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    AW: Die AfD - 3. Strang

    Die AfD im brandenburgischen Landtag hatte einen Bericht des Verfassungsschutzes zur Einstufung des Landesverbandes als rechtsextremistschen Verdachtsfall beantragt. Im Innenausschuss musste sie sich heute vom Leiter des Verfassungsschutzes u. a. anhören:

    Der Landesverband habe sich stark radikalisiert, werde von dem "erwiesenen Rechtsextremisten" Andreas Kalbitz geführt und sei vom Gedankengut des völkisch-nationalistischen "Flügels" geprägt, sagte Müller. Daran habe auch die "Scheinauflösung" der Parteiströmung nichts geändert. "Und dass er den Vorsitz ruhen lässt, heißt nicht, dass Kalbitz nicht führt." Müller wiederholte ein Zitat von Innenminister Michael Stübgen (CDU): "Der Flügel ist längst der ganze Vogel."

    Die Bestrebungen der führenden Politiker im AfD-Landesverband seien eindeutig gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung gerichtet, betonte Müller. Der amtierende AfD-Fraktionschef im Landtag, Dennis Hohloch, habe selbst auf einer Pressekonferenz gesagt: "Der Flügel ist längst durch, wir sind alle dabei."
    Quelle
    Starke Frauen sind leicht zu erkennen.
    Sie bauen sich gegenseitig auf, statt sich gegenseitig fertig zu machen.

  2. gesperrt

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    AW: Die AfD - 3. Strang

    In dieser Woche habe ich einen dieser Polittalks im Fernsehen angeschaut, ich glaube es war "Maischberger die Woche" und da lief es mir eiskalt über den Rücken, als da einer der Talkgäste sagte, dass es durchaus möglich wäre, dass die Afd aufgrund von einer kommenden Wirtschaftskrise(bedingt durch Corona) im nächsten Wahljahr in der Wählergunst enorm steigen könnte.
    Mir kommt unsere Zeit sowieso wie eine gruselige Paralelle zur Weimarer Republik vor, und ich frage mich voller Grausen, ob wir vielleicht eines Tages wieder genau da landen, wo unsere Großeltern und Urgroßeltern gelandet sind, weil zu viele ihr Kreuzchen an der falschen Stelle gemacht haben.
    Oder bin ich da als Autistin nur zu ängstlich und die Gefahr dass die Afd mal an der Macht sein könnte, ist gar nicht so groß?
    Ich hoffe ja, dass ich mich irre, was meine Zukunftsängste betrifft, aber ich hab da leider so ne dunkle Vorahnung, die mich einfach nicht mehr loslässt...
    Ich meine, vor 1929 hätte auch niemand gedacht, dass die NSDAP an die Macht käme, die hatte in den 20er Jahren kaum mehr wähler als heute die Afd.
    Diese Angst lässt mich einfach nicht los und ich liege nachts oft wach und grübele wohin die Reise in den nächsten Jahren gehen wird.
    Bin ich da zu paranoid oder ist die Gefahr real?
    Als Autistin fällt mir das schwer einzuschätzen, ich bin ein sehr ängstlicher Mensch.
    Aber ich sehe da leider erschreckende Paralellen zur Weimarer Republik, vor allem, falls durch Corona und eventuelle weitere Lockdowns eine noch schlimmere Wirtschaftskrise käme.
    Meine Angst vor der Afd war schon vor Corona groß, aber jetzt ist sie noch viel größer geworden.

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    AW: Die AfD - 3. Strang

    Liebe Elyn,
    es tut mir leid für dich, das dich so trübe Gedanken umtreiben.

    Eine Glaskugel habe ich natürlich nicht, ich weiß nicht, was kommt.
    Ja, ich sehe auch Parallelen zur Vergangenheit.
    Alles hat eine Vorgeschichte. Die Herrschaft der NSDAP fiel ja nicht plötzlich vom Himmel.

