+ Antworten
Seite 115 von 115 ErsteErste ... 1565105113114115
Ergebnis 1.141 bis 1.150 von 1150
  1. Moderation Avatar von Charlotte03
    Registriert seit
    03.05.2010
    Beiträge
    17.821

    AW: Die Grünen im Höhenflug - ein Spagat zwischen Glaubwürdigkeit und Machtwillen?

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass die Grünen und ihre Sympathisanten überzeugt sind, immer das Richtige zu wollen und bestrebt sind, das zu tun. Sie wollen oder sind nicht besser als andere, sie machen und wollen das für sie einzige Richtige.
    Wollen das nicht andere Gruppierungen (Parteien,Verbände etc.) nicht auch? Ich denke, jeder möchte doch das Richtige tun.

    Insofern sind sie anderen, die auch Falsches tun, überlegen. Ob sie sich überlegen fühlen, weiss ich nicht, ich denke nicht. Da sie aber überzeugt sind, das Richtige zu denken, zu wollen, zu tun, müssten sie eigentlich denjenigen, die das nicht wollen, nicht tun, sich überlegen fühlen.
    Ich denke nicht, dass die Grünen sich überlegen fühlen. Diesen Gedanken des "Überlegenfühlens" schreibe ich eher denjenigen zu, die von anderen abfällig sprechen. Z.Beispiel die AfD, die immer von "Altparteien" oder "Etablierten" mit einer negativen Konnotation spricht.
    Genieße deine Zeit.
    Denn du lebst nur jetzt & heute.
    Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher, als du denkst.
    Moderatorin in "Schule, Uni, Studium und Ausbildung""Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?""Serien, Shows & Soaps"und...Userin


  2. Registriert seit
    19.05.2018
    Beiträge
    1.833

    AW: Die Grünen im Höhenflug - ein Spagat zwischen Glaubwürdigkeit und Machtwillen?

    Zitat Zitat von Charlotte03 Beitrag anzeigen
    Ich denke nicht, dass die Grünen sich überlegen fühlen. Diesen Gedanken des "Überlegenfühlens" schreibe ich eher denjenigen zu, die von anderen abfällig sprechen. Z.Beispiel die AfD, die immer von "Altparteien" oder "Etablierten" mit einer negativen Konnotation spricht.
    Politische Parteien sind Lobbyisten ihrer eigenen Machtansprüche. Auch die Grünen. Vielleicht nutzen sie "Moral" als Marketingstrategie. Allerdings unterscheiden sie sich da auch null von anderen Parteien.

    Insgesamt ist die Moraldiskussion eher was für eine Bildungsbürgerrunde nach dem dritten oder vierten Glas Wein.

  3. Inaktiver User

    AW: Die Grünen im Höhenflug - ein Spagat zwischen Glaubwürdigkeit und Machtwillen?

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Noch ein gruseliger Artikel. Man kann Frau Harms gerne kritisieren, und ihr Vorstoss ist albern und klingt als wolle sie einen grossen Jungen vor der Klasse in die Ecke stellen, aber der Tenor des Artikels ist polemisch-negativ hämisch.
    Jo mei, wenn man auf die Schnelle halt was sucht. Ich mach mir doch keine echte Arbeit mehr für Gutmenschen

    Vielleicht stößt diese Buchbesprechung auf offenere Ohren, wo und wie die Grünen umherlavieren, aber von mir aus sollen sie doch. Ist eine etwas 'seriösere' Auseinandersetzung, und eher die aus Sicht von links auf den linken Flügel der Grünen-Partei. Da gibt es ja diverse Überlappungen.

