Antworten
Ergebnis 81 bis 90 von 696
-
02.11.2018, 16:07Inaktiver User
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
-
02.11.2018, 16:22
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
Okay, aber sie sind auch nicht per se schlechte Menschen. Sie haben einfach nur den Traum von einem besseren Leben, und das kann ich verstehen. Überleg mal - ganze Kontinente wurden auf die Art besiedelt. Australien war mal eine Strafkolonie, Amerika eine letzte Zuflucht für Leute, die in Europa für ihre politischen oder religiösen Vorstellungen verfolgt wurden oder aber schlicht aus Hunger flohen.
Und auch wenn das jetzt hochentwickelte Länder sind, die europäischen Auswanderer haben sich nun auch nicht wirklich der Kultur der Zielländer "angepasst". Was gab den Vorfahren der weißen Amerikaner und Australier damals ein größeres Recht, auszuwandern als den Menschen aus z.B. Afrika heute?
Erfreulicherweise ist unsere heutige Gesellschaft ein gutes Stück resilienter als z.B. die Stammeskultur der Aborigines und die Neuankömmlinge sind uns auch nicht technisch überlegen, also kein Grund, den Weltuntergang (oder zumindest den Untergang des christlichen Abendlandes) auszurufen.
Darum geht es mir. Die Schwierigkeiten mit Arbeitserlaubnissen. Daß immer wieder auch Leute abgeschoben werden, die einen Job oder eine Ausbildung haben, oft gegen den Widerstand ihrer Arbeitgeber. Daß ein AG niemanden einstellen/ausbilden will, der vielleicht in einem halben Jahr nicht mehr da ist, kann man ja niemandem vorwerfen.
Also: im Zielland (in diesem Falle Deutschland) muss das alles deutlich schneller und organisierter über die Bühne gehen als heute, um rechtzeitig Sicherheit für alle Beteiligten zu schaffen. Und vielleicht auch die Spreu vom Weizen zu trennen - aber dann haben diejenigen, die wirklich fleißig arbeiten wollen, auch eine echte Chance.
Das heißt zumindest, daß sie die Existenz einer internationalen Staatengemeinschaft anerkennen. Ist vielleicht nur ein kleiner Lichtblick, aber immerhin.*lost in the woods*
-
02.11.2018, 16:23Inaktiver User
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
Natürlich sehe ich positive Auswirkungen, man ist ja auch neugierig. Es geht aber darum, zu welchem Prozentsatz die neu Hinzukommenden dazu geeignet sind, Neugier zu wecken. Da würde ich inzwischen entschieden Abstriche machen, was auch eine natürlich Regung ist - nicht umsonst haben andere Staaten Einwanderungsgesetze.
Da es in unterschiedlichen Ebenen Kritik an alle möglichen Dingen gibt, an den Personen, die kommen, inzwischen auch selbst; weitaus mehr aber an den Umständen, wie wir zu dieser Sachlage kommen: Es ist dann etwas mehr zu berücksichtigen, als die doch leicht auffällig naiv wirkende Frage, ob man der Meinung sei, daß jeder dort bleiben solle, wo er geboren sei.
Es geht manchem eher darum, welche Finanzströme welche Entwicklungen fördern, welche Machtkonstellationen wie vorgehen, um was zu erreichen, und dergleichen. Die Diskussionsbereitschaft wird allerdings dadurch überschattet, daß in der Öffentlichkeit eine Seite authentisch argumentiert, die andere jedoch taktisch. Macht wenig Spaß.
Oder um auf kindlichem-naivem Niveau zu bleiben: Wer sich mit Zinsen sein Leben versüßen will, ist fauler und skupelloser als jemand, der für das Erwirtschaften der Zinsen zusätzlich arbeiten muß. Auf dieser Basis kann man die ganze Migrantendiskussion rückwärts aufrollen, und es könnte sich am Schluß herausstellen, daß von Moral, wie sie insbesondere die Mutti-Regierung und deren scheinbar im Windschatten folgenden Apostel schwadroniert wurde, nichts mehr übrig bleibt als Lug und Trug sowie Profiteure, die falsche Masken tragen.
Und irgendwann hat man diesen Quark einfach satt - und auch, sich dafür einspannen zu lassen.
Ich hoffe, das war nicht zu rassistisch gegenüber meinen eigenen, schon länger hier lebenden Mitbürgern argumentiert
-
02.11.2018, 16:44Inaktiver User
-
02.11.2018, 17:09
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
Zum Einen: es macht einfach Sinn, bei den internationalen Wanderungsbewegungen sich mal auf globaler Ebene zusammenzusetzen und das Ganze in geordnete Bahnen zu fassen. Der Vertrag in seiner jetztigen Form ist vielleicht nicht das Gelbe vom Ei, aber er ist eine Bemühung der Staatengemeinschaft, zusammen Lösungen zu finden. Ich persönlich empfinde das als Vorteil gegenüber dem, das jeder Staat sein eigenes Süppchen kocht.
