Für mich ist Kultur mehr als "nur" der religiöse Hintergrund, dazu gehören auch Musik, Kunst, Essen, Lebensweise, Kleidung - und die sind eben 2018 eben gerade nicht mehr religiös beeinflusst.
Danke - genau das, was du in diesen beiden Postings geschrieben hast, meine ich, du hast es nur besser zusammengefasst und formuliert.
Edit weil beim ersten Mal vergessen:
Ich auch nicht, ich stimme dir ja zu. Mir ging es darum, daß selbst wenn man die Präambel so liest - wie z.B. Lukulla - meiner Ansicht nach daraus immer noch nicht folgt, daß unser Grundgesetz sich auf den christlichen Gott bezieht.
Also mehr oder weniger das, was du auch sagst.
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07.05.2018, 09:05
AW: Ein Kreuz in Behördenund Ämter - notwendig, um uns zu unserer Identität zu beken
Geändert von Rowellan (07.05.2018 um 09:15 Uhr)
*lost in the woods*
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07.05.2018, 09:12
AW: Ein Kreuz in Behördenund Ämter - notwendig, um uns zu unserer Identität zu beken
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07.05.2018, 09:14
AW: Ein Kreuz in Behördenund Ämter - notwendig, um uns zu unserer Identität zu beken
nun doch, die sind nach wie vor von christlichen Ideen beeinflusst.
Dass Brot (Kohlenhydrate) als grundlegendes wichtigstes Nahrungsmittel gilt, ist zum Beispiel gegen die zunehmende wissenschaftliche Evidenz nach wie vor herrschende Lehre. Wie viel das die Gebetszeile "unser tägliches Brot gib uns heute" (und nicht "unseren täglichen Käse gib uns heute") da beeinflusst hat? unterschwellig oder bewusst?
Solche Beispiele lassen sich auch heute noch en masse finden, wo man zumindest mit gewisser Plausibilität vermuten kann, dass christliche Ideen eine Rolle spielen. Auch wenn es nicht mehr explizit religiös ist.
und wenn ma nmal bei Diäten - im Sinne von "kalorienreduzierte Ernährung" guckt - die haben den Höllen-Strafe-Sünde-Diskurs, den die grossen Kirchen in den letzten Jahrzehnten glücklicherweise grösstenteils abgeschafft haben, praktisch eins zu eins übernommen - mit Bekenntnissen "ich habe gesündigt", mit allem Pipapo, der zur exoterischen Religionsausübung gehört.
gruss, barbara
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07.05.2018, 09:18
AW: Ein Kreuz in Behördenund Ämter - notwendig, um uns zu unserer Identität zu beken
Wenn nicht ebenbürtig, dann müsste es ein *besserer* Satz von Werten sein.
Da es ja offensichtlich keinen Sinn macht, *schlechtere* Werte als Richtplanken zu wählen. Das wäre völlig dumm.
Aber es sind immer noch dieselben Werte wie im Christentum. Genau dieselben. Jeder Humanist würde auch wie der Samariter handeln im Gleichnis von Jesus, und jeder Humanist würde die sechs Werke der Barmherzigkeit, die in Matthäus 25 aufgezählt werden, als gut und richtig unterstützen. Humanisten würde nauch bestätigen "die Wahrheit macht euch frei" (wie Paulus sagte), und ebenso bestätigen "alles ist erlaubt ,aber nicht alles ist nützlich", sowie "du kannst alles tun und nutzen, aber lasse dich von nichts beherrschen."Unsere Werte sind nicht christlich, sie fußen auf dem Christentum und auf den Ideen der Aufklärung. Das meint Humanismus und ist als Wert für eine viel größere Anzahl Menschen als nur für Christen maßgebend.
halt eben - Mutter und Kind.
Ausserdem versteht sich das Christentum durchaus als allgemeine (oder, übersetzt, katholische) Bewegung. Wenn es nun in einem leicht andern Mäntelchen auftritt und sich Humanismus nennt... so ändert das an der Sache kaum was.
gruss, barbara
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07.05.2018, 09:20
AW: Ein Kreuz in Behördenund Ämter - notwendig, um uns zu unserer Identität zu beken
Daß das Christentum unsere Kultur beeinflusst hat bestreitet doch auch niemand. Aber das hat auch z.B. unser Wetter - deshalb bauen wir Häuser mit Heizungen und tragen wärmende Kleidung und leben nicht im Lendenschurz in einer Palmhütte.
Die Frage ist doch: ist das für uns hier und heute irgendwie relevant? Welcher Prozentsatz der Bevölkerung fühlt sich durch ein Kreuz in einem Amtsflur kulturell repräsentiert?*lost in the woods*
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07.05.2018, 09:29
AW: Ein Kreuz in Behördenund Ämter - notwendig, um uns zu unserer Identität zu beken
Stimmt, weswegen wir wohl mehr gemeinsamen haben mit China, das ungefähr in derselben Klimazone ist, als mit tropischen Ländern.
Die Frage ist in der Tat, was heute relevant ist, und es ist gut und richtig, das zu diskutieren.Die Frage ist doch: ist das für uns hier und heute irgendwie relevant? Welcher Prozentsatz der Bevölkerung fühlt sich durch ein Kreuz in einem Amtsflur kulturell repräsentiert?
ich frage mich, wann die ersten Diskussionen in CDU und CSU anfangen, wo welche das "C" im Parteinamen abschaffen wollen...
gruss, barbara
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07.05.2018, 09:32
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07.05.2018, 09:47
AW: Ein Kreuz in Behördenund Ämter - notwendig, um uns zu unserer Identität zu beken
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07.05.2018, 09:52
AW: Ein Kreuz in Behördenund Ämter - notwendig, um uns zu unserer Identität zu beken
Das ist Unsinn.
Es kommt in deiner Welt offenbar nicht vor, dass man nicht an Gott glaubt, man also allein aus diesem Grunde kein Christ sein kann, selbst wenn man die Lehre des Jesus von Nazareth tätig befolgt.
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07.05.2018, 10:10
AW: Ein Kreuz in Behördenund Ämter - notwendig, um uns zu unserer Identität zu beken
Ich kann auch ein anständiges menschliches Wesen sein und mich an humanistischen Werten orientieren, ohne an ein höheres Wesen welcher Art auch immer zu glauben. Das macht dann vielleicht vom Inhalt keinen Unterschied, aber den kompletten Überbau trennen Welten.
*lost in the woods*



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