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  1. gesperrt

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    AW: Bildungsgerechtigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Weil es implizit ist. Es gehört zum Lernen.
    nein, man kann auch auf andere WEisen lernen, als es in der öffentlichen Schule praktiziert wird.


    Wenn man das schulische Lernen auf Kleinkinder anwenden würde, würde man eben doch einen bestimmt zweistlligen Prozentsatz rauskriegen, der NICHT Gehen und Reden lernt.

    Waurm also das schulische Lernen, mit all seinen Problemen, als Nonplusultra oder gar alternativlos betrachten? Ist es nicht.

    gruss, barbara

  2. gesperrt

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    AW: Bildungsgerechtigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das klingt für mich, als dürfe Anstrengung keinen Spass machen.
    Das war nicht meine Aussage.

    Meine Aussage war: wenn der Staat so viel Geld ausgibt wie für das Schulwesen, so muss es gute Gründe dafür geben, und diese Gründe, was man mit dieser riesigen Investition konkret erreichen will, müssen benannt werden.

    Wird aktuell nicht getan, da wird alles unter ein allgemeines aber vages "Bildung ist immer irgendwie gut" zusammengefasst, aber das ist mir nun wirklich zu vage.

    man könnte ja alternativ auch Steuern senken, da hätten auch viele was davon! - statt es in Unternehmungen zu pumpen, vn denen man noch nicht mal klar sagt, was sie genau bringen sollen.

    Alles, was ich gut weiss und wo ich mich gut auskenne, dient auch der Gesellschaft.
    Wie man ein Auto frisiert, wie man einen Joint dreht, wie man Sicherheitssysteme austrickst, um stehlen zu können, wie man einen Computer hackt... dient alles der Gesellschaft? Sicher?

    Wissen ist nicht per se gut und wertvoll. Wissen und Können braucht ethische Leitlinien.


    "Was Kind wünscht". Es wird seinen Weg für sich besser finden. Wenn sie ihre Perspektiven entwickeln, haben sie ihren Puls näher an ihrer Zukunft, als wir das haben.
    Inwiefern ist "der Puls an der Zukunft haben" eine erstrebenswerte Qualität? Nur weil etwas neu, oder modern, oder zukünftig, ist, ist es noch längst nicht automatisch gut.

    Ausserdem kann man sehr wohl argumentieren, dass die Erfahrungen des Alters bessere Abschätzungen zukünftiger Entwicklungen erlaubt, und ein besseres Einordnen in historische Kontexte, als jugendliche Naivität das kann.

    Wer "was das Kind wünscht" in den Mittelpunkt eines öffentlichen Schulwesens stellen will, muss auch sagen können, warum das für die Gesellschaft die beste Lösung ist. Warum da eine schönere, freundlichere, reichere... Gesellschaft rauskommt, als auf andern Wegen.

    gruss, barbara

  3. Inaktiver User

    AW: Bildungsgerechtigkeit

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wie man ein Auto frisiert, wie man einen Joint dreht, wie man Sicherheitssysteme austrickst, um stehlen zu können, wie man einen Computer hackt... dient alles der Gesellschaft? Sicher?

    Wissen ist nicht per se gut und wertvoll. Wissen und Können braucht ethische Leitlinien.
    Auf jeden Fall ist dieses Wissen wertvoll. Wie ich es einsetze, ist eine andere Sache. Dafür haben wir das Strafgesetzbuch.

  4. Inaktiver User

    AW: Bildungsgerechtigkeit

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    nein, man kann auch auf andere WEisen lernen, als es in der öffentlichen Schule praktiziert wird.

    Waurm also das schulische Lernen, mit all seinen Problemen, als Nonplusultra oder gar alternativlos betrachten? Ist es nicht.
    Kann man, ist mit Sicherheit auch sehr wertvoll.

    Allerdings geht es darum bei Bildungsgerechtigkeit nicht. Unsere Teilhabe an der Gesellschaft entspringt für die Mehrheit nicht unwesentlich aus den erzielten Bildungsabschlüssen. Beeinflusst ja selbst die Partnerwahl.

  5. Inaktiver User

    AW: Bildungsgerechtigkeit

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Inwiefern ist "der Puls an der Zukunft haben" eine erstrebenswerte Qualität? Nur weil etwas neu, oder modern, oder zukünftig, ist, ist es noch längst nicht automatisch gut.

