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  1. Inaktiver User

    AW: Terre de Femme Petition gegen das Kopftuchtragen von Kindern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ist es aber in Teilen doch, auch wenn dich das noch so sehr stört.

    "Mama trägt Hijab, Mama ist eine erwachsene Frau, ich möchte auch gern erwachsen sein und so wie Mama, deshalb möchte ich auch einen Hijab tragen." Das ist ein Beispiel aus der Realität. (Die dazugehörige Mama hat der Tochter das Hijab-Tragen übrigens nicht erlaubt - mit der Begründung, das wäre kein "Ich will wie Mama sein"-Kleidungsstück.)

    Die Mutter aus diesem Beispiel ist religiös. Sie ist weder eine Anhängerin des politischen Islam(ismus) noch fundamental(istisch).
    Wenn das Spiel wäre ,dann würde der aber auch anschliessend wieder abgelegt werden.

    Das worum es geht ,ist aber eine Doktrin ,die das Bild der Supermuslima schon kreiert hat. Und dazu gehören 45 Arten wie binde ich meine Kopfbedeckung lässig und chic .Was sind die Modefarben ,was die richtigen saisonalen Prints und dazu gehört das Kind an der Seite mit dem gleichem Styling.Es ist ein enormes Marktpotential ,das kommt noch erschwerend hinzu.
    Da wird den modernen Muslimas dann mal gezeigt ,was sie kaufen müssen und was geht oder nicht geht . Aber eben alles angeordnet. Bessere Konsumenten kann man sich doch für die Zukunft gar nicht wünschen. Und damit die Mädchen nur nicht ausscheren ,gleich mal Hijab aufgesetzt ,bei uns wäre das passende Synonym "Deckel drauf "auf das Problem.

    Zusatz
    Das ,was ich hier beschreibe sind eher ostasiatische Muslimas ,die sind schon noch ein bißchen anders ,aber die Idee ist viel zu gut ,als das die nicht in die arabische Welt kopiert werden wird und ich sehe schon Anfänge davon. Man steigt nämlich gerade auf diese Wickeltechniken und Farbe um,zumindestens hier in Berlin ist es schon zu sehen.

  2. Inaktiver User

    AW: Terre de Femme Petition gegen das Kopftuchtragen von Kindern

    @red_gillian,
    ehrlich gesagt finde ich Statements wie "Ich kenne eine Muslima die......", wie es sie hier im Strang viele gab, nicht hilfreich.

    Weil es eben Einzelfälle betrifft, von denen wir nicht mal wissen, ob die tatsächlich existieren, oder frei erfunden wurden. (Ganz allgemein gesagt, nicht auf Dich bezogen).

    Ich halte mich da lieber an seriöse Studien anerkannter Politwissenschaftler und geeignete Institution, wie TdF.

    Solche wurden hier zur Genüge verlinkt.

  3. Inaktiver User

    AW: Terre de Femme Petition gegen das Kopftuchtragen von Kindern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Kinder-Hidjab IST aber keine "bestimmte Gepflogenheit einer anderen Religion", sondern ein politisches Statement, dass JETZT auch hier eingeführt werden soll, nachdem dies in anderen Ländern schon durchgesetzt wurde. Und deshalb ist es auch nicht einfach ein Stück Stoff. Das ist nicht die Intention der Leute, die das betreiben.

    Lukulla wurde hier eine "westliche Blickweise" unterstellt. Ist es das nicht genauso, wenn man das einfach ignoriert?
    Nach sog. "westlicher" Anschauung ist ein Mädchen mit 10 - 12 Jahren noch ein Kind. Diese Auffassung wird aber nicht überall geteilt.
    Auch bei "westlicher" Auffassung des Begriffes "Kind" dürfte es Zweifel daran geben, ob eine 16- oder 17jährige noch als Kind anzusehen sei. Ein 14jähriges Kind hat hierzulande das Recht, seine Religion frei zu wählen, ein 16jähriges darf z.T an Kommunalwahlen teilnehmen.

    Für viele Muslime stellt das Einsetzen der Monatsblutung den Übergang vom Kind zur Frau dar. Das geschieht heutzutage oft schon mit 10 Jahren oder noch früher. Und da beginnt die schwierige Gemengelage, wie denn mit Frauen umgegangen werden muss, das Problem der Unterdrückung von Frauen usw. usf. Da kommen Frauenrechte ins Spiel, da kommt aber was die Muslimas betrifft - wiederum auch ins Spiel, wie der Koran in den unterschiedlichen Schulen ausgelegt wird, wer was wie sagt und wie das begründet wird. Das ist ein ziemliches Dickicht, und da ist der politische Missbrauch der Religion noch gar nicht mit drin.

    Würde die Petition ein Hijab-Verbot in den ersten zehn Lebensjahren fordern, hätte ich sofort unterschrieben. Das wäre für mich ein Startpunkt und eine Ausgangsbasis, von der aus man dann weitersehen könnte - und, selbstverständlich, auch müsste.

  4. Inaktiver User

    AW: Terre de Femme Petition gegen das Kopftuchtragen von Kindern

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Ich bin absolut gegen diese Teile auf Kinderköpfen, absolut und 100%ig, bin mir aber nicht sicher, welchen Weg die Gesellschaft/ der Gesetzgeber einschlagen sollte, um die Mädchen effektiv davor zu schützen. In deinen und auch Chatuls Augen bin ich jetzt vermutlich konservativ und muslimfreundlich. Na prima.
    Man muss sich nicht jeden Stiefel anziehen. Nur, wenn er passt.

  5. Inaktiver User

    AW: Terre de Femme Petition gegen das Kopftuchtragen von Kindern

    @red Gilian
    Bist Du selbst Muslima ? (wenn Du das nicht beantwoerten möchtest ,dann übergehe es einfach !)
    Ich lese bei Dir schon doch eine Menge Kenntnis.

    Wir leben hier im Westen nur mal zur Erinnerung und ich möchte nicht orientalisch leben sonst wäre ich dort.
    Also muss dieses Verbot so angepasst werden wie es für andere Kinderrechte auch funktioniert. .
    Mit 10 Jahren ist ein Mädchen keine Frau .
    Das ist viel zu früh und würde nichts ändern .

  6. Inaktiver User

    AW: Terre de Femme Petition gegen das Kopftuchtragen von Kindern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @red_gillian,
    ehrlich gesagt finde ich Statements wie "Ich kenne eine Muslima die......", wie es sie hier im Strang viele gab, nicht hilfreich.

    Weil es eben Einzelfälle betrifft, von denen wir nicht mal wissen, ob die tatsächlich existieren, oder frei erfunden wurden. (Ganz allgemein gesagt, nicht auf Dich bezogen).

    Ich halte mich da lieber an seriöse Studien anerkannter Politwissenschaftler und geeignete Institution, wie TdF.

    Solche wurden hier zur Genüge verlinkt.
    Ich kenne solche Studien auch.
    Außerdem habe ich tagtäglich mit in Deutschland lebenden Muslimen beiderlei Geschlechts, unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher Altersgruppen zu tun.
    Dass das - die Schriften einerseits und die Erfahrungen an der Basis andererseits - bei mir zu einer Haltung führt, die andere wenig nachvollziehbar und bestenfalls zweifelhaft finden, kann ich nachvollziehen.

  7. Inaktiver User

    AW: Terre de Femme Petition gegen das Kopftuchtragen von Kindern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @red Gilian
    Bist Du selbst Muslima ? (wenn Du das nicht beantwoerten möchtest ,dann übergehe es einfach !)
    Ich lese bei Dir schon doch eine Menge Kenntnis.
    Ich habe das weiter oben schon beantwortet, als es um die "interessierten Kreise" ging: Nein, bin ich nicht.
    Zu meinen Kenntnissen: s. gerade gepostet in #996.

    Wir leben hier im Westen nur mal zur Erinnerung und ich möchte nicht orientalisch leben sonst wäre ich dort.
    Also muss dieses Verbot so angepasst werden wie es für andere Kinderrechte auch funktioniert. .
    Mit 10 Jahren ist ein Mädchen keine Frau .
    Das ist viel zu früh und würde nichts ändern .
    Ja, wir leben hier im Westen. Und vielen Muslimen fällt es schwer, hier anzukommen.
    Weswegen ich für ein Hijab-Verbot den kleinstmöglichen Nenner wählen würde - nicht, um dort stehenzubleiben, sondern um dort anzufangen.

  8. User Info Menu

    AW: Terre de Femme Petition gegen das Kopftuchtragen von Kindern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wir leben hier im Westen nur mal zur Erinnerung und ich möchte nicht orientalisch leben sonst wäre ich dort.
    So lange wie es keine allgemeinen, freien, gleichen und demokratischen Wahlen im Orient gibt, wissen wir doch gar nicht wie die Menschen dort wirklich leben wollen.
    Es geht nicht um 'Westen' und 'Orient', sondern es geht um die allgemeinen Menschenrechte, so wie sie in der Menschenrechtscharta der UNO festgelegt sind - genau diese Rechte jedoch werden den Völkern von den herrschenden Cliquen im Orient vorenthalten.
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    Daniel Kahneman

  9. Inaktiver User

    AW: Terre de Femme Petition gegen das Kopftuchtragen von Kindern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für viele Muslime stellt das Einsetzen der Monatsblutung den Übergang vom Kind zur Frau dar. Das geschieht heutzutage oft schon mit 10 Jahren oder noch früher. Und da beginnt die schwierige Gemengelage, wie denn mit Frauen umgegangen werden muss, das Problem der Unterdrückung von Frauen usw. usf. Da kommen Frauenrechte ins Spiel, da kommt aber was die Muslimas betrifft - wiederum auch ins Spiel, wie der Koran in den unterschiedlichen Schulen ausgelegt wird, wer was wie sagt und wie das begründet wird. Das ist ein ziemliches Dickicht, und da ist der politische Missbrauch der Religion noch gar nicht mit drin.
    Aber nach unseren Gesetzen eben nicht. Und das ist gut so. Wer damit nicht leben mag, kann ja woanders leben, wo das so gehandhabt wird. Ich möchte, dass Moslems, die der religiösen Enge entgehen möchten, hier eine Heimat finden können. Die anderen haben schon eine.

  10. Inaktiver User

    AW: Terre de Femme Petition gegen das Kopftuchtragen von Kindern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nach sog. "westlicher" Anschauung ist ein Mädchen mit 10 - 12 Jahren noch ein Kind. Diese Auffassung wird aber nicht überall geteilt. .
    .... und ein Kind dann gerne mal mit 10 verheiratet. Schlimm genug.

    Deutschland ist aber ein westliches Land, in dem westliche Werte und Gesetze gelten. Punktum.

    Es entspricht nicht meinem Demokratie - und Menschenrechtsverständnis, diese Standards für einzelne Bevölkerungsgruppen - hier: minderjährige Muslimas - zurück zu fahren.

    Ich habe gerade gelesen, dass es zu Anfang für Gastarbeiterkinder in Deutschland keine Schulpflicht gab. Mit dem Effekt, dass viele türkische Mädchen in Deutschland nach 3-4 Jahren von ihren Eltern von der Schule genommen wurden.

    Das wurde irgendwann verboten, und Schulpflicht galt für alle Kinder. M.E. ein Segen, obwohl die Rechte der Eltern, über ihr Kind nach Belieben zu verfügen, damit beschnitten wurden.

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