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24.04.2018, 07:53Inaktiver User
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment
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24.04.2018, 10:11
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment
Es gibt so vieles, was gehen könnte. Die einen arbeiten von zuhause aus.
Andere würden tatsächlich kleine Firmen eröffnen.
Wenn wieder Kinder dort leben, müssen Kindergärten entstehen, wieder Schulen eröffnet werden, Banken, Ärzte und Geschäfte... Alles Arbeitsplätze.
Es mag sich utopisch anhören, aber auch nicht alle, die in die Stadt ziehen, arbeiten in Großfirmen.
(Ich habe letztens eine Doku über so ein verödetes Dorf gesehen. Der Bürgermeister hat es geschafft, wieder Leben in sein Dorf zu bringen. Also ist es nicht so, als wenn die Menschen partout nicht wollten. Leider weiß ich nicht mehr, welches Dorf das war )Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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24.04.2018, 10:40
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment
Und würden für den Arbeitgeber dann nicht auch alle Sozialversicherungsbeiträge wegfallen, oder sinken?
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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24.04.2018, 13:51
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment
Du bist noch nicht viel in Ost- und Südosteuropa rumgekommen, oder?
Aber man muss nicht durch Europa fahren, um die verheerenden Auswirkungen des Sozialismus in aller Pracht bestaunen zu können, dafür reicht Deutschland. Und zwar nicht nur Ostdeutschland, sondern vor allem die jahrelang rotregierten Städte und Bundesländer, wie Bremen, NRW und besonders Berlin.
So siehts im Großen aus, wenn über den Länderfinanzausgleich die Spießer die Versager mitschleppen müssen, und genauso würde es auch bei einzelnen Menschen laufen.
Ich werde nicht dazu gezwungen und tue durchaus etwas für meine Mitmenschen, ich bilde mir aber nicht ein das meine privaten Hobbies einen Menschheitsdienst darstellen, und das mir die Gesellschaft das deswegen finanzieren soll.ja dann sollen sie halt rennen, es scheint, rennen sei gesund.
Wenn du tatsächlich glaubst, dass Menschen nur dann etwas für die Gemeinschaft tun, wenn sie dazu gezwungen werden ä hast du ein trauriges Menschenbild.
Ich könnte im Gegenzug fragen, warum man für jeden simplen Handschlag Applaus und Unterstützung haben muss, statt die Sache einfach nur um ihrer Selbst willen zu tun.
Bessere Qualität der Produkte, neue Technologien, ressourcenschonendere Produktion, bessere Arbeitsbedingungen, mehr Wohlstand für alle.Wozu brauchen wir eigentlich in einer Welt, die sich seit Jahren durch massive Überproduktion auszeichnet, eigentlich "mehr Effizienz"? - was soll dadurch erreicht oder verbessert werden?
Ja, aber warum sollten Hochverdiener deine WGT-Bastelei finanzieren wollen? Die haben davon nichts.
Doch, habe ich, aber in jedem Szenario werden eben die Low-Performer mit durchgezogen, und das wird mit einem gesellschaftlichen Nutzen gerechtfertigt der mir persönlich extrem zweifelhaft erscheint. Das BGE, in dieser Form, ist nichts anderes als staatlich finanzierte Selbstverwirklichung einzelner auf Kosten aller.
Gesellschaftlich wäre das fatal, weil man sich nach unten orientiert und Leistung bestraft würde.
Wenn man eine Art gesellschaftliche Renaissance abseits der Erwerbstätigkeit möchte, wäre es, wie gesagt, am sinnvollsten den Wohlstand für alle zu vermehren, und das ginge nur über Leistung und Effizienz. Oder indem man eine Politik wieder für die klassische Familie macht, in der Kindererziehung und Pflege von Angehörigen kein Armutsrisiko mehr darstellen.
