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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Bis auf ganz wenige Ausnahmen ist diese Klausel aber rechtswidrig.
    Gültig ist sie nur für Besserverdienende ab 76.200 ( West) oder 68.400 (Ost) und Arbeitnehmer, die höherwertige Dienste verrichten. Das sind z.b. Ärzte, RAe, Steuerberater, Architekten, Wirtschaftsprüfer.
    Für das Pflegepersonal gilt diese Klausel daher eindeutig nicht.

  2. gesperrt

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    Und das Ansinnen, für Mehrarbeit über das vertraglich vereinbarte Maß auch noch staatlich/steuerlich belohnt zu werden, halte ich für asozial.
    ja.

    Das hier ist wirklich ein Aspekt, wo sich die Welt seit, sagen wir nach dem 2. WK, grundlegend geändert hat.

    Ich erinnere mich, wie ich mal ein Buch aus den 60er oder 70er Jahren in die Finger bekam, wo es um Ernährungssicherheit und ähnliches ging, und sich die Autoren ernsthaft Gedanken darüber machten: es könnte nicht genug zu essen geben für alle, Leute könnten hungern, darum muss man (industrielle) Landwirtschaft fördern, darum müssen so viele wie möglich so viel wie möglich arbeiten!

    ist heute definitiv nicht mehr so, die Industrialisierung war so erfolgreich, dass Hungersnöte aufgrund zu wenig in die Landwirtschaft investierter Arbeit doch unwahrscheinlich sind. (wahrscheinlicher werden wohl Hungersnöte aufgrund von Umweltproblemen, unfruchtbarer Erde, Wassermangel etc... aber - anderes Thema. Ein grosser Anteil von privaten Gärten würde da aber eine gewisse Sicherheit schaffen)

    (Was an Teiilzeitarbeit asozial sein soll, verstehe ich allerdings auch nicht.)
    ich glaub, das Argument war, dass die Teilzeitler halt nicht den maximal möglichen Betrag in die sozialen Kassen einzahlen? und so andern Leuten Einkommen vorenthalten?

    Ich bin ja auch so eine böse Teilzeitlerin - ich tröste mich aber immerhin damit, dass meine Lebensweise es mir ermöglicht, so gut wie nie etwas AUS den (Kranken-)Kassen rausholen zu müssen, ich betrachte meine Krankenkassenprämie in erster Linie als Solidaritätsabgabe und bin froh, wenn ich weiterhin nichts daraus beziehen muss. Was die bessere Gesundheit, die durch mehr Lebensqualität entsteht, alles spart... wär sicher auch mal eine interessante Rechnung.

    gruss, barbara

  3. gesperrt

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    Denn welches Land der Welt sird denn schon in ernsthaften Größenordnungen Auswanderer aus D aufnehmen?
    Die Schweiz

    gruss, barbara

  4. gesperrt

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sind sie nicht angeordnet (aber geduldet) wird es für den AN schwer, nachzuweisen, dass sie notwendig waren. Das gelingt den wenigsten.
    dazu muss man aber auch mal sagen: wenn Angestellte einfach aufs Maul hocken, und die Sache nicht gleich in dem Moment, wo es brennt, mit dem Chef abklären - "Chef, Aufgabe XY liegt noch auf dem Tisch, ordnest du jetzt eine Überstunde an und es geht heut noch raus, oder soll ich das auf morgen verschieben und mache jetzt Feierabend?" - gern per email, dann hat man es schriftlich - und die Sache ist gegessen?

    Es gibt ja auch in der Tat die Schlaumeier, die nichts Besseres mit dem Tag anzufangen wissen, als ewig im Büro sitzen zu bleiben und Stunden aufzuschreiben... auch wenn die gar nicht nötig wären.

    Aber wer macht das schon. Viele setzen voraus, dass der Vorgesetzte/Chef ja sieht (sehen muss!), wie engagiert man ist
    So ein Minimum an intelligentem Verhalten sollte man, eigentlich, könnte man meinen - von erwachsenen Leuten erwarten. Ganz besonders, wenn es nicht eine einmalige Sache ist, sondern eine Regelmässigkeit.


    Nur eins ist klar: Auf diesem Auge sind viele Vorgesetzte/Chefs blind und zwar ganz bewusst.
    Die gucken doch meist einfach, ob alles termingerecht erledigt wird, und wenn ja, stellen sie sich nicht noch gross Fragen, ob da jemand Überstunden machte oder nicht? Als Chef muss man doch davon ausgehen können, dass Mitarbeiter sich melden, wenn das Arbeitsvolumen beständig grösser ist als die Arbeitskapazität während der üblichen Arbeitszeit?

    gruss, barbara

  5. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Bae grundsätzlich alles richtig, aber viele haben schlicht Angst, dass gedacht wird, man ist der Aufgabe nicht gewachsen und schafft es innerhalb der "üblichen" Arbeitszeit nicht (zu langsam).

    Es müssen nur 1 oder 2 Leute da sein, die tatsächlich ranklotzen, wie die blöden (und ihren Kram schaffen), dann hast Du die A-Karte.

    Oft herrscht ein unwahrscheinlicher Konkurrenzkampf noch dazu.

    Ich lese es hier ständig in den Akten und wie dann argumentiert wird: "Ja, aber Frau oder Herr XY schaffen ja auch ihr Pensum innerhalb der Zeit" und dann geht das subtile Angreifen los, von wegen ... schwächste Stelle im Team (muss(te)mitgeschleppt werden, End(Team)ergebnis zählt ja).

    Ist nichts schriftlich fixiert, gehen die Leute hier mit "null" raus.

    Ich wünsche jedem, den Mut aufzubringen, es zu äußern (z.B. wie von Dir beschrieben) und die Absicherungen einzuholen, egal, was andere davon halten oder denken.

  6. gesperrt

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bae grundsätzlich alles richtig, aber viele haben schlicht Angst, dass gedacht wird, man ist der Aufgabe nicht gewachsen und schafft es innerhalb der "üblichen" Arbeitszeit nicht (zu langsam).
    hat man nicht mit der Zeit so ein Gefühl dafür, was ein angemessener Aufwand ist für eine Aufgabe? Gelegentlich muss man ja auch auf technische Prozesse warten (ein Kopierer kopiert halt nur so schnell, wie er kopiert... nicht schneller), und wenn fünf Minuten vor Feierabend noch einer mit einer neuen Aufgabe kommt, finde ich auch nicht, dass es meine dringendste Aufgabe sei sofort zu springen und mein ganzes Privatleben sausen zu lassen. Schliesslich hatte Chef meist vorher auch schon den ganzen Tag lang Zeit, um das zu organisieren.


    Es müssen nur 1 oder 2 Leute da sein, die tatsächlich ranklotzen, wie die blöden (und ihren Kram schaffen), dann hast Du die A-Karte.
    Die machen das aber meist auch nicht ewig. Wer "wie blöd" ranklotzt erhöht doch notwendigerweise die Fehlerquote. Was dann wieder aufwendig ausgebügelt werden muss.


    Ich lese es hier ständig in den Akten und wie dann argumentiert wird: "Ja, aber Frau oder Herr XY schaffen ja auch ihr Pensum innerhalb der Zeit" und dann geht das subtile Angreifen los, von wegen ... schwächste Stelle im Team (muss(te)mitgeschleppt werden, End(Team)ergebnis zählt ja).
    irgend jemand muss ja die schwächste Stelle sein, geht ja nicht anders. und wenn die schwächste Person ausgemuster wird, wird halt die bisher zweitschwächste Person neu die schwächste.

    Viele Leute arbeiten allerdings erstaunlich uneffizient.

    Aber gut, ich habe wohl Glück, dass ich schnell arbeiten kann, wenn es muss, und dass ich Sinn für Effizienz und Organisation habe und darum auch nicht unnötig zuviel arbeite.

    Ich wünsche jedem, den Mut aufzubringen, es zu äußern (z.B. wie von Dir beschrieben) und die Absicherungen einzuholen, egal, was andere davon halten oder denken.
    ich hab ja auch nichts davon, wenn mich die Arbeit kaputt macht und die Firma mir dann noch einen Blumenkranz aufs Grab legt - und dann schon wieder vergessen hat.

    gruss, barbara

  7. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Aber gut, ich habe wohl Glück, dass ich schnell arbeiten kann, wenn es muss, und dass ich Sinn für Effizienz und Organisation habe und darum auch nicht unnötig zuviel arbeite.
    Dito, aber dennoch lese ich, was in den Firmen/Dienstleistungsunternehmen etc. pp. so los ist und viele tun mir wirklich auch echt leid. Gerade auch die Reinigungsunternehmen habe ich auf dem "Kieker". Zahlen einfach nicht, die Leute müssen ihrem Geld hinterherklagen + keine Arbeitspapiere (vom Zeugnis mal ganz zu schweigen), so dass sie sich entweder nicht weiterbewerben können oder es hakt bei der Arbeitsagentur.

    Viele Arbeitgeber kennen ihre Rechte aber bei ihren Pflichten ist ein großer weißer Fleck . Schlimmstenfalls gehen sie in die Insolvenz oder machen die Bude einfach zu, verschwinden und wie von Geisterhand taucht der gleiche Geschäftsführer mit geändertem Namen wieder "am Markt" auf und kaum sind neue Arbeitsverträge geschlossen, liegen sie kaum 3 Monate später wieder hier auf dem Tisch .

    Da frage ich mich oft, wie die es schaffen, wieder eine GmbH zu gründen. Bei mir gäb's nur noch die Lizenz für'n Bauchladen!

    Ansonsten habe ich auch kein Patentrezept.

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei meinem vorigen AG hatte ich einen Vertrag über 30 Stunden; vor meinem Stellenwechsel konnte ich - trotz vorherigem regelmäßigem Abbau - gleich mehrere Wochen Restüberstunden abfeiern .....
    Ein Verwandter hat sich auch mal bei einem großen Elektrokonzern trotz 40-Stunden-Vertrag Anfang November in den Überstundenjahresendurlaub verabschiedet. Es gibt aber auch Situationen, wo Überstunden einfach erforderlich sind. Ein großes Projekt droht, nicht rechtzeitig fertig zu werden, dann ist einfach kurzfristig mehr Arbeit für eingearbeitetes Personal erforderlich. Da kann man nix verteilen auf mehr Schultern, weil du die Leute zeitlich nicht einarbeiten kannst und nach ein paar Monaten der Bedarf wieder weg ist.

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich kann der Antwort von Kistenkumpel nur bestehende Fakten entnehmen!
    Lesen hilft.

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber etwas ganz Interessantes habe ich der neuen Ausgabe des "Stern" entnommen, was die sog. Digitalsteuer angeht (Facebook, Google u.a.).

    Die zweite Gruppe von Profifeuren die sich nicht an der Finanzierung des Gemeinwesens beteiligen, sind multinationale Konzerne, wie Facebook oder Google. Sie verdienen in Deutschland viele Milliarden Euro, ihre Gewinne versteuern sie aber lieber in Irland oder in den USA. Doch Rettung ist in Sicht. Die EU-Kommission will eine Digitalsteuer einführen. Den Plan stellte die Kommission auf dem Treffen der Finanzminister vergangene Woche in Bulgarien vor. Europas Kassenwarte waren begeistert, vor allem der französische Finanzminister Bruno Le Maire. Nur einer war skeptisch und blieb ganz auffällig schweigsam: Olaf Scholz.

    Der seltene Fall, wo wir mal einer Meinung sind.

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