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  1. Inaktiver User

    AW: Bildungsgerechtigkeit

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    Zu Deiner Zeit als was - Schülerin?
    Kann es sein, das Du Evaluierungen und Lehrproben verwechselst?
    Ja, Danke, dass Du es bemerkt hast, ich meinte tatsächlich Lehrproben.

  2. Inaktiver User

    AW: Bildungsgerechtigkeit

    Der war gut. Lehrproben müssen Referendare machen, natürlich sind die nervös.

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    AW: Bildungsgerechtigkeit

    Vielleicht hatten wir Glück, aber wir hatten bei drei Töchtern nur einen Lehrer dabei, der tatsächlich nicht so doll war... Der Rektor von Tochter 3, der allerdings nach ihrer Schulentlassung in Ruhestand ging.
    Er war wohl mal ein wirklich guter Lehrer... Es ist ihm aber irgendwie nicht gelungen, "mit der Zeit" zu gehen.

    Handys im Unterricht, muss nicht sein, generell alles abzulehnen was digital ist und Lehrbücher aus den späten 80gern einzusetzen (und junge Lehrer kurzerhand wegzuekeln) ist aber auch suboptimal.

    Zu dem Zeitpunkt war Tochter aber alt genug, um das einfach so hinzunehmen. Nur nahm ihn von den Schülern halt niemand mehr ernst.

    Alle übrigen Lehrkräfte waren völlig in Ordnung. Wie in jedem Beruf gibt es Könner, Nieten und das große Mittelfeld.

    Ich verstehe übrigens gut, dass Gymnasiallehrer Probleme mit binnendifferenziertem Unterricht haben. Das gehört nicht zur Ausbildung und muss auch nicht sein. Wer das Gym nicht oder noch nicht packt, besucht es nicht. Ein Wechsel ist auch nach Klasse 10 bei entsprechend guten Leistungen möglich.

    In meinem Bundesland war die Schullaufbahnempfehlung noch nie bindend. Trotzdem wechseln nur wenige Schüler nach der 4. Klasse aufs Gymnasium. Die packen das in aller Regel auch gut.

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    AW: Bildungsgerechtigkeit

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen

    Alle übrigen Lehrkräfte waren völlig in Ordnung. Wie in jedem Beruf gibt es Könner, Nieten und das große Mittelfeld.

    Ich verstehe übrigens gut, dass Gymnasiallehrer Probleme mit binnendifferenziertem Unterricht haben. Das gehört nicht zur Ausbildung und muss auch nicht sein. Wer das Gym nicht oder noch nicht packt, besucht es nicht. Ein Wechsel ist auch nach Klasse 10 bei entsprechend guten Leistungen möglich.
    Meine Meinung (in beiden Punkten).

    Eltern, die ihr Kind auf Biegen und Brechen aufs Gymasium bringen müssen, obwohl es nach der 4. Klasse noch nicht den Anforderungen entspricht, nehmen es in Kauf, dass ihr Kind schlichtweg überfordert wird. Da ist es auch nicht die Aufgabe des Gymnasiallehrers, auf einen niedrigeren Level abzusteigen, denn er kann von einem gewissen Ausgangsniveau ausgehen.

  5. Inaktiver User

    AW: Bildungsgerechtigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der war gut. Lehrproben müssen Referendare machen, natürlich sind die nervös.
    Ich bin nicht mehr so gut vertraut mit den Fachtermini. Habe lane Zeit nicht mehr um Schule diskutiert. Tu es aber gerne, weil es Kindern in der Schule besser gehen soll. Es geht ihnen nicht gut dort.
    Ich meinte auch nicht Lehrproben bei Referendaren.
    Wie nennt man es, wenn vom Schulamt der Unterricht der Lehrkraft geprüft wird?

  6. VIP

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    AW: Bildungsgerechtigkeit

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen

    Wenn man Leistungen wenigstens so aufzeichnen würde, dass der Schüler mit sich selbst bzw seinen früheren Leistungen verglichen wird, nicht mit dem Klassenverband.

