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  1. Avatar von Holzkante
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    AW: Die AfD - 3. Strang

    Zitat Zitat von -leni- Beitrag anzeigen
    ...
    Ob dieses Ewige: wählt die böse AFD nicht, irgendetwas bewirkt, wage ich zu bezweifeln. Vielleicht beruhigt es das eigene Gewissen.
    Zitat Zitat von print Beitrag anzeigen
    Könnte es auch Überzeugung sein?

    Dass es nichts, eher sogar das Gegenteil bewirkt - das habe ich inzwischen auch verstanden.
    ...
    Ich denke schon, dass es nicht das Gegenteil bewirkt, da das "Ewige: wählt die böse AFD nicht" so ja kaum stattfindet. Statt dessen gibt es ein Aufzeigen von rassistischem und demokratiefeindlichem Verhalten, dem Anbiedern an rechtsextreme Organisationen, dem Scheitern an den eigenen Ansprüche in Sachen Transparenz und Finanzierung und von wenig zielorientierter politischer Arbeit. Und das hat m. E. dazu geführt, dass die Partei auf Bundesebene trotz ihrer fragwürdigen Überpräsenz in den sozialen Medien in den Umfragen in den letzten Monaten wahrlich keine großen Sprünge gemacht hat.
    "Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied.“
    „Doch, doch“, ruft das Känguru, „die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.“


    Mark-Uwe Kling "Die Känguru-Offenbarung"


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    AW: Die AfD - 3. Strang

    Naja, ich hab inzwischen eher den Eindruck: je mehr man die AfD und ihre Aktionen bespricht, ihre "Aktionen" per Fakten darstellt, ob mit oder ohne erhobenem Zeigefinger: das verändert nichts. Eher im Gegenteil und das finde ich dann doch ziemlich seltsam, diese "jetzt erst recht"-Sympathie gerade angesichts von Fakten, oder wie man es nennen mag.
    Zumindest nehme ich das hier im Forum so wahr.

    Im RL kenne ich immerhin eine Person die nach anfänglicher Begeisterung die AfD inzwischen anders sieht, die ist aber von selbst darauf gekommen. Entscheidend war da wohl das Hinsehen wollen und eben der Abgleich mit den eigenen Werten.
    Think before you print.

  3. Avatar von Holzkante
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    AW: Die AfD - 3. Strang

    Zitat Zitat von print Beitrag anzeigen
    Naja, ich hab inzwischen eher den Eindruck: je mehr man die AfD und ihre Aktionen bespricht, ihre "Aktionen" per Fakten darstellt, ob mit oder ohne erhobenem Zeigefinger: das verändert nichts. Eher im Gegenteil und das finde ich dann doch ziemlich seltsam, diese "jetzt erst recht"-Sympathie gerade angesichts von Fakten, oder wie man es nennen mag.
    Zumindest nehme ich das hier im Forum so wahr.

    Im RL kenne ich immerhin eine Person die nach anfänglicher Begeisterung die AfD inzwischen anders sieht, die ist aber von selbst darauf gekommen. Entscheidend war da wohl das Hinsehen wollen und eben der Abgleich mit den eigenen Werten.
    Hier im Forum habe ich aber noch keine/n seit längerem angemeldete/n User/in wahrgenommen, die/der sich plötzlich, anders als zuvor, für die AfD stark macht. Dieses "jetzt erst recht" kommt nach meinem Eindruck von einigen wenigen, die immer schon mit der Partei sympathisiert haben, oder von Einzelnen, die sich zu Propaganda-Zwecken neu angemeldet und meistens nur einen kurzen Auftritt haben.
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    Mark-Uwe Kling "Die Känguru-Offenbarung"

