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  1. Registriert seit
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    AW: Die Grünen im Höhenflug - ein Spagat zwischen Glaubwürdigkeit und Machtwillen?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Würde mich sehr interessieren, was du dazu zu sagen hast.
    Oh, das hebt den Erwartungsdruck.... Bis gleich drüben.


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    AW: Die Grünen im Höhenflug - ein Spagat zwischen Glaubwürdigkeit und Machtwillen?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Und du empfindest vieles als vollkommen normal, was vor 100 Jahren noch als sehr luxuriös angesehen wurde bzw. gar nicht vorstellbar war.
    ich bin inzwischen soweit, dass ich mich freue und es geniesse, ein Water Closett, fliessend warmes Wasser und einen Kühlschrank in der Wohnung zu haben.

    aber auch hier gilt: ich brauch nicht 50 WCs und 100 Kühlschränke. Je eins davon reicht völlig, und erzeugt die Sattheit, die grad KEINEN Mehrbedarf hat.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  3. Avatar von VanDyck
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    AW: Die Grünen im Höhenflug - ein Spagat zwischen Glaubwürdigkeit und Machtwillen?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Wie die Grünen Umweltschutz mit dem Erhalt von Wohlstand und materieller Sicherheit kombinieren wollen, ist mir bisher schleierhaft.
    Diesbezüglich gibts ja schon seit Jahrzehnten Umbaukonzepte hin zu einer sozial-ökologisch orientierten Industriegesellschaft - nicht nur von den Grünen, sondern auch von SPD und Gewerkschaften, in Universitäten, in der Wissenschaft, in div. Instituten und Verbänden, etc. etc. etc.
    Im Übrigen kommt es natürlich auch darauf an, das bisherige Verständnis von Wohlstand in der Mehrheitsgesellschaft zu verändern - bei einer zukünftigen wahrscheinlichen Regierungsbeteiligung der Grünen (egal ob nun führend in der Regierung oder nicht) muss es ein zentrales Anliegen sein, solch einen Umdenkungsprozess zu befördern bzw. auch 'anzuführen'.
    Wie weit man dann damit kommt - man wird sehen ...
    Der Versuch jedoch ist aus meiner Sicht zwingend notwendig bei einer grünen Regierungsbeteiligung.

    Zitat Zitat von Xarin Beitrag anzeigen
    Doch, doch- das ungeliebte Wort "Verzicht" spielt da in einem gewissem Rahmen eine Rolle. Würde man sich dem Thema ernsthafter widmen.
    Da will ich nicht widersprechen - das also auch 'Verzicht' dazu gehört.
    Man kann aber auch durch Verzicht 'gewinnen' - Verzicht kann bspw. auch bedeuten, dass man sich von unnötigem Ballast befreit.
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
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    Ich habe das Maus zurück geholt.
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    Geändert von VanDyck (26.06.2019 um 11:23 Uhr)


  4. Registriert seit
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    AW: Die Grünen im Höhenflug - ein Spagat zwischen Glaubwürdigkeit und Machtwillen?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    ich bin inzwischen soweit, dass ich mich freue und es geniesse, ein Water Closett, fliessend warmes Wasser und einen Kühlschrank in der Wohnung zu haben.

    aber auch hier gilt: ich brauch nicht 50 WCs und 100 Kühlschränke. Je eins davon reicht völlig, und erzeugt die Sattheit, die grad KEINEN Mehrbedarf hat.

    gruss, barbara
    Da irrst du dich gewaltig.

    Vor 100 Jahren brauchte der Bauer auch nicht mehr als zwei Pferde, um seinen Pflug zu ziehen und mehr als einen Ofen, um seine Stube zu heizen. Womit bestellt er heute seine Felder?

    Vor 30 Jahren hat dir dein Telefon von der Post doch vollkommen ausgereicht. Heute hast du ein Smartphone und möchtest es nicht mehr eintauschen.

    Noch vor 100 Jahren zogen viele Leute ihr eigenes Gemüse im Garten. Du gehst heute einfach in den Laden um die Ecke und hast die halbe Welt zur Auswahl.


  5. Registriert seit
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    AW: Die Grünen im Höhenflug - ein Spagat zwischen Glaubwürdigkeit und Machtwillen?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Vor 100 Jahren brauchte der Bauer auch nicht mehr als zwei Pferde, um seinen Pflug zu ziehen und mehr als einen Ofen, um seine Stube zu heizen. Womit bestellt er heute seine Felder?
    EINEN Traktor und EINEN Pflug und EINE Heizung im Keller... auch wenn die modernen Versionen deutlich mehr Leistung umsetzen als die alten Versionen.

    kein Bauer braucht hundert Traktoren und zweihundert Pflüge. Grossgeräte wie Mähdrescher werden, so viel ich weiss, meist von mehreren Bauern geteilt.


    Vor 30 Jahren hat dir dein Telefon von der Post doch vollkommen ausgereicht. Heute hast du ein Smartphone und möchtest es nicht mehr eintauschen.
    Ja aber auch hier reicht mir EIN Smartphone. Das auch sehr gern langlebig und robust und reparierbar sein darf. Keine eingeklebten Akkus, bitte!

    Ein Smartphone ersetzt allerdings eine Menge anderer Geräte. nicht nur telefonieren, es weckt, hat Landkarten drauf, fotografiert, filmt, macht Tonaufnahmen, für den Sport hab ich einen Timer drauf, letzthin kam eine App hinzu, die Lautstärken (Dezibel) misst, spielen kann man natürlich auch, schreiben kann man...

    Wenn man mal guckt, was ein Smartphone alles kann, und was man noch vor 30 Jahren alles an Material benötigte, um all diese Dinge zu tun - war vieles davon vielen gar nicht zugänglich.

    Mit dem Smartphone bzw digitaler Technik und die Verkleinerung der Technik die alte marxistische Forderung nach "die Produktionsanlagen in die Hände des Volks" zu grossen Teilen realisiert.

    Jeder kann heut mit dem Smartphone ein Lied oder einen Vortrag auf Youtube stellen und veröffentlichen. Um aktuell zu bleiben, lese ich lieber Brigitte Forum und was die Leute hier schreiben, Tageszeitungen nur am Rande....

    Smartphones sind eine super Sache :-)

    Noch vor 100 Jahren zogen viele Leute ihr eigenes Gemüse im Garten. Du gehst heute einfach in den Laden um die Ecke und hast die halbe Welt zur Auswahl.
    ja, aber nicht in derselben Qualität. Vieles vom Supermarkt kauf ich nicht, weil ich finde, es schmeckt wie nasser Karton., und sieht des öftern auch sehr unfrisch aus. Sowas kann ich mit WC-Papier und Wasser selbst basteln, wenn nötig.

    Dass es nicht eine Selbstverständlichkeit ist, dass zu jeder Wohnung ein Pflanzblätz gehört, ist ein Problem unserer Zeit. Sollten wir ändern, und die grüne Partei wäre eigentlich präsdestiniert dazu, so etwas zu fordern und politisch voranzutreiben.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


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    AW: Die Grünen im Höhenflug - ein Spagat zwischen Glaubwürdigkeit und Machtwillen?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Da irrst du dich gewaltig.

    ...
    Das ist ja ein Irrtum, dem fast jeder von uns unterliegt.

    Gemessen an uns (vierköpfige Familie auf 130qm mit einem Kühlschrank 230l und zwei WC) darf also ein Single eine 26qm-Wohnung haben und sich einen - nach heutigen Maßstäben - eher kleinen Kühlschrank von 130l und das WC mit seinem Nachbarn teilen. Naja...

    Aber im Vergleich zur 8-köpfigen Familie in der Wellblechhütte irgendwo in Afrika ist dann auch unser familiärer CO2-Abruck wiederum gewaltig.


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    AW: Die Grünen im Höhenflug - ein Spagat zwischen Glaubwürdigkeit und Machtwillen?

    Doppelpost


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    AW: Die Grünen im Höhenflug - ein Spagat zwischen Glaubwürdigkeit und Machtwillen?