    Warum Moralisieren der Linken nicht weiterhilft

    Es gibt offensichtlich zu wenige Menschen, die für das geringe Gehalt den Beruf des Altenpflegers oder der Altenpflegerin ausüben wollen. Der Vorschlag des CDU-Gesundheitsministers besteht nun darin, Menschen aus Ländern mit niedrigeren Löhnen anzuwerben. Eine linke Politik müsste diesen Vorschlag kritisieren, weil er dazu führt, dass die Löhne niedrig bleiben oder sogar noch niedriger werden. Wie aber reagiert die Partei der Grünen? Sie begrüßt diesen Vorschlag als ein fremdenfreundliches Zeichen und unterstellt zugleich der sozialen linken Kritik Fremdenfeindlichkeit.

    usw.

    (Das Buch werde ich nicht lesen, mir gefällt die Beschreibung und die dortige Problemstellung, aber mehr auch nicht.)

  4. Avatar von Punpun
    Registriert seit
    03.04.2013
    Beiträge
    2.825

    AW: Die Grünen im Höhenflug - ein Spagat zwischen Glaubwürdigkeit und Machtwillen?

    Interessanter Kommentar warum Grüne und AfD die Diskurs-Hoheit haben - und CDU und SPD daran Schuld sind
    https://www.focus.de/politik/deutschland/angespitzt-kolumne-von-ulrich-reitz-warum-gruene-und-afd-die-diskurs-hoheit-haben-und-cdu-und-spd-daran-schuld-sind_id_10215288.html


    Beispiel Asylrecht : Sichere Herkunftsstaaten :
    ( bedeutet „sicheres Herkunftsland“ nicht, dass es dort überhaupt keine politische Verfolgung geben könnte - dann wäre die Quote bereits heute: Null.)

    Koalitionsvertrag ;
    Es bedeutet für jeden einzelnen Wähler, dass eine Stimme für die Grünen am Ende mehr auszurichten vermag als eine für eine der großen Parteien.
    Die Grünen haben keine Mehrheit im Bundestag und keine Mehrheit im Bundesrat - und können trotzdem ein Bundesgesetz, für das es eine breite Mehrheit von SPD, Union und AfD gibt, blockieren. Verantwortlich dafür sind Koalitionsvereinbarungen, in denen sich SPD und CDU den Schneid haben abkaufen lassen.

    Koalitionskarte ziehen:
    Es gibt keine Vorschrift, die einem kleinen Koalitionspartner bei Entscheidungen im Bundesrat eine Veto-Position gäbe. Das ist eine polititische Entscheidung - mit anderen Worten: SPD und Union wollten das so.

    Und diejenigen Spitzenpolitiker der CDU, die wie Daniel Günther die Grünen offensiv loben, sollten ihren Wählern nicht länger verschweigen, welche Folgen ihre Sympathie in der Flüchtlingspolitik hat.

    Folge :
    Die Grünen können das Versprechen an ihre Wähler - Refugees welcome! - mehr oder weniger durchsetzen.
    Horst Seehofer, dem Bundesinnenminister von der CSU, nutzt es wenig bis nichts darauf hinzuweisen, die Politik sicherer Herkunftsländer habe die Zahl der Asylbewerber vom Balkan erfolgreich drastisch reduziert. Das stimmt zwar, aber die Grünen interessiert das nicht. Es braucht sie auch nicht zu interessieren. Und weshalb? Sie verlieren keine Wähler an die AfD.
    Dieses Schicksal erlitten bislang SPD, Union (und die Linkspartei).
    Die Asyl-Politik der Grünen stiftet für diese Partei maximalen Nutzen und zugleich für ihre Konkurrenz maximalen Schaden.


  5. Registriert seit
    09.10.2018
    Beiträge
    712

    AW: Die Grünen im Höhenflug - ein Spagat zwischen Glaubwürdigkeit und Machtwillen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...
    Warum Moralisieren der Linken nicht weiterhilft

    Es gibt offensichtlich zu wenige Menschen, die für das geringe Gehalt den Beruf des Altenpflegers oder der Altenpflegerin ausüben wollen. Der Vorschlag des CDU-Gesundheitsministers besteht nun darin, Menschen aus Ländern mit niedrigeren Löhnen anzuwerben. Eine linke Politik müsste diesen Vorschlag kritisieren, weil er dazu führt, dass die Löhne niedrig bleiben oder sogar noch niedriger werden. Wie aber reagiert die Partei der Grünen? Sie begrüßt diesen Vorschlag als ein fremdenfreundliches Zeichen und unterstellt zugleich der sozialen linken Kritik Fremdenfeindlichkeit.
    ...
    Wo ist denn der Link mit der Grünen-Kritik im Wortlaut oder muss es schon wieder reichen, dass irgendwer irgendeine Behauptung aufstellt?