  4. Avatar von VanDyck
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    AW: Die AfD - 3. Strang

    Zitat Zitat von Holzkante Beitrag anzeigen
    Ich denke schon, dass es nicht das Gegenteil bewirkt, da das "Ewige: wählt die böse AFD nicht" so ja kaum stattfindet. Statt dessen gibt es ein Aufzeigen von rassistischem und demokratiefeindlichem Verhalten, dem Anbiedern an rechtsextreme Organisationen, dem Scheitern an den eigenen Ansprüche in Sachen Transparenz und Finanzierung und von wenig zielorientierter politischer Arbeit.
    Nun ja - dass ausführliche Argumentationen gegen die afd auf Basis von Faktenlage wiederum als tumbes 'wählt die böse afd nicht' umgedeutet werden, ist ja nur selbst ein weiterer afd-Diskurs, bzw. es ist der Versuch, die inhaltliche Argumentation gegen die afd auf die Ebene des Irrationalen zu ziehen - auf die Ebene, wo die afd stark ist.
    Davon sollte man sich aber nicht weiter beirren lassen in der weiteren inhaltlichen Auseinandersetzung mit der afd.

    Und das hat m. E. dazu geführt, dass die Partei auf Bundesebene trotz ihrer fragwürdigen Überpräsenz in den sozialen Medien in den Umfragen in den letzten Monaten wahrlich keine großen Sprünge gemacht hat.
    Das sehe ich ähnlich, bzw. die konsequente und stetige inhaltliche Abgrenzung von sehr vielen politischen Kräften gegenüber der afd hat aus meiner Sicht entscheidend dazu beigetragen, warum in Deutschland die sogenannten Rechtspopulisten deutlich weniger Wählerunterstützung haben als in vielen anderen europäischen Ländern.
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Ich habe das Maus zurück geholt.
    The Green Mile
    Geändert von VanDyck (26.05.2019 um 11:59 Uhr)

  5. Avatar von DerJunge82
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    AW: Die AfD - 3. Strang

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Nun ja - dass ausführliche Argumentationen gegen die afd auf Basis von Faktenlage wiederum als tumbes 'wählt die böse afd nicht' umgedeutet werden, ist ja nur selbst ein weiterer afd-Diskurs; davon sollte man sich aber nicht beirren lassen.
    Was ich mich ja frage, ob man überhaupt nennenswert Wähler dieser Partei mit Fakten überzeugen kann. Die liegen doch mittlerweile stapelweise auf dem Tisch und wenn ich es aus meiner Sicht ganz rational betrachte, müssten doch die Wahlergebnisse aufgrund dieser Tatsache einbrechen.
    Also entweder sind diese Menschen tatsächlich überzeugt davon, dass die Flüchtlinge an allem schuld sind oder die Klimakatastrophe ein Märchen ist oder sie wollen gegenüber den "etablierten Parteien" mit aller Macht ihren Protest ausdrücken.
    Gegen Rechtsextremismus zu kämpfen ist nicht links, es ist demokratisch. Demokraten sind per Definition Antifaschisten, ansonsten können sie sich ihr Demokratieverständnis in die sicher akkurat gescheitelten Haare schmieren.

    von Sascha Lobo

  6. Avatar von Holzkante
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    AW: Die AfD - 3. Strang

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    ...
    Also entweder sind diese Menschen tatsächlich überzeugt davon, dass die Flüchtlinge an allem schuld sind oder die Klimakatastrophe ein Märchen ist oder sie wollen gegenüber den "etablierten Parteien" mit aller Macht ihren Protest ausdrücken.
    Mir kommen bei dieser Einschätzung die Faktoren (politische) Bildung und Affinität zu faschistischen Ideologien zu kurz. Niemand, der intelligent genug ist, Nachrichten und Berichterstattungen sinnerfassend zu lesen, kann allen Ernstes heute noch Geflüchtete für jede Misere verantwortlich machen oder am Einfluss der Menschen auf das Klima zweifeln. Und leider gibt es in Deutschland immer noch einen braunen Bodensatz. Die Aussichten der AfD mehr Parlaments-Mandate als NPD und andere rechtsextreme Kleinsparteien erreichen zu können, dürfte für nicht wenige Nazis ausschlaggebend für ihre Wahlentscheidung sein.
    "Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied.“
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    Mark-Uwe Kling "Die Känguru-Offenbarung"


  7. Registriert seit
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    AW: Die AfD - 3. Strang

    Zitat Zitat von Holzkante Beitrag anzeigen
    Hier im Forum habe ich aber noch keine/n seit längerem angemeldete/n User/in wahrgenommen, die/der sich plötzlich, anders als zuvor, für die AfD stark macht. Dieses "jetzt erst recht" kommt nach meinem Eindruck von einigen wenigen, die immer schon mit der Partei sympathisiert haben, oder von Einzelnen, die sich zu Propaganda-Zwecken neu angemeldet und meistens nur einen kurzen Auftritt haben.
    Hier im Forum gibt es ja nur wenige die sich überhaupt offen zur AfD bekennen, aber einige die diese Partei und ihre Wähler verteidigen oder es zumindest versuchen.
    Wenn da argumentiert wird dann finde ich das hochspannend und da glaube ich auch dass es jemand ums Prinzip geht, z.B. dass man auch mit der AfD fair umgehen sollte, selbst wenn sie das selbst keineswegs ist.

    Wie oft liest man hier aber einfach nur: "Das machen die anderen doch auch"? oder andere hingeschnodderte Kommentare die nur die Verachtung gegenüber denen ausdrücken soll die sich an den Fakten abarbeiten?
    Als wüssten sie genau, dass Fakten gar keine Rolle mehr spielen....

    Ob die Sympathie schon vorher gefestigt war oder sich erst wurde durch die öffentliche Auseinandersetzung mit der AfD verfestigte?
    Weil die AfD ja behauptet sie wäre die Vertretung derer, die von den Etablierten nicht vertreten werden (sonst bräuchte es ja keine AfD) funktioniert das, glaube ich, ganz gut: so eine Art Identifikation und daraus entstehende Solidarität. Denn der Feind meines Feindes ist mein Freund.
    Think before you print.

  8. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Die AfD - 3. Strang

    Zitat Zitat von print Beitrag anzeigen
    ...
    Ob die Sympathie schon vorher gefestigt war oder sich erst wurde durch die öffentliche Auseinandersetzung mit der AfD verfestigte?
    Weil die AfD ja behauptet sie wäre die Vertretung derer, die von den Etablierten nicht vertreten werden (sonst bräuchte es ja keine AfD) funktioniert das, glaube ich, ganz gut: so eine Art Identifikation und daraus entstehende Solidarität. Denn der Feind meines Feindes ist mein Freund.
    Das sehe ich auch so. Und dann gibts mMn noch einen Teil der Anhängerschaft, der selbst rassistisch ist und das gut findet, dass die AfD das „endlich mal anspricht“. Also rassistisch in verschiedenen Ausprägungen.
    Meine Blumenleggings hat dieses Jahr viel größere Blüten. Ich habe echt einen grünen Daumen.

  9. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Die AfD - 3. Strang

    Im postfaktischen Zeitalter gibt es keine Fakten mehr, die vermuteten AfD-Anhänger auf zweifelhafte Fakten zu verweisen, ist daher sinnlos und nicht zielführend.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.


  10. Registriert seit
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    AW: Die AfD - 3. Strang

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Das sehe ich ähnlich, bzw. die konsequente und stetige inhaltliche Abgrenzung von sehr vielen politischen Kräften gegenüber der afd hat aus meiner Sicht entscheidend dazu beigetragen, warum in Deutschland die sogenannten Rechtspopulisten deutlich weniger Wählerunterstützung haben als in vielen anderen europäischen Ländern.
    Die soziale Talfahrt und der Niedergang des Mittelstands begannen in diesen Ländern ein paar Jahre früher, so dass wir in der Entwicklung der Tendenzen „etwas hinterherhinken“.
    Bis gestern Abend hat man der AfD nichts zugetraut und hat sich damit beruhigt, dass die keinen Fuß auf den Boden bekommen, dabei ist der Aufwärtstrend der AfD und der Abwärtstrend der Altparteien kein Einzelereignis, sondern ein Trend, welcher sich fortsetzen wird, ob man das nun mag der nicht.
    Bei dem, was AKK gestern abgesondert hat, kann man nur noch mit dem Kopf schütteln und sie um das Kraut, welches sie raucht, beneiden.
    „Wir gehen gestärkt aus dieser Wahl nach Brüssel?
    [editiert]
    Geändert von Analuisa (27.05.2019 um 10:31 Uhr) Grund: Beleidigung gelöscht

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