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  1. gesperrt

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    AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Ich finde die Stimmungsmache hier auch unangebracht.
    Wenn etwas möglichst geräuschlos - am liebsten unbemerkt - international beschlossen wird, gibt das Anlass zum Misstrauen.
    Vor allem wenn sich ´selbst Einwanderungsländer (Kanada, Australien..) dem Pakt entziehen.

    Du meinst- aus welchen Gründen auch immer - dass dieser Pakt gut ist. Ich hingegen weiß (!) es nicht, weil die Formulierungen schwammig bzw. einseitig sind.

    Ich möchte nicht wissen, wie du reagieren würdest, wenn etwas auf diese Weise durchgeboxt wird und (!) du glaubst, dass es deinen Interessen zuwider läuft.

  2. gesperrt

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    AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?

    Zitat Zitat von Zazu2 Beitrag anzeigen
    Wenn etwas möglichst geräuschlos - am liebsten unbemerkt - international beschlossen wird,
    ...
    Diese Propaganda ist doch längst widerlegt: klick

  3. gesperrt

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    AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?

    Zitat Zitat von knirrsch Beitrag anzeigen
    Diese Propaganda ist doch längst widerlegt: klick
    Nimm bitte das Wort "Propaganda" mir gegenüber zurück.

    Du schreibst unglaublich aggressiv. Merkst du das eigentlich?.

  4. Inaktiver User

    AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?

    Einen politischen Diskurs und Meinungsäußerungen sollte man nicht "Stimmungsmache" oder "Propaganda" nennen, ich finde das jedenfalls undemokratisch. Über etwas reden, logischerweise auch kritisch, ist ein normaler demokratischer Prozeß. Propaganda ist etwas, was man aktiv macht, um etwas möglichst in eine bestimmte Richtung zu lenken, z.B. Frau Merkel findet, daß wir noch nicht genug Propaganda machen, um Fachkräfte z.B. aus Afrika anzuwerben. Es sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Finde ich.
    Geändert von Inaktiver User (11.12.2018 um 14:31 Uhr)

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    AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?

    Die Beschwichtigungen zum Migrationspakt erinnern mich an die Prophezeiungen zur Euroeinführung, wie großartig das alles für die Deutschen werden wird.
    Mittlerweile sind die schlimmsten, damaligen Befürchtungen zur Lebenswirklichkeit geworden.

    Bei Marrakesch werden wir feststellen, dass die schlimmen Verschwörungstheorien von heute in 10 -15 Jahren zur Lebenswirklichkeit dazugehören werden.

  6. Inaktiver User

    AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?

    Zitat Zitat von honey333 Beitrag anzeigen
    Es ist leider so, dass die Lebensbedingungen auf dieser Erde so ungleich verteilt sind, dass ein kleiner Teil der Menschen in Wohlstand und Überfluss lebt, während der viel größere Teil kaum genug zum Überleben hat. Klimawandel, korrupte Regime und Kriege verschärfen die Situation zusätzlich.
    Es ist kein Wunder, dass Menschen aus benachteiligten Gebieten versuchen, in "reiche" Länder auszuwandern. .
    Es gibt auch noch die Möglichkeit im eigenen Land das zu erarbeiten ,was andere schon längst vorgemacht haben ,das halte ich für die intelligentere Lösung als einfach dorthin zu gehen ,wo alle hinwollen.
    Denn "da" ,wo alle hinwollen ,kann das nicht auf Dauer getragen werden und die Menschen nehmen sich immer mit.

