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12.05.2018, 21:15
AW: Flüchtlinge im Wandel der Zeit - Berichterstattung
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12.05.2018, 21:20
AW: Flüchtlinge im Wandel der Zeit - Berichterstattung
Nein, nicht mit dem Ende der Flucht, sondern mit der Errichtung eines eigenen Lebensmittelpunktes in dem neuem Land.
Die Millionen Syrer, die zum Teil seit Jahren in Zeltdörfern in Jordanien leben, würde ich immer noch Flüchtlinge nennen.
Genau sie waren Flüchtlinge vom Anfang ihrer Reise raus aus Frankreich oder aus den Niederlanden bis hin nach Frankfurt bis zur ihrer Einbürgerung dort. Danach sind sie Bürger Frankfurts und von ihrem Glauben her Hugenotten und von ihren Wurzel her Franzosen. Aber sie sind doch keine Flüchtlinge.Die hugenottischen Kaufleute von Frankfurt sind geflüchtet, also waren sie zu einem bestimmten Zeitpunkt Flüchtlinge.Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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12.05.2018, 22:09
AW: Flüchtlinge im Wandel der Zeit - Berichterstattung
Ich sehe den folgenden Bezug zwischen den Posts:
“Es war jahrzehntelang nicht üblich, von [wohlhabenden Geflüchteten] als “Flüchtlinge” zu sprechen.”
“Ich zitiere mal einige Beispiele aus vergangenen Jahren mit genau diesem Sprachgebrauch “
Mir haben sich die vorgenommenen Abgrenzungen auch noch nicht ganz erschlossen.A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer
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13.05.2018, 18:23Inaktiver User
AW: Flüchtlinge im Wandel der Zeit - Berichterstattung
Das Volk ist mit Deuten beschäftigt, während Politik und Medien den Eindruck vermitteln: Wir wissen gar nicht was ihr eigentlich wollt. Wir sagen euch doch deutlich und einhellig, wo es lang geht.
Allerdings. Wenn dieser Unterschied in der öffentlichen Debatte verkleistert werden soll, ist das mehr als grotesk.
Heutzutage? Die Definition "Flüchtling" als jemand, der überstürzt aufbrechen muss und nur das mitnimmt, was er schleppen kann, findet sich schon in der Bibel. Oder stellt sich jemand beim Stichwort "Flucht nach Ägypten" einen Großinvestor aus Palästina vor, der dem Pharao beim wirtschaftlichen Aufbau seines Landes half?
Und dieser Sprachwandel ist umso irritierender, als Deutschland stets als Land der "Dichter" und "Denker" galt und im deutschen Sprachraum führend war was kontroverse Debatten und stringente Analysen betraf.
Seit ca. drei Jahren scheint das endgültig vorbei zu sein: In Medien und Politik ist ein Trend zur Begriffsvermischung und Verunklärung zu beobachten, der jeder klaren und sachlichen Debatte Hohn spricht und nur noch mit Emotionen und Zuschreibungen arbeitet.
Ich finde das hochgradig verstörend, denn es ist ein Symptom eines Wandels, den sich wohl niemand in diesem Land der Debattierer, Philosophen und Analytiker hätte vorstellen können. Wer glaubte, eine verordnete Einheitsmeinung, wie sie in der DDR üblich war, könnte im Westen nie passieren, muss seine Meinung revidieren.
Und das Gros der deutschen Alpha-Journalisten macht freudig mit beim Ausverkauf eines der wertvollste Güter, das D besaß: Kritische, unbestechliche Medien, die sich nicht vor den Karren der Politik spannen lassen.
Aber vielleicht habe ich mich auch getäuscht und meine hohe Meinung über die deutschen Medien war nur eine Illusion und entsprach noch nie der Realität.
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13.05.2018, 18:57
AW: Flüchtlinge im Wandel der Zeit - Berichterstattung
Ich weiß zwar nicht wo und wie du diverse Berichte liest, ich meine mehr, dass kontroverse Debatten kaum noch analysiert werden müssen, da sie jeder verstehen kann mittlerweile. Und wenn Meinungen veröffentlicht werden, kann sie jeder lesen, wo ist das Problem.
Vielleicht in der Satire wird mit Assoziationen gearbeitet und Begriffsverschwendungen. Die Deutsche Sprache ist reich an Wörtern und Raum gibt es auch genug dafür.Seit ca. drei Jahren scheint das endgültig vorbei zu sein: In Medien und Politik ist ein Trend zur Begriffsvermischung und Verunklärung zu beobachten, der jeder klaren und sachlichen Debatte Hohn spricht und nur noch mit Emotionen und Zuschreibungen arbeitet.
Vielleicht meine auch nur ich das.Ich finde das hochgradig verstörend, denn es ist ein Symptom eines Wandels, den sich wohl niemand in diesem Land der Debattierer, Philosophen und Analytiker hätte vorstellen können. Wer glaubte, eine verordnete Einheitsmeinung, wie sie in der DDR üblich war, könnte im Westen nie passieren, muss seine Meinung revidieren.