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24.04.2018, 21:26
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment
Sozialistische Politik kann man auch hier bestaunen. Ich lebe in einer Stadt, zum Beispiel, die zum grossen Ärger der Bürgerlichen eine hervorragende, kompetente Finanzchefin hat - die in der SP ist.
Die Alternative wäre natürlich, dass die Versager, für die keiner schaut, halt für sich selbst schauen - mit allem, was dazu gehört. Kriminalität, Drogenhandel, Bettelei, Prostitution etc.So siehts im Großen aus, wenn über den Länderfinanzausgleich die Spießer die Versager mitschleppen müssen, und genauso würde es auch bei einzelnen Menschen laufen.
neinnein, da bezahle ich lieber alle mit einem Grundeinkommen, sodass jeder seine Wohnung hat und was zu essen. Diese grundlegende Form gesellschaftlicher Solidarität ist auch im Interesse der Spitzenverdiener.
Das kommt wohl auch noch darauf an, worin diese Hobbies bestehen? Dass eine Arbeit gemeinnützig ist, ist ja in der Regel keine Illusion oder Einbildung, sondern das ist tatsächlich gemeinnützige Arbeit. Gilt für den Juniorentrainer im FC wie für die karitative Arbeit in der Kirche etc.ich bilde mir aber nicht ein das meine privaten Hobbies einen Menschheitsdienst darstellen, und das mir die Gesellschaft das deswegen finanzieren soll.
Wer will denn ständig Applaus und Unterstützung?Ich könnte im Gegenzug fragen, warum man für jeden simplen Handschlag Applaus und Unterstützung haben muss, statt die Sache einfach nur um ihrer Selbst willen zu tun.
Wie du genauso gut siehst wie alle andern auch, haben wir eie Welt, in der Schrottqualität, geplante Obsoleszenz, Umweltverschmutzung und Ausbeutung die Regel sind und nicht die Ausnahme.Bessere Qualität der Produkte, neue Technologien, ressourcenschonendere Produktion, bessere Arbeitsbedingungen, mehr Wohlstand für alle.
Wenn du das BGE schon ablehnst, mit welchen Massnahmen willst du denn die Situation verbessern?
Wenn Hochverdiener nicht verstehen, dass der soziale Frieden eine wesentliche Grundlage ist, auf der ihr geschäftlicher Erfolg beruht, und der ihnen nützt wie allen andern auch, sollten sie vielleicht mal runter vom hohen Ross steigen und in Demut Alexis de Toqueville lesen, am besten "die alte Regierung und die Revolution", und vorher besser gar nichts mehr sagen.Ja, aber warum sollten Hochverdiener deine WGT-Bastelei finanzieren wollen?
Dass ich zu jeder Tages- und Nachtzeit unbesorgt draussen spazieren gehen kann, ist keine kleine Sache, finde ich. Sondern aussergewöhnlich, und erhaltens- und schützenswert.Doch, habe ich, aber in jedem Szenario werden eben die Low-Performer mit durchgezogen, und das wird mit einem gesellschaftlichen Nutzen gerechtfertigt der mir persönlich extrem zweifelhaft erscheint.
kannst ja mal ausrechnen, wie viel Bodyguards und Stacheldraht um Gated Communities kosten würden, wenn du eine Zahl willst. Sowas ist teuer.
Wenn man sich gar nicht erst schützen muss vor all der Kriminalität der Verzweifelten, ist das eine hervorragende Situation.
ja, das wäre schön, weenn in der Tat die Selbstverwirklichung (die echte - so wie C.G. Jung sie meinte - nicht die Karikatur davon) das Ergebnis des BGE wäre.Das BGE, in dieser Form, ist nichts anderes als staatlich finanzierte Selbstverwirklichung einzelner auf Kosten aller.