    Es ist in den letzten Jahren sichtbar besser geworden ,auch In Afrika ,allein nur deshalb besteht die Möglichkeit überhaupt zu gehen.
    Es gibt etwas wie natürliche Entwicklung ,denn nicht alles lässt sich von aussen überstülpen ,die wichtigsten Veränderungen brauchen Zeit.
    Das was in Afrika an Problemlösung am Wichtigsten wäre, wird damit nicht mal thematisiert .Es sollen einfach andere für die Überzahl an Menschen in Verantwortung genommen werden ,ist das fair ?
    Der Reichtum in diesen Ländern ist für viele Menschen gar nicht fühlbar und ist auch nicht vom Himmel gefallen, sondern von den Generationen davor erarbeitet worden.
    Es gibt also gar keinen Anlass ,den mit der Welt zu teilen ,das würde auch kein Afrikaner machen ,wenn es umgekehrt wäre. Da kannst Du sicher sein.
    Zudem sind da schon Milliarden von Geldern hingeflossen ohne im Verhältnis sichtbare Ergebnisse.
    Warum muss man den Menschen in anderen Ländern die Eigenverantwortung nehmen? Das ist extrem ungesund. Wenn alle gehen ,wer bleibt dann noch und was wird aus denen ,die zu schwach zum Gehen sind?
    So möchte man dann diese Länder an unsere angleichen? Das ist wirklich sehr orginell und wird nicht funktionieren.
    Geändert von Inaktiver User (11.12.2018 um 13:21 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?

    Zitat Zitat von honey333 Beitrag anzeigen
    Ein erster Schritt dazu, dass nicht in einem Land wesentlich mehr Sozialleistungen als in anderen europäischen Ländern geleistet werden, ist ja eben ein einheitliches System. Dazu ist der Vertrag von Marrakesch vielleicht eine erste Grundlage. Solange jedes Land sein eigenes Süppchen kocht, werden immer wenige Länder die begehrtesten Ziele von Flüchtlingen und Asylsuchenden sein.
    Ich verstehe die Logik, die hinter dieser jetzt auch von Dir geäußerten Hoffnung noch immer nicht. Du hoffst also, dass die Regierungen der Länder, aus denen derzeit Flüchtlinge kommen wollen, ihre Sozialstandards so hoch anheben, damit die Fluchtwilligen dort bleiben? Du meinst, diese Regierungen hätten nur solch einen unverbindlichen Pakt gebraucht, um endlich loszulegen. Eigentlich wollten sie ja schon immer ihre Sozialstandards anheben, brauchten aber nur diesen kleinen unverbindlichen Stupser dazu?

  8. Moderation

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    AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Die Beschwichtigungen zum Migrationspakt erinnern mich an die Prophezeiungen zur Euroeinführung, wie großartig das alles für die Deutschen werden wird.
    Mittlerweile sind die schlimmsten, damaligen Befürchtungen zur Lebenswirklichkeit geworden.
    Falscher Vergleich. Da wurde wirklich die Währungshoheit der einzelnen Ländern abgegeben.

    Bei Marrakesch werden wir feststellen, dass die schlimmen Verschwörungstheorien von heute in 10 -15 Jahren zur Lebenswirklichkeit dazugehören werden.
    Wie denn? Der Vertrag greift eben nicht in Länderhoheiten ein. Die Nationen entscheiden, was sie umsetzen. Es ist eine Formulierung erwünschter Standards im Umgang mit Flüchtlingen. Diesen Standard erfüllt Deutschland meines Wissens jetzt schon.
    *
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    Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
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  9. Inaktiver User

    AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?

    Zitat Zitat von honey333 Beitrag anzeigen
    Es ist leider so, dass die Lebensbedingungen auf dieser Erde so ungleich verteilt sind, dass ein kleiner Teil der Menschen in Wohlstand und Überfluss lebt, während der viel größere Teil kaum genug zum Überleben hat. Klimawandel, korrupte Regime und Kriege verschärfen die Situation zusätzlich.
    Das wirst Du aber alles kaum ändern, indem Du es nicht änderst. Also wenn die, die können, weggehen, und die, die das nicht können, weiter dort verharren, aber nichts ändern.
    Und daß es den Flüchtlingen hier dann besser geht, kann man leider so auch nicht sagen. Ich hatte dazu ja bereits einen Beitrag verfaßt, den ich einfach mal zitiere:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und man sollte auch sagen, woran das liegt:

    Spiel ohne Grenzen - Die Luge vom Freihandel | SWR Fernsehen Video | ARD Mediathek

    Mikrokredite bringen sehr wohl was, wenn sie ihre eigene Wirtschaft steuern können. Nicht jede Wirtschaft muß doch genauso funktionieren wie unsere. Warum nicht eine Wirtschaft mit lauter Kleinunternehmnern, die Hühner, Zwiebeln und selbstgewebten Stoff verkaufen? Wichtig ist doch, daß Menschen sich selbst ernähren können, und nicht, daß irgendwo große Industrien entstehen. Sieh Dir den Beitrag an, warum unsere Billigzwiebeln in Afrika billiger sind als die, die in Afrika vor Ort produziert werden. Afrika wurde "in die Knie gezwungen", es durfte seinen Markt nicht schützen. Aber gegen Trump meckern.

