Ich hab mich immer gefreut über Fragen, die meinen Unterricht "gestört" haben.
Ich hab das Unterrichtsziel nicht erreicht, was mich nicht gestört hatte.
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Thema: Bildungsgerechtigkeit
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29.12.2018, 16:53Inaktiver User
AW: Bildungsgerechtigkeit
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29.12.2018, 17:10
AW: Bildungsgerechtigkeit
Ich weiß, was eine Störung ist. Ich möchte das von dir wissen.
Dass du die Ziele nicht erreicht hast, ist keine Auszeichnung, sondern eindeutig das Zeichen von "misslungen". Wie sollen die Schüler dann den kompletten, vorgebenenen Stoff bis zum Jahresende erlernen?
Ist ja nett, wenn du dich ablenken lässt. Das lernen Schüler schnell: Happypur mit Fragen aufhalten, dann gibt's weder Noten noch Klassenarbeiten, weil nichts durchgenommen worden ist.
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29.12.2018, 17:21Inaktiver User
AW: Bildungsgerechtigkeit
Ich finde, das widerspricht dem Lob auf Baes "zentrale, allgemeine Prüfungen". Wenn ich aufgrund von Fragen nicht das schaffe, was ich in der Stunde eigentlich wollte, aber das Gefühl habe, dass andere Dinge aufgrund der Fragen jetzt besser verstanden sind, Interesse geweckt wurde, dann freue ich mich auch. Trotzdem muss ich irgendwie meinen "Fahrplan" schaffen, also dann überlegen, wo ich jetzt wieder was wegschneide, um das Wichtige eben zu schaffen. Je weniger zentrale Prüfungen, desto mehr kann ich meine eigenen Schwerpunkte legen, nach dem Motto unterrichten "es ist wichtiger, eine Sache gut verstanden zu haben, als viele ein bisschen" oder was auch immer. Wobei so ein gewisser, grober Lehrplan eben doch einzuhalten ist, das ist klar.
Mit etwas Erfahrung plant man ja sowieso mit "Puffer", denn nicht jedes Schuljahr/Semester hat gleich viele Stunden (Lage von Feiertagen, man selbst kann auch mal krank sein usw...) Ich plane nur noch mit einem absoluten Minimalfahrplan, und habe dann "nice-to-have"-Dinge, zusätzliche Beispiele etc., die ich bringe, wenn die Zeit noch da ist. Wenn die Zeit durch Fragen draufgeht, auch gut.
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29.12.2018, 17:28Inaktiver User
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29.12.2018, 17:38Inaktiver User
AW: Bildungsgerechtigkeit
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29.12.2018, 17:42Inaktiver User
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29.12.2018, 17:51Inaktiver User
AW: Bildungsgerechtigkeit
Du benennst das Problem doch ganz klar.
Du wirst es nicht schaffen, dass alle Kinder zur gleichen Zeit alles lernen, was wir in dieser Welt als lernenswert erachten.
Es reicht, wenn Kinder das Lernen, was ihnen erreichbar ist.
Das wäre sehr viel mehr, als das, was wir glauben ihnen per Lehrplan vermitteln zu müssen, aber sowieso nicht hängen bleibt.
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29.12.2018, 17:57Inaktiver User
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29.12.2018, 18:29Inaktiver User
AW: Bildungsgerechtigkeit
Um es verständlicher auszudrücken, mir geht es darum, Prüfungsergebnisse nicht gegen das Kind zu missbrauchen.
Mir geht es darum, zielsicher das Kind zu fördern, herauszuheben, "was Kind alles kann".
Dem Kind die Perspektive aufzuzeigen, worauf es sich konzentrieren soll, um voranzukommen.
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29.12.2018, 18:36
AW: Bildungsgerechtigkeit
Eine grosse Prüfung wird ja langfristig vorbereitet, mit genug Spielraum. Da spielt es keine Rolle, ob man in dieser einen Lektion das Thema nun von rechts her oder von links her angeht.
Stimmt doch nicht, du bist absolut frei darin, wie du das Ergebnis "diese Prüfung bestehen" erreichen willst. zentrale Prüfungen schliessen nicht aus, dass Schüler ihre eigenen Themen wählen und bearbeiten.Je weniger zentrale Prüfungen, desto mehr kann ich meine eigenen Schwerpunkte legen, nach dem Motto unterrichten "es ist wichtiger, eine Sache gut verstanden zu haben, als viele ein bisschen" oder was auch immer.
und sie schliessen es auch nicht aus, dass man bei dem Thema in die Tiefe gehen muss.
gruss, barbara


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