Hm, ich dachte immer, dass der Koran eine Lebenshilfe ist. Die irgendwas mit Mohammed zu tun hat. Selbst geschrieben hat er das nicht, aber irgendwie sowas wie die gesammelten Werke der Anhänger Mohammeds? Aber auf keinen Fall von Allah persönlich.
Das wär ja sonst in etwa so, als hätte Jesus das Neue Testament geschrieben?
Und wenn man wie ich dreist die Existenz irgendeines Gottes zumindest in Zweifel zieht, dann wäre auch ein Wort dieses zweifelhaften Wesens wurscht
Auf jeden Fall glaube ich, dass sich doch eine deutliche Mehrheit der Bundesbevölkerung im christlichen Wertesystem zuhause fühlt, daher wohl auch die 76 oderwievielauchimmer Prozent Zustimmung zu Seehofers schwammiger Aussage.
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20.03.2018, 21:13Inaktiver User
AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland
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gesperrt
- Grund
- Persönliche Auseinandersetzung / Anmerkungen zur Moderation
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20.03.2018, 21:14
AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland
@red_gillian,
du hast präzise genommen völlig recht.
Nachdem wir jetzt aber festgestellt haben, dass der Islam in Deutschland extrem präsent und eine Tatsache ist, wäre es wichtig die Begrifflichkeit "gehört zu" zu examinierten.
Zu etwas gehören ist m.E. positiv konnotiert.
Du gehörst zu mir.
Es wächst zusammen, was zusammen gehört.
Gehört der Islam, mit all seinen problematischen Begleiterscheinungen zu Deutschland? Gehört Unfreiheit, Ungleichheit, Dogmatismus zu Deutschland?
Unabhängig davon, mal etwas ausgeholt und vom Islamproblemkomplex entfernt- sagt man auch oder würde man sagen Altersarmut gehört zu Deutschland? Oder Burnout? Oder exzessiver Pornokonsum? Oder Alkoholabhängigkeit? Ohne wären wir nicht nur vielleicht, sondern sogar garantiert besser dran. Ist aber deutscher Alltag, unser aller Lebenswirklichkeit und nicht wegzudiskutieren.
Ist "gehören zu" hier eine treffende und ergiebige Diskussionsgrundlage?
Ich glaube nämlich, das genau dies große innere Widerstände hervorruft und äußerst unglücklich gewählt ist.Geändert von Spooks (20.03.2018 um 21:20 Uhr)
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20.03.2018, 21:23Inaktiver User
AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland
Entscheidend ist wie der Gläubige es sieht. Für Muslime ist der Koran eine Sammlung dessen was Mohammed persönlich von Allah übermittelt bekommen hat. Mohammed ist sein Prophet, der wichtigste Prophet im Islam.
Ist nicht vergleichbar.Das wär ja sonst in etwa so, als hätte Jesus das Neue Testament geschrieben?
Dafür gibt es ja Religionsfreiheit: der eine glaubt an diesen, der andere an jenen Gott und andere an keinen.Und wenn man wie ich dreist die Existenz irgendeines Gottes zumindest in Zweifel zieht, dann wäre auch ein Wort dieses zweifelhaften Wesens wurscht
Das denke ich gerade nicht. Ich denke das gläubige Christen das eher anders sehen weil sie zumindest eine praktische Vorstellung vom Glauben an sich haben und auch das Gebot der christlichen Nächstenliebe einen anderen Weg zeigt.Auf jeden Fall glaube ich, dass sich doch eine deutliche Mehrheit der Bundesbevölkerung im christlichen Wertesystem zuhause fühlt, daher wohl auch die 76 oderwievielauchimmer Prozent Zustimmung zu Seehofers schwammiger Aussage.Geändert von Inaktiver User (20.03.2018 um 21:42 Uhr) Grund: Mohammed-Allah-Durcheinander
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20.03.2018, 21:28Inaktiver User
AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland
Das sehe ich ganz genauso.
