Wenn etwas möglichst geräuschlos - am liebsten unbemerkt - international beschlossen wird, gibt das Anlass zum Misstrauen.
Vor allem wenn sich ´selbst Einwanderungsländer (Kanada, Australien..) dem Pakt entziehen.
Du meinst- aus welchen Gründen auch immer - dass dieser Pakt gut ist. Ich hingegen weiß (!) es nicht, weil die Formulierungen schwammig bzw. einseitig sind.
Ich möchte nicht wissen, wie du reagieren würdest, wenn etwas auf diese Weise durchgeboxt wird und (!) du glaubst, dass es deinen Interessen zuwider läuft.
Antworten
Ergebnis 611 bis 620 von 696
-
11.12.2018, 11:14
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
-
11.12.2018, 11:36
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
Diese Propaganda ist doch längst widerlegt: klick
-
11.12.2018, 11:38
-
11.12.2018, 13:08Inaktiver User
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
Einen politischen Diskurs und Meinungsäußerungen sollte man nicht "Stimmungsmache" oder "Propaganda" nennen, ich finde das jedenfalls undemokratisch. Über etwas reden, logischerweise auch kritisch, ist ein normaler demokratischer Prozeß. Propaganda ist etwas, was man aktiv macht, um etwas möglichst in eine bestimmte Richtung zu lenken, z.B. Frau Merkel findet, daß wir noch nicht genug Propaganda machen, um Fachkräfte z.B. aus Afrika anzuwerben. Es sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Finde ich.
Geändert von Inaktiver User (11.12.2018 um 14:31 Uhr)
-
11.12.2018, 13:09
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
Die Beschwichtigungen zum Migrationspakt erinnern mich an die Prophezeiungen zur Euroeinführung, wie großartig das alles für die Deutschen werden wird.
Mittlerweile sind die schlimmsten, damaligen Befürchtungen zur Lebenswirklichkeit geworden.
Bei Marrakesch werden wir feststellen, dass die schlimmen Verschwörungstheorien von heute in 10 -15 Jahren zur Lebenswirklichkeit dazugehören werden.
-
11.12.2018, 13:10Inaktiver User
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
Es gibt auch noch die Möglichkeit im eigenen Land das zu erarbeiten ,was andere schon längst vorgemacht haben ,das halte ich für die intelligentere Lösung als einfach dorthin zu gehen ,wo alle hinwollen.
Denn "da" ,wo alle hinwollen ,kann das nicht auf Dauer getragen werden und die Menschen nehmen sich immer mit.
Es ist in den letzten Jahren sichtbar besser geworden ,auch In Afrika ,allein nur deshalb besteht die Möglichkeit überhaupt zu gehen.
Es gibt etwas wie natürliche Entwicklung ,denn nicht alles lässt sich von aussen überstülpen ,die wichtigsten Veränderungen brauchen Zeit.
Das was in Afrika an Problemlösung am Wichtigsten wäre, wird damit nicht mal thematisiert .Es sollen einfach andere für die Überzahl an Menschen in Verantwortung genommen werden ,ist das fair ?
Der Reichtum in diesen Ländern ist für viele Menschen gar nicht fühlbar und ist auch nicht vom Himmel gefallen, sondern von den Generationen davor erarbeitet worden.
Es gibt also gar keinen Anlass ,den mit der Welt zu teilen ,das würde auch kein Afrikaner machen ,wenn es umgekehrt wäre. Da kannst Du sicher sein.
Zudem sind da schon Milliarden von Geldern hingeflossen ohne im Verhältnis sichtbare Ergebnisse.
Warum muss man den Menschen in anderen Ländern die Eigenverantwortung nehmen? Das ist extrem ungesund. Wenn alle gehen ,wer bleibt dann noch und was wird aus denen ,die zu schwach zum Gehen sind?
So möchte man dann diese Länder an unsere angleichen? Das ist wirklich sehr orginell und wird nicht funktionieren.Geändert von Inaktiver User (11.12.2018 um 13:21 Uhr)
-
11.12.2018, 13:36Inaktiver User
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
Ich verstehe die Logik, die hinter dieser jetzt auch von Dir geäußerten Hoffnung noch immer nicht. Du hoffst also, dass die Regierungen der Länder, aus denen derzeit Flüchtlinge kommen wollen, ihre Sozialstandards so hoch anheben, damit die Fluchtwilligen dort bleiben? Du meinst, diese Regierungen hätten nur solch einen unverbindlichen Pakt gebraucht, um endlich loszulegen. Eigentlich wollten sie ja schon immer ihre Sozialstandards anheben, brauchten aber nur diesen kleinen unverbindlichen Stupser dazu?
-
11.12.2018, 13:53
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
Falscher Vergleich. Da wurde wirklich die Währungshoheit der einzelnen Ländern abgegeben.
Wie denn? Der Vertrag greift eben nicht in Länderhoheiten ein. Die Nationen entscheiden, was sie umsetzen. Es ist eine Formulierung erwünschter Standards im Umgang mit Flüchtlingen. Diesen Standard erfüllt Deutschland meines Wissens jetzt schon.Bei Marrakesch werden wir feststellen, dass die schlimmen Verschwörungstheorien von heute in 10 -15 Jahren zur Lebenswirklichkeit dazugehören werden.*
Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
Arnulf Rating
-
11.12.2018, 14:34Inaktiver User
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
Das wirst Du aber alles kaum ändern, indem Du es nicht änderst. Also wenn die, die können, weggehen, und die, die das nicht können, weiter dort verharren, aber nichts ändern.
Und daß es den Flüchtlingen hier dann besser geht, kann man leider so auch nicht sagen. Ich hatte dazu ja bereits einen Beitrag verfaßt, den ich einfach mal zitiere:
-
11.12.2018, 14:36
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
Meine Hoffnung wäre zuerst einmal, dass sich die europäischen Länder auf eine gemeinsame Vorgehensweise einigen und ihre Standards anpassen. Da ist nicht von den Herkunftsländern die Rede. So leicht ist es leider nicht.
Es wäre natürlich wünschenswert, dass die Flucht ursachen wegfielen, die afrikanischen Länder sich selbst aus ihrer tristen Lage befreien und eine funktionierende Wirtschaft aufbauen. Das ist allerdings in vielen Ländern (in manchen ginge es) Illusion, weil sie im Bürgerkrieg sind, von korrupten Machthabern ausgebeutet werden, oder einfach die natürlichen Voraussetzungen fehlen. Durch Klimawandel und Ausbreitung der Wüsten werden wir in den kommenden Jahren immer wieder mit Menschen rechnen müssen, die verständlicherweise ihr Land verlassen und in Europa Zuflucht suchen.
Da wir m.M.n. auch eine moralische Verantwortung als vom Schicksal Bevorzugte haben (ich weiß, nicht alle denken so), müssen wir Wege finden, wie wir die Aufgabe gemeinsam lösen.
Jeden Versuch, gemeinsame Maßstäbe zu erarbeiten, sehe ich daher als Schritt in die richtige Richtung.




Zitieren