Kann ich bestätigen.
Zu DDR - Zeiten gabe es das sogenannte Fachschulstudium zu dem man auch ohne Abitur, aber mit abgeschlossener Berufsausbildung Zugang hatte. Das Studium beinhaltete viel Praktika und ein Praxissemester. Vielleicht nicht immer die optimale Form, aber in den Betrieben wurden die FS-Ingenieure tatsächlich lieber genommen als die HS oder Uniabsolventen, die keinerlei Berufserfahrung hatten. Noch heute sind solche Ingenieure im Osten zu finden, die meisten gehen aber in den nächsten zehn Jahren in Rente... das wird in einigen Produktionsbereichen spürbar werden, was Entscheidungsfindungen und ihre Geschwindigkeit betrifft.
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Thema: Bildungsgerechtigkeit
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08.12.2018, 11:34Inaktiver User
AW: Bildungsgerechtigkeit
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08.12.2018, 11:43
AW: Bildungsgerechtigkeit
Es zeigt sich ja auch hier im Thread, dass viele Probleme im Erziehungs- und Bildungssektor auf Eltern(bedürfnisse) zurückzuführen sind.
Z.B. den Wunsch nach Kontrolle über ihre Kinder und das, was mit ihnen geschieht oder das Bedürfnis danach, sich beispielsweise über Noten möglichst einfach über die Leistungen ihrer Kinder zu informieren.
Wobei ich Noten grundsätzlich für unproblematisch halte, wenn sie nicht die einzige Rückmeldung der Lehrenden an die Lernenden sind.
Leider wird die Schule heute auch noch mit Defiziten belastet, die daher rühren, dass Eltern offenbar nicht mehr willens oder in der Lage sind, ihren Kindern die Basics zwischenmenschlichen Verhaltens beizubringen.Geändert von Nicolo (08.12.2018 um 11:54 Uhr)
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08.12.2018, 11:47Inaktiver User
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08.12.2018, 12:02
AW: Bildungsgerechtigkeit
Ich kann es ihnen schon verdenken, wenn sie das Beste ausschließlich für ihr eigenes Kind wollen.
Auf Gutdeutsch:
M.E. wären alle Kinder wunderbar - wenn sie bloß keine Eltern hätten.
Ein Freund von mir (Lehrer) findet, man sollte die Zusammenrottung´von mehr als drei Müttern nach StGB §129 bestrafen (Bildung krimineller Vereinigungen).
Ich hingegen plädiere für 129a (Bildung terroristischer Vereinigungen).
Die Psychotherapeuten und Bewährungshelfer werden uns in 15-25 Jahren sagen. ob das wie heute praktiziert besser ist.... Ist jedenfalls besser, als sich gar nicht um die zu kümmern.
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08.12.2018, 12:07Inaktiver User
AW: Bildungsgerechtigkeit
Natürlich kommst Du in meine Arbeitsstelle, wenn ich Mist gebaut habe und Du den Schaden hast. Schlimmstenfalls beschwerst Du Dich bei meinem Chef und ich bin den Job los.
Eltern wollen mitreden, wenn es um die Biographie ihres Kindes geht, sie wehren sich, wenn andere meinen, die Zukunft bestimmen zu müssen. Die Schule handelt verantwortungslos, wenn sie dem Kind Türen für seine Zukunft verschließt. Fehlentscheidungen haben für sie keine Konsequenzen. Die Schule beruft sich auf Noten, die willkürlich entstehen.
Die Schule ist verantwortlich, dass das Kind barrierefrei alles lernen darf, was ihm erreichbar ist, nicht die Eltern. Den Bildungsauftrag hat die Schule. Deshalb haben wir Schulpflicht und keine Bildungspflicht.
Lehrer ziehen sich NIE den Schuh an, auch wenn sie oder die Eltern Fehler machen. Das Kind trägt in jedem Fall und immer die Konsequenz.
Ich habe schon geschrieben, wir haben die besten Lehrer, trotzdem gibt es, wie in jedem Berufstand schwarze Schafe. Es reichen schon ein oder zwei Lehrkräfte in einem gymnasialen Klassenzug aus, die Übles mit dem Kind anrichten können. Da nützen dann die anderen zehn erstklassigen Lehrkräfte nichts. Will das jemand bestreiten?
Einfach ist es nicht, aber möglich. Der Lehrer muss eben entlastet werden von Störfaktoren. Das funktioniert in nordischen Ländern sehr gut.
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08.12.2018, 12:13Inaktiver User
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08.12.2018, 12:18Inaktiver User
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08.12.2018, 12:27
AW: Bildungsgerechtigkeit
man muss als erziehungsberechtgter halt auch mal die kirche im dorf lassen und nicht wie ein seismograph jede kleinste note durchanalysieren. Machen freunde von mir (1 kind). Die mutter würde am liebsten mit dem kleinen (10) im gymnasium sitzen.
meine Patentochter, 10, (gymnasialempfehlung) kam neulich mit einer 6 im englischtest heim. dafür hat sie ein paar tage später vor 200 leuten die hauptrolle in einem theater gespielt. also was solls, sich da wegen einer note aufzuregen?
luci
ps: ich hätte wirklich gerne eine antwort auf diese schule in deutschland, die da anders tickt.LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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08.12.2018, 12:31
AW: Bildungsgerechtigkeit
Wer keine Selbstdisziplin hat, taugt nicht zum Eltern sein, ganz einfach.
Wer morgens keine Lust hat aufzustehen, weil das Baby schreit, dem wird über kurz oder lang das Sorgerecht entzogen, leider eher über lang.
Und deine Frage ist nicht ernst gemeint, oder?
Man bringt einem Kind von klein auf bei, altersgerecht, dass eine Sache jetzt SO zu tun ist - ob man Lust dazu hat oder nicht.
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08.12.2018, 12:36Inaktiver User



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