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  1. Avatar von Marat
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    AW: Sind pauschale Rechts/Links-Zuschreibungen noch zeitgemäß ?

    Zitat Zitat von hillary Beitrag anzeigen
    Ansonsten glaube ich, dass das klassische Links/Rechts eher seltener geworden ist.
    Das leider gegenwärtig noch angewendete Links/Rechts Schema war ja auch nur eine Kategorisierung der „klassischen“ politischen Publizistik des 20. Jahrhunderts. Damit ließen sich im Zeitalter des Konfrontationskurs-Denkens die Standorte der politischen Meinung anschaulich beschreiben. Das hat auch der einfache Maschinenarbeiter mit Grundschulabschluss verstanden. Dass die Welt damals schon komplexer war, begreifen viele erst jetzt, seit sie über die kostenlose Informationsfreiheit des Internets verfügen und fernab von Staat und Kirchen politische Bildung konsumieren. Und seitdem die Politik immer undurchschaubarer und unglaubwürdiger wird.

    Die Welt ist ja auch nicht einfacher geworden.
    Die Welt ist nicht komplizierter geworden, sie wird nur differenzierter beschrieben als früher.

    Allerdings funktioniert die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen immer noch und trotz gestiegenen Lebensstandards fühlen sich immer noch eine Menge Menschen abgehängt.
    Die Menschen werden nicht abgehängt, sie gehen nur langsamer und verweilen zulange an Orten und in Gedanken, die sie nicht weiter bringen.
    Und sie denken, dass die anderen verpflichtet sind, sie mitzunehmen.
    Das sind die anderen aber nicht.
    Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.
    Das haben schon Hobbs und Locke, die Klassiker der kapitalistischen Volkswirtschaftslehre vor vier Jahrhunderten beschrieben.
    Geändert von Marat (03.05.2018 um 15:59 Uhr)

  2. Avatar von hillary
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    AW: Sind pauschale Rechts/Links-Zuschreibungen noch zeitgemäß ?

    Zitat Zitat von Marat Beitrag anzeigen
    Die Menschen werden nicht abgehängt, sie gehen nur langsamer und verweilen zulange an Orten und in Gedanken, die sie nicht weiter bringen.
    Und sie denken, dass die anderen verpflichtet sind, sie mitzunehmen.
    Das sind die anderen aber nicht.
    Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.
    Das haben schon Hobbs und Locke, die Klassiker der kapitalistischen Volkswirtschaftslehre vor vier Jahrhunderten beschrieben.
    Deswegen schrieb ich ja "...fühlen sich abgehängt."
    Viele Menschen denken, wenn sie Steuern zahlen, tun sie genug für die Gesellschaft. Schön wärs, aber Gesellschaft besteht nicht nur aus Politik und Verwaltung.
    Als der Migrationsstrang noch Chancen und Risiken im Titel trug, sah ich eine große Chance in der Wiederbelebung der politischen Diskussion, ja des scheinbar neu erwachenden Interesses weiter Teile der Bevölkerung an Politik.
    Ist nicht immer alles angenehm, was jetzt nach oben kommt, die Zustände gibt es doch aber nicht erst seit 2015,( manch einer tut aber so, auch von den Altparteien). Das war der ziemlich große Tropfen, sagen wir lieber der Becher, der das Fass zum Überlaufen brachte.

    Früher wollte ich die ganze Welt verändern, heute sag ich mir: kehre vor deiner Tür, hilf deinem Nächsten, bringe anderen Menschen den Respekt entgegen, den auch du dir wünscht und erziehe deine Kinder so." Vielleicht eine andere Form von jeder denkt an sich. Ich verstehe unter Solidarität schon noch Teilen, aber nicht in dem Sinne: Ich gebe alles und habe dann selbst nichts mehr.
    Geben sollte man generell mit Bedacht und sorry, auch keinen Dank erwarten.
    Klingt hart, aber hat mich das Leben gelehrt, ich kann nicht etwas geben, das ich eigentlich dringend selber zum Überleben benötige. Vom Mehr kann ich aber geben und das aus freiem Herzen.
    Mit der Volkswirtschaft hab ich's nicht so, ich habe neben Kommunikation und Design, 5 Semester Betriebswirtschaft gehabt, da rechnet man anders. Mir fehlen schlichtweg die Visionen und vielleicht tu ich mich deshalb im Nachbarstrang auch mit dem BGE so schwer.
    Wenn du in den Spiegel schaust, siehst du den Menschen, der für dein Leben verantwortlich ist.

    Ich habe noch nie gehört, dass es jemandem gelungen ist, vor sich selbst davonzulaufen.


  3. Avatar von Marat
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    AW: Sind pauschale Rechts/Links-Zuschreibungen noch zeitgemäß ?

    Zitat Zitat von hillary Beitrag anzeigen
    Geben sollte man generell mit Bedacht und sorry, auch keinen Dank erwarten.
    Klingt hart, aber hat mich das Leben gelehrt, ich kann nicht etwas geben, das ich eigentlich dringend selber zum Überleben benötige. Vom Mehr kann ich aber geben und das aus freiem Herzen.
    Mit der Volkswirtschaft hab ich's nicht so, ich habe neben Kommunikation und Design, 5 Semester Betriebswirtschaft gehabt, da rechnet man anders.
    Auch ich gebe doch ne ganze Menge Geld im Jahr für karitative Zwecke, aber ich möchte selbst bestimmen, wofür und wem ich etwas zuwende. So zum Beispiel unterstütze ich Kinder von ganz armen Menschen in meiner Stadt und für die Förderung von nicht so bemittelten, aber sehr begabten Jugendlichen für eine individuelle Musikausbildung. Zusätzlich zahle ich in einen Topf ein, der Projekte, z.Zt. ein Krankenhaus in Afrika finanziert. Ich gebe es gern und möchte auch keinen Dank dafür. Aber es ist immer nur Geld für leistungsbereite Menschen, die mit dem Geld investiv umgehen und es nicht nur für Konsum verwenden, sondern für Ihre eigene Ausbildung verwenden.
    Für arbeitsscheue Migranten und Hartz 4 Empfänger habe ich keinen Cent übrig.

    Politik machen: den Leuten so viel Angst einjagen, dass ihnen jede Lösung recht ist.

    Wolfram Weidner


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    AW: Sind pauschale Rechts/Links-Zuschreibungen noch zeitgemäß ?

    Zitat Zitat von Marat Beitrag anzeigen
    ...
    .und Hartz 4 Empfänger habe ich keinen Cent übrig.
    Wobei ich sehr sicher bin, dass nicht wenige ältere Hartz 4 Empfänger weder arbeitsscheu noch doof sind.

    Einschränkung: Einzig vielleicht nicht bereit - trotz guter womöglich sogar hoher Qualifikation - alles zu machen, was dem Jobcenter vorschwebt.

  5. Avatar von Marat
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    AW: Sind pauschale Rechts/Links-Zuschreibungen noch zeitgemäß ?

    Zitat Zitat von Zazu2 Beitrag anzeigen
    Wobei ich sehr sicher bin, dass nicht wenige ältere Hartz 4 Empfänger weder arbeitsscheu noch doof sind.

    Einschränkung: Einzig vielleicht nicht bereit - trotz guter womöglich sogar hoher Qualifikation - alles zu machen, was dem Jobcenter vorschwebt.
    Das unterschreibe ich sofort.
    Hartz 4 muss reformiert werden.

    Politik machen: den Leuten so viel Angst einjagen, dass ihnen jede Lösung recht ist.

    Wolfram Weidner

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