Antworten
Seite 8 von 115 ErsteErste ... 6789101858108 ... LetzteLetzte
Ergebnis 71 bis 80 von 1144
  1. User Info Menu

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von gr3ta Beitrag anzeigen
    Weniger Kinder
    Wie willst du das denn steuern?
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

  2. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von gr3ta Beitrag anzeigen
    Es gibt zuviele unproduktive Jobs ...

    Die hochqualifizierten Leute fehlen, weil sie in Scheißjobs festhängen, die keiner braucht. Weil 20 Semester Soziologie studiert werden statt 4 Jahre Klempner gelernt. Der Soziologe ist überflüssig, der Klempner fehlt. ...
    Hm, und diese hochqualifizierten Leute sind alle so blöd, völlig überflüssige Soziologie zu studieren und dafür dann dennoch 20 Semester zu brauchen?

    Wie auch immer, wer nach 20 Semestern Soziologie einen Arbeitsplatz findet, hat jemanden gefunden, dem seine Arbeit ein Gehalt wert ist. Der schafft dort Wissen oder hilft etwas verwalten, zahlt Steuern etc., ist also ein produktives Mitglied dieser Gesellschaft.
    Dass Du Klempner lieber magst als Soziologen, sei Dir unbenommen. als Problemanalyse ist das jedoch lächerlich.

    Mal ehrlich, die Grundannahmen:
    "Was ich nicht verstehe, ist sowieso Unsinn und unnütz.
    Was ich nicht kann, ist einfach oder unnütz.
    Was ich nicht weiss, ist unnütz oder falsch.
    Was ich nicht denke, ist falsch."
    machen das Leben vielleicht einfacher.
    Aber als Diskussionsteilnehmerin biste damit für mich leider raus.

  3. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Wie willst du das denn steuern?
    Im Rahmen des in D systemisch Möglichen und Vertretbaren wird das doch bereits gesteuert:
    Kinder zu haben ist eines der größten Armutsrisiken und ein Karrierehemmnis.

  4. User Info Menu

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    Im Rahmen des in D systemisch Möglichen und Vertretbaren wird das doch bereits gesteuert:
    Kinder zu haben ist eines der größten Armutsrisiken und ein Karrierehemmnis.
    Auch wieder wahr.
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

  5. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Auch wieder wahr.
    Leider.
    Perspektivisch wäre noch die Steuervergünstigung oder - befreiung für Empfängnisverhütungsmittel denkbar.

    Oder eine echte Strafbefreiung für Schwangerschaftsabbrüche, was aber kaum mehrheitsfähig sein dürfte.

    Das alles würde aber das Problem erst langfristig lösen.
    Und das wäre zu spät.

  6. User Info Menu

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von gr3ta Beitrag anzeigen
    Es gibt zuviele unproduktive Jobs und zuviele unqualifizierte Menschen, das ist das Problem.

    Die hochqualifizierten Leute fehlen, weil sie in Scheißjobs festhängen, die keiner braucht. Weil 20 Semester Soziologie studiert werden statt 4 Jahre Klempner gelernt. Der Soziologe ist überflüssig, der Klempner fehlt. Das Land sieht aus wie eine einzige Baustelle, und die Regierung stopft das Geld sonst wohin.

    Das BGE würde nur diese Fehlentwicklung teilweise auffangen, es wäre aber viel vernünftiger das grundlegende Problem anzugehen.

    Die Bevölkerung geht seit Jahren zurück - bei wachsender Digitalisierung eigentlich eine positive Entwicklung. Warum das nicht gezielt steuern und in die gewünschte Richtung fördern mit mehr Qualifikation? Weniger Kinder, die aber optimal gefördert und ausgebildet?
    Wir wissen, der Fisch stinkt immer vom Kopf. Dieses Land wird von Leuten geführt, die besser nicht 20 Semester studiert hätten, sondern sich was Pragmatischeres gesucht hätten.
    Aber eben genau diese Leute erklären, als Arbeitsminister getarnt, ohne auch nur einen Tag des Lebens im Abhängigkeitsverhältnis eines Angestellten verbracht zu haben, dem Rest der Republik wie die Arbeitswelt zu funktionieren hat und die restlichen Plinsen lausch gespannt.
    Und dann wundern wir uns? Wir haben es nicht besser verdient.

