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    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Zitat Zitat von honey333 Beitrag anzeigen
    Als still Mitlesende kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass besonders bei MigrantInnen erst einmal die Frage des Nutzens gestellt wird. Auf keinen Fall soll ein Zuwanderer irgendwelche Kosten verursachen, auch wenn er diese später einmal wettmachen könnte.
    Manche würden es wohl gutheißen, auch eine Beschränkung des Nachwuchses gesetzlich zu verankern, bzw. eine Überschreitung der 2 "Stück Nachwuchs" mit finanzieller Bestrafung der Eltern zu ahnden, insbesondere, wenn es sich um zugewanderte Eltern handelt.
    Ich frage mich, ob es wohl so weit gekommen ist oder kommen wird, dass nur "nützliche" Menschen das Recht hier zu leben haben.
    Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch schützenswert ist, egal, ob ein vorerst analphabetischer und kaum zu vermittelnder Asylant, oder das 10. Kind einer Ausländerfamilie.
    Tut mir leid ,so weltfremd werde ich in diesem Leben nicht mehr. Fahre mal in die entsprechenden Länder und schaue Dir die Härte des Lebens in vollen Zügen an . Das Leben ist tatsächlich kein Ponyhof und erst recht nicht wo es wirklich ans Eingemachte geht.
    Da warst Du offensichtlich noch nie im Leben sondern Du beurteilst Menschen aus deiner europäischen bequemen Welt.Nur Du beurteilst Menschen, die Deine Art zu denken und zu leben überhaupt nicht verstehen.
    Man bekommt keine 10 Kinder ,weil es so eine tolle pädagogisch menschliche Aufgabe ist sondern weil man zu Geschlechtsverkehr gezwungen wird ,oder nichts besseres zu tun hat oder böse gesagt sowieso gar nichts vom Leben möchte.
    Das sind Maßstäbe wie sie hier in Europa schon lange in der Urbevölkerung kaum stattfinden.
    Wer so etwas verteidigt ,hat wohl auch sonst mit Frauenrechten wenig am Hut , oder?
    Warum sollte ich das als aufgeklärte Europäerin mittragen wollen?
    Sorry nein, möchte ich nicht schon erst recht nicht in dem Bewusstsein der globalen Probleme ,die das verursacht.
    Geändert von going_to (26.09.2021 um 10:36 Uhr)

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    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Weißt du, ich bin nicht weltfremd, trotzdem sollte man gewisse Ideale nicht aufgeben, auch wenn so und soviele Pessimisten sie dir nehmen wollen. Und einer meiner Grundsätze ist, dass alle Menschen gleich viel wert sind, ob nun von "großem Nutzen" für die Gesellschaft oder eher nicht.

    Ja, man sollte sich sehr wohl überlegen, wie viele Kinder man sich leisten kann, in Europa und anderen fortschrittlichen Ländern kann man seit den 60er Jahren die Zahl des Nachwuchses regeln. Früher gab es auch in unseren Ländern sehr kinderreiche Familien, schon in der Großelterngeneration waren 5 und mehr Kinder keine Seltenheit. Auch die 3., 4., 5. usw. Kinder waren und sind wichtige Mitglieder unserer Gesellschaft und haben viel dazu beigetragen, was wir heute haben. Natürlich konnten sich die Leute früher nicht alles leisten, hatten kein Zweitauto, keine 2-3 Urlaube im Jahr etc. Heute sind meist beide Elternteile berufstätig, um sich die gesteigerten Ansprüche erfüllen zu können, und das ist auch okay so.
    Aber wie viele Kinder eine Familie bekommt, aus persönlichen, religiösen oder kulturellen Gründen, sollte den einzelnen Personen überlassen werden. Und der Gesellschaft, Politik sollte schon jedes Kind gleich viel wert sein.
    Wie hier schon geschrieben wurde, nimmt die Zahl der Kinder mit dem Wohlstand ab, und sind hier auch nicht zur Altersversorgung dringend notwendig wie in den Herkunftsstaaten der Asylsuchenden. Das wird sich in den nächsten Generationen wohl angleichen.

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    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Zitat Zitat von honey333 Beitrag anzeigen
    Ich frage mich, ob es wohl so weit gekommen ist oder kommen wird, dass nur "nützliche" Menschen das Recht hier zu leben haben.
    Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch schützenswert ist, egal, ob ein vorerst analphabetischer und kaum zu vermittelnder Asylant, oder das 10. Kind einer Ausländerfamilie.
    Ich finde, jeder Mensch ist zunächst einmal in dem Land schützenswert, aus dem er kommt. Bei Migration bin ich im übrigen tatsächlich der Meinung, dass wir nur solche Menschen herholen sollten, die nützlich für unsere Gesellschaft sind. Mit Ausnahme der wenigen politischen Asylanten. Ich möchte keine "subsidiär Schutzberechtigten" haben, die überhaupt nicht hier sein sollten, wenn man die Gesetze anwenden würden, die wir haben. Und ich bin für eine grundsätzliche Überarbeitung des Asylrechts, so dass man auch an den europäischen Außengrenzen unmittelbar zurückweisen kann. In den USA geht das, wie man gerade sieht, auch bei einem demokratischen Präsidenten, dass ohne jahrelange Prüfung und Gerichtsverfahren zurückgeschafft wird.

    Wenn man sich die Weltbankdaten einmal anschaut, wird deutlich, dass die Weltbevölkerung immer noch wächst, besonders in den Subsahara-Staaten, aber auch in der Arabischen Welt (dort auch in den äußerst wohlhabenden Ländern Oman und Saudi-Arabien, wenn auch nicht so stark.). Ich finde einfach nicht, dass man deren Bevölkerungsüberschuss auch nur zum Teil hierher exportieren muss.

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    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Davon, dass man den ganzen Bevölkerungsüberschuss hierher transportieren sollte, ist ja auch keine Rede.

    Es war angedacht, dass man Menschen aus Afghanistan, die mit Europäern zusammen gearbeitet haben, und nun unter den Taliban Racheakte zu befürchten hätten, mit ihren Familien aufnehmen sollte. Nope - Heimat first...

    Weiters war ein Vorschlag, einen angemessenen Anteil der Kinder und Jugendlichen aus griech. Flüchtlingslagern aufzunehmen, f Familien, die ihnen Unterkunft geben wollten, gab es bereits. Dies wurde von unserer konservativen Regierung in Österreich abgelehnt. Nope - Heimat first...

    Auch wäre es m.M.n. ideal. wenn Menschen bereits außerhalb Europas, noch besser in ihren Heimatländern, Anträge auf Asyl in Europa stellen könnten. Leider gibt es diese Möglichkeit in den betroffenen Ländern nicht, ein Afghane, der solches versuchte, würde wohl sofort inhaftiert (oder erschossen) werden, wenn es solche Stellen überhaupt gäbe.
    Also wird es die illegale Migration weiter geben.

    Es ist ein unverdientes Glück, in einem Land wie Deutschland oder Österreich geboren worden zu sein. Dazu haben wir nichts beigetragen, wie auch dazu, in einem Land geboren worden zu sein, in dem es weder Hoffnung auf Frieden noch auf einen einigermaßen guten Lebensstandard zu haben. Pech gehabt...

    Ich werde mich auch hier nicht weiter einmischen. Ich bin in einer Generation aufgewachsen, als es "in" war, sich als Weltbürger zu fühlen und sich mit Menschen auf der ganzen Welt verbunden zu fühlen. Auch mein christliches Weltbild lässt mich zwischen In- und Ausländern nicht unterscheiden. Für mich sind wir eine große Menschenfamilie, und es ist mir nicht gleichgültig, wenn andere Menschen verhungern oder in unmenschlichen Regimen zu Tode kommen. Ich wünsche mir einfach, dass jedes Kind, das geboren wird, die Chance auf ein glückliches Leben hat. Und wenn es bedeutet, dass mein Wohlstand ein wenig darunter leidet.

    Das ist meine persönliche Meinung, die auch von vielen anderen Menschen geteilt wird. Andere nennen mich einen weltfremden Träumer. Damit muss ich leben.

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    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    DieUnsichtbare:
    Verstehe ich das richtig: mit steigendem Wohlstand steigt die Anzahl der Kinder ?


    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Nein, es ist natürlich umgekehrt. Ich habe mich verschrieben und ändere es gleich.

    Danke. Ich war echt verwirrt und habe schon gegrübelt, ob ich was verpasst habe.

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    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Honey333, mit deinen ersten drei Abschnitten aus dem Beitrag 4884 gehe ich konform.

    Ich bin aber sehr dagegen zu sagen, wir hätten nichts beigetragen zum Wohlstand in unseren Ländern.
    Die Menschen hier leisten täglich ihren Beitrag und wenn sie hier nur die Steuern zahlen. Von nichts kommt nichts. Indem sie Krankenkassen-Gelder in Abhängigkeit vom monatlichen Einkommen abdrücken, egal, wie oft sie den Arzt aufsuchen. wir sind da in einer Solidargemeinschaft.

    Die Menschen bringen sich gesellschaftlich ein. Zum Beispiel werden Ehrenämter bekleidet. Und wer sich nicht öffentlich einbringt, sorgt dafür im täglichen Umgang mit den Menschen, dass gesellschaftliche Werte eingehalten werden.
    Zumindest diejenigen, die eigentlich von sich behaupten können: wir schützen unsere Gesellschaft und wir fördern sie in den unterschiedlichsten Bereichen und Formen.
    Das klingt sehr allgemein, ich weiß.

    Fakt ist jedenfalls: ja, wir haben Glück, in solche Länder hinein geboren worden zu sein. Aber täglich seinen Beitrag für diese Gesellschaft zu leisten, das hat nichts mehr mit diesem "Glück" zu tun.

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    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    @Malaita: soweit ich es verstanden habe fußt der Wohlstand der "Ersten Welt" vorallem auf der Ausbeutung und Unterdrückung der Zweiten und Dritten Welt in vorangegangenen Jahrhunderten.

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    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Malaita, ja, natürlich, die meisten von uns tragen durch ihre persönliche Leistung zum Erhalt des Wohlstandes im Land bei.
    Was ich meinte, ist, dass die Voraussetzungen auf der Erde sehr unterschiedlich verteilt sind. Man wird geboren, und kann sich nicht aussuchen, wo.
    Wenn man nun das "Pech" hat in einem Land geboren zu werden, wo seit Jahrzehnten Krieg herrscht, wo Despoten regieren, wo persönliche Freiheit und Meinung unterdrückt wird, oder wo einfach unbeschreiblicher Mangel herrscht, dann bedeutet das einen immensen Nachteil gegenüber Menschen in unseren Ländern.
    Es ist mir menschlich absolut verständlich und legitim, dass man versucht aus diesen Ländern in andere auszuwandern, in denen man Hoffnung auf besseres Leben für sich, seine Familie und Kinder hat.
    Insbesondere Menschen, die aus politischen Gründen verfolgt werden, sollten auf eine sichere Aufnahme rechnen können. Dass sich die EU bisher noch immer nicht (und wahrscheinlich auch bis auf weiteres nicht) auf eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge einigen kann, ist m.M.n. eine Schande.

    Das ist leider einmal so. Was mich aber besonders stört, ist die Überheblichkeit, wie häufig über die Flüchtlinge und Migranten geurteilt wird, so als wären sie allesamt Menschen 2. Klasse, deren Schicksal uns nichts angeht, und die man sich nur möglichst räumlich fern halten muss.

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    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Danke, honey333.
    Ich sehe das wie du!
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!


    Andra tutto bene!

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    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Zitat Zitat von honey333 Beitrag anzeigen
    Was mich aber besonders stört, ist die Überheblichkeit, wie häufig über die Flüchtlinge und Migranten geurteilt wird, so als wären sie allesamt Menschen 2. Klasse, deren Schicksal uns nichts angeht, und die man sich nur möglichst räumlich fern halten muss.
    Mich stört diese negativ verzerrte Darstellung.....
    Ich komme aus der interkulturellen Jugendarbeit, ich kenne eine Menge engagierte Menscen die sich den Kopf zerbrechen wie Integration ermöglicht werden kann, es gibt zig Angebote, kostenlos - bzw. finanziert von der Gesellschaft.

    Ich kenne auch sehr vele Menschen die helfen indem sie ehrenamtlich Flüchtlinge begleiten, sei es bei Behördenkram, Anträgen, Wohnungssuche, Ausstattung (Waschmaschine, Kinderbett etc.) lernen, Hausaufgabenbetreuung und vieles mehr.

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