Ein BGE bestraft Leistung nicht, da ja ein BGE auch dann bestehen bleibt, wenn du nebenan noch erwerbstätig sein solltest. Alles, was du in der Erwerbsarbeit verdienst, kommt oben drauf. noch leistungsfreundlicher kann man es gar nicht haben.Gesellschaftlich wäre das fatal, weil man sich nach unten orientiert und Leistung bestraft würde.
gruss, barbara
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24.04.2018, 22:01Inaktiver User
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment
Du streust doch damit Sand in die Augen.
Ob es eine Bestrafung ist, oder nicht, kann doch nur ein Vorher-Nachher-Vergleich zeigen.
Gutverdiener
-> 5000 Nettolohn-Euro ohne BGE
vs.
a) 4000 Nettolohn-Euro + 500 BGE-Euro (Bestrafung durch BGE)
b) 4500 Nettolohn-Euro + 500 BGE-Euro (Nullsumme durch BGE)
c) 5000 Nettolohn-Euro + 500 BGE-Euro (Vorteil durch BGE)
Für welche Variante wird sich Links-Rot-Grün wohl bei flächendeckender Einführung entscheiden? Wollen wir eine Wette abschließen?Geändert von Inaktiver User (24.04.2018 um 22:07 Uhr)
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24.04.2018, 22:10Inaktiver User
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment
Was sind das für Berechnungen?
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24.04.2018, 22:52
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment
Es gibt nicht das BGE, sondern verschiedene Modelle eines BGEs.
Allen gemein ist, dass sie eine Antwort auf die Frage geben wollen, wie unsere Welt, unsere Gesellschaft zukünftig funktionieren soll bzw. kann.
Die Grundannahme ist, dass (z.B. durch Globalisierung, Automatisierung, Digitalisierung, neue Fertigungstechniken und Rationalisierung) die Arbeitsproduktivität immer weiter ansteigt, so dass immer weniger lebensunterhaltssichernde Arbeitsplätze ausreichen, um die erforderliche bzw. verkäufliche Menge an Gütern herzustellen.
Im Grundsatz ist das in den hochentwickelten Industrienationen wie D bereits zu sehen.
Die Arbeitsproduktivität ist rasant gestiegen (die Löhne und Gehälter übrigens nicht mal annähernd entsprechend).
Seit Jahrzehnten nimmt die Zahl lebensunterhaltssichernder Arbeitsplätze ab und der Sockel unter- und unbeschäftigter Menschen wächst in Flautejahren, ohne bei Hochkonjunktur wieder wegzuschmelzen.
Die Anzahl freier Stellen ist seit Jahrzehnten weit geringer als die Anzahl unter- bzw. unbeschäftigter Menschen.
Erschwerend komt hinzu, dass die für die Besetzung eines Arbeitsplatzes erforderlichen (oder auch nur geforderten) Kenntnisse nicht bei jedem Arbeitslosen vorhanden sind.
Dies alles wird derzeit allerdings noch von vielen Menschen geleugnet, weil es nicht in ihr Weltbild passt oder die Konsequenzen für sie (vermeitlich oder tatsächlich) unangenehm wären.
Wer obige Entwicklungen jedoch leugnet, mit dem kann man ein BGE gar nicht diskutieren. Es muss diese Personen schwachsinnig bzw. utopisch anmuten.
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24.04.2018, 22:57
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment
Und Boris Palmer ist ein guter grüner Bürgermeister.
Die Ausnahme, nicht die Regel.
Nochmal: das Geld in die Bildung und die Forschung stecken. Ende der Lobby-Politik, auch der Lobby linksromantischer Tagträumer.Wie du genauso gut siehst wie alle andern auch, haben wir eie Welt, in der Schrottqualität, geplante Obsoleszenz, Umweltverschmutzung und Ausbeutung die Regel sind und nicht die Ausnahme.
Wenn du das BGE schon ablehnst, mit welchen Massnahmen willst du denn die Situation verbessern?
Bessere Qualität der Produkte, neue Technologien, ressourcenschonendere Produktion, bessere Arbeitsbedingungen, mehr Wohlstand für alle.
