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    AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

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    Du sagst es!
    Zu irgendwelchen Commitments oder Confessions gedrängt zu werden, im wahrsten Sinne das Wortes, löst sehr viel eher Widerwillen denn eine konstruktive Auseinandersetzung aus.

  2. Inaktiver User

    AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

    Zitat Zitat von Spooks Beitrag anzeigen
    @red_gillian,
    dass du das so nüchtern und unaufgeregt interpretierst ist löblich, aber eher die Ausnahme, ich hoffe das weißt du.
    Och, das kommt darauf an. In meinem Umfeld bin ich beispielsweise so gar keine Ausnahme - hier in der Bri evtl. schon.

    Die meisten können das aber nicht und ich bin mir sicher, dass man das mit win bisschen Gedankenschmalz nicht nur hätte objektiver formulieren können, sondern dass den Aussagenden die Aufgeladenheit und immante Wertung in ihren Statements sogar durchaus bewusst war.
    Natürlich. Ich finde, man sollte sich nicht nur anhören, was gesagt wird, sondern auch, von wem und aus welchem Umfeld, Kontext und Zusammenhang es kommt. Äußerungen von Politikern sind mMn immer mindestens cum grano salis zu lesen/hören.

    Es ist schade, dass die Rechnung tatsächlich aufging und damit die Debatten ständig auf ein polarisierendes Nebengleis gezerrt werden konnten.
    Das tut sie schon die ganze Zeit und das passiert auch schon seit Jahren. Und weil ich grad so schön im Latinisieren bin: Cui bono?
    Wenn man ein kleines bisschen näher hinschaut, erkennt man mMn recht schnell, dass da Nebelkerzen noch und nöcher aus allen möglichen Richtungen in alle möglichen Richtungen gezündet werden, um eigentliche Zwecke zu verschleiern. Die weder mit Christlichkeit noch mit Kultur, noch mit muslimischer Religion und Lebensweise zu tun haben, sondern mit Besitzstandswahrung vs. Machtgewinnung und mit Spaltung. Noch so'n Lateiner: "Divide et impera". "Panem et circenses" ist da auch nicht weit weg.
    Geläufigstes Stichwort in diesem Zusammenhang: "Populismus".

    Bei mir, jedenfalls, gehört "der Islam" zur Lebenswirklichkeit. Das geht - wie in jedem Zusammenleben von Menschen - weder ohne Probleme noch ohne Konflikte ab, aber es ist ein Zusammenleben. Und wo Grenzen der FDGO in Gefahr sind, überschritten zu werden - egal aus welcher Richtung - gibt es immer irgendwen, der sehr pragmatisch und gegebenfalls auch deutlich darauf hinweist, dass da etwas passiert, was nicht "zu Deutschland gehört", eben aufgrund der FDGO. Nicht aufgrund irgendeiner Religionszugehörigkeit.

    Ansonsten, nur der Vollständigkeit halber, sehe ich in meiner Lebenswirklichkeit mehr Verwandschaft zwischen "christlich geprägter" und "muslimisch geprägter" Kultur denn Unterschiede.
    Aber das sind halt alles kleine Leute in ihrer kleinen Alltagswelt, sonst nix.
    Ich will daraus auch nicht irgendwelche Allgemeinheiten betreffs, z.B., grundsätzlicher Friedlichkeit von wemauchimmer ableiten, dafür sind wir Leute und unsere Alltagswelt viel zu klein.

    Das ist nur eine Momentaufnahme, allerdings glaube/hoffe ich, dass es auch noch andere solche Momentaufnahmen gibt. Und dann, manchmal, träume ich davon, dass sich diese kleinen Momentaufnahmen ausbreiten. Und dass es ganz allgemein ein bisschen unaufgeregter und leiser wird.

    Die Welt sieht anders aus, ich weiß.
    Deshalb geh ich jetzt ne Runde träumen. Ist schon spät. Hoffentlich nicht zu spät.

  3. gesperrt

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    AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...
    Natürlich. Ich finde, man sollte sich nicht nur anhören, was gesagt wird, sondern auch, von wem und aus welchem Umfeld, Kontext und Zusammenhang es kommt. ...
    Ja, das ist so. Das frage ich mich oft, aus welcher Richtung Äußerungen wohl kommen könnten.

    Ja polarisierende Debatten werden absichtlich angestoßen, leider mit entzweiender Wirkung (Absicht?).
    Gerade auch wieder in den Tagesthemen (die werden es nie mehr verstehen, hab da die Hoffnung weitgehend aufgegeben) …

    ...
    Das tut sie schon die ganze Zeit und das passiert auch schon seit Jahren. Und weil ich grad so schön im Latinisieren bin: Cui bono?
    ...
    Die weder mit Christlichkeit noch mit Kultur, noch mit muslimischer Religion und Lebensweise zu tun haben, sondern mit Besitzstandswahrung vs. Machtgewinnung und mit Spaltung. Noch so'n Lateiner: "Divide et impera".
    ....
    Genau. Ich denke, gerade den Islamverbänden nützt das von mir fett gedruckte..

    Besitzstandsdenken wird wohl für die "schon immer hier Wohnenden" ein Argument sein.
    Wobei es natürlich für viele Deutsche darum geht, dass sie mit der nötigen Aufklärung und dem (bei der Islamauslegeung) daraus erwachsendem Umdenken nicht wieder - mit voller Zustimmung ihrerseits - bei Null beginnen möchten.

    Nötig wird das sein, aber toll braucht das keiner finden.
    Erst nach einer längeren Zeit der Neuaufstellung wird der Islam womöglich tatsächlich mal von der Mehrheit als voll dazugehörig akzeptiert werden.

    ...
    Wenn man ein kleines bisschen näher hinschaut, erkennt man mMn recht schnell, dass da Nebelkerzen noch und nöcher aus allen möglichen Richtungen in alle möglichen Richtungen gezündet werden, um eigentliche Zwecke zu verschleiern. "Panem et circenses" ist da auch nicht weit weg.
    Geläufigstes Stichwort in diesem Zusammenhang: "Populismus".
    ....
    Panem et circenses: Brot und Spiele, um beispielsweise von Erdogan und seinen Eskapaden abzulenken?

    Populismus: Von vielen (!) Richtungen sehr deutlich erkennbar, klar.

    ...
    Bei mir, jedenfalls, gehört "der Islam" zur Lebenswirklichkeit. ...
    ....
    Das trifft es eher als "gehört zu D".

    ...
    sehe ich in meiner Lebenswirklichkeit mehr Verwandschaft zwischen "christlich geprägter" und "muslimisch geprägter" Kultur denn Unterschiede.
    ....
    Da ist es noch ein ganzes Stück hin, bis es soweit ist das so zu sehen, m.M.n.

    Hat Zeiten gegeben in denen das Stück wesentlich kleiner war - die Richtung ist derzeit ein Auseinanderdriften.
    Geändert von Zazu2 (20.03.2018 um 23:20 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das denke ich gerade nicht. Ich denke das gläubige Christen das eher anders sehen weil sie zumindest eine praktische Vorstellung vom Glauben an sich haben und auch das Gebot der christlichen Nächstenliebe einen anderen Weg zeigt.
    Genau diese Nächstenliebe haben Muslime auch.

    Das Problem ist, dass sowohl ideologische Muslime als auch ideologische Christen, Hinduisten und wie wir sehen können auch Buddhisten den Glauben für sich okkupieren und einen riesigen Keil zwischen den Gesellschaften treiben. Das sind schlichtweg Separationsbewegungen, die vor allem verhindern wollen, dass sich unterschiedlich Gläubige näher kommen.

  5. Inaktiver User

    AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Das Problem ist, dass sowohl ideologische Muslime als auch ideologische Christen, Hinduisten und wie wir sehen können auch Buddhisten den Glauben für sich okkupieren und einen riesigen Keil zwischen den Gesellschaften treiben. Das sind schlichtweg Separationsbewegungen, die vor allem verhindern wollen, dass sich unterschiedlich Gläubige näher kommen.
    Es wird wohl wie immer um Macht gehen. Buddhismus und Hinduismus spielen übrigens keine Rolle in Deutschland, oder? Sie missionieren außerdem nicht.

  6. Inaktiver User

    AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Natürlich. Ich finde, man sollte sich nicht nur anhören, was gesagt wird, sondern auch, von wem und aus welchem Umfeld, Kontext und Zusammenhang es kommt. Äußerungen von Politikern sind mMn immer mindestens cum grano salis zu lesen/hören.
    Hm. Ja und nein....

    Ja: es ist gut sich den Sprecher genauer anzusehen und auch Intentionen in die Bewertung einer Aussage eingehen zu lassen. Inzwischen ist ja alles irgendwie Kontext.