Zum Anderen: wer kann denn zu 100% garantieren, daß es uns immer so gut geht wie heute? Mal den Teufel an die Wand gemalt, die populistischen Tendenzen verstärken sich noch mehr als jetzt schon und wir bekommen irgendwann mal einen Bundeskanzler Gauland oder Höcke... dann wär ich auch mehr als froh, wenn sich noch irgendwo auf der Welt ein vernünftiges Land findet, in dem ich Unterschlupf finden könnte.
Es ist noch nicht soooooo lange her, da gab es auch deutsche Flüchtlinge.
@Indulgenz: mir ist ehrlich gesagt nicht ganz klar, was du mit deinem Posting sagen willst. Wenn es sich auf mein Posting bezieht - heißt das, du hältst mich für naiv? Okay, damit kann ich leben, ich weiß, daß ich eine gewisse Grundnaivität habe, damit lebe ich jetzt schon seit über 50 Jahren ganz anständig.
Oder willst du damit sagen, daß ich nicht authentisch sondern strategisch argumentiere? Dagegen würde ich mich aufs Schärfste verwahren.
Oder hat dein Posting überhaupt nix mit meinem zu tun und du willst nur irgendwelche Verschwörungstheorien (internationale Geldströme) subtil unters Volk bringen?
Ich versteh es wirklich nicht.*lost in the woods*
-
02.11.2018, 17:24Inaktiver User
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
Okay, keine Antwort ist in der Tat eine sehr vielsagende Antwort.
Du schriebst konkret von : Zitat
.........die positiven Auswirkungen für hiesige
hiesige heisst Deutschland !
(Ja, noch gibt es das)
Und da kommt nichts.
Kann auch nicht, weil dir so wenige einfallen wie auch mir.
(Außer natürlich, jemand betrachtet es als positiv, dass
"...…… Menschen kommen die sich in den hiesigen Sozialsystemen wohlfühlen."
Von welchem Planeten man allerdings stammen muss um solche Aussagen zu treffen lass ich dabei mal lieber offen. )Geändert von Inaktiver User (02.11.2018 um 17:34 Uhr)
-
02.11.2018, 17:25Inaktiver User
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
Darüber hatte die NZZ auch schon berichtet. Es ist ein Geschäftsmodell, funktionierend, und der Push-Faktor existiert demzufolge.
Machen wir's doch einfach mal andersherum als wie gewohnt: "Wir" zahlen jetzt einfach nicht erstmal noch höhere Mieten, weil der soziale Wohnungsbau verschlampert wurde, sondern warten, bis der hypermoralische Staat genügend gebaut hat.
Und erst dann reden wir nochmal über Zuwanderung. Das wäre doch mal ein Kompromiß.
Ich glaube, man muß wirklich bösartig veranlagt sein, um sowas auszuschließen.
-
02.11.2018, 17:37
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
Ähhhh... okay, ich dachte, ich rede schon die ganze Zeit über Vorteile. Vielleicht haben wir andere Vorstellungen von Vorteilen. Oder vielleicht liegt es daran, daß dein Ausgangspunkt ist "wer kommt warum hier rein" und ich als erstes an die Perspektive dachte "ist das nicht auch für uns gut, wenn wir woanders hin wollen."
Komplett unterschiedlicher Gedankenansatz.*lost in the woods*
-
02.11.2018, 17:52Inaktiver User
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
Wo könnten "wir" denn bisher nicht hin ?
Außer natürlich dein Beispiel USA, aber das können "wir" auch nach Unterzeichnung dieses...………………….""Werkes"" nicht.
Aber mit dem komplett unterschiedlichen Gedankenansatz hast du wohl Recht.
Ich sehe in dem ganzen tatsächlich nur den Versuch einigen vermeintlich wohlhabenden Ländern noch weitere Millionen von Glücksrittern aufzubürden. Das ganze möglichst geräuschlos und von keiner öffentlichen Statistik getrübt.
Und kommen werden bestimmt nicht die, die man in deren Herkunftsländern schmerzlich vermisst. soviel dürfte inzwischen auch schon ohne solche Verträge sichtbar geworden sein.
-
02.11.2018, 18:16Inaktiver User
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
Nichts Persönliches, überhaupt nicht
. Weiß auch nicht, wie Du darauf kommst. Du bist ja nicht gerade selten in Deiner Haltung, und mich stört halt das Gesamtbild - ich muß mich da nicht auf Deine einzelnen Dinge beziehen (und tue das auch nicht, weil man ermüdet), sondern auf den Rahmen, also viele Konseqeunzen, die aus dieser Haltung resultieren könnten.
