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  1. Inaktiver User

    AW: Rassismus in Deutschland – Randphänomen oder Alltagsproblem?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zu seinen sportlichen Leistungen kann ich nix sagen. Aber wenn ein Deutsch-Türke Erdogan als seinen Präsidenten bezeichnet find ich es eine ziemliche Heuchelei, wenn er sich dann beschwert als Türke gesehen zu werden.
    Na ja. Ich bezeichne den Praesidenten meines Gastlandes auch als meinen Praesidenten (und ja, es gibt sogar ein Foto von ihm mit mir. Im Hintergrund, okay. Aber trotzdem!!! )

    Umgekehrt habe ich Christian Wulff ganz sicher nicht als meinen Praesidenten bezeichnet. Das scheint bei mir aber nichts auszumachen und ich finde schon, dass die Frage erlaubt ist ob das daran liegt dass ich nicht i Rampenlicht stehe - oder doch daran, dass mir das Deutschsein (blond, in D geboren und aufgewachsen, deutsche Eltern etc) eben nicht abgesprochen werden kann

    Also kann ich da keine Diskriminierung erkennen.
    Was ja nichts heisst. Die Hotelbesitzer meines ersten Posts glaubten auch nicht, dass sie diskriminierten obwohl sie es taten, das Gehirn ist da achon zu beeindruckenden Kapriolen faehig.

    Hier mal ein Link zur SIT und positiver Diskriminierung Vorurteile, Differenzierung und Diskriminierung - sozialpsychologische Erklarungsansatze | bpb

    Ich glaube tatsaechlich, dass es extrem schwierig ist Diskriminierung immer zu erkennen wenn man zur Mehrheitsgesellschaft gehoert.

  2. Inaktiver User

    AW: Rassismus in Deutschland – Randphänomen oder Alltagsproblem?

    Kein Hotelzimmer bekommen ist ja ein konkreter Nachteil - gefragt zu werden wo man herkommt nicht.

    Es ist ja damit nichts gesagt darüber ob das besser oder schlechter ist, nur weil es als anders als die mehrheitliche Bevölkerung eingeordnet wird.


  3. Registriert seit
    09.01.2016
    Beiträge
    2.963

    AW: Rassismus in Deutschland – Randphänomen oder Alltagsproblem?

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Kann hier bitte, bitte einmal ein anderes Rassismusopfer herangezogen werden als ein kickender Multimillionär? Mich würde Rassismus gegenüber einer mongolische Putzfrau weitaus mehr interessieren.

  4. Moderation Avatar von Promethea71
    Registriert seit
    11.09.2004
    Beiträge
    17.133

    AW: Rassismus in Deutschland – Randphänomen oder Alltagsproblem?

    Natürlich gibt es Rassismus in Deutschland und es hat ihn immer gegeben.
    Eine Schulfreudin von mir war arabischer Abstammung, hatte einen arabischen Namen, ist aber in Deutschland geboren und aufgewachsen und mit mir aufs Gymnasium gegangen, Abischnitt 1,1.

    Trotzdem gab es Busfahrer, die ihr gesagt haben "so eine Türkenschlampe nehm ich nicht mit".
    Das war nicht an der ständigen Tagesordnung, aber es kam vor und das wird es heute noch in verschiedensten Situationen geben und ich denke jeder, der ein bisschen ausländisch aussieht, wird das schon in der einen oder anderen Art erlebt haben.
    Oder auch der "positive Rassismus" im Sinne von "Sie sprechen aber gut Deutsch".

    Und ja auch ich amüsiere mich über einen sächselnden Koreaner oder einen schwäbelnden Kenianer - auch eine Form von - wenn auch mildem - Rassismus.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  5. Inaktiver User

    AW: Rassismus in Deutschland – Randphänomen oder Alltagsproblem?

    Unter dem Hashtag #Metwo schreiben gerade Deutsche mit Migrationshintergrund über ihre Erfahrungen mit Alltagsrassismus. Da sind wirklich sehr traurige Geschichten dabei. Besonders was Kinder und ihre Schulerfahrungen angeht.

  6. Inaktiver User

    AW: Rassismus in Deutschland – Randphänomen oder Alltagsproblem?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Offenbar die, die behaupten Oezil (kann beliebig ein anderer Name eingesetzt weden) verstecke Leistungsabfall hinter der Rassismus-Keule.

    Tja, wo ist denn der gemeinsame Nenner zwischen allen Biodeutschen und was macht einen Oezil (aufgewachsen im Ruhrpott) eigentlich ‘anders’? .......
    Herr Özil ist als Kind von Türken in Deutschland als Türke aufgewachsen und hat trotzdem in Deutschland kostenlos zur Schule gehen dürfen und wurde im Sport durch steuerfinanzierte Förderung, genauso, wie ein talentierter Deutscher trainiert. Herr Özil hat selbst mal in einem Interview gesagt, dass er zu Hause nur Türkisch gesprochen hat und erst in der Schule deutsch gelernt hat. Es gibt da schon ein paar Unterschiede zu Biodeutschen. Dies hat Özil selbst mal so gesehen, als er 2012 auf das Thema Nationalität und Staatsbürgerschaft angesprochen wurde.


    „Ich habe in meinem Leben mehr Zeit in Spanien als in der Türkei verbracht – bin ich dann ein deutsch-türkischer Spanier oder ein spanischer Deutsch-Türke? Warum denken wir immer so in Grenzen? Ich will als Fußballer gemessen werden – und Fußball ist international, das hat nichts mit den Wurzeln der Familie zu tun.“

    – Mesut Özil[9]


    Mesut Ozil – Wikipedia

    Es ist auch eine Frage des Respekts, wenn Erwachsene an dem gemessen werden, was sie sagen und tun.
    Ganz objektiv ist Özil eben nicht der ganz normale Biodeutsche aus dem Ruhrpott und er selbst sieht dies wohl auch nicht so.