Du führst jetzt nicht im Ernst ausgerechnet Tocqueville als Quasi-Verfechter des BGE an, oder verstehe das grad kolossal falsch?Wenn Hochverdiener nicht verstehen, dass der soziale Frieden eine wesentliche Grundlage ist, auf der ihr geschäftlicher Erfolg beruht, und der ihnen nützt wie allen andern auch, sollten sie vielleicht mal runter vom hohen Ross steigen und in Demut Alexis de Toqueville lesen, am besten "die alte Regierung und die Revolution", und vorher besser gar nichts mehr sagen.
...und das alles, Wunder was, ganz ohne BGE...Dass ich zu jeder Tages- und Nachtzeit unbesorgt draussen spazieren gehen kann, ist keine kleine Sache, finde ich. Sondern aussergewöhnlich, und erhaltens- und schützenswert.
Bis jetzt gehts ohne. Es würde auch in Zukunft ohne gehen, wenn nicht jeder der dieses Land betritt komplett ohne Bedingung Hartz IV hinterhergeschmissen bekäme. Nach einem 8h-Tag haben nur wenige Leute Lust, noch andere auszurauben oder sich die mühsam aufgebaute Existenz durch eine Vorstrafe zu ruinieren.kannst ja mal ausrechnen, wie viel Bodyguards und Stacheldraht um Gated Communities kosten würden, wenn du eine Zahl willst. Sowas ist teuer.
Ich muss das nicht, obwohl ich in keiner reichen Gegend wohne. Komisch.Wenn man sich gar nicht erst schützen muss vor all der Kriminalität der Verzweifelten, ist das eine hervorragende Situation.
In der Zeitung liest man auch eher selten von Kriminalität aus finanzieller Verzweiflung. Gier, Langeweile, Frustration, gefühlte Unfairness, eine allgemeine Lebensuntüchtigkeit (die durch staatliche Dauerpamperei vermutlich nicht auskuriert), das kommt häufiger vor.
Es bestraft Leistung weil es eine Gleichmacherei ist.Ein BGE bestraft Leistung nicht, da ja ein BGE auch dann bestehen bleibt, wenn du nebenan noch erwerbstätig sein solltest. Alles, was du in der Erwerbsarbeit verdienst, kommt oben drauf. noch leistungsfreundlicher kann man es gar nicht haben.
Dieses sozialistische Utopia funktioniert immer nur, wenn man Leistungsträger hat die man gnadenlos melken kann. Es ist ungerecht und demotivierend, wenn das wirtschaftliche Versagen Einzelner so aufgefangen wird.
Eine Gesellschaft, die das macht, wird immer recht zügig untergehen. Das hat keinen Bestand. Es belohnt die Faulheit und Bequemlichkeit, wenn die, die keinen Bock haben zu Rennen, ins Ziel getragen werden. Sie rauben außerdem denen, die nicht rennen können, die Hilfe.
Das bedingungslose BGE ist zutiefst unsolidarisch und leistungsvernichtend.
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24.04.2018, 23:11
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment
Es gibt zuviele unproduktive Jobs und zuviele unqualifizierte Menschen, das ist das Problem.
Die hochqualifizierten Leute fehlen, weil sie in Scheißjobs festhängen, die keiner braucht. Weil 20 Semester Soziologie studiert werden statt 4 Jahre Klempner gelernt. Der Soziologe ist überflüssig, der Klempner fehlt. Das Land sieht aus wie eine einzige Baustelle, und die Regierung stopft das Geld sonst wohin.
Das BGE würde nur diese Fehlentwicklung teilweise auffangen, es wäre aber viel vernünftiger das grundlegende Problem anzugehen.
Die Bevölkerung geht seit Jahren zurück - bei wachsender Digitalisierung eigentlich eine positive Entwicklung. Warum das nicht gezielt steuern und in die gewünschte Richtung fördern mit mehr Qualifikation? Weniger Kinder, die aber optimal gefördert und ausgebildet?



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