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  1. Inaktiver User

    AW: Der Klimawandel-Zahlen,Fakten,Dogmen, Ideologien - politische Antworten

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Die Selbstregulierung wird durch Anforderungen ersetzt, die niemand erfüllt. 20 Minuten am Tag querlüften bei minus 20 Grad Außentemperatur – machst du das? Alternativ eine Stunde stoßlüften bei minus 20 Grad Außentemperatur. Ich kenne niemanden, der das hinbekommt. Und ich kenne niemanden mit dichten Fenstern und ohne automatische Lüftung, der keinen Schimmel in der Wohnung hat. Ich kenne zwar einige, die das behaupten, das tun die aber nur etwa eine Minute lang, bis ich ihnen den Schimmel in ihrer Wohnung gezeigt habe.
    Ich lebe in einer solchen Wohnung und komme mit dem Lüften gut zurecht.
    Wie gesagt, das ist doch alles nur eine Frage der Gewöhnung. So unzumutbar, wie du es hier dartellst, ist es jedenfalls keineswegs.
    Wenn ich mein Wohnzimmer im Winter querlüfte, halte ich mich währenddessen in einem der anderen Räume auf. Sollte das nicht möglich sein, es gibt ja auch Garconnieren, zieht man sich eben ausreichend warm an. Niemand erfriert innert 20 min.

    Meine Heizkosten sind jedenfalls so gering wie in bislang keiner Wohnung, trotz EG. Das liegt sicherlich auch an der Fußbodenheizung, die eine deutlich gleichmäßigere Wärmeverteilung erlaubt.

    Die Art der Heizung spielt neben der Isolierung und dem Baumaterial, sowie der Raumplanung als solcher eine ebenso entscheidende Rolle beim effizienten Wärmehaushalten.Plant man modernen Wohnunbau unter Berücksichtigung all dieser Faktoren, überwiegen die Vorteile bei weitem.

    In meiner Altbauwohnung aus Studienzeiten hatte ich deutlich mehr Probleme und Aufwand, um mich wohl zu fühlen. So sehr ich die großzügige Archtitektur aus dieser Zeit auch liebe.

  2. Inaktiver User

    AW: Der Klimawandel-Zahlen,Fakten,Dogmen, Ideologien - politische Antworten

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    Wobei die Antwort darauf m.E. eben nicht sein kann:
    "Dann benutzen wir eben wieder einfach verglaste Fenster mit undichten Rahmen."

    Sondern:
    "Dann müssen wir eben die BewohnerInnen im Umlernen unterstützen, damit beides zuammen geht:
    Heizenergiesparende, moderne Fenster und schimmelfreie Wohnungen."

    Gut auf den Punkt gebracht. So sehe ich das auch

  3. gesperrt

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    AW: Der Klimawandel-Zahlen,Fakten,Dogmen, Ideologien - politische Antworten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zum Wohnen gehört deutlich mehr als das, was du da beschreibst. Die Wartung des Wohnraumes, wie man diesen heizt, lüftet usw. sind doch keine reflexartigen Tätigkeiten wie Atmen?
    Vieles ist gelernt, aber grösstenteils sollte Wohnen tatsächlich gute Usability haben. Ja, wenn ich in die Wohnung komme und finde die Luft etwas abgestanden - öffne ich ein Fenster. und wenn ich friere, drehe ich die Heizung auf.

    komplizierte technische Systeme, die womöglich noch Spezialwerkzeug erfordern oder die Wartung von einer bestimmten Firma abhängig ist - nein danke, das ist unpraktisch und nicht nachhaltig. Wenn es üblich ist, dass Leute ein Jahr lang experimentieren müssen, bis sie ein halbwegs akzeptables Raumklima erzeugen können, das ist doch kein Zustand!

    es wird vielleicht nicht überall so extrem sein wie hier beschrieben:
    Student fallt in der Gesangsstunde in Ohnmacht - - derbund.ch

    Ein Student fiel während der Gesangsstunde in Ohnmacht, verletzte sich am Kopf und musste in ärztliche Behandlung. Wegen der geringen Luftfeuchtigkeit von 25 bis 30 Prozent kommt es zu Juckreiz, vermehrtem Kopfweh und Bindehautentzündungen. Und, daraus folgend, zum Einsatz diverser Luftbefeuchter. Sofort an die frische Luft

    Studierende sprechen von «stickiger Luft in winzigen Zimmern», weil sich die Fenster im Minergie-Haus nicht öffnen lassen. Das kommt bei vielen Studierenden schlecht an. «Es ist doch ganz normal, dass man ab und zu das Bedürfnis hat, die Fenster zu öffnen», sagt eine Studentin. Sie kommt nur zum Instrumentalunterricht an die PH Zürich und findet nicht nur die schlechte Luft eine Zumutung. «Den ganzen Tag Kunstlicht, ich würde hier nie studieren wollen, keinen Tag würde ich es aushalten in diesem Gebäude», so ihr Fazit.