  7. Inaktiver User

    AW: Rassismus in Deutschland – Randphänomen oder Alltagsproblem?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ......

    Ich glaube tatsaechlich, dass es extrem schwierig ist Diskriminierung immer zu erkennen wenn man zur Mehrheitsgesellschaft gehoert.
    Wann ist frau denn Teil der "Mehrheitsgesellschaft"? Diese Mehrheitsgesellschaf ist doch auch keine homogene Masse, in der alle gleich ticken.

    Diskriminierung gibt es, weil jemand eine Frau oder ein Mann ist, weil jemand klein/groß und/oder dick/dünn ist. Altersdiskriminierung ist auch in der "Mehrheitsgesellschaft" alltäglich. Und über die systematische Diskriminierung von Ostdeutschen wurde auch schon viel geschrieben.
    Warum nun ist die Diskriminierung aufgrund der Ethnie bzw. Hautfarbe nun so sehr viel bedeutsamer?

  8. Inaktiver User

    AW: Rassismus in Deutschland – Randphänomen oder Alltagsproblem?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Herr Özil ist als Kind von Türken in Deutschland als Türke aufgewachsen und hat trotzdem in Deutschland kostenlos zur Schule gehen dürfen und wurde im Sport durch steuerfinanzierte Förderung, genauso, wie ein talentierter Deutscher trainiert. Herr Özil hat selbst mal in einem Interview gesagt, dass er zu Hause nur Türkisch gesprochen hat und erst in der Schule deutsch gelernt hat. Es gibt da schon ein paar Unterschiede zu Biodeutschen.
    Vor allem gibt es offenbar den Unterschied, dass er staendig beweisen muss, deutsch zu sein. Oder zu Deutschland zu stehen.

    Ich bin von Biodeutschen geboren und aufgezogen worden, und natuerlich bin ich in Deutschland kostenfrei in die Schule gegangen.

    Aber dann habe ich Stipendien bekommen von einem europaeischen Land und nehme gerade ein weiteres an von einem Land im Mittleren Osten, ich habe in zwei weiteren europaeischen Laendern und zwei asiatischen gearbeitet.. Steuern gezahlt habe ich in Deutschland kaum, weil ich hier nicht gearbeitet habe.

    Abr die Tatsache, von Menschen mit deutschem Pass geboren worden zu sein macht mich offenbar mehr deutsch. Ist das nicht irgendwie seltsam?

    „Ich habe in meinem Leben mehr Zeit in Spanien als in der Türkei verbracht – bin ich dann ein deutsch-türkischer Spanier oder ein spanischer Deutsch-Türke? Warum denken wir immer so in Grenzen? Ich will als Fußballer gemessen werden – und Fußball ist international, das hat nichts mit den Wurzeln der Familie zu tun
    Tja. Ich wuerde ja sagen, Leben ist international.

  9. Avatar von Malaita
    Registriert seit
    18.01.2018
    Beiträge
    2.395

    AW: Rassismus in Deutschland – Randphänomen oder Alltagsproblem?

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    .
    Oder auch der "positive Rassismus" im Sinne von "Sie sprechen aber gut Deutsch".

    Und ja auch ich amüsiere mich über einen sächselnden Koreaner oder einen schwäbelnden Kenianer - auch eine Form von - wenn auch mildem - Rassismus.
    Es soll schon (milder) Rassismus sein, wenn du dich über einen anderssprachigen Menschen amüsierst, der etwas Dialekt spricht???? Ich habe täglich mit Migranten zu tun und hin und wieder frage ich auch mal, wie dieses Wort auf Arabisch (z.B.) heißt und dann spreche ich dieses Wort und dann amüsieren DIE sich über meine Aussprache. Ist das dann auch Diskriminierung mir gegenüber? Eigentlich ist das ein Spaß.
    Also dieses Beispiel für Rassismus halte ich dann doch für zu weit hergeholt.

    "Sie sprechen aber gut Deutsch" - Ein Mensch, der dieses äußert, weiß nichts über die Hintergründe und das Leben desjenigen. Woher soll er wissen, dass es diesmal zufällig ein Mensch ist, der eventuell hier geboren ist und dem Anschein nach aber vom Aussehen her ein anderer Typ als der mitteleuropäische ist?
    Was spricht dagegen, ihm zu antworten: ich lebe schon seit Geburt hier (oder etliche Jahre oder wie auch immer).

    Man muss den Menschen auch mal zugestehen, dass sie sich hin und wieder nicht richtig auskennen.

    PS. So etwas wie dein Beispiel mit dem Busfahrer, der "Türkenschlampen" nicht mitnimmt, habe ich noch nie erlebt und auch noch nie gehört. Und wenn es so sein sollte, kann man sich beschweren bei der Busgesellschaft.

  10. Inaktiver User

    AW: Rassismus in Deutschland – Randphänomen oder Alltagsproblem?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Abr die Tatsache, von Menschen mit deutschem Pass geboren worden zu sein macht mich offenbar mehr deutsch. Ist das nicht irgendwie seltsam?
    Was soll daran seltsam sein? So ist die Welt eben strukturiert.


    Tja. Ich wuerde ja sagen, Leben ist international.
    Und ich würde sagen, Menschen haben das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, und daher gibt es sowas wie Nationalstaaten.

    Wieso es schlechter sein soll, Türke zu sein als Deutscher, das versteh ich nicht ganz.

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