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    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Denkst du ernsthaft, du könntest Leute, die studiert haben, um einen Job bei einem NGO zu machen, durch eine Kampagne dazu bringen, dass sie Busfahrer, Altenpfleger oder Bäcker werden? Im Leben nicht. Das ist nunmal so, alle Deutschen wollen für ihre Kinder, dass sie studieren und später mal als Akademiker viel Geld verdienen. Handwerker sollen die Kinder anderer Leute werden. Wenn unser kostbarer Nachwuchs die Jobs nicht machen will (und auch nicht soll), können wir die Jobs entweder abschaffen oder mit Menschen besetzen, die sie auch ausüben wollen, andere Alternativen sehe ich nicht. Zwingen kann man niemanden, dann sind viele lieber arbeitslos. Eine Kampagne „nicht studieren, sondern früh aufstehen und Brötchen backen“ ist von vorne herein zum Scheitern verurteilt.

    Wie gesagt, es gibt eine Million (!!) offener Jobs und jedes Jahr 150.000 offene Ausbildungsplätze, die nicht besetzt werden. Da sind in meiner Region sowas wie Automobilkaufmann oder Marketingkaufmann bei BMW oder Bankkaufmann in der Stadtsparkasse dabei, von Handwerk und Gewerbe ganz zu schweigen. Die, die meinen, es gäbe in Deutschland viele Arbeitslose (Corona unberücksichtigt) haben in den letzten 10 Jahren wohl keine Nachrichten geguckt, tut mir leid.
    Geändert von BlueVelvet06 (04.01.2021 um 15:26 Uhr)

    1. EC-Karte in den Handschuh stecken
    2. Durch Handauflegen bezahlen
    3. Zufrieden sagen: "Dieser Chip in der Impfung hat sich echt gelohnt!"

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    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Denkst du ernsthaft, du könntest Leute, die studiert haben, um einen Job bei einem NGO zu machen, durch eine Kampagne dazu bringen, dass sie Busfahrer, Altenpfleger oder Bäcker werden? Im Leben nicht. Das ist nunmal so, alle Deutschen wollen für ihre Kinder, dass sie studieren und später mal als Akademiker viel Geld verdienen. Handwerker sollen die Kinder anderer Leute werden. ... Eine Kampagne „nicht studieren, sondern früh aufstehen und Brötchen backen“ ist von vorne herein zum Scheitern verurteilt...
    Ich nehme mal an ,Du hast beruflich damit zu tun und ich bin da völlig Deiner Meinung. Nur als Beispiel Afghanen ,die nicht lesen und schreiben können ,wirst Du dafür auch nicht bekommen ,denn die sind so dermassen unterqualifiziert ,dass sie wahrscheinlich nicht mal die simpelste Ausbildung machen können.
    Genau darum gehts aber, den Kindern klar zu machen ,dass Handwerk und bestimmte andere Berufe durchaus Werte und eine Menge Vorteile bringen.
    Dafür müsste man all diese Rettergedanken aber mal gezielt wieder runterfahren und eher an so fair trade, bodenständiges Arbeiten ,regional usw. ansetzen. Denn ein gesundes Brot herzustellen ist durchaus eine sehr befriedigende Arbeit (kann man auch erst später im Laden haben(hier gibt es so ein Kollektiv ,die machen erst um 10.00 auf )Wer da eine gute Marketingkampagne aushecken würde ,könnte schon was drehen.
    Solche Kampagnen , die bestimmte Werte wieder in den Vordergrund rücken wie traditionelles Handwerk schätzen ,meine ich !
    Noah for working with his hands !
    Die gesellschaftliche Aufwertung !
    Sonst hast Du in der nächsten Generation wieder das gleiche Problem, dass auch die Kinder der Migranten alle nur Rapper und Influencer werden wollen oder vielleicht noch Medizin studieren wollen.

    Wenn mein Kind nur einigermassen handwerklich begabt wäre, dann hätte ich ihm das tatsächlich nahe gelegt in diese Richtung zu lernen. Damit ist nämlich wesentlich mehr Geld zu verdienen (gerade durch den Mangel ) als mit all diesen merkwürdigen Studiengängen ,die es mehr und mehr gibt und wo man sich schon fragt ,muss man das wirklich studieren?Bezahlt dafür jemand anschliessend tatsächlich ein Gehalt?(Leute mit wissenschaftlichen Interesse mal ausgenommen ).
    Die Lösung ist aber nicht 10 Migranten hier einwandern zu lassen ,wo 2-3 im Görlitzer Park und ähnlichen Arbeitsbereichen enden und sich dann 2 als einigermassen vermittelbar erweisen.
    Das ist aber das, worauf hier gerade gesetzt wird.
    Geändert von going_to (04.01.2021 um 15:59 Uhr)

  3. Moderation

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    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Die Gedanken zu Berufswahl in Deutschland sind sehr interessant, meine ich ganz ehrlich! Aber bitte passt auf, dass Ihr nicht zu sehr abdriftet.
    Dass Einwanderer - im momentanen
    System - einer Erwerbstätigkeit nachgehen sollen / wollen / müssen / können müss(t)en usw. gehört natürlich hierher. Wie das zum bestehenden Angebot passt auch. Gleitet nur nicht zu intensiv in Fragen ab wie: warum deutsche Jugendliche Influencer werden wollen u.ä. Danke!
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
    Userin Minstrel02 im Forum Erziehung

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    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Das sind nicht nur deutsche Kinder sondern dann auch die Kinder der Migranten. Im Prinzip ist es ein gesellschaftliches Problem , was man derzeit mit Migration versucht zu lösen.Nur halte ich den Ansatz einer nicht gezielten Einwanderung für nicht sinnvoll. Das ergibt sich aus den Einwohnerzahlen ,dass die Effizienz rapide zu sinken scheint.
    Das war schon interessant als in der Flüchtlingswelle junge Flüchtlinge befragt wurden. Die wollten alle Medizin studieren, die brauchen wir eigentlich nicht. Die sagen aber das ,was sie denken sagen zu müssen, um gesellschaftlich anerkannt zu werden, fand ich ein sehr interessantes Bild unserer Gesellschaft.
    Nirgendwo konnte man lesen , endlich kann ich hier meine Ausbildung als Installateur beginnen oder Zugführer, mein Lebenstraum.
    Geändert von going_to (04.01.2021 um 16:25 Uhr)

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    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Wir brauchen keine Mediziner?
    Warum sollen junge Flüchtlinge nach ihrer handwerklichen Berufsausbildung, die mit gutem Ergebnis abgeschlossen wurde und die Ausbildungsbetriebe sie gerne übernehmen würden, abgeschoben werden?
    Es sind nicht wenige an Flüchtlingen und sog. Spätaussiedlern gut bis sehr gut ausgebildet.
    Eine mir bekannte, russische Deutschlehrerin arbeitet in einem pharmazeutischen Unternehmen in der Abfüllung, ein Tierarzt aus Kasachstan in der Fertigung. Die Abschlüsse wurden nicht anerkannt, ihre Familien müssen sie jedoch ernähren.
    Für Pädagogen mit abgeschlossenem Studium aus dem Ausland und mit nachgewiesenen deutschen Sprachkenntnissen muss jährlich vom Arbeitgeber die Arbeitserlaubnis beantragt werden. Die Hürden, eine unbefristete Arbeitserlaubnis zu erhalten sind hoch.
    Es ist nicht so, dass es keine arbeitswilligen Zuwanderer gäbe.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

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    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Zitat Zitat von Sariana Beitrag anzeigen
    Wir brauchen keine Mediziner?
    Warum sollen junge Flüchtlinge nach ihrer handwerklichen Berufsausbildung, die mit gutem Ergebnis abgeschlossen wurde und die Ausbildungsbetriebe sie gerne übernehmen würden, abgeschoben werden?...

    Es ist nicht so, dass es keine arbeitswilligen Zuwanderer gäbe.
    Wir brauchen keine Medizinstudenten, da befinden sich doch einige selbst hier in den Warteschleifen.

    Ich denke ,dass man vielleicht mal die Spreu vom Weizen trennen sollte?Nach einigen Jahren lässt es sich schon sagen , wer hier einen soliden Weg gehen kann und wer ihn eher nicht schafft?
    Wer es nicht schafft, muss dann eben zurück, wobei das auch eine Chance sein kann ,denn Entwicklungsland heisst eben im Aufbau und da gibt es ganz andere Chancen und Möglichkeiten auch ein Auskommen zu haben ohne Zeugnisse .
    Das würde gleichzeitig auch für Motivation sorgen.Man könnte doch zumindestens wie in einem Staffelvertrag die Arbeitserlaubnis nach 3 Jahren dann für 2 Jahre usw. vergeben. Wird das nicht gemacht? Unbeschränkt muss es ja nicht sein ,wenn die Perioden länger sind. Ich würde das Level eher hochsetzen als runterfahren.