    Nein: das verführt dazu, die Intention über das Gesagte zu stellen. Man kann dazu kommen, nicht mehr auf die Aussage zu schauen sondern auf die (unterstellte) Intention.
    Dann kommt: ach, das hat jetzt wieder die XY gesagt, die ist doch eh rechts/links/irgendwas, da kann ja nur das gemeint sein.... je größer dann der Unterschied zwischen gesagtem und vermutetem gemeinten, desto unmöglicher eine sachliche Diskussion.

    Versuch einer Lösung: sich zuerst mit dem Gesagten auseinandersetzen und dann mit dem Sprecher.

  7. gesperrt

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    AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, ob es so arg viel bringt, wenn man sich hier die Köpfe darüber heißredet bzw. die Finger heiß tippt, ob denn der Islam* zu Deutschland gehöre oder nicht. Oder behauptet, er täte das nicht.
    Ich halte das für einen Irrtum und - sofern ernst gemeint - für eine gewisse Realitätsferne.
    Allein die Tatsache, dass über den Islam* in Deutschland viel und kontrovers diskutiert wird, zeigt doch, dass er nun mal da ist. Hier ist. Hier in Deutschland. Wäre er nicht existent, gäbe es keinen Diskussionsanlass.

    Wesentlich sinnvoller - und wichtiger - wäre in meinen Augen eine Diskussion darüber, wie denn mit dem nun mal mittlerweile zu Deutschland gehörenden Islam* umgegangen werden sollte. Und das möglichst sachlich.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...gehe ich da mit, weil "Der Islam ist ein Teil der Lebenswirklichkeit in Deutschland" für mich persönlich eh nur eine Umformulierung des "Der Islam gehört zu Deutschland" ist.
    Es geht hier aber nun mal um das Seehofer Zitat. Dass der Islam in Deutschland existent ist, bestreitet (hier im Strang) sicher niemand. Ob er dazu gehört, wie das Oktoberfest oder der Kölner Dom, der Fischmarkt oder Karneval, der Jägerzaun oder der Ostfriesennerz (...), ist aber wohl sicherlich kontrovers zu diskutieren und hat mit Realitätsferne nichts zu tun, ob du das nun für sinnvoll hältst oder nicht. Klar, kann man den Islam nicht einfach weghexen, aber die Meinungen hierzu sind interessant, gerade weil so viele da eine andere Linie ziehen.

    Wie man mit dem Islam hier umgehen sollte, mag sicher auch zu diskutieren sein, ist aber wohl einen eigenen Strang wert, genauso wie die Frage, wie will überhaupt der Islam, dass man mit ihm (hier in Deutschland) umgeht.

  8. Inaktiver User

    AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Genau diese Nächstenliebe haben Muslime auch.
    Wirklich? Du meinst, dass es im Islam einen Aufruf zur generellen Nächstenliebe gibt ähnlich wie im Christentum? Woraus leitest Du diese Behauptung ab?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Problem ist, dass sowohl ideologische Muslime als auch ideologische Christen, Hinduisten und wie wir sehen können auch Buddhisten den Glauben für sich okkupieren und einen riesigen Keil zwischen den Gesellschaften treiben. Das sind schlichtweg Separationsbewegungen, die vor allem verhindern wollen, dass sich unterschiedlich Gläubige näher kommen.
    Diese Intention sehe ich zumindest bei Christenführern nicht. Im Gegenteil, sie versuchen zu vermitteln und in den Dialog zu kommen. Demgegenüber teilt der Koran die Welt in Gläubige und Ungläubige und es gibt Stellen im Koran, in denen dazu aufgefordert wird, den Umgang mit Ungläubigen zu vermeiden, ja sogar Ungläubige zu töten.

  9. Inaktiver User

    AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sie missionieren außerdem nicht.
    Es gibt missionierende Gruppen innerhalb dieser Religion. Aber zweifelsohne gehören Christentum und der Islam zu den missionaristischen Religionen.

  10. gesperrt

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    AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

    Ist es nicht ganz einfach?

    In allen demokratischen Staaten, wo international anerkannte Menschenrechte garantiert und in den 3 Gewalten des Staates verankert sind, sollte jeder Glaube und jede persönliche Einstellung respektiert werden, solange nicht geschadet und die Grundrechte oberste Priorität haben.

    Ca. die Hälfte aller in Deutschland lebender Muslime gesteht ein, dass sie ihren Glauben über unsere Grundrechte stellen lt. einer Studie, die ich vor ca. 3 Jahren mal gelesen habe...
    Und somit erübrigt sich für MICH(!) die Diskussion, ob wir hier nicht verfassungskonforme Menschen und Glauben integrieren müssen!

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