    Und dann zitiere ich mal (der Einfachheit halber, damit ich es nicht neu schreiben muß) einen anderen Beitrag von mir:

    Ein Beispiel, das ich schon mal verlinkt hatte:

    Viele sind arm, "die Hälfte der Nigerianer lebt unter der Armutsgrenze",

    und weiter heißt es, Achtung aufgehorcht: "Obwohl es in dem Land eigentlich genug für alle gibt".

    Nigeria könnte "eines der reichsten Länder der Erde sein".
    Galileo - Video - Hexenkinder in Nigeria: Diese Frau rettet ihnen das Leben - ProSieben
    so ab Min.4

    Es ist die Korruption, die das Geld in die Kanäle von wenigen versanden läßt. Syrien (Platz 178, fast der Letzte) ist auf dem Korruptionsindex übrigens sogar noch hinter Nigeria (Platz 148), nur mal als Beispiel:
    Der Korruptionswahrnehmungsindex, (auch Internationaler Korruptionsindex oder Bestechungsindex)
    Der Korruptionswahrnehmungsindex CPI von Transparency Internationalt
    Zum Vergleich, Deutschland ist auf Platz 12, (und rutscht hoffentlich nicht weiter ab).

    Die afrikanischen Ländern brauchen demnach kein Selbstbewußtsein, wie ich immer dachte, sondern sie müssen lernen, auf sich selbst zu achten. Auf ihre eigenen Leute.


    Der Verbraucher ist es jedenfalls nicht. Der kann sich abstrampeln, aber kaum was erreichen.

    Hier, woran das liegt, wenn die Preise für die Bauern und Arbeiter so niedrig sind, nämlich nicht am Verbraucher. Zitiere dazu wieder der Einfachheit halber einen Beitrag von mir. Da geht's um Europa, ist aber vom Prinzip her übertragbar, und wird eben hier dann auch so kommen, bzw., schlimm, aber leider wahr - Es ist schon da:


    Hier, beispielhaft, die schöne neue EU-Flüchtlings-Wirtschafts-Welt, kam gerade im Ersten. Thema: Flüchtlinge, Ausbeutung, Mafia, Kleinbauern, die sich aufhängen, die Schuldigen sind auch gefunden: Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel

    (obwohl da ja Zulieferer dazwischen sind, klar auch im Land selber, das mit der Mafia z.B., das Land, wo 3 Cent pro Kilo geboten wurden - der Bauer sagte, er brauche 60, um was zu verdienen, als er 3 Cent geboten bekam, habe er seine Ernte lieber vernichtet, andere hätten sich erhängt, - , alles im Video. Denn die Handelsspanne (das ist der Nettoverkaufspreis minus Einstandspreis, also Einkaufspreis) ist im Lebensmitteleinzelhandel nicht etwa 80 oder sogar mehr, sondern 20 Prozent.
    Den mit Abstand niedrigsten Rang bei den Betriebshandelsspannen nehmen der Lebensmittelhandel mit 19,6 und der Tabakhandel mit 20,3 Prozent ein.
    Handelsspannen im Einzelfachhandel sinken - WELT
    ist schon älter, der Artikel, ich weiß, aber das wird sich nicht vervierfacht haben. Ich suche bei Gelegenheit einen neuen.

    Demnach würde etwas, was im Einkauf 3 Cent kostet, im Verkauf 15 Cent kosten. 1kg Zucchini für 15 Cent - verkauft so der deutsche Einzelhandel? Nein, er verkauft für sagen wir mal 2 Euro das Kilo, dann wäre sein Einkaufspreis, also die 2 Euro Verkaufspreis minus die 20 Prozent Handelsspanne: 1,60 Euro).