    Was im Vergleich mit dem Klassenverband eine Reihe von schlechten Noten ergibt, kann im Vergleich zu den eigenen früheren Leistungen Steigerungen von mehreren 100% aufweisen.
    Da kann ich dir nur zustimmen. Es wäre auch schön, wenn es mehr Fremd-/Selbsteinschätzungen gebe über die Themen,„was kann ich gut, wo muss ich noch üben“. Manche Lehrer machen das und es ist immer wieder interessant zu sehen, wie die Fähigkeit sich selbst einzuschätzen steigt und damit auch das Wissen, um das was sie noch nicht so gut können. Der Anfang ist da immer schwer, weil die Note die Gesamtleistung zusammenfasst und wer eine 4 hat schätzt sich bei allen Themen nicht gut ein, weil die Rückmeldung durch die Klassenarbeiten eine 4 ist. Obwohl es Themen gibt, die gut gekonnt werden.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    man gibt dem Schüler eine Aufgabe, beobachtet ein bisschen, wie er sich anstellt, passt die Schwierigkeit nach Bedarf nach oben oder unten an, bis man sein Niveau gefunden hat.


    geht doch auf allen Schulstufen genau gleich. Gerade Leute, die am Gym unterrichten, solten eigentlich Grips genug haben, um ihr Wissen auf andere Stufen übertragen zu können, sich geistig anpassen zu können.

    Gymlehrern eine solche Fähigkeit abzusprechen, spricht nicht fürs Gymnasium. :-/ die müssten das eigentlich können.

    gruss, barbara
    Grundsätzlich ist das auch meine Meinung, dass Menschen mit Hochschulstudium das können müssten. Aber auch hier hängt es viel am wollen. Ich kenne Lehrkräfte, die sagen ganz offen, dass sie das nicht wollen. Während Lehrkräfte im Hauptschulbereich auch das Ziel haben, Schüler „loszuwerden“, aber eben auf den höheren Schulzweig, da steckt eine andere Motivation dahinter. Wieso nicht motiviert sein, einen „schlechten“ Schüler besser zu machen?

    Zitat Zitat von Malaita Beitrag anzeigen
    Meine Meinung (in beiden Punkten).

    Eltern, die ihr Kind auf Biegen und Brechen aufs Gymasium bringen müssen, obwohl es nach der 4. Klasse noch nicht den Anforderungen entspricht, nehmen es in Kauf, dass ihr Kind schlichtweg überfordert wird. Da ist es auch nicht die Aufgabe des Gymnasiallehrers, auf einen niedrigeren Level abzusteigen, denn er kann von einem gewissen Ausgangsniveau ausgehen.
    Ich finde schon, dass es die Aufgabe eines Lehrers ist, Schüler zu fördern und dazu gehört, dass man sie wissenstechnisch da abholt, wo sie stehen.
    Diese Einsortierung in Kategorien nach der 4. Klasse ist so nur in Deutschland üblich. In keinem anderen Land gibt es so viele Schulen für mögliche Förderbereiche und „Begabungen“.

    Da es in D aktuell die Situation mit der Begabungsseperation nach der 4. Klasse gibt, halte auch ich die Idee der Elternentscheidung für falsch. Aber der Druck, der auf 4. Klässlern lastet, weil das Gymnasium anscheinend die einzig wahre Schule ist, ist auch nicht ohne. Es ist leider so, dass es für Hauptschüler kaum noch Berufe gibt, wie zu meiner Zeit. Für viele Berufe wird jetzt mindestens ein MSA verlangt oder sogar das Abitur empfohlen.

    Ich persönlich würde mir eine Gesamtschule für alle wünschen, mit mehr praktischen Fächern, mit fächerübergreifenden Projekten. Auch bei vielen Studiengängen würde ich mir mehr Praxis wünschen, denn das was sich da bei uns bewirbt muss eigentlich noch mal von uns ein Jahr lang ausgebildet werden - was mir eine Professorin auch so erklärte, als ich nach einem Fachvortrag meine Irritation über die geringe Handlungsorientierung äußerte: „Das Studium befähigt zum Denken, der zukünftige Arbeitgeber zum Handeln“.

