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  1. Inaktiver User

    Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Da ich glaube, dass dieses Thema noch lange nicht beendet ist und noch lange aktuell bleiben wird, eröffne ich mal einen Fortsetzungsstrang.
    Willkommen allerseits

  2. Inaktiver User

    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Um einen Übergang zum alten Strang zu schaffen, habe ich mir erlaubt einen der letzten posts aus dem alten Strang zu kopieren und als Anhaltspunkt für die Fortsetzungsdiskussion anzubieten.

    Saphire schrieb
    Zitat Zitat von Saphire Beitrag anzeigen
    OECD-Studie: Fluchtlingsfrauen in Deutschland sind schlecht integriert - WELT

    Das entspricht genau meinen Erfahrungen im Rahmen meiner Flüchtlingshilfetätigkeit und ist ein gravierendes Problem. Es zeigt, was in der deutschen Herangehensweise an die Flüchtlingssituation schief läuft. Dafür ist das Recht aufs Kopftuchtragen, auch für Kinder gaaanz wichtig.
    Geändert von Analuisa (02.09.2018 um 22:24 Uhr) Grund: Zitat repariert

  3. Avatar von Malaita
    Registriert seit
    18.01.2018
    Beiträge
    2.007

    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Um einen Übergang zum alten Strang zu schaffen, habe ich mir erlaubt einen der letzten posts aus dem alten Strang zu kopieren und als Anhaltspunkt für die Fortsetzungsdiskussion anzubieten.

    Saphire schrieb
    Ich beziehe mich auf den Link:

    Sehr einseitig dieser Beitrag, Die Schuld für die mangelhafte Integration wird bei der deutschen Gesellschaft gesucht.
    Wenn Deutsche bereit sind, männliche Flüchtlinge zu integrieren, warum sollten sie dies den Frauen verweigern. Aus welchem Grund denn? (Ich sag das mal so, weil die Aussage ja ist, die Bereitschaft, Männer zu integrieren höher sein soll.)
    Ich habe nicht den Eindruck(den EINDRUCK), dass Frauen, die viele Kinder, meistens auch Kleinkinder, haben, ein großes Interesse daran haben, aus ihrem häuslichen Umfeld herauszutreten. Sie haben mit ihren Kindern genug zu tun.
    Und wenn es so ist, dass sie sich integrieren wollen: wie werden sie denn da von ihren Männern unterstützt? Werden sie überhaupt von ihren Männern dabei unterstützt? Wollen die Männer überhaupt, dass die Frauen aus dem Haus heraustreten (Unterstellung von mir, man mag mich eines Besseren belehren)?
    Die Frau aus dem Interview, die das Kopftuch abgelegt hat, weil sie mit Kopftuch diskriminiert wird (natürlich in OSTberlin, wo man ja auch so was nicht kennt), dann Hut ab vor dem Schritt. Ich glaube es ihr so nur nicht.
    (Weiteres Vorurteil von mir.)
    Geändert von Malaita (03.09.2018 um 00:23 Uhr)


  4. Registriert seit
    29.09.2016
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    298

    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Hm, also meinen - allerdings vergleichsweise wenigen - Erfahrungen in der Flüchtlingshilfe zufolge kommt man am leichtesten an die Frauen heran, die ohne Männer da sind. Und auch da ist es nicht immer einfach.

    Ich habe den Eindrück, dass die Männer aus dem nahen Osten und Afghanistan überwiegend möchten, dass die Frauen daheim bleiben. Das Schlimme ist, man lässt sie damit durchkommen. Das liegt, so finde ich, auch an dem Hausfrauenmodell unserer Gesellschaft, was noch immer durch viele einheimische Köpfe geistert. Solange die Frau ein kleineres Kind hat (und meistens sind es ja mehrere), werden sie vom Jobcenter nicht in "Maßnahmen" gesteckt. Hier müsste man ansetzen, dass es eben ab einem Jahr eine Krippenbetreuung gibt und die Frauen dann mindestens sechs Stunden am Tag in eine Maßnahme/Ein-Euro-Job müssen, ohne Mann. Und man müsste sich einen Weg ausdenken, dass man nicht mit einem einfachen Attest vom Hausarzt wochenlang "krank" ist. Zumindest solange man von öffentlichen Mitteln lebt, aber nur die wenigsten Männer haben ja einen Job, der zum Leben ohne Sozialleistungen reicht.

    Sowie man die Frauen aus ihrer häuslichen Umgebung bekommt, sie Kontakt mit anderen Leuten haben und sprachlich fitter werden, ist das Integration. Es kommt aber meistens nicht von selbst.

  5. Avatar von Paraplumeau
    Registriert seit
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    10.370

    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Zitat Zitat von Malaita Beitrag anzeigen
    Die Frau aus dem Interview, die das Kopftuch abgelegt hat, weil sie mit Kopftuch diskriminiert wird (natürlich in OSTberlin, wo man ja auch so was nicht kennt), dann Hut ab vor dem Schritt. Ich glaube es ihr so nur nicht.
    (Weiteres Vorurteil von mir.)
    Ich will nicht einmal abstreiten, dass sie ab und zu diskriminiert wird, es gibt im Osten der Stadt überall Flüchtlingsunterkünfte und Familien, die bereits in normalen Wohnungen wohnen und auch im Stadtbild Ostberlins, sind sehr viele Kopftücher zu sehen.
    (Ich muss hinzufügen, dass ich persönlich nichts gegen Kopftücher habe wenn die Trägerin erwachsen ist.)
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  6. Inaktiver User

    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Zitat Zitat von Malaita Beitrag anzeigen
    Und wenn es so ist, dass sie sich integrieren wollen: wie werden sie denn da von ihren Männern unterstützt? Werden sie überhaupt von ihren Männern dabei unterstützt? Wollen die Männer überhaupt, dass die Frauen aus dem Haus heraustreten (Unterstellung von mir, man mag mich eines Besseren belehren)?
    Warum sollten die Männer das wollen? Sie sind ganz anders aufgewachsen. Frauen haben in der Öffentlichkeit nichts zu suchen und müssen auch deshalb nicht integriert werden. Bevor die Männer sich nicht positiv mit der kulturellen Disruption auseinandergesetzt haben, wird eine Integration der Frauen kaum möglich sein.


  7. Registriert seit
    26.10.2016
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    5.169

    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bevor die Männer sich nicht positiv mit der kulturellen Disruption auseinandergesetzt haben, wird eine Integration der Frauen kaum möglich sein.
    Auch die Integrationsmöglichkeiten dieser Männer sind gering, weil sie ihr Rollenbild auf jegliche Alltagssituationen übertragen und damit in weiten Teilen des deutschen Alltagslebens anecken und unangepasst agieren.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Posting oder fressen Sie die Verfasserin.

  8. Avatar von Zeta2013
    Registriert seit
    04.01.2013
    Beiträge
    6.786

    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Zitat Zitat von Carcasonne Beitrag anzeigen
    Auch die Integrationsmöglichkeiten dieser Männer sind gering, weil sie ihr Rollenbild auf jegliche Alltagssituationen übertragen und damit in weiten Teilen des deutschen Alltagslebens anecken und unangepasst agieren.
    So sieht's aus.

    Ich betreue ja ausschließlich Flüchtlingsfamilien und habe auch sonst Kontakt zu vielen anderen Flüchtlingen, die ich nicht betreue. Mir wird gern mal ausschweifend erklärt, dass Frauen in den Ländern sehr wohl zur Arbeit gehen/gingen, man(n) gibt sich dann gern modern und offen - um bei weiteren Nachfragen einzuknicken. Dann kommt heraus, dass die Mutter der Familie irgendwann mal auf der Flucht 8 Wochen in einem Restaurant gekocht hat, aber ansonsten eben ihr Leben lang nur zu Hause war bei den Kindern. Diese 8 Wochen werden dann als Berufstätigkeit verkauft.

    Die meisten Flüchtlingsfrauen, die ich kenne, haben keinerlei Berufserfahrungen, nur die wenigsten haben irgendeine Art von Qualifikation (ob die hier anerkannt würde, ist die andere Frage). Diese Frauen sind so gut wie gar nicht vermittelbar - außer als Putz- oder Spülhilfe, also nur niedere Jobs. Es ist ein Jammer, denn viele Flüchtlingsfrauen aus meinem Umfeld sind sehr nett, kommunikativ und leiden meistens unter Einsamkeit - eben weil sie nur zu Hause glucken bei den Kindern.

    Ich würde ein Gesetz/Maßnahme, dass diese Frauen in die Berufswelt "zwingt" (damit der Ehemann nicht dagegen ankommt) sehr begrüßen.


  9. Registriert seit
    05.12.2008
    Beiträge
    13.247

    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Zeta,
    schön, dass du wieder "an bord" bist!

    eine Freundin von mir betreute bis vor kurzem (schon weit vor 2015) jahrelang flüchtlingsfamilien. sie hat oft gesagt, dass die (patriarchische) Haltung der Männer das grösste Problem bei der Integration ist.
    es dürfte nicht leicht sein, da Änderungen herbeizuführen.

    lg luci

    ps: die Freundin hat kürzlich das Handtuch geworfen, weil sie zunehmend die kruden forderungen nach Geld, möbeln etc. satt hatte. sie ist verrentete Krankenschwester und muss Nachtwache schieben, um nach 45 jahren die rente aufzubessern.
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH


  10. Registriert seit
    29.09.2016
    Beiträge
    298

    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Zitat Zitat von Zeta2013 Beitrag anzeigen
    So sieht's aus.

    Ich würde ein Gesetz/Maßnahme, dass diese Frauen in die Berufswelt "zwingt" (damit der Ehemann nicht dagegen ankommt) sehr begrüßen.
    Wie ist das eigentlich, wenn das jüngste Kind ins Kindergartenalter kommt - sagt dann die Arbeitsagentur nicht, dass die Frau an einer Maßnahme teilnehmen muss?

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