    Jetzt darf man dreimal raten, wo die restlichen 1,57 Euro verbleiben, die der Bauer nicht erhält. Es scheint also doch eher an den Strukturen dazwischen zu liegen, daß so ein Kleinbauer nur 3 Cent pro Kilo angeboten bekommt, und nicht am deutschen Lebensmitteleinzelhandel.

    Jedenfalls ist die Reportage recht erschreckend, was die Arbeits- und Lebensumstände der Arbeiter (und das sind die Flüchtlinge)angeht, aber auch die Situation der Kleinbauern :

    Europas dreckige Ernte | Reportage & Dokumentation Video | ARD Mediathek

    Meint das Frau Merkel, wenn sie von einem Zuwanderungsgesetz für "einfache Tätigkeiten" spricht? Denn das führe unweigerlich auch hier zu Lohndumping. In Spanien und Italien führen bereits die Flüchtlinge dazu. Ist sie, angelehnt an Schröders "Titel" Genosse der Bosse, die GenossIn der BossInnen?
    Und nein, ordentliche Preise für die Bauern und auch ihre Arbeiter, so sie welche haben, müssen zu keiner Verteuerung für den Endverbraucher führen, siehe oben.

    Ich würde am Liebsten dem portraitierten Bauern vorschlagen, ein privates Vertriebsnetz aufzubauen, keine Ahnung, ob sowas geht. Ich weiß z.B., daß es Orangenplantagen gibt, die sozusgen ihre Bäume vermieten oder sowas.

    Ich hatte es befürchtet, hatte es mir aber gerne ausreden lassen, daß es so kommen würde. Lohndumping, Preisdumping, Ausbeutung, Selbstmorde, unwürdiges "Wohnen und Leben", usw.


    Daraus folgt letztlich, daß die ganze Rumwanderei wenig bringt, man rettet damit nicht die Welt, sondern läßt Probleme bestehen und schafft noch weitere. Die Lösung dagegen ist: Die Probleme vor Ort lösen. Der Verbraucher aber kann das nicht leisten, weil er nicht die Ursache ist.

    Die zitierten alten Beiträge habe ich in kursiv gesetzt.

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    AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich verstehe die Logik, die hinter dieser jetzt auch von Dir geäußerten Hoffnung noch immer nicht. Du hoffst also, dass die Regierungen der Länder, aus denen derzeit Flüchtlinge kommen wollen, ihre Sozialstandards so hoch anheben, damit die Fluchtwilligen dort bleiben? Du meinst, diese Regierungen hätten nur solch einen unverbindlichen Pakt gebraucht, um endlich loszulegen. Eigentlich wollten sie ja schon immer ihre Sozialstandards anheben, brauchten aber nur diesen kleinen unverbindlichen Stupser dazu?
    Meine Hoffnung wäre zuerst einmal, dass sich die europäischen Länder auf eine gemeinsame Vorgehensweise einigen und ihre Standards anpassen. Da ist nicht von den Herkunftsländern die Rede. So leicht ist es leider nicht.

    Es wäre natürlich wünschenswert, dass die Flucht ursachen wegfielen, die afrikanischen Länder sich selbst aus ihrer tristen Lage befreien und eine funktionierende Wirtschaft aufbauen. Das ist allerdings in vielen Ländern (in manchen ginge es) Illusion, weil sie im Bürgerkrieg sind, von korrupten Machthabern ausgebeutet werden, oder einfach die natürlichen Voraussetzungen fehlen. Durch Klimawandel und Ausbreitung der Wüsten werden wir in den kommenden Jahren immer wieder mit Menschen rechnen müssen, die verständlicherweise ihr Land verlassen und in Europa Zuflucht suchen.
    Da wir m.M.n. auch eine moralische Verantwortung als vom Schicksal Bevorzugte haben (ich weiß, nicht alle denken so), müssen wir Wege finden, wie wir die Aufgabe gemeinsam lösen.
    Jeden Versuch, gemeinsame Maßstäbe zu erarbeiten, sehe ich daher als Schritt in die richtige Richtung.

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