    Ausserdem kann man sehr wohl argumentieren, dass die Erfahrungen des Alters bessere Abschätzungen zukünftiger Entwicklungen erlaubt, und ein besseres Einordnen in historische Kontexte, als jugendliche Naivität das kann.
    Wenn ich z. B. daran denke, wie wir unseren Planeten gerade an die Wand fahren. Mir fällt auf, wie sich unser jüngstes Kind viel mit Umwelt befasst. Ein Studium, oder eine Ausbildung sucht, wo sie wirksam was dagegen tun kann.

  6. Inaktiver User

    AW: Bildungsgerechtigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Allerdings geht es darum bei Bildungsgerechtigkeit nicht. Unsere Teilhabe an der Gesellschaft entspringt für die Mehrheit nicht unwesentlich aus den erzielten Bildungsabschlüssen. Beeinflusst ja selbst die Partnerwahl.
    Stimmt. In Schweden ist es nicht ungewöhnlich, dass z.B der LKW-Fahrer mit der Ärztin verheiratet ist.

  7. Inaktiver User

    AW: Bildungsgerechtigkeit

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    nein, man kann auch auf andere WEisen lernen, als es in der öffentlichen Schule praktiziert wird.


    Wenn man das schulische Lernen auf Kleinkinder anwenden würde, würde man eben doch einen bestimmt zweistlligen Prozentsatz rauskriegen, der NICHT Gehen und Reden lernt.

    Waurm also das schulische Lernen, mit all seinen Problemen, als Nonplusultra oder gar alternativlos betrachten? Ist es nicht.

    gruss, barbara
    Das finde ich sehr richtig, was Du hier sagst und beantwortest eigentlich damit die Frage, die Du an mich gestellt hast.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wer "was das Kind wünscht" in den Mittelpunkt eines öffentlichen Schulwesens stellen will, muss auch sagen können, warum das für die Gesellschaft die beste Lösung ist. Warum da eine schönere, freundlichere, reichere... Gesellschaft rauskommt, als auf andern Wegen.
    Das Kind soll lernen dürfen und entscheiden, wie, was und in welcher Geschwindigkeit. Die Schule sollte ausreichend Lernmittel zur Verfügung stellen.
    Natürlich kann von der Schule "Orientierungshilfe" geleistet werden, damit beeinflußt sie, was gut für die Gesellschaft ist.

    Wenn das Kind alles Lernen darf, was ihm erreichbar ist, wird es automatisch seine Kernkompetenzen finden. Unsere Schule sucht und selektiert nach Defiziten. Da weiss man nicht so genau, worin man wirklich gut ist, man weiss viel mehr darüber, was man nicht kann.

  8. Inaktiver User

    AW: Bildungsgerechtigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Stimmt. In Schweden ist es nicht ungewöhnlich, dass z.B der LKW-Fahrer mit der Ärztin verheiratet ist.
    In D. weniger üblich.

  9. gesperrt

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    AW: Bildungsgerechtigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Kind soll lernen dürfen und entscheiden, wie, was und in welcher Geschwindigkeit. Die Schule sollte ausreichend Lernmittel zur Verfügung stellen.
    Dann hätte ich jetzt eine 16Jährige, die seit einem Jahr liest, schreibt, lernt.
    Mir war das aber glatte 9 Jahre zu spät.

    Es gibt immer Kinder, die nichts aus sich heraus tun.

  10. gesperrt

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    AW: Bildungsgerechtigkeit

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Dann hätte ich jetzt eine 16Jährige, die seit einem Jahr liest, schreibt, lernt.
    Mir war das aber glatte 9 Jahre zu spät.
    ich glaube nicht, dass diese neun Jahre für deine Tochter eine schlimmer Erfahrung wären ohne Lesen und Schreiben...

    ja dann lernt sie es halt mit 16.$

    Das Schlimmste daran sind ja die Ängste der Eltern, dass aus einem Kind "nichts wird".


    Es gibt immer Kinder, die nichts aus sich heraus tun.
    Es gibt Kinder, die nichts von dem tun, was die anwesenden Erwachsenen gerade gern getan sähen; aber Kinder, die nichts tun - nein das gibt es nicht. (mal abgesehen von schwer Behinderten, die nicht können).

    Vom Lerneffekt käme man wohl unter dem Strich am besten weg, wenn man die Kinder einfach machen lässt, was immer sie gerade anspricht in einem bestimmten Moment, und sich im Wesentlichen darauf beschränkt, ihnen eine sichere und anregende Umgebung zur Verfügung zu stellen (und vielleicht gelegentlich alles mit Bildschirm und Kabel wegzusperren)

    gruss, barbara

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