    Mit mehr praktischen Fächern hätten Kinder mit praktischen Begabungen auch Erfolgserlebnisse in der Schule und andere könnten sich mal auf anderem Wege erfahren und erleben.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  7. Inaktiver User

    AW: Bildungsgerechtigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Tu es aber gerne, weil es Kindern in der Schule besser gehen soll. Es geht ihnen nicht gut dort.
    Ich meinte auch nicht Lehrproben bei Referendaren.
    Wie nennt man es, wenn vom Schulamt der Unterricht der Lehrkraft geprüft wird?
    In meinem Bundesland dienstliche Beurteilung, die andauernd erweitert, ergänzt, verändert wird. Momentan anscheinend mit Punktesystem. Die Beurteilung einer Schule oder von Lehrern kann sinnvoll sein, wenn denn ein echtes Interesse an Verbesserung besteht und das ganze nicht als Inquisitionsgremium daherkommt. Problematisch an diesen Beurteilungsbesuchen sind die Persönlichkeiten des Beurteiler. Wer beurteilt die? Einen Haufen Technokraten in die Überprüfung zu schicken, kommt der Bildungsaufgabe nicht wirklich nahe.

    Dass es Kindern in unseren Schulen nicht gut geht, stimmt so allerdings nicht. Es gibt eine Menge engagierter Lehrer/innen, die sich wirklich den Kopf zerbrechen, wie Schule für alle gestaltet werden kann. Nicht selten ist es aber auch eine Mangelverwaltung.

  8. gesperrt

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    AW: Bildungsgerechtigkeit

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Der Anfang ist da immer schwer, weil die Note die Gesamtleistung zusammenfasst und wer eine 4 hat schätzt sich bei allen Themen nicht gut ein, weil die Rückmeldung durch die Klassenarbeiten eine 4 ist. Obwohl es Themen gibt, die gut gekonnt werden.
    auch das ist wieder der Massstab der Klasse.

    Mal als Beispiel: ein sehr guter Schüler erreicht in einer Prüfung 80% richtige Antworten, in der nächsten Prüfung 90% richtige Antworten. Steigerung: 12.5%

    Ein schlechter Schüler erreicht in der ersten Prüfung 20% richtige Antworten, in der darauf folgenden Prüfung 40% richtige Antworten. Was absolut gesehen immer noch nicht berauschend ist, aber es ist eine Steigerung der Leistung um 100% !

    Die Frage "wer hat sich am meisten verbessert seit der letzten Prüfung?" ist eine, die denen helfen kann, die es am nötigsten haben - die schwachen Schüler. Jene, die sowieso stark sind, können wohl damit leben, dass man an Bestnoten nicht mehr viel machen kann, um sie noch besser zu machen, und Steigerungen schwierig sind.

    Absolute Massstäbe kann man dann sinnvoll verwenden, wenn es zB um Eintritte in höhere Ausbildungen geht, wo dann gewisse absolut gesetzte Fähigkeiten gefordert werden.

    Welche Massstäbe man wählt, ist ein wichtiges Thema; es definiert, worauf Wert gelegt wird (und auf individuelle Steigerungen soll man doch Wert legen, und sie positiv hervorheben!), und weniger auf "du bist immer noch der mieseste der ganzen Klasse, egal was du tust, egal wie viel du lernst"


    Ich kenne Lehrkräfte, die sagen ganz offen, dass sie das nicht wollen.
    ich kann schon verstehen, dass Gymnasiallehrer keine Lust haben, jene am untern Rand mit mühseliger Arbeit aufzubauen und mitzuschleppen, obwohl diese den Anforderungen gar nicht gewachsen sind. Das Gym ist nun mal eine Schule, die sich als Elite versteht (war zumindest zu meiner Zeit so. )

    Das bedeutet aber nicht, dass Gymnasiallehrer unfähig seien, auch Schüler anderer (niedrigerer) Stufen dort abzuholen, wo sie stehen, und den Unterricht entsprechend langsamer / einfacher zu gestalten, falls sie vor eine andere Klasse gestellt würden.



    Für viele Berufe wird jetzt mindestens ein MSA verlangt oder sogar das Abitur empfohlen.
    ich habe gelegentlich den Verdacht, dass die Ausdehnung der Schulzeit auch für simple Berufe in erster LInie dazu dient, Arbeitslosenstatistiken zu frisieren. All die, die noch die Schulbank drücken (egal ob sinnvollerweise oder nicht) brauchen schon mal keinen der knappen Jobs.


    Mit mehr praktischen Fächern hätten Kinder mit praktischen Begabungen auch Erfolgserlebnisse in der Schule und andere könnten sich mal auf anderem Wege erfahren und erleben.
    ja, es fragt sich gelegentlich schon, wozu man all das Zeug überhaupt lernt.

    gruss, barbara

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    AW: Bildungsgerechtigkeit

    Ich verfolge die die Reformen der Lehramtsausbildung in meinem Bundesland am Rande. Es ist ein unendliches Gewürge zwischen der Kultus- und der Wissenschaftsseite. Und vor allem mit der Politik, die gerne Reformen bastelt und sich wundert, dass es zwischen acht und zehn Jahren dauert, bis die nach der Reform ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer tatsächlich an den Schulen unterrichten.