    Ein Gebäude ist doch in erster Linie ein Ort, wo Menschen sich wohl fühlen können und tun können, was immer sie dort tun sollen - und nicht eine ideologische Konstruktion, die in erster Linie modisch-dogmatische Kriterien erfüllen muss, koste es was es wolle (die Nerven, die Gesundheit, das Wohlbefinden... der BenutzerInnen)

    *****

    Graue Energie wird auch zu wenig beachtet in diesen Rechnungen, sondern vor allem die Energie während des Betriebs. Wenn man aber Energie für Herstellung, Transport, Montage und Entsorgung mit rechnet, dürfte es auch ökologisch für viele neue Bauten bald schwer werden, vor allem, da diese auf sehr kurze Lebensdauern ausgerichtet sind.

    Es gibt wohl weniger Häuser, die einen ökologischeren Fussabdruck haben, als die uralten Häuser in den Städten; was vor 800 Jahren oder ähnlich gebaut wurde, hat eine minimale graue Energie, über die Jahrhunderte. Was sinnvoll ist. Aber wer plant heute schon fürs Jahr 2120?

    ***
    Es ist schon nicht falsch, sich an neue Dinge zu gewöhnen. Es ist aber auch nicht falsch, sich zu fragen, ob diese neuen Dinge denn tatsächlich tun, was sie sollen, und eine objektive Verbesserung gegenüber dem Bewährten sind? da mache ich schon ein paar grosse Fragezeichen.


    gruss, barbara

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    AW: Der Klimawandel-Zahlen,Fakten,Dogmen, Ideologien - politische Antworten

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    Wobei die Antwort darauf m.E. eben nicht sein kann:
    "Dann benutzen wir eben wieder einfach verglaste Fenster mit undichten Rahmen."
    Wohnbau in den 50ern und 60ern hat in der Regel doppelt verglaste Fenster verbaut.

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    Sondern:
    "Dann müssen wir eben die BewohnerInnen im Umlernen unterstützen, damit beides zuammen geht:
    Heizenergiesparende, moderne Fenster und schimmelfreie Wohnungen."
    Umlernen: Das funktioniert aber so nicht, es ist realitätsfern.

    Und wenn du das technisch löst, dann ist jegliche Energieeinsparung weg.

    Man kommt im Wohnungsbau mit vernünftigen und realistischen Mitteln nicht über ein bestimmtes Maß an Energieeinsparung hinaus. Will man umwelttechnisch mehr erreichen, dann muss man auf der Seite der Energieerzeugung ansetzen.

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    AW: Der Klimawandel-Zahlen,Fakten,Dogmen, Ideologien - politische Antworten

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Wohnbau in den 50ern und 60ern hat in der Regel doppelt verglaste Fenster verbaut. ...
    Ist hier offtopic, aber das ist nicht zutreffend.
    Wir haben unser Haus in einer hochwertigen und hochpreisigen Reihenhaussiedlung 1967 erstbezogen - das hatte einfach verglaste Fenster.

    Ich bin 1990 in eine Wohnung Baujahr 1951 gezogen:
    dünne Aussenmauern und Einfach-Papierverglasung. Nach dem Krieg wurden Häuser unter dem Aspekt hochgezogen, dass möglichst schnell möglichst viel Wohnraum entsteht - die Energiebilanz war egal bzw. unbekannt.

    Wikipedia sagt dazu
    ...Von 1950 bis 1978 dominierten in Deutschland einfachverglaste Fenster sowie Kasten- und Verbundfenster mit zwei Einzelscheiben in der Bundesrepublik.[2] Nach Inkrafttreten einer Wärmeschutzverordnung (WSchVO) 1977 war die Verwendung von Einfachverglasung für Wohngebäude bis 1978 gesetzlich zulässig. Ab 1978 kamen verstärkt Isolierglasfenster auf den Markt. (Zweischeiben-) Isolierverglasung wurde typischerweise in der Zeit von 1975 bis 1994 eingebaut. ...

    Mehrscheiben-Isolierglas – Wikipedia

    Wäre ja auch komisch gewesen, wenn Bauherren freiwillig auf breiter Front die wesentlich teureren Isolierverglasungen benutzt hätten.
    Das Verbot von Einfachverglasungen wird auch von der "Ölkrise" 1973 motiviert gewesen sein, seitdem ist Energie (Kosten, Verfügbarkeit, Energieffizienz etc.) in D ein Dauerthema.

    Das Ganze ist nebenbei ein gutes Beispiel dafür, dass und wie mit Gesetzen und Verordnungen auch in Umweltfragen staatlich gesteuert wird. Und das eben nicht erst, seit "die bösen Grünen den Verbots- und Bevormundungsstaat vorantreiben".


    ... Umlernen: Das funktioniert aber so nicht, es ist realitätsfern. ...
    Das entspricht nicht meiner Wahrnehmung.
    Wenn ich ein solches Menschenbild hätte, würde ich hier nichts mehr schreiben. Denn dann wäre die Menschheit sowieso verloren.



    ... Man kommt im Wohnungsbau mit vernünftigen und realistischen Mitteln nicht über ein bestimmtes Maß an Energieeinsparung hinaus. Will man umwelttechnisch mehr erreichen, dann muss man auf der Seite der Energieerzeugung ansetzen.
    Sehe ich auch so.
    Wie gesagt, es gibt nicht die eine "Patentlösung" für das Energieproblem, es gibt auch nicht die eine "Patentlösung" gegen anthropogenen Klimawandel.

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    AW: Der Klimawandel-Zahlen,Fakten,Dogmen, Ideologien - politische Antworten

    Ich habe ja nicht von Isolierglasfenstern gesprochen, sondern von Doppelverglasung. Vielleicht mag man 1951 noch Neubauten aus Materialmangel mit Einzelverglasung erstellt haben, aber spätestens Mitte der 50er Jahre waren Verbundfenster mit zwei Scheiben zwischen innen und außen Stand der Technik. Das sind keine Isolierglasfenster!

    Für Einzelverglasung gab es regelmäßig Winterfenster, sodass auch diese Bauten in der Winterzeit faktisch eine Doppelverglasung hatten.

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    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    Das entspricht nicht meiner Wahrnehmung.
    Wenn ich ein solches Menschenbild hätte, würde ich hier nichts mehr schreiben. Denn dann wäre die Menschheit sowieso verloren.
    Wer vom 80jährigen Rentnerpärchen und den Eltern mit Kindern um die drei Jahre bei minus 20 Grad Außentemperatur erwartet, dass diese täglich 20 Minuten durchzuglüften, der ist aber sowas von weltfremd. Das geht echt schon Richtung „und weil die Regierung vom Volke enttäuscht war, entließt sie es und wählte sich ein neues“ …

  8. Inaktiver User

    AW: Der Klimawandel-Zahlen,Fakten,Dogmen, Ideologien - politische Antworten

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Wer vom 80jährigen Rentnerpärchen und den Eltern mit Kindern um die drei Jahre bei minus 20 Grad Außentemperatur erwartet, dass diese täglich 20 Minuten durchzuglüften, der ist aber sowas von weltfremd. Das geht echt schon Richtung „und weil die Regierung vom Volke enttäuscht war, entließt sie es und wählte sich ein neues“ …
    Wann und wie oft hat es denn minus 20 Grad Außentemperatur?

    Ich halte das nicht für weltfremd, sondern realistisch. Man kann halt nicht alles haben. Und das umso warhscheinlicher, je weniger man selbst dafür zu tun bereit ist.

  9. Inaktiver User

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    doppelt

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    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    ... aber spätestens Mitte der 50er Jahre waren Verbundfenster mit zwei Scheiben zwischen innen und außen Stand der Technik. ...
    Stand der Technik definiert aber nicht, was Standard in der Realität ist.
    Das ist gerade in Umweltfragen eines der Probleme - besser wäre technisch möglich, ist aber in der Produktion teurer und/oder in Produktion oder Handhabung "umständlicher", als Produkt also "unsexy".

    ...Für Einzelverglasung gab es regelmäßig Winterfenster, sodass auch diese Bauten in der Winterzeit faktisch eine Doppelverglasung hatten.
    Diese Regelmäßigkeit mag regional so gewesen sein.
    Ich kenne diese Winterfenster nur als Ausnahme von der Regel, sowohl was Alt- wie auch Neubauten angeht.
    Das ist hier aber wirklich nicht das Thema.

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