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  1. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Aber wehe, wenn von Finanztransaktionssteuer gesprochen. Dann werden "die Interessen der Privateigner auf dem politischen Basar verhökert"
    Da gilt es, einiges aufzubrechen und nicht einigen Wenigen den Himmel auf Erden zu bereiten, sondern Schaden vom deutschen Volke abzuwenden (um das doch noch mal in Erinnerung zu rufen). Nutzt uns ja nu allen wenig bis gar nichts, wenn es das Papier nicht wert ist, auf dem es steht.

    Und uns wurde seitens des Kapitals geschadet! Daran halte ich fest!

    Und es ist an der Zeit, dass für uns von unseren gewählten Volksvertretern einiges wieder zurückgeholt wird bzw. dem Kapital klargemacht werden muss, dass sie sich nicht aus der Verantwortung stehlen können. Entweder schaffen wir das oder wir murkeln eben in unsere Sphären weiter, die aber aufgrund des demografischen Wandels irgendwann nicht mehr in die Kassen spülen, sondern weniger. Ich erinnere noch mal an die Renten und Pensionen, die in weniger als 10/15 Jahren anstehen. Da geht denen heute schon die Düse, wie das alles bezahlt werden soll.

    Und ja, aufgrund der Niedrigzinspolitik werde ich von meiner Bank jetzt auch mit Kontoführungsgebühren + Zusatzleistungen für Überweisungen etc. zur Kasse gebeten.

    Ja, ich möchte, dass auch kapitale AnlegerInnen mehr zur Kasse gebeten werden.

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Orientieren kann ich mich, was das Geld angeht, an den bisherigen Verlautbarungen, die mich so im Verlauf meines Lebens erreichen, wobei ich schon bei der Finanzkrise die "weiße Fahne" gehisst habe, weil für mich die Beträge unvorstellbar waren. Es hieß dann nur irgendwann: Die Zeche zahlt der Steuerzahler und Schäuble hat wohl als Finanzminister die Banken in die Pflicht genommen, so nach dem Motto: Wenn ihr euch schon um Kopf und Kragen verspekuliert, dann löffelt ihr auch die Suppe aus, die ihr euch eingebrockt habt. Von mir künftig keinen Cent mehr!
    Man kann aber versuchen, die entstandene Problematik, ihre Ursachen und die angewandten Lösungen und die Begründungen dafür zu verstehen. Sonst verfällt man am Ende hilflos den Politiker-Populisten, die eine Finanztransaktionssteuer zur Refinanzierung fordern, ohne dass man erkennt, dass die sich damit outen, die Materie ebenfalls null durchblickt zu haben.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Als Bürgerin kann ich nur sagen: Ja, ich sähe es als positiv an, wenn jedem ein existenzsichernder Betrag zur Verfügung stünde, auf welchen er entweder mit weiterer Arbeit noch etwas hinzuverdient oder es eben lässt und sich anderen Dingen widmet, von der die Gesellschaft ebenfalls profitiert. Und wenn nicht, dann ist das für mich auch nicht schlimm. Untätige haben wir heute schon und nein, ich glaube nicht, dass die Anzahl derer signifikant steigen würde.
    Und wo in dieser Beschreibung kommt vor, dass Geld alleine nicht ausreicht, sondern dem Geld Waren und Dienstleistungen gegenüber stehen müssen, die man für das Geld bekommt? Wenn alle nur Geld bekommen und vielleicht ein paar sich noch was dazuverdienen, dann haben wir viel Geld, aber nix, das man dafür kaufen könnte.

  3. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen

    WEnn du noch weitere Vorschläge hast jenseits von "kompliziert bleiben, noch komplizierter (= teurer, aufwendiger, neugieriger...) werden" und "BGE" - bitte sehr, halt dich bloss nicht zurück sondern benenne sie!

    gruss, barbara
    Nö. Die Befürworter der BGE müssen erklären, warum diese Version besser ist, sonst wird sie nicht gewählt werden. Auch müssen die Befürworter erklären, wie sie finanzierbar ist. Und da finde ich die bisher genannten zwei Argumente „neue Geldquellen anzapfen“ und „durch Bürokratieabbau“ nicht stichhaltig. Ersteres hat mit dem BGE nichts tun, das kann man genauso mit wie ohne und für das zweite habe ich bisher auch nur romantische Vorstellungen gehört, aber keine Zahlen oder gar nachvollziehbare Rechnungen. Dass die Finanzämter dann beispielsweise personell aufstocken müssten, um das Grundeinkommen von den Arbeitgebern einzunehmen und wieder auf die Bürger zu verteilen, lässt man auch nur geschickt unter der Tisch fallen.

    Ein BGE wird beim Bürger keine Mehrheit finden, wenn man ihm nicht verständlich darlegen kann, wie das finanziert werden soll, da bin ich die Regel und nicht die Ausnahme.

