Man kann auch überlegen, was dieser Pakt für die Diskussion über die EU-Außengrenze bedeutet. Auch die war dann völlig für die Katz, wie alles andere zuvor. Da ist ein roter Faden erkennbar - und in der Politik geschieht nichts zufällig. Merkel hat mit der EU ihre europäische Lösung nicht durchgebracht, log sogar dabei, und versucht es jetzt über die UN. Koste es, was es wolle. Anstatt die unfairen EPA-Verträge, Agrartransporte, Fischereilizenzen und -subventionen zu überdenken, kräftig zuzuzahlen, um die Chinesen draussenzuhalten (ja, meinetwegen auch gern mit Soli, und alles, was es für vernünftige Lösungen braucht), muß es ihre Variante werden. Und sie scheitert schon wieder.
Zudem: Nicht nur innenpolitisch ist die AfD gewachsen, sondern wird inzwischen kongruent zur Ausgangslage bei der Alternativlosigkeit aussenpolitisch nachgebildet. Wenn man ein bißchen weiterdenkt, wird Italien mit Sicherheit bald aussteigen. Der Ischiasmensch will die Ungarn vertreiben, die Polen werden folgen. Dann haben wir fast Luckes Nordeuro-Lösung, wenn man UK und Spanien tauscht. Ökonomisch aber gegenüber dem Stand vor ~10 Jahren vergleichsweise desaströs. Und nun umgeben von lauter rechtsnationalen Regierungen, und einer noch immer ungelösten Migrationsfrage. Und die einzige Idee Merkels: Weiter so.
Für die good Publicity (bei den Guten!) nach dem Unterzeichnen des Paktes hat sie sich auch was Tolles ausgedacht: 5 Tage danach will sie nach Chemnitz, um das böse Volk dann auf der Palme vorzufinden und vorzuführen. Das ist noch genialer wie ihre Idee, den G20-Gipfel in Hamburg abzuhalten. Sehr auffällig, wie sie Probleme erzeugt und dann 'löst'. Im Kleinen, wie im Großen.
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04.11.2018, 15:43Inaktiver User
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
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04.11.2018, 15:49Inaktiver User
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
Danke für Deine Antwort erst mal, Rowellan.

An sich hast Du recht, aber Du willst doch allen helfen (mit den drei Prozent Deines Einkommens), allen Bedürftigen, also auch den Rumänen, wenn sie gerade schlechte Lebensverhältnisse haben.
Denn das:
gilt doch auch für alle. Sind die Lebensbedingungen so, daß sich jemand selbst versorgen kann, braucht niemand, auch kein Afrikaner etc., Deine Hilfe. (und auch von sonst niemandem). Ich hatte mal einen Artikel zu Kenia verlinkt, und auch einen zu ausgebeuteten Flüchtlingen in Europa. (Falls es Dich interessiert, verlinke ich sie nochmal, würde sie wohl wiederfinden).Die Schlachthofangestellten und die Bauarbeiter - die brauchen keine Almosen. Die brauchen, wie du sagst, eine Lobby. Eine Politik, die dafür sorgt, daß sie eben NICHT mehr ausgebeutet werden. Gerechte Bezahlung, menschenwürdige Arbeitszeiten und -bedingungen, direkt vom Arbeitgeber - wäre eine wunderbare Aufgabe für die SPD und die Linken, wenn ich so drüber nachdenke.
Und regelmäßige Kontrollen durch die Gewerbeaufsichtsämter mit entsprechend scharfen Maßnahmen bei Fehlverhalten der Arbeitgeber.
Es blieben, bei guten Bedingungen, vergleichsweise sehr viel weniger Personen, die dann Hilfe bräuchten, weil sie sich weiterhin nicht selbst versorgen könnten, was vermutlich vor allem Alte und Kranke beträfe. (So sind Sozialsysteme im übrigen gedacht, also für diese Fälle). Alle anderen könnten das dann doch. Ich will damit sagen, Dein Argument gilt doch entweder nicht, oder für alle.Geändert von Inaktiver User (04.11.2018 um 15:55 Uhr)
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04.11.2018, 16:32
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
Ich habe es geahnt.
Vereinte Nationen greifen Prinzipien des Vatikans auf
Dazu noch die Aussage des Papstes.
Bei allem Interesse an nationaler Sicherheit sei "die Sicherheit der Personen stets der Sicherheit des Landes voranzustellen".
Aha, die Fremden brauchen also Schutz, die Einheimischen nicht.
Spahn möchte jetzt auch eine genaue Prüfung des Paktes.
Seit ein paar Monaten geht mir die Aussage eines Politikwissenschaftlers nicht mehr aus dem Kopf.
Wir wagen hier ein historisch einzigartiges Experiment und zwar eine monoethnische und monokulturelle Demokratie in eine multiethnische zu verwandeln. Das kann klappen, das wird, glaube ich, auch klappen, dabei kommt es aber natürlich auch zu vielen Verwerfungen.“
Diese Aussage stammt aus den "tagesthemen" vom 20.2.2018 (ab ca. Minute 25)
Ist Deutschland und Europa zum Experimentierfeld der Welt geworden?
Wem nützen denn die vielen Migranten, denn so einfach, wie es immer gesagt wird, ist doch die Eingliederung in die Arbeitswelt wirklich nicht.
Jeder vierte Flüchtling hat einen Job
Die Zuwanderer arbeiten laut IAB häufig in Jobs, bei denen keinen guten Deutschkenntnisse erforderlich sind.
Nach 3 Jahren sind es erst 25% und auch nur weil sie keine guten Deutschkenntnisse benötigen.
Es wurde auch schon gesagt, nach 10 Jahren hofft man 70% untergebracht zu haben. Es kommen doch aber ständig neue Flüchtlinge nach und wenn sich dieser Vertrag rumgesprochen hat, dann gibt es sicher noch mehr die sich auf den Weg machen.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen wie das auf Dauer funktionieren soll. Soziale Leistungen immer weiter kürzen und Steuern hoch?
Wo sollen aber die Steuern herkommen, wenn viele Migranten keine Arbeit finden oder auch gar nicht arbeiten wollen oder keiner steuerpflichtigen Arbeit nachgehen und die Großen und Reichen, durch Steuervermeidung, keine Steuern zahlen?
Fragen über Fragen und keiner hat eine befriedigende Antwort.
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04.11.2018, 16:48Inaktiver User
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
Wenn ich die Erklärung halbwegs richtig verstanden habe, geht es vornehmlich um gemeinsame Standards bei allen Migrationsfragen. Der Prozess wird sich noch lange hinziehen, bis das Ganze Auswirkungen auf die internationale Migrationspolitik hat.
Habe jetzt gelesen, dass im Westen unserer Republik ungefähr 20% der Bevölkerung einen Migrationshintergrund hat. Wenn etwas von innen ausgehöhlt werden könnte, dann wäre das längst geschehen. Scheint aber an mir vorbeigegangen zu sein.
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04.11.2018, 16:59Inaktiver User
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
Gefettet von mir.
Doch, die Bibel:
Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn Speise? Und der Leib mehr denn die Kleidung? Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch.
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04.11.2018, 17:27
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
Wenn es sich auf "das Europa" bezieht, mag es sicher treffend sein. Und ich hoffe nicht, dass alles Brüssel und UN in Deutschland durchexperimentiert wird. Auf Verwerfungen können wir gut verzichten.Da meint der Papst bestimmt Syrien und Afrika...
Seit ein paar Monaten geht mir die Aussage eines Politikwissenschaftlers nicht mehr aus dem Kopf.
Wir wagen hier ein historisch einzigartiges Experiment und zwar eine monoethnische und monokulturelle Demokratie in eine multiethnische zu verwandeln. Das kann klappen, das wird, glaube ich, auch klappen, dabei kommt es aber natürlich auch zu vielen Verwerfungen.“
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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04.11.2018, 17:30Inaktiver User
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
Erstaunlich daran ist ja vor allem, daß diese rechtspopulistische Aussage (so heißt es ja immer) von einem Politikwissenschaftler vorgetragen wird. Und das in den Tagesthemen. Auch nennt er Wandel extremistisch:
Frage: "Was müssen denn die Parteien, also vor allem die Noch-Volksparteien, tun, um Vertrauen zurückzugewinnen, den, wie Sie sagen, Verfall der Demokratie zu stoppen?"
Antwort: "Ich lebe momentan in den USA und da hat man ganz klar gesehen, daß im Wahlkampf, daß, wenn eine extremistische Politik des Wandels antritt gegen eine moderate Politik des Status Quo, daß die extremistische Politik des Wandels gewinnen kann. Das liegt glaube ich nicht daran, daß die meisten Menschen Extremisten wären, sondern daran, daß sie sich nach einem Wandel sehnen."
weiter sagt er noch:
"Ich glaube, es gibt da sehr viele Slogans, aber es gibt nicht sehr viele mutige Politikansätze. Wenn man sich z.B. anschaut, daß die Menschen das Gefühl haben wollen, sie haben ihr eigenes Schicksal in der Hand, ihr Land kann auch für sich selber (das unterstreicht er noch mit Gestik) einstehen im Zeitalter der Globalisierung, des Freihandels, ohne deshalb gegen den Freihandel oder die Globalisierung (abwinkende Handbewegung) zu sein".
(von mir mitgeschrieben)Geändert von Inaktiver User (04.11.2018 um 18:59 Uhr)
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04.11.2018, 18:03Inaktiver User
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04.11.2018, 18:44
AW: Der Vertrag von Marrakesch - Fluch oder Segen?
Hallo Untitled,
"Migrationshintergrund" bedeutet, daß mindestens eine Deiner Vorfahren nach 1948 nach Deutschland eingewandert ist.
ALLES andere ist egal.
Deine Mutter ist Deutsche, Dein Vater Holländer, er lebt seit 1950 in Deutschland, Du und Deine Geschwister sind hier geboren, ihr sprecht Deutsch als Muttersprache und habt nur die deutsche Staatsbürgerschaft?
Egal.
Du und Deine Geschwister und Kinder und Enkel haben einen "Migrationshintergrund".
Daher die 20%.
Gruß, Silvia12
ps: Link zu Wikipedia: Migrationshintergrund – WikipediaGeändert von Silvia12 (04.11.2018 um 18:56 Uhr)
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04.11.2018, 19:00Inaktiver User



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