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    AW: Die AfD - 3. Strang

    Zitat Zitat von Julifrau Beitrag anzeigen
    Wer die AfD in der Politik live erleben möchte und damit auch deren Rhetorik und politischen Statements, besuche den Bundestag oder eben entsprechende Landtagsversammlungen.
    ich habe ehrlich schon mehr als genug, wenn ich noch im August so etwas lese von Andre Barth (AfD):

    "Was die Partei jetzt bräuchte, ist ein Anschlag, Anis Amri 2. So was darf man sich natürlich nicht wünschen."

    und ausgerechnet der Gruppe "Juden in der AfD" fällt als erste Reaktion auf den Anschlag in Halle nur ein Kommentar zu Merkels abendlicher Teilnahme an einer Veranstaltung vor der Synagoge ein :

    " "Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und ihre PoC-Fanboys und -Girls haben nur darauf gewartet, sich endlich mal wieder als Beschützer der Juden inszenieren zu können. Wurde auch mal wieder Zeit nach den ganzen islamischen Attacken der letzten Wochen und Monate.""
    "

  2. Avatar von Lukulla
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    AW: Die AfD - 3. Strang

    Nach all den Schlussfolgerungen in der Öffentlichkeit und in der Politik, dass die AfD schuld ist, mitschuldig ist an den Morden, und den Rechtsextremismus ermöglicht, den Boden bereitet, sollte es doch ein Leichtes sein, zu reagieren. Der Schuldige ist identifiziert.

    Also kann man die AfD verbieten, die Funktionäre anklagen wegen Mittäterschaft an Morden und die Abgeordneten in den Parlamenten suspendieren und auch anklagen, die Wähler wegen Begünstigung auch belangen.

    Ansonsten verstehe ich den reflexhaften Aufschrei, der durch alle Medien und Netzwerke und die politische Klasse geht, nicht mehr, wenn es zu rechtsextremen Gewalttaten kommt und immer der Afd eine Mitschuld attestiert wird.

    Die AfD wurde 2013 als Eurokritische und wirtschaftsliberale konservative Partei gegründet. Ab etwa 2015 wandelte sie sich zunehmend zu einer rechten, rechtspopulistischen Partei.

    Macht es nicht etwas stutzig, dass es seit Ende der 60er Jahren zu solchen rechtsextremen Gewalttaten kommt und man feststellen muss: Terror ist kein neues Phänomen. tagesschau vom 19.06.2019

    Wie also erklärt man die Taten, die vor der Gründung und Wandlung der AfD entstanden sind?

    Wie sehr beeinflusst eine deutsche Partei und deren Aussagen eine internationale tätige Commuity, die sich ihre eigenen Mythen schafft und offenbar in einer Parallelwelt lebt? Der Täter von Halle sagte aus, dass der Holocaust nicht existiere.
    Wie kann ihn dann beeinflussen, wenn von einer Kehrtwende einer Erinnerungskultur gesprochen wird? Wenn es nichts zu erinnern gibt in seinem Denken?

    Man hat herausgefunden, dass in den üblichen Netzwerken und Plattformen der Name AfD so gut wie nicht auftaucht.

    Vielleicht muss man sich der Herausforderung stellen, und die Täter da suchen, wo sie sich aufhalten. Und wo sie in einer Blase von Videos, Akklamationen und Appellen zum Heldentum leben.

    Ich empfehle diesen Artikel: Auszug

    Die meisten Nutzer sind männlich, jung und weiß. Sie propagieren radikale Redefreiheit, die angeblich an die libertäre Netzkultur der Frühzeit des World Wide Webs anknüpft. Jeder soll alles sagen dürfen, ohne auf die Befindlichkeiten von Minderheiten Rücksicht nehmen zu müssen.

    Doch dieses Selbstverständnis dient oft als Vorwand für rechtsradikale, rassistische und antisemitische Hetze. Auch Frauenfeindlichkeit und Schwulenhass sind weit verbreitet. Die Nutzer wandeln ständig auf der Grenze zwischen anarchischem Humor und offener Menschenverachtung. Memes werden zu Mordaufrufen, aus sarkastischen Insider-Witzen wird purer Hass. Das erschwert die Arbeit für Ermittler: Oft lässt sich nicht unterscheiden, wo der "Spaß" aufhört und der Ernst beginnt.

    Das Netz ist nicht schuld, dass Extremisten morden. Es spiegelt vorhandenen Hass und Vorurteile. Aber abgeschlossene Subkulturen erleichtern die Vernetzung und beschleunigen die Radikalisierung. Das zeigte sich bei vergangenen Terroranschlägen, und das zeigt sich im aktuellen Fall. Nur wenige Stunden nach den Morden identifizierten die Forennutzer den Angreifer als einen der ihren und diskutierten die Details des Anschlags. Manche bedauerten, dass der Täter nicht effizienter Juden getötet hat.

    Für Außenstehende ist es schwer zu verstehen, was die Nutzer dieser Foren antreibt. Vielen geht es um Bestätigung und Aufmerksamkeit. So sagt ein deutscher 4chan-User, der dort mehrfach Straftaten begangen hat: "Ich wollte, dass auch mal jemand zu mir sagt: 'Gut gemacht'." Die Nutzer bilden eine verschworene Gemeinschaft und grenzen sich vom Rest der Gesellschaft ab. Normen, Werte und Gesetze spielen keine Rolle mehr. Was zählt, sind der sogenannte Lulz, der Spaß am Trollen, und der Beifall Gleichgesinnter.

    Diese Chan-Subkultur ist politisch nicht einheitlich. Rassistische und rechtsextreme Denkmuster sind weit verbreitet, es gibt aber keine direkte Verbindung zu traditionellen extremistischen Organisationen wie Combat18 oder der Identitären Bewegung.
    SZ


    Ich fürchte, die Politiker, die Verantwortung trafen, machen es sich zu einfach. Sie sind zu sehr verhaftet in die Aufarbeitung der Schuld von Deutschland. Das interessiert die jungen Menschen gar nicht. Sie sind mittlerweile die Urenkelgeneration nach den aktiven Nazis deren Geburtsjahr so um 1900 und davor lag. Der Anfang ist 80 Jahre her. Die Mythen der heutigen Rechtsradikalen Gewalttäter orientieren sich wie im Artikel aufgezeigt an offener Menschenverachtung und sind offenbar auf Beifall Gleichgesinnter angewiesen.

    Es wird Zeit, dass auch alte Politiker sich die zeitgenössischen aktuellen Orten der Gewalthervorbringung anschauen und dort mit technisch aktueller Durchleuchtung ermitteln.
    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes


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    AW: Die AfD - 3. Strang

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    .....]SZ


    .......
    Der Kommentator klammert m.E. eines aus :

    Teile der AfD tragen diese Gedanken in die breite Öffentlichkeit, befeuern die rechte Szene, holen sie aus dem Verborgenen sogar in ihre Reihen - sie haben mit Kubitschek u.a. auch noch "Chefideologen" zu bieten.

    Insofern tragen sie eine moralische Verantwortung


  4. Registriert seit
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    AW: Die AfD - 3. Strang

    Gestützt wurde meine Haltung gegenüber dieser Partei einmal mehr durch die ZDF-Dokumentation "Störfall AfD", ausgestrahlt am 25.07.2019 - ich habe gerade nicht auf dem Schirm, ob sie zuvor bereits verlinkt wurde ....

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