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  1. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die kann man online auf den Seiten der Bundesagentur ziemlich gut nachlesen, da wird alles aufgeführt, was du erwähnt hast, über 58, in Maßnahmen etc. Hab ich jetzt nicht zur Hand, hab ich aber schon mal gemacht.
    Wer nicht enthalten ist, ist die "stille Reserve". Also die Leute, die nicht gemeldet sind, weil sie keinen Anspruch von ALG I oder II haben und nicht als "Ratsuchende" vorsprechen.

  2. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Die Armen werden mehr. Na und?
    Und du meinst, ein BGE, für das es noch kein einziges plausibles Modell gibt, würde das ändern?

    Ich halte es für viel wahrscheinlicher, dass dieses - je nachdem, wie viel Geld zum Verteilen da ist - stark schwanken würde und nicht den Lebensunterhalt von über 80 Millionen Menschen decken könnte.
    Es sei denn, man wirft die Notenpresse an, bis eine Hyperinflation den Rest erledigt.

    Wäre es nicht sinnvoller, mit dem Geld, das zum Verteilen da ist, erst einmal die Schwächsten aufzufangen, statt es auch denen nachzuwerfen, die es gar nicht brauchen?

  3. gesperrt

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und du meinst, ein BGE, für das es noch kein einziges plausibles Modell gibt, würde das ändern?
    Dass Problem ist ja, dass es für alles andere auch keine plausiblen Modell gibt. Nicht mal "weiter wurschteln wie bisher" ist ein plausibles Modell.

    und nu?

    Ich halte es für viel wahrscheinlicher, dass dieses - je nachdem, wie viel Geld zum Verteilen da ist - stark schwanken würde und nicht den Lebensunterhalt von über 80 Millionen Menschen decken könnte.
    Wenn das Geld heute reicht, um den Lebensunterhalt von 80 Millionen Menschen zu decken - was es tut, es gibt keine Hungersnot in Deutschland - wird es auch mit einem Grundeinkommen reichen. Da ja an der Geldmenge nicht geschraubt wird, bloss an der Verteilung.

    Wäre es nicht sinnvoller, mit dem Geld, das zum Verteilen da ist, erst einmal die Schwächsten aufzufangen, statt es auch denen nachzuwerfen, die es gar nicht brauchen?
    Das ist genau das heutige System, mit dem manche aus vielen guten Gründen sehr unzufrieden sind.

    Aber eben: weiter wurschteln wie bisher ist auch nicht plausibel. Das wird nämlich dazu führen, dass die Arbeitenden noch stärker belastet werden, und/oder die Empfänger von Sozialleistungen noch knapper gehalten werden und/oder diverse staatliche Kassen riesige Finanzlöcher züchten werden.

    was sollen wir denn da machen?

    gruss, barbara

  4. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    ....was sollen wir denn da machen?
    Zumal die Digitalisierung eine weitere sehr große Herausforderung wird. Fachleute rechnen, dass in den nächsten 10 - 15 Jahren mehrere Millionen Arbeitsplätze wegfallen werden (gerade in Verwaltung und den ganzen "schreibenden" Berufen. Es werden sicherlich neue hinzukommen und in Amerika ist der lernende Computer wohl in der Justiz schon soweit, dass man die Entscheidungen sich nach Eingabe der Begründungen ausdrucken kann.

    Und auch das fahrerlose Auto wird kommen und all die, die ein "schmutziges" Auto fahren, werden geächtet sein und nicht mehr in die Innenstädte dürfen usw. usf.

    Es muss ein Langzeitmodell her, das etliche Aspekte abdecken muss, ansonsten ....?

    Denn wir stehen vor der nächsten (digitalen) "Industrialisierung"!

  5. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Dass Problem ist ja, dass es für alles andere auch keine plausiblen Modell gibt. Nicht mal "weiter wurschteln wie bisher" ist ein plausibles Modell.
    Politik kann sich immer nur am Machbaren orientieren. Ich halte es für verantwortungslos, einigermaßen funktionierende Modelle nicht laufend zu korrigieren, sondern zugunsten einer Utopie zu zerschlagen, bei der noch nicht mal klar ist, wie genau sie funktionieren soll.
    Utopien klingen vielleicht theoretisch reizvoll, in der Praxis sind sie zumeist die Steigerung von "wursteln", nämlich Chaos.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wenn das Geld heute reicht, um den Lebensunterhalt von 80 Millionen Menschen zu decken - was es tut, es gibt keine Hungersnot in Deutschland - wird es auch mit einem Grundeinkommen reichen. Da ja an der Geldmenge nicht geschraubt wird, bloss an der Verteilung.
    Ich wusste gar nicht, dass in D alle Einwohner von Sozialtransfers leben?
    Deine Rechnung geht nicht auf, denn du sprichst dich einerseits gegen das "Weiterwursteln" aus, gehst aber im selben Atemzug davon aus, dass das bisherige Wirtschaftssystem erhalten bliebe. Auch die Erwerbsneigung und die -möglichkeiten.

    Wenn man sich die aktuelle Angst in D vor den Strafzöllen der USA ansieht, bekommt man einen kleinen Eindruck davon, wie labil das Gleichgewicht ist und wie stark die internationale Vernetzung. Da können Strafzölle anderer Länder tausende von Jobs in der Automobilindustrie kosten.
    Ein anderes Beispiel der internationalen Abhängigkeit ist übrigens der Schweizer Franken. Obwohl die CH eine eigene Währung hat, schwankt deren Wert in Abhängigkeit zu den Geschehnissen in anderen Ländern - mit deutlichen Folgen für die Schweizer Wirtschaft.

    Ein funktionierendes System muss diese Schwankungen ausgleichen können. Das gelingt nur dann, wenn man die Steuerungsmöglichkeiten nicht ganz aus der Hand gibt. Verpflichtet sich der Staat, jedem Einwohner auf unbegrenzte Zeit ein BGE auszuzahlen, sind die Budgets festzementiert und im Fall einer negativen wirtschaftlichen Entwicklung kann man dann nur allen das Geld kürzen.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Aber eben: weiter wurschteln wie bisher ist auch nicht plausibel. Das wird nämlich dazu führen, dass die Arbeitenden noch stärker belastet werden, und/oder die Empfänger von Sozialleistungen noch knapper gehalten werden und/oder diverse staatliche Kassen riesige Finanzlöcher züchten werden.
    Wer sagt denn, dass es so weiter gehen muss wie bisher?
    So gut wie alle europäischen Regierungen machen sich längst darüber Gedanken, wie man weitere Steuereinnahmen lukrieren könnte.
    Die Finanz-Transaktionssteuer ist eine Idee. Sie müsste allerdings international umgesetzt werden und danach sieht es nicht aus.
    Eine andere ist die der "digitalen Betriebsstätten" mit der man die großen IT-Unternehmen dazu bringen will, die Umsätze in den Ländern zu versteuern, in denen sie zustande kommen und nicht dort, wo der reale Firmensitz ist. Gilt vor allem für Facebook, Amazon und Google.
    Halte ich für eine gute Idee, aber natürlich ist noch viel rechtliche Vorbereitung nötig, denn das bisherige Recht ist nur unzureichend auf die digitalen Möglichkeiten zugeschnitten.

    Ideen, wie man das Geld ausgeben könnte, sind immer leichter zu finden als solche, wie man es vorher einnimmt.

  6. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wer nicht enthalten ist, ist die "stille Reserve". Also die Leute, die nicht gemeldet sind, weil sie keinen Anspruch von ALG I oder II haben und nicht als "Ratsuchende" vorsprechen.
    Ja, meine Antwort bezog sich auf die Aussage des Vorschreibers, den ich zitiert hatte.

    Dass es eine nicht näher definierte Menge von prekären Selbständigen gibt, weiß ich gut. Die interessieren aber eigentlich niemanden. Die kommen so gut wie nie irgendwo vor, auch hier nicht, also in der Bri oder in diesem Thread. Wahrscheinlich kann man sich mit ihnen nicht gut identifizieren, wenn man selbst Angestellter ist. Aber gut, ist hier auch nicht Thema.

  7. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Ich sehe nicht, warum ein BGE plötzlich alles "statisch" machen soll.

    Die Marktbewegungen und die staatlichen Aufgaben, sprich die Dynamik einer Gesellschaft bleibt doch erhalten?

  8. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zumal die Digitalisierung eine weitere sehr große Herausforderung wird. Fachleute rechnen, dass in den nächsten 10 - 15 Jahren mehrere Millionen Arbeitsplätze wegfallen werden (gerade in Verwaltung und den ganzen "schreibenden" Berufen. Es werden sicherlich neue hinzukommen und in Amerika ist der lernende Computer wohl in der Justiz schon soweit, dass man die Entscheidungen sich nach Eingabe der Begründungen ausdrucken kann.

    Und auch das fahrerlose Auto wird kommen und all die, die ein "schmutziges" Auto fahren, werden geächtet sein und nicht mehr in die Innenstädte dürfen usw. usf.

    Es muss ein Langzeitmodell her, das etliche Aspekte abdecken muss, ansonsten ....?

    Denn wir stehen vor der nächsten (digitalen) "Industrialisierung"!
    Du wirft in deinen Postings oft so viele verschiedene Themen durcheinander, dass es kaum möglich ist, darauf zu antworten.

    Die Digitalisierung wird die Arbeitswelt massiv verändern, das ist klar. Vor allem klassische Bürojobs werden betroffen sein. Aber wie viele Menschen dadurch tatsächlich ihre Arbeit verlieren, kann niemand voraussagen.

    Natürlich wird das selbstfahrende Auto kommen. Und es wird viele Unfälle vermeiden, die jetzt "menschlichem Versagen" geschuldet sind. Aber ich schätze, es wird eine lange Übergangszeit geben, in der neue und alte Autos neben einander auf der Straße zu finden sind.
    Und auch in einem selbstfahrenden LKW wird wohl noch ein Mensch zur Kontrolle sitzen. Nur dass seine Übermüdung nicht mehr so schreckliche Folgen haben wird wie heute.

    Nein, es muss kein ausgereiftes Langzeitmodell her, sondern eine intelligente, flexible Politik, die auf die konkreten Herausforderungen reagiert, statt sich in einem Utopia zu verlieren, das angeblich alle Probleme wegzaubert.

  9. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dass es eine nicht näher definierte Menge von prekären Selbständigen gibt, weiß ich gut. Die interessieren aber eigentlich niemanden. Die kommen so gut wie nie irgendwo vor, auch hier nicht, also in der Bri oder in diesem Thread. Wahrscheinlich kann man sich mit ihnen nicht gut identifizieren, wenn man selbst Angestellter ist.
    Sie sind übrigens die am stärksten wachsende Gruppe, neben Angestellten in Teilzeit. In der Ö-Wirtschaftskammer gehören inzwischen über 50% der Mitglieder zu den EPUs (Ein-Personen-Unternehmen).

    Ich gebe dir recht: In den Diskussionen kommen diese Leute so gut wie gar nicht vor. Liegt auch daran, dass sie durch die klassischen Theorien, zB. von Marx, nicht erfasst werden, denn sie gehören nicht zu den Kapitalisten, sondern sind AG und AN in Personalunion.
    Noch können sich die meisten Menschen das für sich nicht vorstellen. Die übliche Reaktion lauten: Uiiiiiii, das könnte und wollte ich nie.....Dabei scheint gerade diese Arbeitsform die kommende zu sein.

  10. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich sehe nicht, warum ein BGE plötzlich alles "statisch" machen soll.

    Die Marktbewegungen und die staatlichen Aufgaben, sprich die Dynamik einer Gesellschaft bleibt doch erhalten?
    Du denkst, man kann an einer Stellschraube drehen, aber alles bleibt gleich? Das solltest du genauer ausführen, denn es ist gegen jede Logik.

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