    Ein ganz großes Manko mindestens bei uns ist das Bestehen der Kultusseite auf einem eigenen Bachelor-/Master-Modell für das Lehramt. Dabei wäre es viel sinnvoller, einen Master of Education auf einen Fachbachelor draufzusetzen; die Absolventen haben dann immerhin schon mal gezeigt, dass sie ihr Fach beherrschen. Danach könnte man sie nach pädagogischer Eignung mit entsprechenden Tests aussuchen - und wenn sie nach ein bis zwei Semestern merken, dass es nichts für sie ist, können sie sich immer noch ein anderes Masterstudium suchen. Bei der Lehramtsoption ist der Umstieg vom Bachelor auf den Fachmaster schwer, weil man wegen der lehramtsspezifischen Teile weniger Fachanteile hat und also nachholen muss. Im Lehramtsmaster will man (also die Kultusseite) am liebsten keine Fachbachelorabsolventen haben und macht es ihnen so schwer wie möglich; das wird über die Prüfungsordnungen geregelt, die das Kultusministerium genehmigen muss.

    Im Lehramtsmaster hat sich die Wissenschaftsseite dafür eingesetzt, dass das einsemestrige Schulpraktikum nicht einfach abgesessen wird, sondern bestanden werden muss. Auf mehr als "bestanden" wollte sich die Kultusseite nicht einlassen, Noten darf es dafür nicht geben. Ich frage mich wirklich, wie wahnsinnig man sein kann.

    Und im Studium ist die Ausbildung eine Geldfrage. Viele Dinge, gerade die didaktischen und praktischen Teile, müsste man in Kleingruppen trainieren; dazu gibt es wieder zuwenig Personal. Andererseits weigert man sich aber, die Zahl der Studienplätze am Bedarf auszurichten. So gibt es zwar eine Warnhinweise des Kultusministeriums, dass im gymnasialen Lehramt Fächer wie Englisch, Deutsch etc. überbucht und die Einstellungschancen schlecht sind, aber man will die Studienplatzangebote nicht reduzieren (obwohl man die Studierenden dann besser betreuen könnte). Hier trifft es sich halt auch mit den Interessen der Unis, für die die Lehramtsstudierenden vor allem in den geisteswissenschaftlichen Fächern die Garanten für die Zahl der Professoren sind, die sie haben. Gingen die Studierendenzahlen hier massiv herunter, würde von der Politik wahrscheinlich laut, ob man wirklich überall eine germanistische Mediävistik braucht etc. etc.

    Wenn ich mir das anschaue, wundere ich mich immer, dass das System insgesamt noch ganz gut funktioniert...

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    AW: Bildungsgerechtigkeit

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    ich kann schon verstehen, dass Gymnasiallehrer keine Lust haben, jene am untern Rand mit mühseliger Arbeit aufzubauen und mitzuschleppen, obwohl diese den Anforderungen gar nicht gewachsen sind. Das Gym ist nun mal eine Schule, die sich als Elite versteht (war zumindest zu meiner Zeit so. )

    Das bedeutet aber nicht, dass Gymnasiallehrer unfähig seien, auch Schüler anderer (niedrigerer) Stufen dort abzuholen, wo sie stehen, und den Unterricht entsprechend langsamer / einfacher zu gestalten, falls sie vor eine andere Klasse gestellt würden.
    Es ist ja keine Frage der Lust, sondern eine Frage der Zeit und der Sinnhaftigkeit. Wenn du 5 Stunden Zeit für ein Themengebiet hast, dann kannst du einfach nur die Schüler mitnehmen, die das in 5 Stunden auch packen. Einer sitzt drin und langweilt sich, weil er auch nach 3 Stunden schon kapiert hätte, einer braucht 7 Stunden, arbeitet aber intensiver nach und packt es so auch. Aber der, der halt 9 Stunden braucht, der braucht halt einen Lehrer, der für dasselbe Themengebiet auch 9 Stunden Zeit hat. Das ist der Lehrer auf der Realschule.

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