    Und heute haben wir auch eine Vorgeschichte, und dazu gehört auch das Wissen, was Faschismus anrichtet.

    Manchmal ist dann der Fokus auf eine bestimmte Stelle gerichtet.
    Ich glaube, das passiert gerade bei dir.

    Die Afd hat eine ungefähre Zustimmung von 10%.
    Das heißt, die anderen Parteien liegen bei 90%.

    WIR SIND MEHR!
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!


    Andra tutto bene!

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    AW: Die AfD - 3. Strang

    Zitat Zitat von kaffeesahne Beitrag anzeigen
    Ja, ich sehe auch Parallelen zur Vergangenheit.
    Alles hat eine Vorgeschichte. Die Herrschaft der NSDAP fiel ja nicht plötzlich vom Himmel.
    Ich sehe auch Parallelen zur Weimarer Zeit und die Nationalsozialisten sind nicht von heute auf morgen an die Macht gekommen. Es gab eine Weltwirtschaftskrise, viele Arbeitslose, es gab Hunger und Elend und Verteilungskämpfe. Die Parteien haben es einfach nicht hinbekommen, die Dinge wieder in den Griff zu kriegen und waren untereinander zerstritten und führten Grabenkämpfe gegeneinander. Auf den Straßen herrschte immer mehr Gewalt. Schlägertrupps von rechts und übrigens auch von links machten die Straßen zunehmend unsicher.

    Zitat Zitat von kaffeesahne Beitrag anzeigen
    Und heute haben wir auch eine Vorgeschichte, und dazu gehört auch das Wissen, was Faschismus anrichtet.
    Geschichte wiederholt sich nicht ganz genau so. Heute wird leider völlig ausgeblendet, dass es auch Faschismus von links gibt, der nicht minder menschenfeindlich ist als der Faschismus von rechts. Und ich denke nicht, dass es klug ist, Rechtsfaschismus mit Linksfaschismus bekämpfen zu wollen. Am Ende ist Faschismus leider Faschismus, egal aus welcher Ecke er kommt.

    Wir sollten unsere Verfassung wieder zu schätzen lernen und uns an die demokratischen Regeln halten.

    Solche Parolen allerdings wie diese:
    Zitat Zitat von kaffeesahne Beitrag anzeigen
    WIR SIND MEHR!
    halte ich nicht für geeignet, den drohenden Rechtsruck aufzuhalten. Zum einen ist das völlig sinnbefreit und zum anderen spaltet das die Gesellschaft immer weiter.

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    AW: Die AfD - 3. Strang

    Zitat Zitat von Monaline Beitrag anzeigen
    ...
    Heute wird leider völlig ausgeblendet, dass es auch Faschismus von links gibt, der nicht minder menschenfeindlich ist als der Faschismus von rechts. Und ich denke nicht, dass es klug ist, Rechtsfaschismus mit Linksfaschismus bekämpfen zu wollen. Am Ende ist Faschismus leider Faschismus, egal aus welcher Ecke er kommt.
    ...
    Wikipedia: Linksfaschismus (auch Linker bzw. Roter Faschismus oder Rot-Faschismus) ist ein politischer Kampfbegriff ohne einheitliche Bedeutung. Meist soll er realsozialistische Staaten, linksgerichtete Politik oder Ideologie als „Faschismus“, seltener auch Antikapitalismus faschistisch genannter Staaten oder Gruppen als „links“ bewerten. Die Politikwissenschaft verwendet den Begriff, anders als den Faschismusbegriff, nicht zur Beschreibung einer Ideologie oder Gesellschaftsordnung. (Hervorhebungen von mir)