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    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Zitat Zitat von going_to Beitrag anzeigen
    ...
    Das war schon interessant als in der Flüchtlingswelle junge Flüchtlinge befragt wurden. Die wollten alle Medizin studieren, die brauchen wir eigentlich nicht. Die sagen aber das ,was sie denken sagen zu müssen, um gesellschaftlich anerkannt zu werden, fand ich ein sehr interessantes Bild unserer Gesellschaft.
    Nirgendwo konnte man lesen , endlich kann ich hier meine Ausbildung als Installateur beginnen oder Zugführer, mein Lebenstraum.
    Laut Mediendienst Integration befanden sich mit Stand vom September 2019 in einer Ausbildung 55.000 Menschen aus den acht häufigsten "Asylherkunftsländern". Dem stehen vom Wintersemester 15/16 bis Wintersemster 18/19 insgesamt 7 691 Immatrikulationen von Geflüchteten an deutschen Hochschulen gegenüber.
    Geändert von Zwekke (04.01.2021 um 17:24 Uhr)
    Gewaltsamkeit - bis hin zur psychischen Vernichtung des „Gegners“ – ist ein Wesenszug rechtsextremen Denkens und Handelns. Die fast mythologische Verehrung der Gewalt und der unerschütterliche Glaube an ihre konfliktlösende, „reinigende“ Kraft kennzeichnen die Gefährlichkeit des neonazistischen Terrors in der Bundesrepublik.

    Aus der SINUS-Studie über rechtsextremistische Einstellungen in Deutschland von 1981

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    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Meine Erfahrung

    - zwei Mädchen aus unserer Auffangklasse hätten eine Ausbildung machen können, hätten dafür aber in einen anderen Ort ziehen müssen, dies wurde ihnen nicht erlaubt und sie wurden beide schnell verheiratet

    - drei junge Männer haben sich in den Shisha-Bars ihrer älteren Brüder verdingt und hatten gar keine Ambitionen, ihre Schulkarriere fortzuführen

    - ein Schüler hat die Schule verlassen mit einer Psychose, obwohl er toll lernen konnte, ist auch heute noch krank

    - vier Schülerinnen wollen sich weiterbilden und haben das gewählt, weil die angebotenen Jobs unter ihrer Würde waren

    - zwei Schüler haben ihre Lehre abgebrochen, weil ihnen der schulische Teil zu schwer war

    -einer macht eine Ausbildung zum Pfleger, war ein toller Junge, zwei andere werden Altenpflege-Helferinnen

    -drei SuS besuchen eine andere Klasse

    Weitere Beobachtung und Einschätzung:

    Das, was wir erwarten und das, was die Leute, die zu uns kommen, erwarten, klafft extrem auseinander.
    Die meisten wollen hier Geld machen und sind auch völlig zufrieden unter ihresgleichen zu leben und wollen sich in unsere Gesellschaft auch gar nicht integrieren.
    Sie halten unsere Gesellschaft für verdorben und verdreht.

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    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    In wieweit soll das repräsentativ sein?

    Ich finde es hier im Thread sehr schwierig zu diskutieren, wenn einige ihre Argumentation anscheinend nach ihren Gefühlen ausrichten.

    Nur ein Beispiel: Behauptung ist, wir brauchen keine Ärzte. Fakt ist, wie haben Medizinermangel. Quelle: Die Sorge um Arztemangel wachst

    Oder: nur zwei von 10 Migranten sind in den Arbeitsmarkt vermittelbar
    Oder. Flüchtlinge wurden befragt, wollen alle Ärzte werden.

    Ich weiß nicht, wie ich das vermitteln soll, dass eine Diskussion nur Sinn macht, wenn man sich weitestgehend an Fakten hält. Beispiele eines Wohnbezirks, einer Straße, einer Schule machen nur Sinn, wenn sie zumindest einigermaßen die Mehrheit repräsentieren.
    Geändert von BlueVelvet06 (04.01.2021 um 17:35 Uhr)

    1. EC-Karte in den Handschuh stecken
    2. Durch Handauflegen bezahlen
    3. Zufrieden sagen: "Dieser Chip in der Impfung hat sich echt gelohnt!"

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    AW: Migration, Flucht, Asyl 5.ter Thread

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Die meisten wollen hier Geld machen und sind auch völlig zufrieden unter ihresgleichen zu leben und wollen sich in unsere Gesellschaft auch gar nicht integrieren.
    Sie halten unsere Gesellschaft für verdorben und verdreht.
    Zumal es hier eben schon die Parallelstrukturen gibt und man es auch nicht mehr muss. Ich beobachte das schon ziemlich lange und sehe selbst bei den "Gastarbeiterkindern " solche Entwicklungen. Nicht wenige Deutsche mit türkischen Wurzeln gehen zurück ins das von den Eltern schon gekaufte Apartment in irgendwo am Meer . Da lebt es sich doch viel entspannter (Da kenne ich wirklich nicht wenige und die Eltern finden das auch gut so, während sie hier weiter ackern wie schon vorher auch.).

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