Ich habe ein sehr interessantes Gespräch mit der türkischen Rechtsanwältin Ates gelesen:
Die liberale Imamin Seyran Ates im Gesprach mit dem Kirchenhistoriker Christoph Markschies | chrismon
Daraus:
"Ich kämpfe außerdem vehement- und da bin ich so was von intolerant - gegen das Kopftuch auf den Köpfen von Kindern. Das ist für mich Kindesmissbrauch............
Mich ärgert: Wenn wir über das Kopftuch reden, geht es sofort nur um das Thema Religionsfreiheit. Wichtig ist doch auch, wofür es politisch und sozial steht."
Sie begründet dies dann auch entsprechend. Man möge es nachlesen.
Ich selber habe mich sehr in meiner Meinung bestätigt gefühlt.
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14.09.2018, 22:49
AW: Terre de Femme Petition gegen das Kopftuchtragen von Kindern
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15.09.2018, 19:28
AW: Terre de Femme Petition gegen das Kopftuchtragen von Kindern
Es ist relativ einfach zu ergoogeln, was als Kindeswohlgefährdung gewertet wird.
Ich finde es grundfalsch, wegen einiger Extremisten ( und die Zahl von Kopftuchträgerinnen im Kindergarten und Grundschulalter ist so gering, dass das tatsächlich als Extremismus zu werten ist) die Religionsfreiheit und das Religionsbestimmungsrecht der Eltern generell abzuschaffen/ auszuhebeln.
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15.09.2018, 19:31Inaktiver User
AW: Terre de Femme Petition gegen das Kopftuchtragen von Kindern
Mal so als Nachfrage: Hier kommt ja ab und an mal die Vermutung, kopftuchtragende Damen würden die anderen mit Verachtung strafen.
Jetzt sehe ich durchaus häufiger Gruppen von Frauen (2-5) in der Innenstadt von denen innerhalb derselben Gruppe einige Kopftuch tragen, andere nicht.
Vermutlich, dem Aussehen nach, sind alle aus demselben Kulturkreis. Unterstellt Ihr dann auch, dass die kopftuchtragenden Damen ihre nicht kopftuchtragenden Freundinnen aus demselben Kulturkreis verachten?
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15.09.2018, 20:12Inaktiver User
AW: Terre de Femme Petition gegen das Kopftuchtragen von Kindern
Die "Zwölf Stämme" sind zahlenmäßig kaum vorhandene religiöse Extremisten. Siehst du das bei denen genauso?
Das Selbstbestimmungsrecht der Eltern gilt z.B. in der Frage der Schulpflicht nicht. Würde es den Eltern freigestellt, ob sie ihre Kinder aus religiösen/ideologischen Gründen in die Schule schicken, würden sehr viele islamische Mädchen nicht in den Genuss einer grundlegenden Alphabetisierung bekommen. (Dieses Phänomen ist z.B. in vielen afrikanischen Ländern mit großer muslimischer Bevölkerung zu beobachten, wo es keine Schulpflicht gibt: muslimische Mädchen werden unter gleichen Bedingungen nicht in die Schule geschickt. Siehe z.B. Kamerun). Hier ist es egal, was die Eltern denken/wünschen: Die Schulpflicht gilt (leider nicht mehr ohne wenn und aber, aber im Wesentlichen doch). Mit dem Kopftuch könnte man es genauso machen. Man gibt den Mädchen Mittel an die Hand, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und sich genausowenig religiösen Kleidungsvorschriften zu unterwerfen wie die Jungs. Punkt.
Dass dies eine neue Situation ist, sollte die Behörden nicht davon abhalten, neue Kindeswohl-Kriterien zu definieren.Ja und? Was tut das zur Sache? Hier geht es um kopftuchtragende Minderjährige.
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15.09.2018, 20:55Inaktiver User
AW: Terre de Femme Petition gegen das Kopftuchtragen von Kindern
Tja, durchaus noch minderjährige junge Mädchen sieht man bei uns im Einkaufszentrum auch in solchen Gruppenkonstellationen wie sie Saetin2 oben beschrieben hat - offensichtlich sind weder deren Eltern, noch die Mädchen selbst so intolerant, dass sie die Kontakte verbieten/meiden
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15.09.2018, 21:47Inaktiver User
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15.09.2018, 21:56
AW: Terre de Femme Petition gegen das Kopftuchtragen von Kindern
Volterre, wenn überhaupt geht es hier um kopftuchtragende Kinder- mit 14 ist man religionsmündig.
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15.09.2018, 22:01Inaktiver User
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15.09.2018, 22:04
AW: Terre de Femme Petition gegen das Kopftuchtragen von Kindern
Ich habe bereits geschrieben, dass ich die Petition nicht unterzeichne. Auch aus diesem Grund- Religionsmündig ist man mit 14.
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16.09.2018, 16:55Inaktiver User
AW: Terre de Femme Petition gegen das Kopftuchtragen von Kindern
Daß es das gibt, in Schulen (und das Strangthema sind ja Kinder), wurde bereits verlinkt. Und sogar darüber hinaus, also nicht "nur mit Verachtung strafen", sondern konkret Druck ausüben.
Ich bin aber auch sicher, daß nicht jede kopftuchtragende Muslima auf nichtkopftuchtragende Muslimas herabsieht. Und nicht mal auf Nichtmusliminnen. Der Grund, warum überhaupt ein "muslimisches" Kopftuch getragen wird, dürfte auch nicht einheitlich sein.


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