    Mit anderen Worten, Linksfaschismus ist nichts anderes als eine iedologisch begründete Begriffserfindung, um politisch Andersdenkende zu diskreditieren. Oder kannst du Beispiele für einen real existierenden Linksfaschismus (nicht Linksdiktatur) anführen?
    Solche Parolen allerdings wie diese:

    halte ich nicht für geeignet, den drohenden Rechtsruck aufzuhalten. Zum einen ist das völlig sinnbefreit und zum anderen spaltet das die Gesellschaft immer weiter.
    Dass 90 Prozent eine überaus deutliche Mehrheit ist, ist Fakt. Sollen Wahrheiten nicht mehr benannt werden dürfen, weil sie bestimmten Kreisen nicht passen?
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    AW: Die AfD - 3. Strang

    Zitat Zitat von Monaline Beitrag anzeigen
    ...
    halte ich nicht für geeignet, den drohenden Rechtsruck aufzuhalten. Zum einen ist das völlig sinnbefreit und zum anderen spaltet das die Gesellschaft immer weiter.
    Ob man damit den drohenden Rechtsruck aufhält, vermag ich nicht zu sagen, aber ich halte es nicht für sinnbefreit, wenn sich endlich wieder mehr Menschen zur freiheitlich demokratischen Grundordnung laut und deutlich äußern und bekennen.
    Sonst gewinnen die extremistischen Schreihälse und das ist nicht im Interesse einer Demokratie.
    Ich plädiere immer wieder für eine starke Mitte und darum würde ich gern sagen, wir sind mehr.
    Und nur mal so nebenbei, das Grundgesetz der BRD ist nach dem Zusammenbruch des Hitlerfaschismus entstanden, die Väter und Mütter dieses Gesetzes wollten den Faschismus nie wieder in Deutschland an der Macht sehen. Somit ist für mich das Grundgesetz zutiefst antifaschistisch.
    Wenn du in den Spiegel schaust, siehst du den Menschen, der für dein Leben verantwortlich ist.

    Ich habe noch nie gehört, dass es jemandem gelungen ist, vor sich selbst davonzulaufen.


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    AW: Die AfD - 3. Strang

    Zitat Zitat von Zwekke Beitrag anzeigen
    Wikipedia: Linksfaschismus (auch Linker bzw. Roter Faschismus oder Rot-Faschismus) ist ein politischer Kampfbegriff ohne einheitliche Bedeutung. Meist soll er realsozialistische Staaten, linksgerichtete Politik oder Ideologie als „Faschismus“, seltener auch Antikapitalismus faschistisch genannter Staaten oder Gruppen als „links“ bewerten. Die Politikwissenschaft verwendet den Begriff, anders als den Faschismusbegriff, nicht zur Beschreibung einer Ideologie oder Gesellschaftsordnung. (Hervorhebungen von mir)

    Mit anderen Worten, Linksfaschismus ist nichts anderes als eine iedologisch begründete Begriffserfindung, um politisch Andersdenkende zu diskreditieren. Oder kannst du Beispiele für einen real existierenden Linksfaschismus (nicht Linksdiktatur) anführen?
    Ja, es ist völlig klar, dass Linksextreme den Faschismusbegriff gerne als Waffe einsetzen im Kampf gegen Rechts. Hast Du mal geschaut, wieviel Bewegung in der Versionsgeschichte bei diesem Artikel bei Wikipedia ist? Natürlich wird dort um die Deutungshoheit gerungen.

    Selbst um den Begriff des Faschismus herrscht unter den Historikern bis heute keine Einigkeit. Man ist sich noch nicht einmal einig, ob der Faschismus womöglich seinen Ursprung in den marxistischen Thesen fand. Das alles würde hier aber viel zu weit führen und den Rahmen sprengen.

    Als Beispiel für meine Behauptung, dass Faschismus ebenfalls von Links kommen kann, will ich mich also lediglich darauf beschränken, den Stalinismus zu nennen.

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    AW: Die AfD - 3. Strang

    Aus welcher Partei heraus agieren denn aktuell Stalinisten in deutschen Parlamenten, ähnlich wie die Rechtsextremisten, z.B. in Thüringen oder Brandenburg? Beispiele aus längst vergangenen Zeiten haben ja mit der aktuellen Politik, über die in diesem Strang diskutiert wird, nichts zu tun.
    Starke Frauen sind leicht zu erkennen.
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    AW: Die AfD - 3. Strang

    Zitat Zitat von Monaline Beitrag anzeigen
    ...
    Selbst um den Begriff des Faschismus herrscht unter den Historikern bis heute keine Einigkeit. Man ist sich noch nicht einmal einig, ob der Faschismus womöglich seinen Ursprung in den marxistischen Thesen fand.
    Uh die Variante kannte ich noch nicht, ich kenne es als ursprüngliche Bauernbünde aus dem Italien des 19. Jahrhunderts, Faschismus kommt von fascio und mit Mussolini entstand von 1922 bis 1945 die italienische Staatsvariante. Zuvor existierten bereits kleine Kampfbünde, die extrem nationalistisch ausgerichtet waren und gegen die nach dem ersten Weltkrieg erstarkte Arbeiterbewegung kämpften. Mussolini hat die in seine Bewegung eingeschlossen und genutzt.
    Ich sehe da jetzt keine Zusammenhang mit marxistischen Thesen, ich habe aber auch nicht alles von Marx gelesen.
    Irgendwo habe ich mal über Hitler gelesen, dass der zuerst Mitglied der USPD werden wollte, die ihn aber nicht für voll genommen haben, möchte mich aber dafür nicht verbürgen, kann auch bloß ne Anekdote sein. Aber vielleicht daher der Bezug zu Marx?

    Faschismus beinhaltet als ganz wichtigen Punkt Nationalismus und Rassismus, den findet man bei Links eher weniger.
    Das Diktaturen errichtet worden sind und Systemgegner oder persönliche Feinde verfolgt und hingerichtet worden sind, das findet man auch bei Links, ganz besonders bei Stalin, aber das führt wirklich zu weit im AfD-Strang.
    Wenn du in den Spiegel schaust, siehst du den Menschen, der für dein Leben verantwortlich ist.

    Ich habe noch nie gehört, dass es jemandem gelungen ist, vor sich selbst davonzulaufen.


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    AW: Die AfD - 3. Strang

    Ich finde, da sieht man sehr gut wie sich in der heutigen Zeit viele Begriffe auflösen.

    Sie verlieren an Schärfe in dem Sinne, dass man das eine nicht mehr deutlich vom anderen unterscheiden kann,
    Man kann jederzeit alles auf den Kopf stellen, allein, weil man es kann (und natürlich: darf, das wird man doch noch sagen dürfen! etc. etc.)
    Bewirkt, dass nicht mehr alle Beteiligten (an einer Diskussion) wissen, was gemeint ist bzw. sich auf eindeutige Begriffe einigen, um dann darüber diskutieren zu können.

    Dann verlieren sich Debatten immer öfter in fruchtlosen Auseinandersetzungen über Begrifflichkeit und versanden.

    Beispiele:

    Rechts wird von den einen als Beleidigung, von den anderen als politische Positionsbestimmung verstanden.

    Es gibt Leute, die sich selbst als konservativ verstehen, wenn man ihnen zuhört passt dann mitunter auch rechtsextrem.

    Rassisten sind immer nur andere.

    Angela Merkel kann - je nach Blickwinkel - als links, Mitte oder rechts gelten.

    Sicherlich ist es eine Frage der Deutungshoheit. Was Faschismus anbelangt, halte ich es mit den Historikern.
    Es ist niemandem gedient, wenn man nun alle extremen politischen Auswüchse irgendwie zu einer Art von Faschismus macht.

    Das Ziel ist gar nicht mehr, sich mittels solcher Bezeichnungen zu positionieren - sondern sich in ewigem Haken schlagen jeglicher Kritik zu entziehen.
    Es ist eine Nivellierung, die vor allem den Rechtsextremen nutzt. Denn wenn irgendwie alle Faschisten sind, dann ist es auch nichts besonderes mehr.
    Think before you print.

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