  7. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Aber eben genau diese Leute erklären, als Arbeitsminister getarnt, ohne auch nur einen Tag des Lebens im Abhängigkeitsverhältnis eines Angestellten verbracht zu haben, dem Rest der Republik wie die Arbeitswelt zu funktionieren hat und die restlichen Plinsen lausch gespannt.
    Und dann wundern wir uns? Wir haben es nicht besser verdient.
    Aber eben auch Du, hast noch nicht einen Tag als Arbeitsminister verbracht, um das beurteilen zu können.
    Ich sperre mich so ein wenig gegen diese einseitige "Der hat an allem Schuld"-Devise.

    Es ist eine Gemengelage aus mehreren Faktoren und bisher sind die Verdienste in Deutschland nicht sooo schlecht, dass ich gleich den Untergang des Abendlandes wittern muss, nur weil sich mal kluge Leute über eine andere Form des (Arbeits-)Lebens Gedanken machen.

    In diesem Sinne ....

  8. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für welche Variante wird sich Links-Rot-Grün wohl bei flächendeckender Einführung entscheiden? Wollen wir eine Wette abschließen?
    Wie kommst du auf die seltsame Idee, dass nur Links-Rot-Grün was zu sagen hätten bei einem BGE?

    ich denke, es werden eher die Mitte/Rechts-Parteien sein, die ein BGE unterstützen. Weil es dort weniger Staatsangestellte gibt (und somit weniger Leute ihren Job durch ein BGE verlieren werden), und weil die rechnen können.

    gruss, barbara

  9. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von gr3ta Beitrag anzeigen
    Und Boris Palmer ist ein guter grüner Bürgermeister.
    Die Ausnahme, nicht die Regel
    Wenn ich mich so in der näheren Umgebung umschaue, sind viele Städte rot-grün dominiert und dene ngeht es so schlecht nicht. Andererseits sehe ich auch bürgerlich dominierte Kantone, die schlicht nichts auf die Reihe kriegen, und schon gar nicht ein ausgeglichenes Budget.

    Typisch sozialistisch ist die Kontrollwut - jedes Detail im Leben der Bürger.innen soll überwacht und reglementiert werden, alles nachgewiesen und dokumentiert werden. ein BGE ist zwar eine gewaltige Umverteilungsaktion (und darum sozialistisch), aber andererseits entfallen bei einem BGE massive Mengen an heute für nötig befundener Dokumentation - und darum werden die Sozialisten einem BGE NIE zustimmen. Nie. Die finden es total skandalös, dass man Leute einfach selbst entscheiden lassen könnte, was sie mit ihrem Geld und ihrer Zeit anfangen sollen.

    Nochmal: das Geld in die Bildung und die Forschung stecken.
    Das ist eine typisch sozialistische Forderung seit 1750, ist dir das bewusst...?

    mir scheint, in den letzten 200 Jahren seien immer mehr und mehr Gelder in Forschung und Bildung gesteckt worden, und wenn man guckt, wie lange Leute im Schnitt während ihres Lebens die Schulbank drücken, würden diese Zeiten immer länger und länger - in der Generation meiner Eltern war man, zum Beispiel, mit 20 Jahren fertige/r Grundschullehrer/in. Heute dauert dieselbe Qualifikation deutlich länger.

    Eigentlich müssten die positiven Effekte von Forschung und Bildung heute in voller Blüte stehen, deutlich sichtbar für alle. Ja wo denn wie denn?

    Allerdings ist das Einzige, was die langen Ausbildungsgänge bewirken, dass die Jungen nicht so schnell auf den Arbeitsmarkt drängen und mit den andern um die knappen Jobs konkurrenzieren. So kann man natürlich Beschäftigungszahlen bis zu einem gewissen Grad steuern, aber effizient ist das nicht.

    Ende der Lobby-Politik, auch der Lobby linksromantischer Tagträumer.
    und wie willst du das erreichen, mit welchen Massnahmen?

    Schöne edle Wünsche sind eben noch nicht Politik. Es sind nur Wünsche. Die kann man dem Weihnachtsmann auf den Zettel schreiben, aber ob er sie dann auch erfüllt...?