Was ich zum Ausdruck brachte, war eine - vielleicht die 5. - Auflage einer etwas eigenen Art von Kapitalismuskritik, die im wesentlichen darauf abzielt, erstmal den eigenen Staats-Saustall halbwegs sauberzukriegen (das reicht von der Rente bis zu den Überstunden von Polizisten, von der Bevölkerungsdichte bis zum verfügbaren Wohnraumangebot, dem Personal an Ärzten und Psychologen - und natürlich enorm profitierenden Rechtsanwälten). Mir fällt unter anderem auf, daß das ein Größen-Wahnsinnsprogramm wird, und wir jetzt bereits auf Verschleiß fahren.
Es ist zum Beispiel gar kein Problem für einen Menschen, sich nach außen humanistisch und als wahrer Menschenfreund zu geben, dabei aber grenzenlos naiv zu sein. Man denke nur an solche Artikel
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-10/posttraumatische-belastungsstoerungen-fluechtlinge-psychische-erkrankungen-asylrecht?cid=22780955#cid-22780625
Unzweifelhaft furchtbare Schicksale - aber was passiert mit den Leuten hier, wenn da permanent Kranke nachkommen? Da hat(te) nicht jeder ein Leben auf dem Ponyhof, die Leute hier werden dann gar nicht mehr versorgt? Oder man stelle sich die Frage, wie das machbar gestaltet werden soll. Und warum ausgerechnet jetzt, und wie lange. Und wieviel Polizei es noch werden soll.
Die Katze ist durch diesen Pakt auch aus dem Sack: Es geht nicht mehr um Flüchtlinge, sondern Migration. Wußten wir zwar schon immer, aber auch das wurde medial ja auffälligst abgestritten.
Es sind halt keine in sehr nennenswerte Zahl vorhanden Raketenwissenschaftler darunter, was bedeutet, daß auch das Schulsystem überfordert ist, ganz abgesehen von dem erschöpfenden Willen der Ehrenamtlichen. Naiv war gegenüber den ganzen Problemen sogar ein sehr schwacher Ausdruck - man schaut bewußt weg, ist aber dafür, das so zu machen.
Die andere Geschichte mit den Finanzströmen hat auch leider nichts mit dem Finanzjudentum zu tun, was gewisse Verschwörungstheoretiker so ablassen und was ich auch nicht besonders lustig finde, sondern mit dem bereits bestehenden Niedriglohnsektor und der vermutlich nicht durch die Verdienstfähigkeit der Neubürger zu kompensierenden Ausfälle in der Altersversorgung. Da fließt Einiges an Umverteilung in Leiharbeit, Kapitalanlagen etc. und der Mindestlohn wird an allen Ecken und Enden ausgehebelt. Und es ist auch nicht ganz abzustreiten, daß jetzt plötzlich Geld lockergemacht wird, das früher nicht verfügbar war. Hmm.
Und dieser neuerliche Zuzug, nachdem wir sowieso schon die Personenfreizügigkeit in der EU haben ... innerhalb kürzester Zeit also echt große Arbeitsmarktzugänge (immerhin 400 Millionen Leute Binnenmarkt) geschaffen haben.
Letztlich ist dann auch die Frage, was das soll: Wir haben jetzt erstmal sehr viele Flüchtlinge, die Kriminalitätsrate steigt, es gibt die o.a. geführten Probleme, und schon kommt mit dem Pakt der nächste "Schlag"; da fragt man sich doch, ob man spinnt. Denn die Zahl der Einheimische bleibt ja konstant, die absolute Zahl der Gewalttaten wird jedoch zunehmen. Das wir rein mathematisch immer mehr Einheimische treffen.
Jetzt, nachdem man bereits den großen Finger gereicht hat, soll es ganz und gar ohne Obergrenze weitergehen, ohne daß jemand murren soll? BTW, auch diese Diskussion 'Obergrenze' war offensichtlich mit diesem Pakt längst für die Katz und Merkel wußte das.
Schon alles ein bißchen merkwürdig, oder.
Für mich ist das übrigens kaum relevant, von mir aus kann da auch die Claudia Roth und andere was von "Deutschland verrecke" erzählen, ohne daß ich mich groß drüber aufrege. Und wenn's so weitergeht, verzipfe ich mich aud D noch früher als geplant, das ist gar kein Thema. Dann können die Moralisten hier so weitermachen, das freut mich dann eher, mit was für Problemen sie sich rumschlagen dürfen.
Manchmal kommen solche statements auch aus der Internationalen Presse. Das ist schon auch wichtig, die zu lesen.



Zitieren