Eine Einheitsmeinung kann ich keinesfalls erkennen.
Da erkenne ich beim Journalismus dass die Kritik schon in der Sache des Problems oder Situation steckt. . Es werden die Situationen beschrieben wie sie sind. Was fehlt dir denn konkret?Und das Gros der deutschen Alpha-Journalisten macht freudig mit beim Ausverkauf eines der wertvollste Güter, das D besaß: Kritische, unbestechliche Medien, die sich nicht vor den Karren der Politik spannen lassen.
Wozu doppelt kritisieren. Und kritisch betrachten und lesen, was selbst in der Sache schon kritisch ist genügt doch um etwas zu verstehen. Veränderungen erwarten, aufgrund nur Lesens und Schreibens dürfte schwierig sein. Ein kritisches Problem oder Aussagen zu beschreiben ist doch in der Regel gut zu erkennen in den Printmedien. Die Sprache ist gut und manche Artikel vorzüglich mit neuen Hinweisen, welche man noch nicht so gesehen hat.
So ganz verstehe ich deinen Sprachwandel nicht. Ich habe eher den Eindruck vor einigen Jahren wurde weniger darüber geschrieben, was aktuell ist, weil kaum Veränderung sowohl in manch einzelnen Branchen, wie auch in der Schnelligkeit von Veränderungen, auch was Meinungen betrifft.
Noch etwas, aktuell muss man sich weniger fragen "Was ist da und dort los usw, also bleibt eine zeitlang unwissend sozusagen. Den jetzigen Journalismus finde ich besonders shcnell mit der Informationsweitergabe. Denn um Informationen geht es ja.Geändert von Akzent (13.05.2018 um 19:09 Uhr)
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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13.05.2018, 19:10
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13.05.2018, 19:15Inaktiver User
AW: Flüchtlinge im Wandel der Zeit - Berichterstattung
Wenn du nur deutsche Medien konsumierst, erstaunt mich das nicht. Wie solltest du es da auch merken?
Wie schön für die Mainstrem-Medien, dass es doch noch ein paar Leute gibt, die sowas ernsthaft glauben.
Ich weiss nicht, wie lange du schon bewusster Medienkonsument bist, vielleicht hast du aufgrund deines Alters den Qualitätsverlust seit den Achtziger Jahren (massiv verstärkt durch die Hofberichterstattung seit drei Jahren) nicht mit bekommen.
Tatsache ist, dass es früher nicht nur mehr unterschiedliche Medien mit klarem Profil gab, sondern auch TV-Debatten mit Politikern eine völlig andere Qualität besaßen. Das heutige publikumsgerecht gestutzte Gesäusel kann man kaum als "Debatte" bezeichnen. Da geht es nur noch um "Betroffenheit" und wer die Guten und die Bösen sind.
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13.05.2018, 19:16
AW: Flüchtlinge im Wandel der Zeit - Berichterstattung
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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13.05.2018, 19:27
AW: Flüchtlinge im Wandel der Zeit - Berichterstattung

Warum liest du denn ausschliesslich nur Hofberichtserstattungen?
Selbst die Börsianer verwenden eine direktere Sprache.
Klares Profil zeigen von Politikern ja, da gebe ich dir recht, bezog sich zu früheren Zeiten doch mehr auf das Inland, welches weitgehend stabil war. Und der Politiker hat sich verändert, wobei sie doch mittlerweile wieder auftauen. Debattten gibt es heute auch mehr als genug mit vielen vielen Themen und guten Ansichten.Tatsache ist, dass es früher nicht nur mehr unterschiedliche Medien mit klarem Profil gab, sondern auch TV-Debatten mit Politikern eine völlig andere Qualität besaßen. Das heutige publikumsgerecht gestutzte Gesäusel kann man kaum als "Debatte" bezeichnen. Da geht es nur noch um "Betroffenheit" und wer die Guten und die Bösen sind.Geändert von Analuisa (13.05.2018 um 23:02 Uhr) Grund: Zitate repariert
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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14.05.2018, 12:16Inaktiver User
AW: Flüchtlinge im Wandel der Zeit - Berichterstattung
Tja... Ich kenn die Sprachregelung anders. Meine Familie ist aus Ostpreußen geflohen und bezeichnete sich bis weit in dieses Jahrtausend hinein als Flüchtling, nicht als "Vertriebene", sondern als "Flüchtling".
Das hing mit den sehr unschönen Erfahrungen zusammen, die bis in die 70er hineinreichen. Ich kannte eine alte Frau, die in den 70ern noch das Wort "Rucksackdeutsche" für diejenigen benutzte, die nach dem Krieg aus Ostpreußen, Pommern, Schlesien und dem Sudetenland kamen.
Völlig verrückt, sagen wir heute ... 40 Jahre später.



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