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Es wird ja auch viel Geld umverteilt; bloss ist das heutige komplizierte System, das enorm viel und enorm komplizierte Bürokratie mit sich bringt, in vielerlei Hinsicht unbefriedigend, und das mehr oder weniger für alle.
    Das ist das, worauf es hinaus läuft, wenn das BGE kommt, denke ich. Es wird die Bürokratie entschlackt. Mehr Umverteilung ist da nur wenig bei vorhanden.

  5. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Man kann aber versuchen, die entstandene Problematik, ihre Ursachen und die angewandten Lösungen und die Begründungen dafür zu verstehen. Sonst verfällt man am Ende hilflos den Politiker-Populisten, die eine Finanztransaktionssteuer zur Refinanzierung fordern, ohne dass man erkennt, dass die sich damit outen, die Materie ebenfalls null durchblickt zu haben.
    Den Politiker-Populisten sind schon heute eine Menge anheimgefallen. Die AfD sitzt im Bundestag! Auch das habe ich mal nicht für möglich gehalten!

    Die entstandenen (und noch entstehenden) Problematiken sind seit ..... ja? wie lange schon bekannt? Reagiert wird darauf mit: Hier was wegnehmen, da was draufpacken, da ein bisschen Steuern erhöhen usw. usf. Gezahlt wird dies - nein, ich übersehe es nicht - auch von Firmen und überhaupt allen, die in der Bundesrepublik leben; aber im Verhältnis zahlen die unteren und mittleren Einkommen! Das ist Fakt! Deshalb bangt man ja auch schon um den immer weiter sinkenden Mittelstand (damit sind auch kleine bis mittelgroße Firmen gemeint, keine Frage).

    Das Geld, das zusätzlich angezapft werden muss - ich wiederhole mich - dient der Grundsicherung. Nicht mehr und nicht weniger. Wer mit mehr leben möchte, arbeitet (und verkonsumiert dementsprechend) mehr und wer damit zufrieden ist und alles wuppt, der kümmert sich um ....?

    Dem Geld wird noch genügen Dienstleistung und vor allen Dingen Waren gegenüberstehen. Darüber mache ich mir die wenigsten Sorgen.

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Sonst verfällt man am Ende hilflos den Politiker-Populisten, die eine Finanztransaktionssteuer zur Refinanzierung fordern, ohne dass man erkennt, dass die sich damit outen, die Materie ebenfalls null durchblickt zu haben.
    Na ja, fraglich ist doch, wer zahlt denn die nächsten 4600 MILLIARDEN, die im Zuge der letzten Finanzkrise an den Finanzsektor geflossen sind? ( Und das "nur" für die EU gerechnet )

    Wieder der einfache Steuerzahler? Also so rum funktioniert das System, anders herum, nicht!?

    Noch ist eine Krise entfernt, aber sie wird wieder kommen, wie das Amen in der Kirche.
    Geändert von Lilith10 (30.04.2018 um 12:11 Uhr)
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da gilt es, einiges aufzubrechen und nicht einigen Wenigen den Himmel auf Erden zu bereiten, sondern Schaden vom deutschen Volke abzuwenden (um das doch noch mal in Erinnerung zu rufen). Nutzt uns ja nu allen wenig bis gar nichts, wenn es das Papier nicht wert ist, auf dem es steht.

    Und uns wurde seitens des Kapitals geschadet! Daran halte ich fest!
    Aha, das Kapital hat uns geschadet. Was ist denn das, das Kapital? Es haben uns Menschen geschadet, die sich entgegen den Prinzipien der Marktwirtschaft verhalten haben. Sie haben eine Chance genutzt, ohne für das Risiko haften zu wollen. Sie haben Geld verliehen an Leute, die sich das gar nicht leisten konnten, und die Kredite gebündelt und mitsamt dem Risiko an andere verkauft. Diese haben mit geliehenem Geld die Kreditbündel und die Chance gekauft, ohne das Risiko zu tragen, da das Geld geliehen war. Das Geld geliehen hatten ihnen andere, die das Geld wiederum geliehen hatten. Chance ohne Risiko. Und dann kam, wie es kommen musst: Das Kartenhaus ist zusammengebrochen. Erst konten die Kreditnehmer nix mehr zahlen, dann die Bündelaufkäufer, dann die Geldverleiher. Und das waren unsere Banken, denen du und ich das Geld geliehen haben.

    Man kann die hops gehen lassen, aber dann funktioniert nichts mehr, kein Zahlungssystem, kein Geldverleih an Firmen, die Wirtschaft kollabiert innerhalb von Tagen, weil der sinnvolle Geldfluss zum Erliegen kommt. Und wenn dein Chef dir sagt, dass er dein Gehalt nicht zahlen kann, weil sein Kunde nicht zahlen kann, weil ihrer beide Banken nicht mehr existieren, dann gehst du nicht mehr arbeiten.

    Also rettet man die Banken, weil die Alternative noch viel schlimmer wäre. Wir hatten die Wahl zwischen Pest und Ebola. Da hat man sich für die Pest entschieden.

    Und jetzt kommen wir zur Finanztransaktionssteuer. Diese soll erhoben werden auf den Handel von Wertpapieren wie Aktien und klassischen Derivate wie Optionen und Futures, die an der Börse oder börsenähnlichen Strukturen handelbar sind. Wo in der ganzen obigen Szene kommen solche Wertpapiere vor? Oder Käufer und Verkäufer solcher Wertpapiere? Richtig: nirgends. Wieso sollen sie dann mit einer Finanztransaktionssteuer den Schaden refinanzieren? Richtig, es gibt keinen Grund dafür. Und wenn nun ein Politiker wie Steinbrück oder Schäuble das trotzdem behauptet, dann hat er was? Richtig, keinen blassen Schimmer von der Materie. Und wie nennt man solche Leute wie Steinbrück und Schäuble? Richtig, Populisten.

  8. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Ja, ich finde auch schade, das viele nicht auftauchen, weil sie sich irgendwie durchwurschteln.
    Ich denke, die prekären Selbständigen tauchen auch deswegen nicht in der Debatte auf, weil es keine Modelle für sie gibt.
    Wer alles Übel im "Kapital" sieht, muss diese Arbeitsform ausblenden, weil die Protagonisten AG und AN gleichzeitig sind. Es fehlt das Feindbild, an dem man sich festbeißen kann.

    Es wäre aber durchaus einen Gedanken wert, wie man diese immer stärker zunehmende Gruppe unterstützen könnte.
    "Start ups" gelten als chic und hip, aber sie gehören genau dieser Gruppe an. Man könnte sie in ihrer Selbständigkeit fördern, indem man ihnen zB eine bessere Beratung anbietet, auf bestimmte Branchen spezialisierte Steuerberater etc.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist doch nur der Fall, wenn jemand als Berufsanfänger mit unter 2000 Euro beginnt und dann sein ganzes Leben dabei bleibt. Erfahrungsgemäß steigt mit zunehmender Berufserfahrung und Qualifikation das Gehalt.
    Ja, das Gehalt, wenn jemand angestellt ist. Hat aber nichts mit dem Honorar eines Freiberuflers zu tun. Das steigt nicht automatisch mit dem Alter.
    Unsere Modelle orientieren sich noch viel zu sehr am überholten Modell "Kapitalist und armer Arbeiter". Wir leben in einer post-industriellen Zeit, in der andere Arbeitsformen viel stärker wachsen.

  9. gesperrt

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...
    Ein guter Indikator ist immer die Arbeitslosenquote, die ist niedrig wie seit der Wiedervereinigung nicht. Die Quote wird ja genauso erhoben wie früher, also die Vergleichsbasis stimmt. Die Zahl der Langzeitsarbeitslosen ist stark zurückgegangen, von 1,7 Mio auf 853.000 (Jahre 2005 bis 2017). Sieht also nicht schlecht aus, vor allem, wenn man das mal mit den anderen EU Ländern in Westeuropa vergleicht. ...
    Das sieht nur dann nicht schlecht aus, wenn man akzeptiert, dass beim Vergleich ein ausgesprochenen Baisse-Jahr einem extremen Boom-Jahr gegenüber gestellt wird und vernachlässigt, dass eben bereits jemand. der ejnen 450-Euro-Job hat, je nach Zahl der dafür geleisteten Stunden nicnt mehr als arbeitslos, sondern "nur noch" als unterbeschäftigt gezählt wird.

  10. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Man kann aber versuchen, die entstandene Problematik, ihre Ursachen und die angewandten Lösungen und die Begründungen dafür zu verstehen. Sonst verfällt man am Ende hilflos den Politiker-Populisten, die eine Finanztransaktionssteuer zur Refinanzierung fordern, ohne dass man erkennt, dass die sich damit outen, die Materie ebenfalls null durchblickt zu haben..
    Ich sehe auch beim GBE sehr viel Populismus. Es klingt nett und eingängig, wenn jeder einfach Geld vom Staat geschenkt bekommt. Die konkrete Umsetzung wird schon beizeiten vom Himmel fallen....

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Und wo in dieser Beschreibung kommt vor, dass Geld alleine nicht ausreicht, sondern dem Geld Waren und Dienstleistungen gegenüber stehen müssen, die man für das Geld bekommt? Wenn alle nur Geld bekommen und vielleicht ein paar sich noch was dazuverdienen, dann haben wir viel Geld, aber nix, das man dafür kaufen könnte.
    Die werden dann importiert, womit dafür gesorgt wäre, dass viel Geld das Land verlässt....

    Wenn man einen Großteil des staatlichen Budgets fix bindet - was bei einem BGE mit seinem hohen Finanzbedarf der Fall wäre, werden die Steuerungsfunktionen des Staates stark eingeschränkt, weil er viel schlechter auf neue Einflüsse und Bedingungen reagieren kann.

    Hier hört es sich manchmal so an, als ob bei einer Einführung des BGE Staat und Wirtschaft wie auf Schienen liefen. Das ist natürlich keineswegs der Fall. Es wird dieselben wirtschaftlichen Schwankungen geben wie immer, nur dass die Steuerungsfunktion womöglich darin besteht, dass alle weniger bekommen, wenn weniger Geld zum Verteilen da ist.

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