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Da will ich nicht widersprechen - das also auch 'Verzicht' dazu gehört.
    Man kann aber auch durch Verzicht 'gewinnen' - Verzicht kann bspw. auch bedeuten, dass man sich von unnötigem Ballast befreit.
    Ein recht interessantes Interview über Konsumverhalten und Selbstoptimierung (Zeit Magazin). Wenn der gesellschaftliche Diskurs es schaffen könnte, "Verzicht" als ein gesellschaftliches Ideal zu verkaufen, könnte das klappen. Bis dahin müssen wir aber noch die SUV-Fahrer (und viele andere) davon überzeugen.


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    AW: Die Grünen im Höhenflug - ein Spagat zwischen Glaubwürdigkeit und Machtwillen?

    Zitat Zitat von untitled Beitrag anzeigen
    Ein recht interessantes Interview über Konsumverhalten und Selbstoptimierung (Zeit Magazin). Wenn der gesellschaftliche Diskurs es schaffen könnte, "Verzicht" als ein gesellschaftliches Ideal zu verkaufen, könnte das klappen. Bis dahin müssen wir aber noch die SUV-Fahrer (und viele andere) davon überzeugen.
    Zum Beispiel die für den Klimaschutz im globalen Kontext gesehen relevanten Nationen wie China und Indien (von den USA mal ganz zu schweigen). Meine Asien Erfahrung: Dort beginnt diese Art von Konsum erst richtig. Mal will reisen, mal will fliegen, mal will ein (oder mehrere) Auto(s), man will eine Klimaanlage usw.

    Während Deutschland für den Klimawandel (fast) völlig irrelevant ist, sieht dies bei China (ca. 1, 4 Milliarden Menschen) und Indien (ca. 1,35 Milliarden Menschen) gänzlich anders aus.

    Eine Vorreiter-/Vorbildrolle Deutschlands wäre zu begrüßen. Wobei unsere vermurkste Energiewende hier wenig Hoffnung macht. Geht dies aber mit Konsumverzicht, Wohlstands- und Wachstumsverlusten etc. einher dürften uns besagte Länder kaum folgen. Denn die Prioritäten sind dort völlig andere (noch jedenfalls).

    In diesem Sinne wäre eine gelungene Energiewende in Deutschland extrem wichtig. Die Betonung liegt auf gelungen … also der Vereinbarkeit von wachsendem Wohlstand und Klimaneutralität.

  10. Avatar von VanDyck
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    AW: Die Grünen im Höhenflug - ein Spagat zwischen Glaubwürdigkeit und Machtwillen?

    Zitat Zitat von untitled Beitrag anzeigen
    Ein recht interessantes Interview über Konsumverhalten und Selbstoptimierung (Zeit Magazin).
    Sehr interessant - vielen Dank für den link!

    Hab schon mal reingeschaut und den Anfang gelesen:

    Marie Kondo würde vielleicht sagen: Wir haben es in der Hand, mit welchen Dingen wir uns umgeben. In Wahrheit aber rekrutieren die Alltagspraktiken uns. Es sind gesellschaftliche Lebensgewohnheiten, in die wir hineingeboren werden und die unser Verhalten lenken.

    Okay - zwei Gegenpole: haben wir unser Leben in der Hand und entscheiden letztlich selbst oder werden wir sozusagen gesteuert von der Lebensgewohnheiten, in die wir hinein geboren werden?

    Bis zum heutigen Tage erscheint mir nur eine Antwort auf diese Frage richtig, die ja oftmals gestellt wird. Und diese Antwort stammt von Karl Marx (uhh, jetzt bin ich Marxist ):

    Die Menschen machen ihre eigene Geschichte, aber sie machen sie nicht aus freien Stücken unter selbstgewählten, sondern unter unmittelbar vorhandenen, gegebenen und überlieferten Umständen.“
    Hervorhebung von mir

    Wenn der gesellschaftliche Diskurs es schaffen könnte, "Verzicht" als ein gesellschaftliches Ideal zu verkaufen, könnte das klappen.
    Auf sowas (ähnliches) hat ja der Philosoph Hans Jonas gehofft, von dem ich hier mal ein sehr langes Interview verlinkt habe.

    Hier nochmal der Link zum Spiegel-Interview mit Hans Jonas von 1992:

    Hans Jonas - Dem bösen Ende näher
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
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    Ich habe das Maus zurück geholt.
    The Green Mile
    Geändert von VanDyck (26.06.2019 um 13:57 Uhr)

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