Antworten
Seite 9 von 11 ErsteErste ... 7891011 LetzteLetzte
Ergebnis 81 bis 90 von 109
  1. User Info Menu

    AW: Flüchtlinge im Wandel der Zeit - Berichterstattung

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Tja, so ist das mit der Sprache und dem Verstehen. Für mich stellst du damit einen Bezug her, der aussagt „früher“ nannte man diese Menschen (siehe Zitat) und heute nennt man sie Flüchtlinge.
    Dir ist aber schon klar, dass es bei Sprache nicht um das geht, was für dich der Zusammenhang eines Satzteiles ist, sondern um eine allgemeinverständliche Sprache, die es möglich macht, zusammenhängende Texte und deren Sinn zu erfassen?

  2. User Info Menu

    AW: Flüchtlinge im Wandel der Zeit - Berichterstattung

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Wenn das „Flüchtling sein“ mit Ende der Flucht zusammen hängt, dann sollte man das Wort auch nicht mehr in der Form wie es aktuell ist, angewenden.
    Nein, nicht mit dem Ende der Flucht, sondern mit der Errichtung eines eigenen Lebensmittelpunktes in dem neuem Land.

    Die Millionen Syrer, die zum Teil seit Jahren in Zeltdörfern in Jordanien leben, würde ich immer noch Flüchtlinge nennen.

    Die hugenottischen Kaufleute von Frankfurt sind geflüchtet, also waren sie zu einem bestimmten Zeitpunkt Flüchtlinge.
    Genau sie waren Flüchtlinge vom Anfang ihrer Reise raus aus Frankreich oder aus den Niederlanden bis hin nach Frankfurt bis zur ihrer Einbürgerung dort. Danach sind sie Bürger Frankfurts und von ihrem Glauben her Hugenotten und von ihren Wurzel her Franzosen. Aber sie sind doch keine Flüchtlinge.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  3. User Info Menu

    AW: Flüchtlinge im Wandel der Zeit - Berichterstattung

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Xanidae, ich weiß nicht in welchem Universum du gerade unterwegs bist, aber was sollen all diese Links mit meinem Posting zu tun haben? Das würde maximal dann Sinn ergeben, wenn ausschließlich Hugenotten jemals geflohen wären.

    Und selbst dann sind die zitierten Geschehnisse nicht maßgebend für das, was in Frankfurt geschah.

    Es ist ja recht, wenn du deine eigenen Gedanken spinnst, Themen haben ja unterschiedliche Aspekte. Aber bitte ohne einen Bezug zu mir.
    Ich sehe den folgenden Bezug zwischen den Posts:

    “Es war jahrzehntelang nicht üblich, von [wohlhabenden Geflüchteten] als “Flüchtlinge” zu sprechen.”

    “Ich zitiere mal einige Beispiele aus vergangenen Jahren mit genau diesem Sprachgebrauch “

    Mir haben sich die vorgenommenen Abgrenzungen auch noch nicht ganz erschlossen.
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

  4. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge im Wandel der Zeit - Berichterstattung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Seit Jahren ist das halbe Volk mit Deuten beschäftigt. Es nervt. Nicht der Beitrag, im Gegenteil. Eher der Zustand.
    Das Volk ist mit Deuten beschäftigt, während Politik und Medien den Eindruck vermitteln: Wir wissen gar nicht was ihr eigentlich wollt. Wir sagen euch doch deutlich und einhellig, wo es lang geht.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es macht nun mal einen gigantischen Unterschied, ob 1 Million gebildete und wohlhabende Franzosen einwandern, oder 1 Million weitgehend ungebildeter Araber, die in den Sozialsystemen verbleiben.
    Allerdings. Wenn dieser Unterschied in der öffentlichen Debatte verkleistert werden soll, ist das mehr als grotesk.

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Flüchtlinge mit Beruf und Geld laufen unter "hugenottischer Kaufmann", "russisch-deutscher Schriftsteller" (W. Kaminer), "syrischer Arzt". Arme Flüchtlinge heißen einfach Flüchtlinge, gern auch in Anführungszeichen geschrieben.

    Kein Wunder, dass mit dem Begriff heutzutage überwiegend mittellose, auf Unterstützung angewiesene Menschen assoziiert werden.
    Heutzutage? Die Definition "Flüchtling" als jemand, der überstürzt aufbrechen muss und nur das mitnimmt, was er schleppen kann, findet sich schon in der Bibel. Oder stellt sich jemand beim Stichwort "Flucht nach Ägypten" einen Großinvestor aus Palästina vor, der dem Pharao beim wirtschaftlichen Aufbau seines Landes half?

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Es ging um den SprachWANDEL, der mir aufgefallen ist..
    Und dieser Sprachwandel ist umso irritierender, als Deutschland stets als Land der "Dichter" und "Denker" galt und im deutschen Sprachraum führend war was kontroverse Debatten und stringente Analysen betraf.
    Seit ca. drei Jahren scheint das endgültig vorbei zu sein: In Medien und Politik ist ein Trend zur Begriffsvermischung und Verunklärung zu beobachten, der jeder klaren und sachlichen Debatte Hohn spricht und nur noch mit Emotionen und Zuschreibungen arbeitet.

