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  1. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mirabelis, ich vermute einfach mal, dass jemand mit Plänen wie Amboise in einem Job steckt, in dem er/sie sich schon diverse Jahre "den Buckel krumm" gearbeitet hat und entsprechend nicht länger Vollzeit arbeiten kann - dann gerät man nämlich schon mal ans Rechnen, wie lange man noch durchhalten muss, bevor man es sich leisten kann, Stunden zu reduzieren .....
    Ja nachgefragt, Du liegst richtig!

    Wenn ich mein Berufsleben beschließe, habe ich 50 Jahre gearbeitet (immer Vollzeit)!

    Und ja, ich gebe zu, dass ich langsam loslassen möchte und ein Stück mehr aus dem Hamsterrad raus will.

    Und weiter ja, mir ist bewusst, dass ich im jetzigen System diese Reduzierung selbst tragen muss. Mach ich auch. Keine Frage, aber wenn ich das BGE hätte, wären die finanziellen Einbußen eben aufgefangen.

  2. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wer soll Deinen Wunsch nach mehr Freizeit denn wohl sonst finanzieren?

    Und Deine Stundenreduzierung wird dazu führen, dass Du weniger Steuern und weniger Beiträge zur Krankenversicherung zahlen wirst, ohne dass Du dadurch persönlich Leistungseinschränkungen hinnehmen musst. Insofern stimmt das "auf eigene Kosten" nicht so ganz.
    .... habe aber "netto" weniger und das allein zählt.

    Wie gesagt, macht aber nix. Die gewonnene Frei(heit)zeit gleicht es aus.

  3. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei meinem vorigen AG hatte ich einen Vertrag über 30 Stunden; vor meinem Stellenwechsel konnte ich - trotz vorherigem regelmäßigem Abbau - gleich mehrere Wochen Restüberstunden abfeiern .....
    Wir haben die Regelung 20 + im Vierteljahr und 15 -.
    Kommst Du bei der Vierteljahresabrechnung über 20 + kappt das System automatisch die darüberliegenden Ü-Stunden und Du hast Pech gehabt.

    Sie sind stets in Freizeit auszugleichen, bezahlt wird nix.

    Ich finde es insofern gut, weil man mit Überstunden noch eine gewisse Flexibilität hat.

    Es ist aber verdammt schwer, bei einer ohne schon bestehenden 40-Stunden-Woche noch Überstunden aufzuhäufen und viele Kolleginnen schaffen das gar nicht (mehr). Die bauen vielleicht mal 3 oder 4 Stunden auf, dann verschlafen sie einmal und müssen aber pünktlich Feierabend machen, weil irgendwas wichtiges ansteht und schwupps sind die Stunden perdu .

  4. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen

    Insofern wäre der erste und sinnvollste Schritt, Überstunden komplett unattraktiv zu machen.
    Dann schrittweise die Stunden von sagen wir mal 32-40h/Woche.
    Aber da maulen natürlich die "Arbeitssamen" und "Leistungsträger" - also die Asozialen, die sich übervertraglich mehr Erwerbsarbeit unter den Nagel gerissen haben, um ihren persönlichen Profit zu maximieren.
    Noch absurder: die maulen ja sogar, weil sie ihr Überstundensalär nicht noch steuervergünstigt bekommen.
    Zum Totlachen.
    Die "Arbeitssamen" und "Leistungsträger" mögen sowas aber auch deshalb nicht, weil das auch noch an ihrem Nimbus der Unersetzbarkeit kratzt ("ohne mich läuft's nicht diesem Laden/dieser Abteilung").

    Du scheinst schon sehr lange keiner Erwerbsarbeit nachzugehen und auch ein gänzlich anderes Umfeld (Bekanntenkreis) zu haben als ich.
    In meiner Realität:
    - arbeiten die meisten Bekannten und Kollegen vollzeit, aber hegen mitnichten einen "Nimbus der Unersetzbarkeit"; im Gegenteil, die meisten versuchen, zugunsten ihres seelischen und körperlichen Wohlergehens die Arbeitszeit und die finanziellen Ansprüche ab dem mittleren Alter herunterzufahren; das gelingt nur nicht jedem, z.B. wegen Arbeitgeberhaltung, Unterhaltspflichten oder Sozialisiation.
    - bekommen die wenigsten Überstunden bezahlt; in meinem Arbeitsvertrag steht z.B.: "Überstunden sind mit dem Entgelt abgegolten".

    Dein Verständnis von "asozial" finde ich genauso schräg wie die Aussage der Userin mit dem David-Lynch-Nickname, die Teilzeitarbeit (im Gegensatz zu Vollzeit) als asozial bezeichnet.

    Für mich sind zwei andere Gruppen asozial: Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter bis zum Gehtnichtmehr auspressen, und Menschen, die sich auf Kosten der Allgemeinheit in die soziale Hängematte legen.

  5. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und ja, ich gebe zu, dass ich langsam loslassen möchte und ein Stück mehr aus dem Hamsterrad raus will.

    Und weiter ja, mir ist bewusst, dass ich im jetzigen System diese Reduzierung selbst tragen muss. Mach ich auch. Keine Frage, aber wenn ich das BGE hätte, wären die finanziellen Einbußen eben aufgefangen.
    Kann ich gut nachvollziehen, auch wenn ich längst nicht so viele Jahre Vollzeit hinter mir habe.
    Aber BGE könnte das nur auffangen, wenn mir der Zuverdienst bzw das BGE nicht anteilig wieder reduziert würde.

    Und mir persönlich würde eine gescheite Rentenneuordnung wohl eher dienen ....

  6. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Und ich denke, dass die von Dir aufgezählten Berufsgruppen von Kistenkumpel nicht gemeint sind! Da herrscht Ausbeutung pur; nämlich über Überstunden die Personalknappheit zu kompensieren! Aber da ist man wohl inzwischen wach geworden, was zumindest die Polizeit angeht und im Gesundheitswesen sind dringend Personalaufstockungen vonnöten!
    In der Regel auch eher "nonprofit" oder staatliche/ kommunale Unternehmen.
    Die sind auf dem Papier nicht unterbezahlt, sondern unterbesetzt, was dann eigentlich wieder zu einem geringerem Einkommen, gemessen an der Stundenzahl, führt.
    Wir hatten es ja weiter vorn schon mal mit dem Thema Krankenhaus und Profit.

    Irgendwo habe ich mal ein Plakat gesehen, da stand drauf "Überstunden vernichten Arbeitsplätze"
    Ganz so drastisch würde ich es nicht ausdrücken, aber viele und häufige Überstunden zeugen durchaus von Fehlern im Management.

  7. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Irgendwo habe ich mal ein Plakat gesehen, da stand drauf "Überstunden vernichten Arbeitsplätze"
    Ganz so drastisch würde ich es nicht ausdrücken, aber viele und häufige Überstunden zeugen durchaus von Fehlern im Management.
    Allerdings auf die eine oder andere Weise. Nicht jeder, der viele und häufige Überstunden macht, ist tatsächlich überlastet.

  8. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Allerdings auf die eine oder andere Weise. Nicht jeder, der viele und häufige Überstunden macht, ist tatsächlich überlastet.
    Kommt eben wie immer, drauf an. Aber da wo über Überstunden geklagt wird, wo sie nicht freiwillig gemacht werden, weil das Projekt so spannend ist und schon von den Beteiligten zu einem schnellen erfolgreichen Ende geführt werden will, da hakt es deutlich. Entweder in der Effiziens, der Organisation oder in der Personalplanung. (hab mal im Projektmanagement gearbeitet, rede also nicht unbedingt von Dingen, von denen ich nichts verstehe)
    Geht aber wieder OT

  9. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei meinem vorigen AG hatte ich einen Vertrag über 30 Stunden; vor meinem Stellenwechsel konnte ich - trotz vorherigem regelmäßigem Abbau - gleich mehrere Wochen Restüberstunden abfeiern .....
    Da ich, was übermäßige Ü-Stunden angeht, da ganz bei hillary bin, würde mich doch interessieren, in welcher Berufssparte Du bist, dass Du "gleich mehrere Wochen" Ü-Stunden abbummeln kannst. Wirst Du dann nicht vermisst? Wer macht dann Deine Arbeit?

    Ich finde unser System in Ordnung, weil es auf der einen Seite eine Aufhäufung ins ?? verhindert und auf der anderen Seite aber doch die Möglichkeit bietet, in gewissem Rahmen flexibel zu sein. Wir müssen da auch nicht bitten und betteln. Da geht ne Mail durch's Haus: Bin ab xx nicht mehr im Hause, ich gleite.

    Aber etwas ganz Interessantes habe ich der neuen Ausgabe des "Stern" entnommen, was die sog. Digitalsteuer angeht (Facebook, Google u.a.). Ausgangsinhalt war die Frage "Weiter so Herr Scholz?" verbunden mit unserem Investitionsrückstau bei Brücken, Straßen, Schulen etc. Im Koalitionsvertrag gibt es das Versprechen, den Investitionsstau aufzulösen und dann das: Die Investitionen des Bundes werden in dieser Legislaturperiode nicht steigen. Sie sinken sogar von heute 37 auf 33,5 Millarden Euro im Jahr 2022. "Fehlstart" rufen die Grünen, "Abrissbirne für die Zukunft" die FDP, "Wählerbetrug erster Güte" die Linken. Auch für die Wirtschaftsvertreter einschließlich ihrer Verbände ist der Plan "eine Enttäuschung".

    Soweit so gut. Nun ging es um die Frage: Woher nehmen und nicht stehlen und der Stern schreibt es ganz offen: Wir stehen vor Steuererhöhungen, wenn nicht ein anderer Weg gefunden wird.

    Im Zuge des Artikels dann eine Lösung (ich zitiere):

    Die Wiedereinführung der von Ludwig Erhard in der alten Bundesrepublik geschaffenen Vermögenssteuer und höhere Steuern auf Kapitalerträge würden die Profiteure der vergangenen Jahrzehnte zielgenau treffen. Die allermeisten von ihnen haben ihren Reichtum nicht erarbeitet, sondern geerbt. Vermögen im Wert von schätzungsweise 400 Milliarden Euro werden in Deutschland pro Jahr an die nächste Generation übertragen. Auch daran muss der Staat stärker teilhaben. Im Moment bekommt der nur gut 6 Milliarden, weniger als 2 Prozent. Eine Erbschaftssteuer die künftig auch vom Geldadel bezahlt werden muss, würde die Vermögensungleichheit ein wenig zurückdrehen und den Staatshaushalt spürbar auffüllen.
    Die zweite Gruppe von Profifeuren die sich nicht an der Finanzierung des Gemeinwesens beteiligen, sind multinationale Konzerne, wie Facebook oder Google. Sie verdienen in Deutschland viele Milliarden Euro, ihre Gewinne versteuern sie aber lieber in Irland oder in den USA. Doch Rettung ist in Sicht. Die EU-Kommission will eine Digitalsteuer einführen. Den Plan stellte die Kommission auf dem Treffen der Finanzminister vergangene Woche in Bulgarien vor. Europas Kassenwarte waren begeistert, vor allem der französische Finanzminister Bruno Le Maire. Nur einer war skeptisch und blieb ganz auffällig schweigsam: Olaf Scholz.


    Wie wir sehen, fehlt es nicht nur an einer Ecke, es fehlt an mehreren und ich frage mich, wie lange sich unsere gewählten Volksvertreter noch verarxen lassen wollen und es sich mal wieder lieber vom Steuerzahler holen, als da, wo man vor Geld kaum aus den Augen gucken kann . Dann gibts erstmal - wie man hören darf - für ein/zwei Jahre Steuerentlastungen (angeblich für die niedrigen und mittleren Einkommen), um dann danach wieder eine Rolle rückwärts zu machen. Also doch "weiter so"?

    Ich hoffe und wünsche mir, Europa kriegt das hin (auch ohne Herrn Scholz).
    Geändert von Inaktiver User (10.05.2018 um 17:44 Uhr)

  10. gesperrt

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland beendet Experiment

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dieses System kann (wenn überhaupt) nur weltweit funktionieren. Solange es noch Länder gibt, in denen sich Leistung lohnt und leistungsfähige und -willige Menschen auch für ihren eigenen Wohlstand arbeiten können, solange werden diese Menschen ein Land verlassen, dass sie nur noch ausbeuten will. Und was Du hier beschreibst, das ist Ausbeutung pur. ...
    Was für ein Quatsch.
    Das beschreibt im Prinzip das, was wir jetzt schon halbherzig haben. Nur das der Steuermechanismus dann eben halt mehr Augenmerk darauf richtet, Arbeit und damit Einkommen gleichmäßiger zu verteilen. Was dann ja dazu führen würde, dass weniger Menschen ggf. weniger staatliche Alimentation brauchen.

    Welchen gesellschaftlichen Sinn sollte es denn wohl haben, Leute uüber das höhere seinkommen hinaus noch dafür zu belohnen, dass sie viel arbeiten?


    Und was die Abwanderung von leistungsfähigen und -willigen Menschen angeht, dem sähe ich entspannt entgegen.
    Alle naslang erzählt irgendwer, er haut aus D ab, weil hier alles so furchtbar ist.
    Keiner kann mir sagen wohin er denn dan gehen möchte und wirklich gegangen ist von denen auch kaum einer.

    ...Aus diesen Zeilen spricht purer Neid und Missgunst.

    Und sag' so was mal den Polizisten, den Ärzten und Krankenschwestern, die bereit sind, auch am Wochenende und nachts im Bereitschaftsdienst zu arbeiten. Vielleicht machen sie dann ja bei Dir eine Ausnahme.
    Inwiefern Neid und Missgunst?
    Gerade Beamte werden oft zu unentgeltlichen Überstunden gezwungen. Die fänden es sicher super, wenn sich daran was ändern würde.

    Und im Krankenpflegebereich entstehen Überstunden durch Personalmangel und wo ich das direkt beobachten kann, entsteht der Personalmangel nicht, weil es keine BewerberInnen gäbe, sondern weil die Arbeitgeber einfach keine Stellen ausschreiben oder Ausbildungsplätze anbieten. Sie fahren lieber ihr Bestandspersonal auf Verschleiss, um mehr Profit zu machen.
    Und wenn Stellen ausgeschrieben werden, dann oft zu Konditionen, die eben unattraktiv sind.

    Darum sind diese Jobs unattraktiv, entsprechend lernen das weniger Leute, entsprechend ist dannn eben irgendwann wirklich das Personal knapp.
    (Wo ist denn da eigentlich der achsomächtige Markt, der es doch richten müsste?)
    Geändert von Kistenkumpel (11.05.2018 um 02:32 Uhr)

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