Allerdings: es wollen vielleicht gar nicht so viele einen konstruktiven Umgang mit dem Islam sondern eher gar keinen.
Höchstens so eine Art unsichtbaren Islam der im privaten gelebt wird.
Es gab ja auch schon vor 2015 Widerstände gegen den Bau von Moscheen.
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20.03.2018, 21:30Inaktiver User
AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland
Ich glaube ebenfalls, dass diese positive Konnotation weit verbreitet ist. Andererseits glaube ich aber auch, dass das eine recht nüchterne Feststellung sein kann. Ich gehöre, z.B., zum weiblichen Anteil der Bevölkerung Deutschlands. Weiters gehöre ich qua Abstammung zu einer bestimmten Ethnie und gehöre qua Staatsbürgerschaft zu den Deutschen.
Sagt jetzt alles nichts darüber aus, ob ich das gut finde. Ob ich das positiv konnotiere. Vielleicht wäre ich lieber ein italienischer Mann, der einer ganz anderen Ethnie entsprungen ist? Vielleicht hadere ich schon mein Leben lang mit einer meiner Zugehörigkeiten?
Insofern denke ich schon, dass "gehören zu" an sich in dieser Diskussion Platz hat. Sofern man den Ausdruck für sich etwas "neutralisieren" kann. Würde m.E. auch zur Sachlichkeit beitragen, und evtl. vielleicht sogar die Akzeptanz fördern, indem man etwas, das nun einmal da ist, als zugehörig anerkennt.
(Disclaimer: Ich kann etwas im Detail oder im Umgang damit ändern wollen, auch wenn ich es grundsätzlich akzeptiere.)
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20.03.2018, 21:36
AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland
"Der Islam ist ein Teil der Lebenswirklichkeit in Deutschland" wäre für mich ein neutraler Satz, dem ich vorbehaltlos zustimmen würde und auf dessen Grundlage sich Diskussionen in viele fruchtbare Richtungen entfalten könnten.
Emotional geprägte gehört zu- nein- doch- nein, will ich aber nicht empfinden- doch, sollst du aber, ist voll supi/hast eh keine Wahl -Grabenkämpfe wären auf der Stelle obsolet.
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20.03.2018, 21:37Inaktiver User
AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland
Mag sein. Sehe ich ähnlich.
So eine Einstellung hat uns aber nun mal nicht sonderlich weiter gebracht. Wäre vielleicht doch mal an der Zeit für andere Denk- und vor allem Handlungsansätze (die Denkansätze gibt es ja schon).Höchstens so eine Art unsichtbaren Islam der im privaten gelebt wird.
Es gab ja auch schon vor 2015 Widerstände gegen den Bau von Moscheen.
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20.03.2018, 21:40Inaktiver User
AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland
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20.03.2018, 21:46
AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland
@red_gillian,
dass du das so nüchtern und unaufgeregt interpretierst ist löblich, aber eher die Ausnahme, ich hoffe das weißt du.
Die meisten können das aber nicht und ich bin mir sicher, dass man das mit win bisschen Gedankenschmalz nicht nur hätte objektiver formulieren können, sondern dass den Aussagenden die Aufgeladenheit und immante Wertung in ihren Statements sogar durchaus bewusst war.
Es ist schade, dass die Rechnung tatsächlich aufging und damit die Debatten ständig auf ein polarisierendes Nebengleis gezerrt werden konnten.
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20.03.2018, 21:48Inaktiver User
AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland
Den Eindruck habe ich auch, das polarisiert extrem.
Wenn man dann gegen diese Aussage, diese Formulierung ist, ist man quasi dafür in der Wahrnehmung - bist du nicht dafür, bist du dagegen.
Ich lehne diese Zuspitzung ab, da drin steckt ein Druck sich zu etwas zu bekennen worum es für mich gar nicht geht (siehe red_gillian, die es gut dargestellt hat)



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