    Ich finde das hochgradig verstörend, denn es ist ein Symptom eines Wandels, den sich wohl niemand in diesem Land der Debattierer, Philosophen und Analytiker hätte vorstellen können. Wer glaubte, eine verordnete Einheitsmeinung, wie sie in der DDR üblich war, könnte im Westen nie passieren, muss seine Meinung revidieren.

    Und das Gros der deutschen Alpha-Journalisten macht freudig mit beim Ausverkauf eines der wertvollste Güter, das D besaß: Kritische, unbestechliche Medien, die sich nicht vor den Karren der Politik spannen lassen.
    Aber vielleicht habe ich mich auch getäuscht und meine hohe Meinung über die deutschen Medien war nur eine Illusion und entsprach noch nie der Realität.

  5. User Info Menu

    AW: Flüchtlinge im Wandel der Zeit - Berichterstattung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Volk ist mit Deuten beschäftigt, während Politik und Medien den Eindruck vermitteln: Wir wissen gar nicht was ihr eigentlich wollt. Wir sagen euch doch deutlich und einhellig, wo es lang geht.


    Und dieser Sprachwandel ist umso irritierender, als Deutschland stets als Land der "Dichter" und "Denker" galt und im deutschen Sprachraum führend war was kontroverse Debatten und stringente Analysen betraf.
    Ich weiß zwar nicht wo und wie du diverse Berichte liest, ich meine mehr, dass kontroverse Debatten kaum noch analysiert werden müssen, da sie jeder verstehen kann mittlerweile. Und wenn Meinungen veröffentlicht werden, kann sie jeder lesen, wo ist das Problem.


    Seit ca. drei Jahren scheint das endgültig vorbei zu sein: In Medien und Politik ist ein Trend zur Begriffsvermischung und Verunklärung zu beobachten, der jeder klaren und sachlichen Debatte Hohn spricht und nur noch mit Emotionen und Zuschreibungen arbeitet.
    Vielleicht in der Satire wird mit Assoziationen gearbeitet und Begriffsverschwendungen. Die Deutsche Sprache ist reich an Wörtern und Raum gibt es auch genug dafür.

    Ich finde das hochgradig verstörend, denn es ist ein Symptom eines Wandels, den sich wohl niemand in diesem Land der Debattierer, Philosophen und Analytiker hätte vorstellen können. Wer glaubte, eine verordnete Einheitsmeinung, wie sie in der DDR üblich war, könnte im Westen nie passieren, muss seine Meinung revidieren.
    Vielleicht meine auch nur ich das.



    Eine Einheitsmeinung kann ich keinesfalls erkennen.

    Und das Gros der deutschen Alpha-Journalisten macht freudig mit beim Ausverkauf eines der wertvollste Güter, das D besaß: Kritische, unbestechliche Medien, die sich nicht vor den Karren der Politik spannen lassen.
    Da erkenne ich beim Journalismus dass die Kritik schon in der Sache des Problems oder Situation steckt. . Es werden die Situationen beschrieben wie sie sind. Was fehlt dir denn konkret?

    Wozu doppelt kritisieren. Und kritisch betrachten und lesen, was selbst in der Sache schon kritisch ist genügt doch um etwas zu verstehen. Veränderungen erwarten, aufgrund nur Lesens und Schreibens dürfte schwierig sein. Ein kritisches Problem oder Aussagen zu beschreiben ist doch in der Regel gut zu erkennen in den Printmedien. Die Sprache ist gut und manche Artikel vorzüglich mit neuen Hinweisen, welche man noch nicht so gesehen hat.

    So ganz verstehe ich deinen Sprachwandel nicht. Ich habe eher den Eindruck vor einigen Jahren wurde weniger darüber geschrieben, was aktuell ist, weil kaum Veränderung sowohl in manch einzelnen Branchen, wie auch in der Schnelligkeit von Veränderungen, auch was Meinungen betrifft.

    Noch etwas, aktuell muss man sich weniger fragen "Was ist da und dort los usw, also bleibt eine zeitlang unwissend sozusagen. Den jetzigen Journalismus finde ich besonders shcnell mit der Informationsweitergabe. Denn um Informationen geht es ja.
    Geändert von Akzent (13.05.2018 um 19:09 Uhr)

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



  6. User Info Menu

    AW: Flüchtlinge im Wandel der Zeit - Berichterstattung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In Medien und Politik ist ein Trend zur Begriffsvermischung und Verunklärung zu beobachten, der jeder klaren und sachlichen Debatte Hohn spricht und nur noch mit Emotionen und Zuschreibungen arbeitet.

    Ich finde das hochgradig verstörend (...)
    Ja.
    Die Vorgehensweise ist alarmierend, Misstrauen und Kritik halte ich für demokratische Bürgerpflicht.
    flying is the art of falling to the ground without touching

  7. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge im Wandel der Zeit - Berichterstattung

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Eine Einheitsmeinung kann ich keinesfalls erkennen.
    Wenn du nur deutsche Medien konsumierst, erstaunt mich das nicht. Wie solltest du es da auch merken?

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Es werden die Situationen beschrieben wie sie sind.
    Wie schön für die Mainstrem-Medien, dass es doch noch ein paar Leute gibt, die sowas ernsthaft glauben.

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    So ganz verstehe ich deinen Sprachwandel nicht. Ich habe eher den Eindruck vor einigen Jahren wurde weniger darüber geschrieben, was aktuell ist, weil kaum Veränderung sowohl in manch einzelnen Branchen, wie auch in der Schnelligkeit von Veränderungen, auch was Meinungen betrifft.
    Ich weiss nicht, wie lange du schon bewusster Medienkonsument bist, vielleicht hast du aufgrund deines Alters den Qualitätsverlust seit den Achtziger Jahren (massiv verstärkt durch die Hofberichterstattung seit drei Jahren) nicht mit bekommen.

    Tatsache ist, dass es früher nicht nur mehr unterschiedliche Medien mit klarem Profil gab, sondern auch TV-Debatten mit Politikern eine völlig andere Qualität besaßen. Das heutige publikumsgerecht gestutzte Gesäusel kann man kaum als "Debatte" bezeichnen. Da geht es nur noch um "Betroffenheit" und wer die Guten und die Bösen sind.

  8. User Info Menu

    AW: Flüchtlinge im Wandel der Zeit - Berichterstattung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Heutzutage? Die Definition "Flüchtling" als jemand, der überstürzt aufbrechen muss und nur das mitnimmt, was er schleppen kann, findet sich schon in der Bibel. Oder stellt sich jemand beim Stichwort "Flucht nach Ägypten" einen Großinvestor aus Palästina vor, der dem Pharao beim wirtschaftlichen Aufbau seines Landes half?

    .
    hm Nein wieso, wir wissen doch aus welchen Gründen die Menschen flüchten, auch über 2000 Jahre danach gibt es immer noch leider Fluchtursachen.
    (Ich meine es steht, weildu schon die Bibel ansprichst in einer der Passagen im NT dass es weitere Fluchtbewegung geben wird).


    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



  9. User Info Menu

    AW: Flüchtlinge im Wandel der Zeit - Berichterstattung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie schön für die Mainstrem-Medien, dass es doch noch ein paar Leute gibt, die sowas ernsthaft glauben.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich weiss nicht, wie lange du schon bewusster Medienkonsument bist, vielleicht hast du aufgrund deines Alters den Qualitätsverlust seit den Achtziger Jahren (massiv verstärkt durch die Hofberichterstattung seit drei Jahren) nicht mit bekommen.


    Warum liest du denn ausschliesslich nur Hofberichtserstattungen?

    Selbst die Börsianer verwenden eine direktere Sprache.

    Tatsache ist, dass es früher nicht nur mehr unterschiedliche Medien mit klarem Profil gab, sondern auch TV-Debatten mit Politikern eine völlig andere Qualität besaßen. Das heutige publikumsgerecht gestutzte Gesäusel kann man kaum als "Debatte" bezeichnen. Da geht es nur noch um "Betroffenheit" und wer die Guten und die Bösen sind.
    Klares Profil zeigen von Politikern ja, da gebe ich dir recht, bezog sich zu früheren Zeiten doch mehr auf das Inland, welches weitgehend stabil war. Und der Politiker hat sich verändert, wobei sie doch mittlerweile wieder auftauen. Debattten gibt es heute auch mehr als genug mit vielen vielen Themen und guten Ansichten.
    Geändert von Analuisa (13.05.2018 um 23:02 Uhr) Grund: Zitate repariert

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



  10. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge im Wandel der Zeit - Berichterstattung

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Flüchtling ist für mich als Definition kein Dauerzustand, sondern ein temporärer.
    In dem Moment, wo die Flucht abgeschlossen ist mit dem Einrichten eines neuen dauerhaften Lebensmittelpunkt würde ich nicht mehr von Flüchtling reden.
    Tja... Ich kenn die Sprachregelung anders. Meine Familie ist aus Ostpreußen geflohen und bezeichnete sich bis weit in dieses Jahrtausend hinein als Flüchtling, nicht als "Vertriebene", sondern als "Flüchtling".

    Das hing mit den sehr unschönen Erfahrungen zusammen, die bis in die 70er hineinreichen. Ich kannte eine alte Frau, die in den 70ern noch das Wort "Rucksackdeutsche" für diejenigen benutzte, die nach dem Krieg aus Ostpreußen, Pommern, Schlesien und dem Sudetenland kamen.

    Völlig verrückt, sagen wir heute ... 40 Jahre später.

Antworten
Seite 9 von 11 ErsteErste ... 7891011 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •