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    AW: Zentralrat der Ex-Muslime

    [QUOTE=WTurner


    Man kann die Verlogenheit der westlichen Regierungen anprangern. Im selben Atemzug muss man dann aber auch die Korruption der muslimischen Staaten wie etwa Saudi-Arabiens, Ägyptens oder des Irans nennen. Denn dort wird Dopplemoral noch größer geschrieben als bei uns. Ein Land wie der Iran, dass sich als Gottesstaat begreift und unverhohlen den Glauben missbraucht empfände ich als Muslim äußerst anmassend.

    [/QUOTE]



    Das hatte ich schon auf der vorherigen Seite getan. Und eben auch, dass der Westen sich so aufspielt mit Demokratie usw. aber gleichzeitig die dortigen Unrechtsregime stützt und unterstützt.

    Nicht zu vergessen ist auch der Wunsch der Menschen nach Sicherheit. Sicherheit ist vielfältig,sie bezieht sich nicht nur darauf, dass kein Krieg herrsch.
    Die Menschen wollen auch mal eine gewisse Planungssicherheit erlangen, dass sich in ihrem Land sicher sein können (z.B. gegen staatliche Übergriffe), die emotionale Sicherheit, dass sie als Menschen und Gläubige respektiert werden.

    Ein sehr vielfältiges Thema.
    da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblog
    carpe diem
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  2. Inaktiver User

    AW: Zentralrat der Ex-Muslime

    Zitat Zitat von WTurner
    Man kann die Verlogenheit der westlichen Regierungen anprangern. Im selben Atemzug muss man dann aber auch die Korruption der muslimischen Staaten wie etwa Saudi-Arabiens, Ägyptens oder des Irans nennen. Denn dort wird Dopplemoral noch größer geschrieben als bei uns. Ein Land wie der Iran, dass sich als Gottesstaat begreift und unverhohlen den Glauben missbraucht empfände ich als Muslim äußerst anmassend.
    Nein, mach ich nicht! Die Verlogenheit der westlichen Regierungen ist ja gerade die Unterstützung von Mubarak und dem Hause Saud.
    Ausserdem bringt es nichts die "Doppelmoral" aufzuwiegen.

    Wir, die westlichen Regierungen und auch Völker, verstehn uns ja als die "bessere" Alternative, sollen wir also sagen bei uns wird nur "halb" soviel beschissen? Bei uns ist nur halb soviel Korruption? (wo ich mir nach den Skandalen hier in D nun auch nicht mehr so sicher wäre)

    Und das mit Iran hätte ich gerne etwas näher erklärt.


    Zitat Zitat von WTurner
    @eusebia

    Ich kann deine radikalen Schlussfolgerungen über das Ende der Demokratie in Deutschland nicht teilen. Wir befinden uns in einer Phase der Angst und da ist Hysterie leider menschlich. Unsere Gerichte und unser Parlament sind aber mitnichten bloße Abnicker demokratiefeindlicher Gesetze. Ja, es gibt Auswüchse, bei denen ich mich frage, wie Juristen das überhaupt absegnen konnten, aber unsere Demokratie ist gefestigt und wehrhaft. Sie hat sich auch aus der Krise des Terrorismus der Siebziger erholt, als ebenfalls das Ende des Staates proklamiert wurde.
    Das mag ja für die Demokratie zutreffen, den Palamentariern ist es eh Wurscht mit wieviel Prozent oder mit welcher Wahlbeteiligung sie uns regieren. Um die ging es nicht, mir ging es darum festzustellen das es dieselben Frustrationen sind, die die einen anfällig machen für den fundamentalistischen Islam und die anderen eben...für was?

    Und noch etwas möchte ich euch nicht vorenthalten:

    Wenn dir der Islam nichts bedeutet, dann sorge dich wenigstens um die Freiheit deines Geistes.

    Imam Hussayn

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    AW: Zentralrat der Ex-Muslime

    Eusebia,

    ich schlussfolgere, dass der Iran den Islam missbraucht. Für mich ist das ein simpler Fall deduktiver Logik. Wenn Islam Frieden bedeutet, der Iran sich aber als Gottesstaat begreift, liegt zumindest eine Diskrepanz vor. Beispiele sind der Judenhass, das Verhängen von Todesurteilen mit religiöser Begründung, die Verletzung der allgemeinen Frauenrechte, die Missachtung der Pressefreiheit oder der Staatsterrorismus.

    Nun ist mir klar, dass überall auf der Welt im Namen von Ideologien oder Religion Unrecht begangen wird. Im Iran aber wird besonders deutlich, wie sehr die aktive Politk von dem ursprünglichen Gedanken einer Religion abweicht.

    Ich möchte noch einmal auf die Doppelmoral, Demokratie zu fordern und im selben Atemzug Regime zu unterstützen, eingehen. Meines Erachtens kann nicht nur die europäische Doppelmoral ein Grund sein. Sie als alleinigen Grund herzunehmen, ist mir zu kurz gedacht, obwohl sie natürlich ihren Teil zum Konflikt beiträgt.

    Ein Großteil der Attentäter des 11.September stammte aus Saudi-Arabien und auch Usama Ibn Ladin ist (besser war) saudischer Staatsbürger. Ich denke, dass ein Großteil der Frustration und des Hasses sich auch gegen die eigenen Landsleute richtet. Der Prunk, der überquellende Reichtum der Saudis und ihre Verschwendungssucht wirken angesichts Millionen in Armut lebender auf der arabischen Halbinsel wie ein Verrat am eigenen Volk. Die engen Verbindungen der Golfstaaten zu den USA und auch die Stationierung von US-Truppen sind wie ein Stich ins Herz stolzer Araber, die sich mehr als andere Völker über ihre Tradition begreifen.

    Ich sehe mich persönlich nicht in der Lage, den islamisch-westlichen Konflikt in seiner Gesamtheit zu begreifen und zu verstehen. Zu viele regionale und politische Faktoren, historische Ereignisse, Gesellschafts- und Religionskonventionen spielen diesem Konflikt zu. Lösungen dafür zu finden ist noch viel schwieriger, weil wir auch heute nicht genau wissen, was einen jungen Muslim dazu treibt, bei einem Selbstmordanschlag nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das vieler Unschuldiger in den Tod zu reißen.

    Edit: Vorige Tage kam eine Reportage in der ARD, die christliche und islamistische Fundamentalisten gegenüber stellte. Ich war erschrocken wie sehr sich diese Ideologien und ihre Begründungen ähneln. Für mich der Beweis dafür, dass Religion, egal wie friedfertig sie ist, missbraucht wird.
    Geändert von WTurner (10.03.2007 um 15:22 Uhr)
    "Wenn Sie an Müll denken, denken Sie an Akeem!"

  4. gesperrt

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    AW: Zentralrat der Ex-Muslime

    Zitat Zitat von WTurner
    Nun ist mir klar, dass überall auf der Welt im Namen von Ideologien oder Religion Unrecht begangen wird. Im Iran aber wird besonders deutlich, wie sehr die aktive Politk von dem ursprünglichen Gedanken einer Religion abweicht.
    Ach ja? Wieviele Tote gibt es denn aufgrund westlicher Ideologie zu beklagen, z.B. im Irak, und wieviele aufgrund von islamischer des Iran?

    Zitat Zitat von WTurner
    Ein Großteil der Attentäter des 11.September stammte aus Saudi-Arabien
    Wenn sie dafür Beweise haben, das FBI wäre sehr dankbar darüber - die haben nämlich bis heute keine, um OBL mit 9/11 in Verbindung zu bringen, nachzulesen auf ihrer "Most Wanted" Seite.

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    AW: Zentralrat der Ex-Muslime









    [quote]Lösungen dafür zu finden ist noch viel schwieriger, weil wir auch heute nicht genau wissen, was einen jungen Muslim dazu treibt, bei einem Selbstmordanschlag nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das vieler Unschuldiger in den Tod zu reißen.[quote]

    Vielleicht kannst du es begreifen wenn du mal mehrere Wochen in Gaza gewohnt hast.

    Ich kann nicht begreifen was einen jungen Israeli dazu treibt mit einen Panzer auf Menschen und bewohnte Haeuser zuzufahren. Ich kann auch nicht begreifen wie man Menschen auf dem puren Verdacht sie waeren Terroristen ohne Prozess in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Und wenn dann auf den mutmasslichen Terroristen mit einer Rakete geschossen wird, auch billigend in Kauf genommen wird das unschuldige, voellig Unbekannte Passanten mitgetoetet werden


    Edit: Vorige Tage kam eine Reportage in der ARD, die christliche und islamistische Fundamentalisten gegenüber stellte. Ich war erschrocken wie sehr sich diese Ideologien und ihre Begründungen ähneln. Für mich der Beweis dafür, dass Religion, egal wie friedfertig sie ist, missbraucht wird.
    @W. Turner,
    schoen dass dir eine Reportage als Beweis reicht.
    Aber du musst dich entscheiden ob im Islam deiner Meinung nach alles Uebel aus dem Koran und der Scharia kommt oder ob das Uebel aus den wirtschaftlichen und politischen Verhaeltnissen waechst.

    Uebrigens sind nicht alle Menschen die in Saudi Arabien leben wohlhabend und von der Regierung gesponsert. Zur Grenze nach Syrien und Jordanien gibt es eine Region die vorsaetzlich vernachlaessigt wird und es gibt auch unterdrueckte Shiiten in Saudi Arabien - und dann gibt es noch ein paar Gruppen die ich vergessen haben.

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    AW: Zentralrat der Ex-Muslime

    WTurner, ich weiß ja nicht, in welchen moslemsichen Lädern du schon warst.

    Schau dir in Cairo mal die Menschen an, die dort auf Friedhöfen leben.

    Sieh dich in den Flüchlingslagern in Palästina um, im Süden des Libanon kannst du auch so einiges sehen.

    Sieh dir einfach mal an unter welchen Bedingungen die Menschen leben und von uns super genährten Menschen dann auch noch ihre Religion in den Dreck gezogen sehen.

    Wenn du dir darüber mal Gedanken gemacht hast, dann kannst du vielleicht auch zumindest ein ganz kleines wenig verstehen.
    da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblog
    carpe diem
    Alles wird gut
    Lieber groß gemustert, als keinkarriert

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  7. Inaktiver User

    AW: Zentralrat der Ex-Muslime

    Zitat Zitat von meta1
    ( ... ) von uns super genährten Menschen dann auch noch ihre Religion in den Dreck gezogen sehen.
    Meta,

    nun bedienst Du dich der gleichen Mittel, mit der Islamisten Menschen islamischen Glaubens gegen Menschen christlichen Glaubens versuchen aufzuhetzen.

    Und genau dagegen richtet sich die "im Westen" geäusserte Kritik.
    Christen haben nichts gegen Islam-gläubige Menschen. Die Kritik richtet sich gegen die, die behaupten, Christen hätten was gegen Muslime.
    Die Muslime, die so etwas behaupten, Meta, DIE ziehen den Islam in den Dreck! Denn sie benutzen den Glauben der Menschen für ihre ureigenen Zwecke.

  8. Inaktiver User

    AW: Zentralrat der Ex-Muslime

    Zitat Zitat von WTurner
    [SIZE=2][COLOR=#313131]Ich sehe mich persönlich nicht in der Lage, den islamisch-westlichen Konflikt in seiner Gesamtheit zu begreifen und zu verstehen. Zu viele regionale und politische Faktoren, historische Ereignisse, Gesellschafts- und Religionskonventionen spielen diesem Konflikt zu. Lösungen dafür zu finden ist noch viel schwieriger, weil wir auch heute nicht genau wissen, was einen jungen Muslim dazu treibt, bei einem Selbstmordanschlag nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das vieler Unschuldiger in den Tod zu reißen

    Edit: Vorige Tage kam eine Reportage in der ARD, die christliche und islamistische Fundamentalisten gegenüber stellte. Ich war erschrocken wie sehr sich diese Ideologien und ihre Begründungen ähneln. Für mich der Beweis dafür, dass Religion, egal wie friedfertig sie ist, missbraucht wird.
    Wie kommt es wohl, dass sich junge Menschen dazu bereit finden, als sich als Selbstmordattentäter in die Luft zu sprengen?

    Es könnte sein, dass sich die Familien der Selbstmordattentäter seit Generationen in Camps befinden, demnach seit Generationen traumatisiert sind durch den Verlust der Heimat und möglicherweise des Hab und Guts, durch drangvolle Enge, mangelhafter Ernährung, unmenschlicher hygienischer Verhältnisse. Während Eltern und Großeltern in der Trauer um den Verlust leben, sehen sich die meisten Dritt- oder Viertgeborenen in einer Welt, die ihnen keinen Status und keine Zukunft bringen kann, außer weiter im Flüchtlingscamp oder in einer zerschossenen Stadt ohne Infrastruktur dahin zu vegetieren. Was kann ein solcher Mensch, der möglicherweise niemals außerhalb dieser Verhältnisse gekommen ist, außer vielleicht als minderwertig bezahlter Tagelöhner in Israel, noch für eine Hoffnung haben? Ja, genau, das einzige, was da bleibt ist der wachsende Hass, dir Frustration und am Ende - wenn er den richtigen Rattenfängern in die Hände fällt, die Aussicht, als Märtyrer direkt ins Paradies einzugehen, wenn er zum Schahid wird und einen Bus in Tel Aviv in die Luft sprengt. Diese Menschen werden dahingehend indoktriniert, sie gehen freiwillig und froh in den Tod, denn damit haben sie ihrer Familie hohes Ansehen - vielleicht sogar noch eine kleine Rente! - und sie glauben wirklich, dem Elend so zu entkommen und ein wundervolles Leben im Paradies zu erhalten.

    Eigentlich ganz einfach, WTurner. Bist du jemals in Rafah gewesen?

  9. Inaktiver User

    AW: Zentralrat der Ex-Muslime

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Meta,

    nun bedienst Du dich der gleichen Mittel, mit der Islamisten Menschen islamischen Glaubens gegen Menschen christlichen Glaubens versuchen aufzuhetzen.

    Und genau dagegen richtet sich die "im Westen" geäusserte Kritik.
    Christen haben nichts gegen Islam-gläubige Menschen. Die Kritik richtet sich gegen die, die behaupten, Christen hätten was gegen Muslime.
    Die Muslime, die so etwas behaupten, Meta, DIE ziehen den Islam in den Dreck! Denn sie benutzen den Glauben der Menschen für ihre ureigenen Zwecke.
    Nein, Baselitz, es ist genauso, wie meta es sagt. Diese Menschen sehen sich vor allem außen vor, sie haben nichts und sehen uns in unserem "Traum von einem Leben". Ihnen bleibt oft nichts anderes als ihre Religion, die ihnen Trost gibt - und sie sind leicht zu verführen, wenn man ihnen weismachen will, der Westen würde den Islam beleidigen.

  10. Inaktiver User

    AW: Zentralrat der Ex-Muslime

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    - und sie sind leicht zu verführen, wenn man ihnen weismachen will, der Westen würde den Islam beleidigen.
    Ja Zoraya, aber darum geht es doch! Um Manipulation der Islamgläubigen, das Christentum sei der Aggressor. Dabei sitzt dieser in den (vermeintlich) eigenen Reihen.

    Ich will nun nicht behaupten, westiche Staaten knüpften kleine Manipulationen an Hilfeleistungen. Aber ich wage zu behaupten, dass der geringste Anteil helfender Staaten manipulativ zur Gewalt aufruft.

    Der Islamismus ist letzendlich auch kein religiös- idealistisch geprägter Kampf ... er ist wie es immer schon war, ein chauvinister Kampf von Individuen, die sich eine Überzeugung oder Glauben zu Nutze machen, den eigenen Machtbestrebungen den Weg zu ebnen. Eben: Manipulation der Massen.

    Meiner Meinung nach gibt es letzendlich keine Führer auf dieser Welt, denen es wirklich (und letztendlich) um die "Sache" ging. Am Ende ging es jedem nur darum, die "Sache" nach den eigenen Vorstellungen durchgedrückt zu haben .. MACHT ausgeübt zu haben.

    Und dabei isses vollkommen egal, ob man der Macht den Namen Kapitalismus, Kommunismus oder religösen Monotheismus (egal welcher) Glaubensrichtung nennt.

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