    Du führst jetzt nicht im Ernst ausgerechnet Tocqueville als Quasi-Verfechter des BGE an, oder verstehe das grad kolossal falsch?
    ïch führe de Tocqueville als meine absolute Autorität für europäische Geschichte und einen langfristigen Blick auf ihre Strömungen an.

    Interessant ist wirklich, dass du, die du behauptest, gegen Sozialismus zu sein - teils typisch traditionell sozialistische Forderungen aufgreifst. Eben wie die nach mehr Bildung.

    ...und das alles, Wunder was, ganz ohne BGE...
    ein "GE", ein Grundeinkommen, aber halt mit Bedingungen, gibt es ja heute auch - weil eben niemand Hungernde und Obdachlose in Massen auf der Strasse will.

    Dass man all die Leute aber erst mit ausführlichen Befragungen, Formularen, Nachweisen etc plagen muss - leuchtet mir nicht ein. Gebt doch allen einfach dieselbe Pauschale, und gut ist!


    Bis jetzt gehts ohne. Es würde auch in Zukunft ohne gehen, wenn nicht jeder der dieses Land betritt komplett ohne Bedingung Hartz IV hinterhergeschmissen bekäme.
    Hartz 4 ist alles andere als bedingungslos, im Gegenteil, da muss ma neine Menge Anforderungen, oft absurde, erfüllen. Kafkas schlimmste Träume reichen da nicht hin, was der deutsche Sozialstaat in den letzten Jahren aufgebaut hat.

    Nach einem 8h-Tag haben nur wenige Leute Lust, noch andere auszurauben oder sich die mühsam aufgebaute Existenz durch eine Vorstrafe zu ruinieren.
    Aufs Ausrauben anderer hat eigebtlich keiner Lust, der eine nur halbwegs vernünftige Alternative hat, seine Existenz zu sichern. Auch wenn man regelmässig ein BGE auf dem Konto hat, dürfte sich die Lust zum AUsrauben in sehr engen Grenzen halten. Weil die Existenz ja gesichert ist.

    Wenn ich in den Zeitungen die Meldungen zu Einbrüchen lese, so kann man immer wiedker lesen, dass ein Einbrecher erwischt wurde, während er grad eine Dusche oder ein Bad nahm in der Wohnung, wo er einbrach. Sprich ,das sind Leute, die haben normalerweise noch nicht mal eine Dusche zur Verfügung...das muss ja ein Hundeleben sein. Ein BGE würde das ändern.

    Ich muss das nicht, obwohl ich in keiner reichen Gegend wohne. Komisch.
    Das ist nicht "komisch", sondern die Folge davon, dass es hier einen Sozialstaat gibt, und auch Leute, die es nicht schaffen, aus eigener Kraft den Erwerb zu verdienen, finanziert werden.

    Wobei es mir nicht um die Frage geht, ob die das "verdienen" oder nicht - ist mir doch wurst - viel wichtiger ist die Frage, was den sozialen Frieden schützt, und somit dein und mein Wohlbefinden, deine und meine Sicherheit im öffentlichen Raum.
    In der Zeitung liest man auch eher selten von Kriminalität aus finanzieller Verzweiflung. Gier, Langeweile, Frustration, gefühlte Unfairness, eine allgemeine Lebensuntüchtigkeit (die durch staatliche Dauerpamperei vermutlich nicht auskuriert), das kommt häufiger vor.
    ich lese des öftern mal von Asylbewerbern, die sich auf Handyklau spezialisieren. Klar hat das finanzielle Hintergründe - welche denn sonst, bitte schön? und ja, wenn man dazu verknurrt ist, nicht zu arbeiten, und den ganzen Tag rumzusitzen, da lässt sich Langeweile kaum vermeiden.

    "Lebensuntüchtigkeit", sofern man die überhaupt sinnvoll definieren kann, muss als eine Art Krankheit betrachtet werden - nicht als etwas, was jemand aus bösem Willen macht, oder wo man nur ein, zwei Watschn geben muss und dann ist die Persln plötzlich lebenstüchtig.

    Lebensuntüchtige brauchen selbstverständlich Unterstützung und Hilfe - was denn sonst? - und wenn du das Glück hast, mit Attributen gesegnet zu sein, die dich lebenstüchtig machen, so freu dich drüber, geh in die Kirche und zünde Kerzen an vor Dankbarkeit, und geniesse dein Glück, das andere nicht haben.


    Es bestraft Leistung weil es eine Gleichmacherei ist.
    Es würde Leistung bestrafen, wenn jemand, der erwerbstätig ist, nicht mehr bekommt als jemand, der nicht erwerbstätig ist.

    Das "Gleich machen" bezieht sich ja nur darauf, den grundlegende nLebensunterhalt zur Verfügung zu stellen - alles, wsa du darüber hinaus tust, oder nicht tust, ist dir überlassen. Da bist du völlig frei, wozu auch die Freiheit gehört, zusätzliche Einnahmen zu generieren, und die dann auch zu behalten!

    Dieses sozialistische Utopia funktioniert immer nur, wenn man Leistungsträger hat die man gnadenlos melken kann.
    Wir haben heute Roboter, Maschinen... ja die brauchen keine Gnade oder andere emotionale Unterstüztung, das sind Maschinen. Und die leisten, mit ein bisschen menschlicher Unterstützung, alles, was geleistet werden muss.

    Leistung ist kein Wert per se. Die Frage darf nicht sein "wer hat sich wie sehr angestrengt?", sondern die Frage muss sein: "haben wir als Gesellschaft alles, was wir brauchen, und profitieren auch alle davon?"

    Es ist ungerecht und demotivierend, wenn das wirtschaftliche Versagen Einzelner so aufgefangen wird.
    Als ob es nichr schon genug Belastung wäre, ein Versager zu sein, du meinst, da müssen man noch ein paar mal tüchtig nachtreten, damit diese Loser auch ganz bestimmt nie mehr aus dem Dreck rauskommen?

    Es belohnt die Faulheit und Bequemlichkeit,
    Faulheit und Bequemlichkeit sind wichtige Triebfedern der Innovation. Jener, der den ersten Wagen baute, war genau der Faule, der keinen Bock hatte, alles Brennholz auf seinem Buckel zu schleppen.

    und wenn wir es uns leisten können, faul zu sein... sollten wir uns das auch nehmen! Wofür sind denn eigentlich die ganzen Produktivitätsfortschritte gut, wenn nicht genau darum, dass wir endlich faul - oder müssig - sein können? Weil die schweren Arbeiten alle von Maschinen übernommen werden?

    Sie rauben außerdem denen, die nicht rennen können, die Hilfe.
    ich glaube, es ist völlig in Ordnung, weenn alle gemeinsam in gemütlichem Spaziertempo und friedlichen, freundlichen Absichten ein bisschen aufeinander gucken und nicht die Spitzengruppe die Versager disst und umgekehrt.


    Das bedingungslose BGE ist zutiefst unsolidarisch und leistungsvernichtend.
    Wenn wir in Umweltverschmutzung, Ausbeutung von ARbeitkraft und ähnlichem etwas weniger "Leistung" hinkriegen, wird es uns die Erde danken. Und unsere Enkel sowieso.

    gruss, barbara

  10. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von gr3ta Beitrag anzeigen
    E Der Soziologe ist überflüssig, der Klempner fehlt.
    Es ist aber gerade dein Ruf nach "mehr Bildung", der dazu führt, dass für viele Leute ein handwerklicher Beruf schon gar nicht mehr in Frage kommt, ein akademischer Abschluss muss es mindestens sein...

    irgendwie könntest du dich mal für eine Linie entscheiden? - und etwas kohärenter argumentieren, nicht einmal hü und einmal hott?

    Weniger Kinder, die aber optimal gefördert und ausgebildet?
    Die meisten Eltern haben heute nur ein oder zwei Kinder (wie viel weniger können es denn sonst noch sein?), und viele machen noch einen auf Helikopter und da wird "gefördert" auf Teufel komm raus. Bis der Teufel tatsächlich raus kommt.

    weiss ja nicht, was du dir von Massnahmen erhoffst, die in den letzten 50 Jahren ja alle immer stärker umgesetzt wurden... aber weder mehr Jobs schaffen, noch mehr Wohlstand, noch bessere Qualität der Produkte, noch eine schönere Landschaft...

    Man kann nicht immer dasselbe tun, und wenn es nicht klappt mehr vom selben, und hoffen , dass sich auf einmal die Ergebnisse ändern.

    gruss, barbara

Antworten
Seite 8 von 115 ErsteErste ... 6789101858108 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •