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    AW: Gemeinsame Erklärung 2018

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und bei handfesten persönlichen Beleidungen darf man zuschlagen?
    Nein, aber vor Gericht gäbe es vermutlich mildernde Umstände, schließlich können wir alle nicht über Wasser wandeln.

    Im Übrigen ist das ein Nebenkriegsschauplatz. Niemand hat behauptet, dass Frau Lengsfeld eine Leuchte der Sympathie und des guten Benehmens ist. Sie versucht etwas zu bewegen.

    Mich erinnert das an die Zeiten, als Alice Schwarzer noch 'federführend' ins Sachen Emanzipation war. Da ging es auch oft um ihre nervige Art, die Art wie sie angezogen war usw. usf.

    Ein wichtiges Lebenswerk hat sie dennoch (oder gerade deswegen?) geschaffen.

    Gerade Frauen sollte das nachdenklich machen.

  2. gesperrt

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    AW: Gemeinsame Erklärung 2018

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    ...
    Selbst Antisemistismus soll also als Meinung tolerabel erscheinen, mindestens soweit, dass eine solche Auffassung nicht einer Mitgliedschaft in einer demokratischen Partei entgegensteht.
    Diese Haltung von Vera Lengsfeld wiederum ist wohl nur verständlich, wenn man die Biographie von Vera Lengsfeld beachtet,
    Zum ersten Satz:
    Sehr gewagte Vermutung, sehr gewagt..

    Zum zweiten Satz:
    Ich finde es inzwischen nicht mehr lustig, dass Menschen (wie hier jetzt Frau Lengsfeld), denen sehr gerne unterstellt wird, dass sie sich gerne in der Opferposition sehen, gerade von denenjenigen, die dies gerne und oft unterstellen, in eine Opferrolle gestellt werden.

  3. Inaktiver User

    AW: Gemeinsame Erklärung 2018

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Um die Haltung von Vera Lengsfeld (und auch anderen) besser nachvollziehen zu können, muss man wahrscheinlich weit in die Zeit zurück greifen - bspw. auf das Jahr 2003, als sie (damals noch in der CDU) den Ausschluss von Martin Hohmann aus der CDU und aus der CDU-Bundestagsfraktion als "inszenierte Treibjagd" bezeichnete.
    Hohmann hatte eine Rede gehalten, die von sehr vielen Leuten als klar antisemitisch eingestuft wurde.
    Es würde den Rahmen hier sprengen, diese Hohmann-Affäre auseinander nehmen zu wollen. Aber das hier aus einem Spiegel-Artikel möchte ich doch dagegen setzen, wonach Frau Lengsfeld dieses gesagt haben soll:

    Hohmanns Ausschluss aus der CDU-Fraktion sei Ergebnis einer "inszenierten Treibjagd". Die CDU habe einer Medienkampagne nachgegeben. Wenn man sich, wie widerwillig auch immer, daran beteilige, müsse man auch sagen, warum "das Opfer eliminierungswürdig ist". Lengsfeld, die versucht hatte, Hohmann zum freiwilligen Rückzug zu bewegen und letztendlich für seinen Rauswurf stimmte, deutet an, die CDU hätte sich bei gründlicher und unvorgenommener Exegese der "Tätervolk"-Rede womöglich gegen den Fraktionsausschluss ausgesprochen. [.]

    Und auch schon damals sorgte sie sich um die Meinungsfreiheit

    "Die Auswirkung auf die Meinungsfreiheit ist nicht absehbar", so Lengsfeld weiter. Die Union müsse dieser hysterischen Einengung der Meinungsvielfalt, der Stigmatisierung und Ausgrenzung konservativer Auffassungen entschlossen entgegentreten. "Schon deshalb gebe ich der 'Jungen Freiheit' ein Interview", erklärte Lengsfeld.


    Quelle: Vera Lengsfeld verteidigt Hohmann

    Erinnert ihr Euch an die denkwürdige Rede des früheren Bundestagspräsidenten Philipp Jenninger und die öffentliche Aufregung im Anschluss? Damals sagte Willy Brandt, die Rede sei „fehlgeschlagen, nicht weil Jenninger ein schlechter Kerl ist, sondern weil er sich übernommen hat". War Willy Brandt deswegen ein Antisemit?

  4. Inaktiver User

    AW: Gemeinsame Erklärung 2018

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Gerade Frauen sollte das nachdenklich machen.
    Was haben nun "gerade Frauen" damit zu tun?

  5. Inaktiver User

    AW: Gemeinsame Erklärung 2018

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ging darum, dass Vera Lengsfeld dem Stern Aussagen in einem Artikel vorgeworfen hat, die - nachlesbar - dort gar nicht standen.
    Und: Ja, wer die Presse als Lügenpresse diffamiert, sollte selbst etwas sorgfältiger mit seinen Aussagen sein.
    Meine Güte. Sie hat in der Talkshow bei Maischberger zum Thema "Vorwurf Lügenpresse - Kann man Journalisten noch trauen" ein Beispiel gebracht eines Sternreporters, der in einem Artikel über Sachsen das Land in Grund und Boden geschrieben hat. Dabei sagte sie irrtümlich Dinge, die nicht in diesem Artikel standen. Sie hatte kein Redemanuskript, sie hat in ihrem Gedächtnis gekramt. ist Euch das noch nie passiert, dass ihr diverse Artikel zu einem Thema gelesen habt und hinterher nicht mehr genau wusstet, was jetzt in welchem Artikel genau stand? Sie hat es hinterher klargestellt und hat sich entschuldigt. Basta.

    Es haben auch schon andere in Talkshows Dinge durcheinender gebracht. Aber wurde deswegen so ein Aufriss veranstaltet?

  6. Inaktiver User

    AW: Gemeinsame Erklärung 2018

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dabei sagte sie irrtümlich Dinge, die nicht in diesem Artikel standen. Sie hatte kein Redemanuskript, sie hat in ihrem Gedächtnis gekramt. ist Euch das noch nie passiert, dass ihr diverse Artikel zu einem Thema gelesen habt und hinterher nicht mehr genau wusstet, was jetzt in welchem Artikel genau stand? Sie hat es hinterher klargestellt und hat sich entschuldigt. Basta.
    Na klar, irrtümlich.
    Mir ist sowas sicher schon passiert, ich schwadroniere aber auch nix von Lügenpresse.

  7. Inaktiver User

    AW: Gemeinsame Erklärung 2018

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und bei handfesten persönlichen Beleidungen darf man zuschlagen?
    Im metoo-Strang ist eine Ohrfeige (einer Frau) als Reaktion auf sexistische Anmache oder Beleidigung (durch einen Mann) durchaus akzeptiert worden. Ich selbst habe mir das Recht auch schon heraus genommen. Bei mir war es eine Spontanreaktion und die wurde vom Empfänger umgehend verstanden. (Selbstverständlich ist es nicht erlaubt...)
    Geändert von Inaktiver User (17.04.2018 um 11:24 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Gemeinsame Erklärung 2018

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Na klar, irrtümlich.
    Mir ist sowas sicher schon passiert, ich schwadroniere aber auch nix von Lügenpresse.
    Es sind doch zwei völlig andere Sachverhalte. Die Presse wird doch nicht als "Lügenpresse! bezeichnet, weil sich Journalisten hin und wieder auch mal irren. Dabei geht es um die Unterstellung, dass die Presse zielgerichtet und vorsätzlich eine Berichterstattung auf den Weg bringt, die als einseitig und tendenziös empfunden wird.

  9. Inaktiver User

    AW: Gemeinsame Erklärung 2018

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Na klar, irrtümlich.
    Mir ist sowas sicher schon passiert, ich schwadroniere aber auch nix von Lügenpresse.
    Fast könnte man sagen, zum Glück hat Frau Lengsfeld in dieser Talkshow etwas behauptet, das nicht stimmte. In derselben Sendung hat Ulrich Wickert beispielsweise gesagt, dass dem ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender der Vertrag nicht verlängert wurde, weil die Politik ihn zu kritisch fand.

    Darüber sollten wir uns wirklich aufregen, denn solch ein Vorgang ist geeignet, die Presse- und Meinunsfreiheit erheblich einzuschränken. Und das sind genau die Zustände, die Frau Lengsfeld anprangert. Deshalb ist sie unbequem.

  10. User Info Menu

    AW: Gemeinsame Erklärung 2018

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Erinnert ihr Euch an die denkwürdige Rede des früheren Bundestagspräsidenten Philipp Jenninger und die öffentliche Aufregung im Anschluss? Damals sagte Willy Brandt, die Rede sei „fehlgeschlagen, nicht weil Jenninger ein schlechter Kerl ist, sondern weil er sich übernommen hat". War Willy Brandt deswegen ein Antisemit?
    Hohmann ist aber nicht Jenninger.
    Und man darf Herrn Hohmann auch weiterhin einen Antisemiten nennen - so jedenfalls hat das Landgericht Dresden 2016 entschieden:

    Richterin Bettina Stephan gab dem Kulturbüro recht: Hohmanns Klage lasse die Interpretation zu, er sei Antisemit. In seiner Rede »bezeichnete der Kläger ›die Gottlosen‹ als Tätervolk und damit auch die Juden«. Die Richterin argumentiert, Relativierungen verfingen nicht. »Es geht zu Lasten des Klägers, wenn er sich sprachlicher Verwirrspiele bedient.«

    Hohmann verbreitet in besagtem Interview mit der Publizistin Herman die These, »eine gewisse Steuerung von interessierter Seite« stünde hinter der Kritik an ihm und seiner damaligen Rede. Belegen könne er diese Steuerung nicht, sagt er, aber es sei offensichtlich, dass »einflussreiche Juden dunkle Kapitel jüdischer Geschichte lieber im Dunkeln belassen« wollen.


    Jaaa, diese einflussreichen Juden im Hintergrund .....

    VanDyck
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
    Daniel Kahneman

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