

  6. Inaktiver User

    AW: Was tun gegen die Ungleichheit der Lebensverhältnisse in D-West und D-Ost?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen

    Das ist ein wichtiger Punkt. Ich denke es gibt in Deutschland überall Gegenden, die Unterstützung benötigen, auch um die Großstädte zu entlasten. Denn deren Infrastruktur ist auch endlich, z. B. auch bei den Ärzten.
    Ich habe ja den Verdacht, das regelt sich von selbst. Als ich Abitur gemacht habe, hätte ich nicht aufs Land ziehen wollen - dort wohnten ja gefühlt nur noch alte Leute, die Käffer starben aus, die Landkinder, die mit mir Abitur gemacht hatten, zogen wen in die Städte.
    Heute wohnen wir wirklich sehr ländlich - und was soll ich sagen, im Ort hier und auch in den Nachbarorten wird gebaut und es gibt viele junge Leute hier!
    Das Rhein-Main-Gebiet ist so teuer geworden, dass selbst die kleinen Dörfer wieder attraktiv zum Wohnen werden, das Dörfersterben hat sich hier erst einmal erledigt.

  7. User Info Menu

    AW: Was tun gegen die Ungleichheit der Lebensverhältnisse in D-West und D-Ost?

    Die Interessen sind aber doch sehr verschieden, vorbei...

    Ich sitze im Gemeinderat. Unser Dorf hat 750 ständige Bewohner, die Kommune richtet sich aber in aller Regel an den Interessen der im Durchschnitt 6000 Menschen aus, die von März bis November hier meist eine Woche verbringen. Denn mit ihnen wird das Geld verdient, was überhaupt ausgegeben werden kann.

    Und da stehen dann so Dinge wie "guter ÖPNV", Ansiedlung von Industriebetrieben, Wohnungsbau (für Dauerbewohner) absolut nicht im Vordergrund. Denn: Die Touristen kommen her, gerade weil es hier so ist wie es ist....

  8. Inaktiver User

    AW: Was tun gegen die Ungleichheit der Lebensverhältnisse in D-West und D-Ost?

    Ich bin im Osten geboren und lebe immer noch da.
    Ich bekomme genau den gleichen Mindestlohn wie jeder andere Bundesdeutsche, der nur den bekommt, auch.
    Ich bezahle die gleichen Versicherungskosten, die gleichen Bahnkosten, Telefon, GEZ, alles gleich, Zeitungen, Zeitschriften, lässt sich sicher beliebig fortsetzen. ÖPNV der Einzelfahrschein von Dorf zu Dorf 2,00 € und nehme ich ein Monatsticket rund 60 €, Benzinpreis heute aktuell 1,45 €. Bäckerschrippe 29 cent. Eine durchschnittliche Miete in der Stadt liegt etwa bei 9 € m².
    Einfamilienhaus (alt) ca. 100 m² Wohnfläche + 1000m² Grundstück um die 190 Tausend. Das ist wirklich günstig im Vergleich zu den alten Ländern.
    Ich weiß eigentlich nicht, warum das plötzlich wieder Thema bei den Grünen ist, sie werden im Osten keinen Blumentopf gewinnen. Isso.
    Warum im Osten der Durchschnittslohn so niedrig ist, hat was damit zu tun, welche Branchen hier angesiedelt sind und das sind halt vorwiegend die, in denen es keine Spitzentarife gibt. Gibt vereinzelt Betriebe, die zahlen an den ostdeutschen Standorte das gleiche Gehalt wie in den alten Ländern, das sind eher die Ausnahmen, aber hochproduktive Betriebe, wo alles stimmt und die Geschäftsleitung zum Großteil noch zur Gründer/Eigentümerfamilie gehört.

  9. Moderation

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    AW: Was tun gegen die Ungleichheit der Lebensverhältnisse in D-West und D-Ost?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die brauchen eine Forschungshochschule in der Nähe, das ist richtig - da tut es aber auch Cottbus oder Jena, es muss nicht München oder Dresden sein. Viele Forschungseinrichtungen beschäftigen haufenweise Doktoranden, und die sind auch ganz glücklich über niedrige Mieten.
    [...]
    An einer mittelgroßen Forschungseinrichtung hängt einiges an Verwaltung dran,
    Ja - und obendrein beschäftigen sie Hausmeister, Handwerker, Reinigungspersonal, Mitarbeiter in der Kantine ...
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

    ... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs

  10. Inaktiver User

    AW: Was tun gegen die Ungleichheit der Lebensverhältnisse in D-West und D-Ost?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    und nehme ich ein Monatsticket rund 60 €, Benzinpreis heute aktuell 1,45 €. Bäckerschrippe 29 cent. Eine durchschnittliche Miete in der Stadt liegt etwa bei 9 € m².
    Wieviel Umkreis hast Du mit dem Ticket?
    Ich vermute, dass Du weder das Monatstickt noch den Mietpreis in einem Ballungszentrum (nicht München!) so kriegen würdest.

    Ich weiß eigentlich nicht, warum das plötzlich wieder Thema bei den Grünen ist, sie werden im Osten keinen Blumentopf gewinnen. Isso.
    Vermutung: Die glauben, wenn sie da Verbesserungen durchsetzen, wird im Osten vielleicht weniger AfD gewählt.

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