    Zur Bezahlung im Pflegebereich sagen die Grünen selbst dazu u.a.:

    ... Die Personalnot in der Pflege ist ein ungelöstes Problem. Wie in anderen Frauenberufen fehlt es an gesellschaftlicher Anerkennung und gerechter Bezahlung. ...

    Wir sorgen fur gute Pflege- BUNDNIS 90/DIE GRUNEN Bundespartei

    Liest sich für mich nicht so, als hätten die Grünen das Interesse, die Löhne und Gehälter im Pflegebereich niedrig zu halten oder gar zu senken.

  6. Inaktiver User

    AW: Die Grünen im Höhenflug - ein Spagat zwischen Glaubwürdigkeit und Machtwillen?

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    Wo ist denn der Link mit der Grünen-Kritik im Wortlaut oder muss es schon wieder reichen, dass irgendwer irgendeine Behauptung aufstellt?
    Steht doch da, als Zitat aus dem Buch. Im Zweifel glaube ich übrigens eher einem kritischen Prof. als einem Forum oder Parteiprogramm.

    Und wenn die Grünen ökonomische Grundlagen wohl nicht beherrschen und sogar die Ziele des Migrationspakts wohl nicht richtig einordnen (nämlich Qualifizierung zu 'drücken'), brauchen sie sich nicht zu wundern, wenn sie von anderer Seite wiederum als neoliberal eingestuft werden.

    Oder eben als Moralpopulisten


  7. Registriert seit
    09.10.2018
    Beiträge
    712

    AW: Die Grünen im Höhenflug - ein Spagat zwischen Glaubwürdigkeit und Machtwillen?

    Aha. Es genügt also, dass irgendwer irgendwas behauptet.


  8. Registriert seit
    19.05.2018
    Beiträge
    1.833

    AW: Die Grünen im Höhenflug - ein Spagat zwischen Glaubwürdigkeit und Machtwillen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (Das Buch werde ich nicht lesen, mir gefällt die Beschreibung und die dortige Problemstellung, aber mehr auch nicht.)
    Das kann ich mir vorstellen, schreibt der Buchautor doch dies (Hervorhebung von mir):

    Vom Populismus kann man lernen, dass er durch die einfache Grenzziehung von Wir und Sie wirkungsvoll gemeinsame Erfahrungen herbeiführen kann. Jede politische Kraft, die Mehrheiten für sich gewinnen will, braucht diese gemeinsamen Erfahrungen. Wenn sie dabei zu populistischen Mitteln greifen will, müsste ein reflektierter linker Umgang darin bestehen, diese Grenze entlang der sozialen Ungerechtigkeit zu ziehen. Genau diese Reflektion wird von der moralischen Kommunikation nicht aufgebracht. Sie zieht, indem sie sich von ihrem bösen Gegner den Kampf bestimmen lässt, quer durch alle sozialen Klassen immer neue Grenzen und behauptet zugleich, dass sie mit Grenzen und Populismus nichts zu tun hat.

    Der moralische Populismus sieht sich dabei als Verteidiger einer offenen Gesellschaft. Seine Mittel produzieren jedoch das Gegenteil seiner eigentlichen Absicht. (….) Eine soziale Linke ist hingegen weniger forsch in ihrer moralischen Verurteilung und versucht stattdessen, sich um die Bereiche des Lebens zu kümmern, die durch politische Entscheidungen verbessert werden können. Meine Sympathien liegen eindeutig auf dieser Seite. (….) Ich sehe in der Selbstgewissheit, sich zu den Guten zu zählen, vor allem eine bequeme Lüge. Es kostet halt nichts, moralisch zu sein, und es gibt einem das gute Gefühl, selbst nichts an seinem Leben ändern zu müssen“ (S. 190-191).

  9. Avatar von Lukulla
    Registriert seit
    16.07.2004
    Beiträge
    33.081

    AW: Die Grünen im Höhenflug - ein Spagat zwischen Glaubwürdigkeit und Machtwillen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht stößt diese Buchbesprechung auf offenere Ohren,
    Nee, bei mir nicht, hier kritisiere ich auch den höhnischen Ton und die oft wilde Interpretation dessen, was eigentlich gesagt wird oder eine Verurteilung von anderen Autoren von dem eigentlichen Autor, Bernd Stegemann, Professor an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ und Dramaturg am Berliner Ensemble sowie Mitinitiator der Bewegung „Aufstehen“; sein Buch heisst: Die Moralfalle. Für eine Befreiung linker Politik.

    Dort steht: Doch Harald Welzer ist kein Gemeinschaftskundelehrer, sondern Deutschlands erster Moralapostel, und so hält er nicht nur einigen Schülern eine lange Moralpredigt, sondern gleich der ganzen Nation. Hier muss sich niemand Sorgen machen, er könne etwas nicht verstehen oder geriete gar in eine Situation, wo ihm etwas in der Welt fragwürdig vorkommen könnte. Welzers Welt ist sauber eingeteilt in die Guten und die Bösen. Aber Vorsicht, die Bösen sind gerade dabei, die Welt der Guten kaputt zu machen

    Nun ist Harald Welzer alles andere als ein Gemeinschaftskundelehrer, sondern ein kluger Kopf, der sich viele gute Gedanken zum Thema Zukunft unseres Planeten und unserer Gesellschaftsysteme macht. Beispiel: Vortrag auf dem Entrepreneurship Summit 2016, alleine die Einleitung seines Vortrages ist hervorragend und zeigt an einem Beispiel die zwangsläufige Ende einer Wachstumsspirale.

    Harald Welzer ist Direktor von Futurzwei – Stiftung Zukunftsfähigkeit, Professor für Transformationsdesign an der Universität Flensburg und ein Buchautor. Man kann ja seinen Thesen widersprechen, aber ihn als Deutschlands erster Moralapostel zu bezeichnen, ist einfach dumm.


    Zitat Zitat von Punpun Beitrag anzeigen


    Es bedeutet für jeden einzelnen Wähler, dass eine Stimme für die Grünen am Ende mehr auszurichten vermag als eine für eine der großen Parteien.
    Die Grünen haben keine Mehrheit im Bundestag und keine Mehrheit im Bundesrat - und können trotzdem ein Bundesgesetz, für das es eine breite Mehrheit von SPD, Union und AfD gibt, blockieren. Verantwortlich dafür sind Koalitionsvereinbarungen, in denen sich SPD und CDU den Schneid haben abkaufen lassen.
    Das ist natürlich blöd, dass man vereinbart, dass bei unterschiedlichen Ansichten ein Land mit Enthaltung stimmen muss. So gehen wichtige Projekte verloren.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Steht doch da, als Zitat aus dem Buch.
    Ja klar, das schreibt Stegmann. Aber es ist natürlich nur eine Zuschreibung an die Grünen. Ob die das genauso werten und sagen, bleibt zu recherchieren.

    Zitat Zitat von untitled Beitrag anzeigen
    Das kann ich mir vorstellen, schreibt der Buchautor doch dies (Hervorhebung von mir):

    Es kostet halt nichts, moralisch zu sein, und es gibt einem das gute Gefühl, selbst nichts an seinem Leben ändern zu müssen“ (S. 190-191).
    Die Erkenntnis gefällt mir. Wenn man selbst schon gut ist, muss man nichts mehr verbessern, besser als gut geht nicht. Fein, wenn man das für sich erkannt hat oder ganze Gruppen das für sich erkannt haben. Das muss einem ein erhabenes evtl. auch arrogantes evtl auch überhebliches Gefühl gegenüber den anderen geben.

    Auf jeden Fall lässt sich von der Position der Guten trefflich reden, man muss sich und seine Taten und Überzeugungen nicht mehr in Frage stellen und kann ununterbrochen andere negativ kritisieren.
    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  10. Inaktiver User

    AW: Die Grünen im Höhenflug - ein Spagat zwischen Glaubwürdigkeit und Machtwillen?

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Harald Welzer ist Direktor von Futurzwei – Stiftung Zukunftsfähigkeit, Professor für Transformationsdesign an der Universität Flensburg und ein Buchautor. Man kann ja seinen Thesen widersprechen, aber ihn als Deutschlands erster Moralapostel zu bezeichnen, ist einfach dumm.
    Den Vortrag habe ich mir ganz angeschaut und muß sagen: Schwach. Nicht nur, die Wachstumsspirale auf Transportkapazitäten zu beschränken, sondern auch das völlige Ausblenden des Niedriglohnsektors, der wachsenden Ungleichheit und DARAUS entstehender Hoffnungslosigkeit und Systemschwächung sieht er aus einem typischen Beamtenblickwinkel. Gut finde ich, daß er auf ein akzeptables Bildungsniveau und Konsumkritik als etwas Wünschenswertes abzielt. Auch der Kritik an selbstfahrenden Autos kann ich etwas abgewinnen, aber es stellt sich immer wieder die Frage: Wer bezahlt die Gesellschaft, wenn ein Verlust an Wettbewerbsfähigkeit eintritt, wenn man noch mehr Kernbereiche z.B. deutscher Industrietätigkeit herunterfährt? (Ganz trickreich kann man auch Entwicklungs- oder Intelligenzprozesse nach China auslagern, und danach profitieren alle irgendwie davon, die Frage ist nur, ob China das dann so möchte?)

    Das Hamsterrad, das sich in Arbeitsverdichtung und Produktivitätssteigerung 'nachteilig' für Unternehmer und Arbeitnehmer manifestiert, kommt doch nicht daher, daß die Leute mehr konsumieren wollen (da könnte man auf die narzisstische Bedürfnisbefriedigung nach Maaz verweisen, aber es sind nicht alle so), sondern daß das knowhow - und zwar in Wissen und Praxis - immer schneller umgesetzt werden muß, um überhaupt noch am Markt effizient positioniert zu sein.

    Sicher wird er auch technisch wissen, wie man einen sozioökologische Gesellschaftstransformation auslöst und begleiten könnte, da ist mancher überfordert. Es ist nur die Frage, ob der vorläufig angedachte Endpunkt mit seinen Vorstellungen überhaupt erreichbar ist, oder nicht auf halbem Wege von einer eher grauslichen Realität überholt wird.

    Er bestärkt mich eher in dem Eindruck, daß er in einer Filterblase mit kleinem Radius sitzt. Das mag zum Teil daran liegen, daß er eine eher junge Zuhörerschaft vor sich hat und drosselt, aber trotzdem wirtschaftliche und vielleicht gar militärische Zwänge zwecks 'Betriebskostenerhalt' für diesen Staat oder EU völlig außer acht läßt. Als läge die Entscheidung für eine offene Gesellschaft ganz in unserer eigenen Hand und nur der Wille dazu wäre bei Einigen nicht vorhanden. Sehr unsympathisch, diese Denkweise, und insgesamt zu flach. Allerdings nur auf diesen Vortrag bezogen, ich kenne Anderes von ihm nicht.
    Geändert von Inaktiver User (23.01.2019 um 21:37 Uhr) Grund: sozioökologische statt sozioökonomische

+ Antworten

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •